Was kostet das Bauen, und wie hat es sich in Österreich, der Slowakei, Deutschland und der EU seit 2018 verteuert? Dieses Kapitel prüft die österreichische Seite „Was der Rohbau heute kostet“ an Quellen und stellt die drei anderen Räume daneben: Baukosten und Baupreise, Löhne gegen Material, den Preisschock von 2021 und 2022, einzelne Gewerke, den Warenkorb der Statistik und einen Rechner, der einen Betrag von einem Jahr auf ein anderes umrechnet. Jede Zahl trägt Datum und Quelle (Stand 19. Oktober 2026); wie gut die Aussagen belegt sind, steht im Reiter „Was hält stand“. Das Kapitel gibt keine Prognose und keinen Rat zum Bauen, Kaufen oder Verkaufen.
Was kostet der Rohbau heute, und wie hat sich das Bauen in Österreich, der Slowakei, Deutschland und der EU seit 2018 verteuert? Ausgangspunkt ist die österreichische Seite „Was der Rohbau heute kostet“ (Stand Oktober 2026), im Folgenden „Ausgangsseite“: Das Kapitel prüft ihre Zahlen und Sätze an Quellen und stellt Deutschland, die Slowakei und die EU daneben. Dieser Reiter gibt den Überblick: die wichtigsten Zahlen, die Bereiche, die das Kapitel abdeckt, und die Fallen, in die ein Vergleich von Baukosten über Ländergrenzen hinweg gern läuft. Jeder Bereich hat danach einen eigenen Reiter mit Diagrammen, Tabellen, Quellen und einer Einstufung der Aussagen. Das Kapitel gibt keine Prognose und keinen Rat zum Bauen, Kaufen oder Verkaufen.
Messwerte mit Datum, nebeneinander
Zehn Kennzahlen mit dem jüngsten Wert, den wir gefunden haben. Es sind Messwerte der genannten Stellen, außer dort, wo „Eigene Rechnung“ steht. Was daraus folgt, behandeln die Reiter „Gesamt“ bis „Warenkorb“ und die Einstufung der Aussagen im Reiter „Was hält stand“, nicht diese Übersicht.
Zur Lesart. Die Kacheln mischen Veränderungsraten (Prozent), Indexstände, Euro je Stunde und Euro je Monat. Sie haben keinen gemeinsamen Stichtag: Der österreichische Baukostenindex ist ein Monatswert, der Baupreisindex ein Jahresdurchschnitt, der deutsche Index ein Quartalswert (Berichtsmonat August), die slowakische Rate ein Monatswert, der EU-Wert ein Jahreswert. Baukosten (was die Baufirma aufwendet) und Baupreise (was sie dem Bauherrn verrechnet) sind verschiedene Größen; siehe die Karte „Vorsicht beim Vergleich“.
Belege. OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 8. Mai 2026; baulinks.de, Baupreise August 2026; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); TASR, Bauleistungen April 2026; teraz.sk, Bauleistungen Juni 2026; Eurostat, News vom 25. Juni 2026; WKO, Kollektivvertrag Bau 2026; Statistik Austria, Jahresinflation 2025; WIFO, Prognose der Baukostenentwicklung bis 2023 (September 2022); BMAS, Mindestlohn; IZ, Entwicklung des Mindestlohns; MPSVR, Beträge des Mindestlohns; Destatis, Arbeitskosten je Stunde in der EU. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Zehn Bereiche, vier Räume
Zehn Bereiche, jeweils mit dem, was gemessen wird, den Räumen, für die wir Zahlen gelesen haben, und dem Reiter, in dem sie stehen. „Europa“ steht in diesem Kapitel für die 27 Mitgliedstaaten der EU; Länder außerhalb der EU und der Euroraum als eigene Gruppe kommen nur vor, wo Eurostat sie ausweist.
| Bereich | Was gezeigt wird | Räume | Reiter |
|---|---|---|---|
| Gesamtentwicklung | Indexreihen für Baukosten und Baupreise im Wohnbau, Jahr für Jahr, auf eine gemeinsame Basis (2021 = 100) umgerechnet; Veränderung gegenüber Verbraucherpreisen. | Österreich, Deutschland, Slowakei, EU-27 | Gesamt |
| Lohn gegen Material | Wie sich die Lohn- und die Sachkostenkomponente entwickeln, und was jeweils zum Anstieg beigetragen hat. | Österreich (Komponenten des Baukostenindex), Deutschland (Rohbau gegen Ausbau), Slowakei (Material gegen Bauleistungen) | Lohn gegen Material |
| Löhne und Arbeitskosten | Kollektivvertrags- und Tariflöhne, gesetzliche Mindestlöhne, Arbeitskosten je Stunde und die Inflation als Maßstab. | alle vier Räume (verschiedene Maße) | Löhne |
| Preisschock 2021 und 2022 | Welche Stoffe am stärksten stiegen (Stahl, Bitumen, Treibstoff, Nichteisenmetalle, Holz, Dämmstoffe) und was davon geblieben ist. | Österreich, Deutschland, Slowakei | Preisschock |
| Gewerke und Erdarbeiten | Preisentwicklung nach Leistungsgruppen (Beton, Mauerwerk, Dach, Holzbau, Spengler), Rohbau gegen Ausbau, Erdarbeiten und Straßenbau. | Österreich, Deutschland | Gewerke |
| Warenkorb | Aus welchen Positionen der Baukostenindex besteht und mit welchem Gewicht; welche Rolle Beton und Stahl spielen; wie der Lohn im Index zum Personalaufwand der Unternehmen steht. | Österreich (Basis 2020 und 2025); Kostenstruktur der Unternehmen: Österreich, Deutschland | Warenkorb |
| Marketing und Vertrieb | Die Richtwerte der Ausgangsseite für die Vermarktungskosten eines Bauträgerprojekts, soweit sie sich belegen lassen, und die Regeln für die Provision des Maklers. | Österreich (Provision), Deutschland (Verteilung der Provision) | Marketing und Vertrieb |
| Hochrechnung | Ein Betrag aus einem Jahr wird mit einem Index auf ein anderes Jahr umgerechnet. | Österreich (Baukostenindex ab 2010 bis September 2026, Baupreisindex ab 2020 bis 2025), Deutschland (ab 2018 bis August 2026), Slowakei und EU-27 (2021 bis 2025) | Hochrechnung |
| Einstufung der Aussagen | 43 Aussagen der Ausgangsseite, jede mit Zahlen, Quellen und einer Belegstufe; dazu die Karten „Was dieses Kapitel nicht enthält“ und „Wo sich Zahlen widersprechen“. | alle vier Räume | Was hält stand |
| Begriffe | 33 Fachwörter in einfacher Sprache, mit Beispielen aus denselben Daten, in fünf Themen und mit Suche: von „Baukostenindex“ bis „Zusammenhang und Ursache“. | alle vier Räume | Begriffe |
Zur Lesart. Ein Klick auf den Reiternamen führt zur ersten Karte des Bereichs. Welche Zahlen es für welchen Raum gibt und wo wir nichts gefunden haben, zeigt die nächste Karte.
Datenlage nach Bereich und Raum
Die Tabelle sagt ehrlich, wo die Daten dünn sind. „Nicht gefunden“ heißt: Wir haben bei unserer Suche keinen Wert gefunden (Websuche, keine Fachdatenbank); es heißt nicht, dass es ihn nicht gibt. Vollständig sind die Daten nur für Österreich, und auch dort fehlen Teile.
| Bereich | Österreich | Deutschland | Slowakei | EU-27 |
|---|---|---|---|---|
| Gesamtindex der Bauleistungen bis 2025 | ja: Kosten (Baukostenindex) und Preise (Baupreisindex) | ja: Preise (Baupreisindex Neubau Wohngebäude) | Jahresraten 2021 bis 2025, Presseberichte | Jahresraten 2021 bis 2025, Eurostat-Meldung |
| Jahre 2018 bis 2020 | ja (Kosten; Preise nicht auf der Basis 2020 veröffentlicht) | ja, auf der alten Basis 2015 | nicht gefunden | nicht gefunden |
| Werte für 2026 | Monate Jänner bis September | Februar, Mai, August | April, Juni | nicht gefunden |
| Lohn gegen Material | ja: Komponenten des Baukostenindex | teilweise: Rohbau gegen Ausbau, Einzelstoffe | teilweise: Material gegen Bauleistungen | nicht gefunden |
| Löhne im Bau | Kollektivvertrag ab 2018 | Tarifstundenlohn ab 2018, Mindestlohn | Mindestlohn ab 2018, Baulohn 2023 | Arbeitskosten je Stunde im Bau (EU-27, Euroraum) |
| Preisschock 2021 und 2022 | ja (WIFO) | ja (Destatis, Einzelstoffe) | teilweise: Einzelstoffe 2021 aus der Presse | nicht gefunden |
| Gewerke | ja: alle 29 Leistungsgruppen (die Ausgangsseite zeigt zwölf) | teilweise: November 2021, August 2026 | nicht gefunden | nicht gefunden |
| Erdarbeiten | Näherung: Baugrube, Straßenbau | ja: Erdarbeiten, Straßenbau | nicht gefunden | nicht gefunden |
| Warenkorb (Gewichte) | ja: Basis 2020 und Basis 2025 | nicht gelesen | nicht gefunden | nicht gefunden |
| Kostenstruktur der Unternehmen | ja: Bau (1010) und Bauindustrie (2090), 2024 | ja: Bauhauptgewerbe 2021 und 2018 (Sekundärquellen) | nicht gefunden | nicht gefunden |
| Marketing und Vertrieb | Regel zur Maklerprovision; keine Studie | Regel zur Verteilung der Provision; keine Studie | nicht gefunden | nicht gefunden |
| Preis je Quadratmeter Bauen | nicht gefunden | nicht gefunden | nicht gefunden | nicht gefunden |
Zur Lesart. Die Datenlage bestimmt, was sich vergleichen lässt: Einen Quadratmeterpreis für das Bauen haben wir in keinem der vier Räume gefunden. Alle Vergleiche in diesem Kapitel beruhen daher auf Indizes (Veränderungen), nicht auf Preisniveaus. Ein Index sagt, wie viel teurer etwas wurde, nicht, wie teuer es ist.
Belege. Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); baulinks.de, Baupreise August 2026; TASR, Bauleistungen April 2026; teraz.sk, Bauleistungen Juni 2026; Eurostat, News vom 25. Juni 2026; Eurostat sts_copi_a (über DBnomics); Eurostat, Statistics Explained, Arbeitskosten je Stunde; Eurostat, Statistics Explained, Preisniveau der Investitionen. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Zehn Fallen und was das Kapitel dagegen tut
Zehn Stellen, an denen ein Vergleich von Baukosten leicht in die Irre führt. Zu jeder steht, was im Kapitel dagegen getan wird.
| Falle | Was dahinter steckt |
|---|---|
| Kosten oder Preis | Der österreichische Baukostenindex misst, was die Baufirma für Lohn, Material, Energie und Geräte aufwendet. Der Baupreisindex misst, was sie dem Bauherrn verrechnet. Eurostat führt die Reihen Österreichs und Deutschlands für neue Wohngebäude als Kosten und nicht als Preise; der EU-Wert fasst die Reihen der Mitgliedstaaten zusammen, ob Preis oder Kosten, ist in den gelesenen Texten nicht für alle Länder belegt. Wer Kosten mit Preisen vergleicht, vergleicht auch die Gewinnspanne. Belege: Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Eurostat, Statistics Explained, Baupreis- und Baukostenindizes; Eurostat, Metadaten Baupreise und Baukosten; Eurostat sts_copi_a (über DBnomics) |
| Mit oder ohne Umsatzsteuer | Nach der Standard-Dokumentation von Statistik Austria wird der Baupreisindex ohne Umsatzsteuer berechnet, beim Baukostenindex werden die Eingangspreise ohne Umsatzsteuer erhoben; die Berichte und Pressemitteilungen nennen die Umsatzsteuer nicht (der Vermerk „ohne Mehrwertsteuer“ steht im Bericht SB 2-10 zum Baupreisindex). Der deutsche Baupreisindex enthält sie. In der Slowakei und im EU-Wert ist es in den gelesenen Texten nicht belegt. In Deutschland senkte die Steuer von Juli bis Dezember 2020 die Preise: Im November 2020 stand der Vorjahresvergleich bei −0,1 % statt bei +2,5 % ohne Senkung. Belege: Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Destatis, Pressemitteilung vom 8. Jänner 2021; Finančná správa, Mehrwertsteuersätze |
| Basisjahr und Prozente | Jedes Land setzt ein anderes Jahr gleich 100 (Österreich 2020 und seit Kurzem 2025, Deutschland und EU 2021). Das Kapitel rechnet für den Vergleich auf 2021 = 100 um (Eigene Rechnung). Die Wahl des Basisjahres bestimmt die Höhe der Prozentzahlen: Mit 2021 als Basis beginnt der Vergleich nach dem ersten Anstieg von 10,4 % (Österreich, Baukosten), +9,1 % (Deutschland), +3,8 % (Slowakei) und +5,8 % (EU) und lässt ihn aus. Belege: WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2022; ASB.sk, Bauleistungen 2021; Eurostat, News vom 25. Juni 2026 |
| Jahresdurchschnitt oder Einzelmonat | Ein Jahresdurchschnitt glättet, ein Einzelmonat zeigt den jüngsten Stand. Die deutschen Indexwerte gelten für die Berichtsmonate Februar, Mai, August und November; die Destatis-Tabelle nennt sie Quartale. 2026 liegen für Österreich Monatswerte bis September vor, für Deutschland bis August, für die Slowakei bis Juni. Belege: Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); teraz.sk, Bauleistungen Juni 2026 |
| Wohnbau oder Bau insgesamt | Österreich und Deutschland: Wohnbau (neue Wohngebäude beziehungsweise Wohnhaus- und Siedlungsbau). Slowakei: In den Presseberichten stehen die Preise der Bauleistungen insgesamt, ein getrennter Wohnbauindex tauchte nur in einer Sekundärquelle bis 1. Quartal 2025 auf. Nicht jeder Bau ist ein Wohnhaus, und Straßenbau, Hochbau und Tiefbau steigen verschieden. Belege: TASR, Bauleistungen April 2026; CEIC, Baupreisindex Slowakei; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026 |
| Rohbau oder ganzer Bau | Der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau erfasst Baumeister- und Professionistenarbeiten, also nicht nur den Rohbau. Für den Rohbau im engeren Sinn gibt es nur Ausschnitte: die Baumeisterarbeiten (2025) und einzelne Leistungsgruppen des Baupreisindex. Wo das Kapitel von „Rohbau“ spricht, sagt es, welcher Ausschnitt gemeint ist. Belege: Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex |
| Prozent oder Prozentpunkte | Steigt die Jahresrate des österreichischen Baukostenindex von 1,1 % (2023) auf 3,6 % (2024), ist das ein Plus von 2,5 Pp und nicht von 2,5 %. Und: Eine Erhöhung der Mindestlöhne von 2,70 % (2025) nach 7,15 % (2024) heißt nicht, dass der Lohn gesunken ist; sie baut auf dem höheren Niveau auf. Belege: OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); WKO, Kollektivvertrag Bau Neuer KV 2024; WKO, Kollektivvertrag Bau 2025 |
| Nominal oder real | Alle Zahlen sind nominal, also ohne Abzug der Inflation. Wer wissen will, ob Bauen im Verhältnis zu den übrigen Preisen teurer wurde, muss durch die Verbraucherpreise teilen; die Karte „Baupreise gegen Verbraucherpreise“ im Reiter „Gesamt“ zeigt das für drei Räume. Belege: Statistik Austria, Jahresinflation 2025; Destatis, Inflationsrate 2025; Eurostat, Euro Indicators vom 19. Jänner 2026 |
| Index oder Preisniveau | Ein Index wie „136,3“ sagt nur, wie viel teurer etwas gegenüber dem Basisjahr ist. Aus zwei Indizes verschiedener Länder lässt sich nicht ablesen, wo Bauen billiger ist. Dafür bräuchte man Preisniveaus (Euro je Quadratmeter oder Preisniveauvergleiche); Eurostat nennt für Deutschland 2024 ein Preisniveau der Bauleistungen von 145 bei EU = 100, für Österreich und die Slowakei haben wir keinen Wert gelesen. Belege: Eurostat, Statistics Explained, Preisniveau der Investitionen |
| Was die Quelle war | Die Zahlen der Slowakei und der EU stammen zum Teil aus Presseberichten und Datenportalen über die Statistikämter, nicht von deren eigenen Seiten. Die Lesestufe jeder Quelle steht im Quellenblock am Ende der Seite; die Kennzeichnung „Sekundärquelle“ heißt, dass ein Abgleich mit dem Original aussteht. Belege: teraz.sk, Bauleistungen 2024; Brussels Times, Baukosten in der EU; IndexBox, Baupreise neuer Wohngebäude |
Zwei Kurven, zwei Blickwinkel: Der Baukostenindex misst, was eine Baufirma für Lohn, Material, Energie und Geräte aufwenden muss, der Baupreisindex, was sie dem Bauherrn verrechnet. Dieser Reiter zeigt beide für Österreich, stellt dann die Preisreihen Österreichs, Deutschlands, der Slowakei und der EU auf eine gemeinsame Basis (2021 = 100) und fragt, was von den Anstiegen nach Abzug der Verbraucherpreise bleibt. Jede Reihe nennt, was sie misst, und die Karte „Was die Indizes messen“ stellt die Unterschiede zusammen.
Baukostenindex und Baupreisindex, Wohnhaus- und Siedlungsbau, Jahresdurchschnitte
Kosten und Preise. Der Baukostenindex (BKI) für den Wohnhaus- und Siedlungsbau stieg vom Jahresdurchschnitt 2018 (98,1) auf den Jahresdurchschnitt 2025 (130,2) um 32,7 % (2020 = 100). Für Juli 2026 meldet Statistik Austria vorläufig 105,5 auf der neuen Basis 2025 = 100 (+5,2 % zum Juli 2025); auf die alte Basis verkettet sind das 137,4, und damit +40,1 % gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2018 (Eigene Rechnung). Der Baupreisindex (BPI) stieg von 100,0 (2020) auf 136,3 (2025), das sind +36,3 %. Nach der Standard-Dokumentation von Statistik Austria gelten beide Indizes ohne Umsatzsteuer (Karte „Mit oder ohne Umsatzsteuer“).
Bis 2020 stiegen die Kosten um 2,9 %, 1,1 % und 0,9 % im Jahr. 2021 und 2022 folgten +10,4 % und +10,1 %, danach +1,1 %, +3,6 % und +2,3 %. Die Preise folgten später und stärker als die Kosten: +8,0 % (2021), +15,0 % (2022), +7,5 % (2023), dann +1,3 % und +0,8 %. Über 2020 bis 2025 stiegen die Preise um 36,3 %, die Kosten um 30,2 % (Eigene Rechnung). Warum die Preise mehr stiegen als die Kosten, sagen die Zahlen nicht; die Spanne der Baufirma wird von keinem der beiden Indizes gemessen.
| Jahr | Baukostenindex (2020 = 100) | Veränderung zum Vorjahr | Baupreisindex (2020 = 100) | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|---|---|
| 2018 | 98,1 | +2,9 % | · | · |
| 2019 | 99,1 | +1,1 % | · | · |
| 2020 | 100,0 | +0,9 % | 100,0 | · |
| 2021 | 110,4 | +10,4 % | 108,0 | +8,0 % |
| 2022 | 121,6 | +10,1 % | 124,2 | +15,0 % |
| 2023 | 122,9 | +1,1 % | 133,5 | +7,5 % |
| 2024 | 127,3 | +3,6 % | 135,2 | +1,3 % |
| 2025 | 130,2 | +2,3 % | 136,3 | +0,8 % |
| Juli 2026 | 137,4 * | +5,2 % | · | · |
Jahresdurchschnitte. * Juli 2026: vorläufiger Wert 105,5 (2025 = 100) mal Jahresdurchschnitt 2025 (130,2), Eigene Rechnung; die Veränderung ist die von Statistik Austria gemeldete Rate zum Juli 2025. Baukostenindex 2018 und 2019: aus der Reihe mit Basis 1990 umgerechnet (Eigene Rechnung), 2020 bis 2025 veröffentlicht; Jahresraten des Baukostenindex nach dem WKO-Jahrbuch (Basis 1990). Baupreisindex 2018 und 2019: nicht auf der Basis 2020 veröffentlicht (·). Baupreisindex 2023 (+7,5 %): Eigene Rechnung aus 133,5 und 124,2; 2024 und 2025 nach Statistik Austria. Vorläufige Werte: Der Jahresdurchschnitt 2025 des Baukostenindex (130,2) trägt im Bericht vom Dezember 2025 den Vermerk „vorläufige Werte“; der Wert 2022 (121,6) ist der Wert der Ausgabe vom Dezember 2022, dort ebenfalls als vorläufig gekennzeichnet (eine spätere endgültige Fassung wurde nicht gelesen). Eingeschränkt vergleichbar: Beim Baupreisindex wurde 2020 von der Basis 2015 auf die Basis 2020 umgerechnet; laut Pressemitteilung vom 10. Februar 2022 ist der Vergleich 2020 mit 2021 wegen verschiedener Warenkörbe und Gewichte nur bedingt möglich.
Zur Lesart. Die Seite, von der dieses Kapitel ausgeht, beschreibt „zwei Wellen“: erst den Materialschock 2021 und 2022, dann die Lohnwelle ab 2023. Die veröffentlichten Teilindizes sind damit vereinbar: Der Baukostenindex stieg 2021 und 2022 um 10,4 % und 10,1 %; in diesen zwei Jahren stieg der Teilindex Sonstiges (alles außer Lohn) auf 137,5 (+37,5 % gegenüber 2020), der Teilindex Lohn auf 105,1 (+5,1 %). Von 2023 bis 2025 stieg Lohn um 12,6 %, Sonstiges um 0,5 % (Reiter „Lohn gegen Material“). Eine Ursache folgt daraus nicht: Sonstiges umfasst mehr als das Material. Der Baukostenindex deckt den ganzen Wohnbau ab, nicht nur den Rohbau (Karte „Was die Indizes messen“).
Aussagen der Ausgangsseite zu diesem Thema, mit Einstufung: Baukosten +40 % seit 2018; Rohbau oder Wohnbau; Zwei Wellen.
Belege. WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2022 (Bericht); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; leadersnet.at, Baukosten Juli 2026; OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2023; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2022; Statistik Austria, Themenseite Baupreisindex; ORF.at, Baupreise 2024; vol.at, Baupreise 2023; leadersnet.at, Baupreise 2022; vol.at, Baupreise 2021; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2023; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Fünf Reihen, fünf Abgrenzungen
Die fünf Reihen, die dieses Kapitel nebeneinanderlegt, messen nicht dasselbe. Die Tabelle sagt, was jede misst; sie ist der Schlüssel zu allen Vergleichen im Kapitel.
| Raum | Reihe | Stelle | Gegenstand | Umsatzsteuer | Basis | Berichtszeit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | Baukostenindex (BKI) | Statistik Austria | Wohnhaus- und Siedlungsbau: Kosten, die die Baufirma für Lohn, Material, Energie, Transport und Geräte trägt | ohne | 2020 = 100, seit 2026 neu 2025 = 100 | Monat; Jahresdurchschnitt |
| Österreich | Baupreisindex (BPI) | Statistik Austria | Wohnhaus- und Siedlungsbau: Preis der Bauleistung, den der Bauherr zahlt | ohne | 2020 = 100, seit 2026 neu 2025 = 100 | Quartal; Jahresdurchschnitt |
| Deutschland | Baupreisindex Neubau Wohngebäude, konventionelle Bauart | Destatis | Preise für Bauleistungen am Bauwerk (Rohbau und Ausbau), keine Baukosten des Bauherrn | mit | 2021 = 100, früher 2015 = 100 | Berichtsmonate Februar, Mai, August, November |
| Slowakei | Preise der Bauleistungen (ceny stavebných prác) | Statistisches Amt der Slowakei (ŠÚ SR), nach Presseberichten | Bauleistungen insgesamt; in den Meldungen kein Wohnbau-Sonderindex | nicht belegt | Raten zum Vorjahr; bei CEIC 2021 = 100 | Monat, kumuliert ab Jänner |
| EU-27 | Baupreise und Baukosten neuer Wohngebäude (Eurostat-Tabellen sts_copi und teiis510) | Eurostat | Neue Wohngebäude ohne Wohnheime; Österreich und Deutschland als Kosten gemeldet | nicht belegt | 2021 = 100 | Jahr, Quartal |
Einordnung. Gemeinsam ist den Reihen der Wohnbau und die Idee, einen unveränderten Warenkorb von Bauleistungen über die Zeit zu bewerten. Verschieden sind der Gegenstand (Kosten gegen Preise), die Umsatzsteuer und die Taktung. Die Folge: Die Reihen dürfen als Richtung und ungefähre Größe verglichen werden, nicht auf die Stelle hinter dem Komma. Für den Vergleich rechnet das Kapitel auf ein gemeinsames Basisjahr um und sagt es jedes Mal dazu.
Aussage der Ausgangsseite zu diesem Thema, mit Einstufung: Kosten und Preise.
Belege. Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); Destatis, Themenseite Baupreise; teraz.sk, Bauleistungen Juni 2026; CEIC, Baupreisindex Slowakei; Finančná správa, Mehrwertsteuersätze; Eurostat, Statistics Explained, Baupreis- und Baukostenindizes; Eurostat, Metadaten Baupreise und Baukosten; Eurostat sts_copi_a (über DBnomics). Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Baupreise und Baukosten im Wohnbau, Jahresdurchschnitte 2021 bis 2025
Alle Reihen auf den Jahresdurchschnitt 2021 = 100 umgerechnet. Damit lässt sich ablesen, um wie viel teurer das Bauen von 2021 bis 2025 jeweils wurde: in Österreich laut Baupreisindex um 26,2 % (laut Baukostenindex um 17,9 %), in Deutschland um 33,9 %, in der EU um 24,3 % und in der Slowakei um 46,4 %. Die Slowakei liegt vorn, Deutschland folgt, die österreichischen Baupreise und die EU liegen nahe beieinander; der Abstand zwischen der Slowakei und den österreichischen Baupreisen beträgt 20,2 Pp.
| Jahr | Österreich, Baupreisindex | Österreich, Baukostenindex | Deutschland, Baupreisindex | Slowakei, Preise der Bauleistungen | EU-27, neue Wohngebäude |
|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 |
| 2022 | 115,0 | 110,1 | 116,3 | 118,3 | 112,2 |
| 2023 | 123,6 | 111,3 | 126,1 | 131,9 | 119,9 |
| 2024 | 125,2 | 115,3 | 129,8 | 139,0 | 122,7 |
| 2025 | 126,2 | 117,9 | 133,9 | 146,4 | 124,3 |
Jahresdurchschnitte, 2021 = 100. Österreich: Reihen mit Basis 2020, durch den Wert 2021 geteilt. Deutschland: veröffentlicht (Basis 2021). Slowakei und EU-27: aus den Jahresraten 2022 bis 2025 verkettet (Eigene Rechnung); die slowakische Kette beruht auf Presseberichten, die Kette der EU stimmt auf 0,1 Punkt mit den Indexwerten einer Sekundärquelle (IndexBox: 122,6 für 2024 und 124,2 für 2025) überein.
Zur Lesart. Drei Dinge schränken den Vergleich ein. Erstens die Umsatzsteuer: Der deutsche Index enthält sie, der österreichische nicht; eine Änderung des Steuersatzes verschiebt den deutschen Index, ohne dass Bauleistungen teurer werden (Beispiel 2020, Karte „Deutschland“); eine Änderung des Satzes 2021 bis 2025 haben wir nicht eigens geprüft. Zweitens der Gegenstand: Die slowakische Rate betrifft Bauleistungen insgesamt, nicht nur Wohnbau. Drittens das Basisjahr: Mit 2021 beginnt der Vergleich nach den ersten Anstiegen von 2021 (Karte „Vorsicht beim Vergleich“ im Reiter „Überblick“). Der Wert „2025“ ist jeweils der Jahresdurchschnitt.
Zusammenfassende Aussage zu diesem Thema (so nicht auf der Ausgangsseite), mit Einstufung: Ein Drittel teurer.
Belege. WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); ASB.sk, Bauleistungen 2021; Standard.sk, Bauleistungen 2022; teraz.sk, Bauleistungen 2023; teraz.sk, Bauleistungen 2024; TASR, Bauleistungen 2025; Eurostat, News vom 25. Juni 2026; IndexBox, Baupreise neuer Wohngebäude; Brussels Times, Baukosten in der EU. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Raten in Prozent, 2021 bis 2025
Wie schnell stiegen die Preise in den einzelnen Jahren? 2022 war in allen vier Räumen das Jahr des stärksten Preisanstiegs (+15,0 % Österreich, +16,3 % Deutschland, +18,3 % Slowakei, +12,2 % EU); danach flachte der Anstieg ab, in der Slowakei am wenigsten (+5,3 % 2025, Österreich +0,8 %, EU +1,3 %). Österreichs Baupreise stiegen 2024 um 1,3 % und 2025 um 0,8 %.
| Jahr | Österreich, Baupreise | Österreich, Baukosten | Deutschland, Baupreise | Slowakei, Bauleistungen | EU-27, neue Wohngebäude |
|---|---|---|---|---|---|
| 2021 | +8,0 % | +10,4 % | +9,1 % | +3,8 % | +5,8 % |
| 2022 | +15,0 % | +10,1 % | +16,3 % | +18,3 % | +12,2 % |
| 2023 | +7,5 % | +1,1 % | +8,4 % | +11,5 % | +6,9 % |
| 2024 | +1,3 % | +3,6 % | +2,9 % | +5,4 % | +2,3 % |
| 2025 | +0,8 % | +2,3 % | +3,2 % | +5,3 % | +1,3 % |
Veränderung des Jahresdurchschnitts gegenüber dem Vorjahr. Deutschland 2021: Rate der Erstveröffentlichung auf der Basis 2015 (+9,1 %), die Raten ab 2022 stammen aus der Reihe mit Basis 2021; für 2022 nennt Destatis in der Erstveröffentlichung +16,4 %, die Reihe mit Basis 2021 +16,3 %. Slowakei: 2022 und 2023 als „kumuliert“ bezeichnet, 2025 identisch mit dem Dezemberwert (siehe Karte „Slowakei“).
Belege. WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2022; Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau; ASB.sk, Bauleistungen 2021; Standard.sk, Bauleistungen 2022; teraz.sk, Bauleistungen 2023; teraz.sk, Bauleistungen 2024; TASR, Bauleistungen 2025; Eurostat, News vom 25. Juni 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Anstieg 2021 bis 2025 in Prozent, drei Räume
Wer wissen will, ob Bauen im Verhältnis zu allem anderen teurer wurde, vergleicht die Baupreise mit den Verbraucherpreisen. Von 2021 bis 2025 stiegen die Baupreise in Österreich um 26,2 %, die Verbraucherpreise um 24,8 %: ein Unterschied von +1,4 Pp. In der EU liegt der Unterschied bei +2,1 Pp, in Deutschland bei +15,7 Pp. Dort stiegen die Baupreise also deutlich stärker als die Verbraucherpreise. Für die Slowakei haben wir die Verbraucherpreise nur bis 2023 gefunden (2022: 12,1 %, 2023: 11,0 %), der Vergleich bleibt offen.
| Raum und Maße | Baupreise 2021 bis 2025 | Verbraucherpreise 2021 bis 2025 | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Österreich (Baupreisindex; Verbraucherpreisindex) | +26,2 % | +24,8 % | +1,4 Pp |
| Deutschland (Baupreisindex; Verbraucherpreisindex) | +33,9 % | +18,2 % | +15,7 Pp |
| EU-27 (neue Wohngebäude; HVPI) | +24,3 % | +22,2 % | +2,1 Pp |
| Slowakei (Bauleistungen; HVPI) | +46,4 % | nur bis 2023 gefunden | · |
Eigene Rechnung: Jahresraten 2022 bis 2025 multiplikativ verkettet. Österreich und Deutschland: nationaler Verbraucherpreisindex (Österreich 8,6, 7,8, 2,9, 3,6, Deutschland 6,9, 5,9, 2,2, 2,2), EU-27: harmonisierter Index (HVPI: 9,2, 6,4, 2,6, 2,5). Der Unterschied ist in Prozentpunkten angegeben. Verbraucherpreise sind kein Maß für die Preise, die ein Bauherr sonst zahlt; sie sind ein gewohnter Maßstab.
Zur Lesart. Ein positiver Unterschied heißt, dass Bauen in dem Zeitraum schneller teurer wurde als der Warenkorb der Verbraucher. Das Maß hängt vom Zeitraum ab: Für den Baukostenindex Österreichs von 2018 bis 2025 liegt der Anstieg (+32,7 %) knapp unter dem der Verbraucherpreise (+34,7 %, Eigene Rechnung).
Zusammenfassende Aussage zu diesem Thema (so nicht auf der Ausgangsseite), mit Einstufung: Teurer als die Verbraucherpreise.
Belege. Statistik Austria, Jahresinflation 2025; WKO, Statistisches Jahrbuch, Verbraucherpreisindex; Destatis, Inflationsrate 2025; Destatis, Tabelle Verbraucherpreisindex (vpi001j); CBS, HVPI Euroraum und EU; Eurostat, Euro Indicators vom 19. Jänner 2026; WIFO, Tabelle 1.4 Verbraucherpreise; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau; Eurostat, News vom 25. Juni 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Österreich, Deutschland und Slowakei, Veränderung zum Vorjahresmonat
Wie geht es 2026 weiter? In Österreich stieg die Jahresrate des Baukostenindex von +1,8 % im Jänner auf +5,7 % im September (Höchstwert +5,9 % im Mai); in Deutschland von +3,3 % im Februar über +5,0 % im Mai auf +5,5 % im August; in der Slowakei lagen die Preise der Bauleistungen im April um 5,1 % und im Juni um 6,1 % über dem Vorjahr (Jahreswerte 2024 und 2025: +5,4 % und +5,3 %). Der Augustwert Deutschlands ist der höchste Vorjahresvergleich seit dem Berichtsmonat August 2023 (+6,3 %, Eigene Rechnung aus den Indexwerten der Destatis-Tabelle); der Höchstwert Österreichs im Mai (+5,9 %) liegt über dem Dezemberwert 2022 (+5,8 %). Für die EU haben wir keinen Wert für 2026 gefunden.
| Monat 2026 | Österreich, Baukostenindex | Deutschland, Baupreisindex | Slowakei, Bauleistungen |
|---|---|---|---|
| Jänner | +1,8 % | · | · |
| Februar | +1,9 % | +3,3 % | · |
| März | +3,2 % | · | · |
| April | +4,8 % | · | +5,1 % |
| Mai | +5,9 % | +5,0 % | · |
| Juni | +5,5 % | · | +6,1 % |
| Juli | +5,2 % | · | · |
| August | +5,3 % | +5,5 % | · |
| September | +5,7 % | · | · |
Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat. Österreich: Monatswerte des Baukostenindex Wohnhaus gesamt aus der OeNB-Tabelle (Datenstand 17. Oktober 2026, in zwei Abrufen gleich gelesen); die Pressemitteilung von Statistik Austria nannte für Juli vorläufig +5,2 %, die Tabelle +5,2 %. Deutschland: Berichtsmonate Februar, Mai, August. Slowakei: Monatsraten April und Juni (Jänner bis April zusammen: +4,9 %, Jänner bis Juni: +5,2 %).
Zur Lesart. Die Raten sind Veränderungen gegenüber dem Vorjahresmonat und enthalten damit Basiseffekte: Ein niedriger Vergleichswert im Vorjahr erhöht die Rate. Die Monatswerte von Österreich sind vorläufig. Ob 2026 ein neuer Preisschub beginnt oder ein Ausschlag bleibt, sagen die Zahlen nicht; das Kapitel gibt keine Prognose.
Aussagen der Ausgangsseite zu diesem Thema, mit Einstufung: 2026 steigen die Kosten wieder; Höchster Anstieg seit 2022.
Belege. OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; leadersnet.at, Baukosten Juli 2026; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); baulinks.de, Baupreise August 2026; TASR, Bauleistungen April 2026; teraz.sk, Bauleistungen Juni 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Baupreisindex Neubau Wohngebäude, Destatis
Preise einschließlich Umsatzsteuer. Destatis misst mit dem Baupreisindex die Preise für Bauleistungen am Bauwerk (Neubau in konventioneller Bauart) einschließlich Umsatzsteuer; es sind Preise und nicht die Gesamtkosten des Bauherrn. Der Index stieg von 2021 bis 2025 um 33,9 %; im August 2026 steht er bei 141,7 (+5,5 % zum August 2025). Die Reihe vor 2021 wurde auf eine andere Basis (2015 = 100) veröffentlicht und nicht auf 2021 umgestellt; verkettet (Eigene Rechnung) ergibt sich für 2018 bis 2025 ein Anstieg von 54,8 %.
| Jahr | Veränderung zum Vorjahr | Anmerkung |
|---|---|---|
| 2018 | +4,4 % | Erstveröffentlichung, Basis 2015 |
| 2019 | +4,3 % | Erstveröffentlichung, Basis 2015 |
| 2020 | +1,6 % | Erstveröffentlichung, Basis 2015; Umsatzsteuer-Senkung ab Juli |
| 2021 | +9,1 % | Erstveröffentlichung, Basis 2015 |
| 2022 | +16,3 % (+16,4 %) | Basis 2021 (in Klammern: Erstveröffentlichung, Basis 2015) |
| 2023 | +8,4 % | Basis 2021 |
| 2024 | +2,9 % | Basis 2021 |
| 2025 | +3,2 % | Basis 2021 |
Die Mehrwertsteuersenkung 2020. Von Juli bis Dezember 2020 war der Steuersatz gesenkt. Weil der Index Preise einschließlich Steuer misst, sank der Vorjahresvergleich im November 2020 auf −0,1 %, erstmals seit Februar 2002 ein Rückgang; Destatis nennt für den Fall ohne Senkung rechnerisch +2,5 %. Im November 2021 kehrte sich der Effekt um: ausgewiesen wurden +14,4 %, ohne die Senkung im Vorjahr rechnerisch +11,6 %. +14,4 % im November 2021 war nach Angabe von Destatis der höchste Anstieg seit August 1970 (+17,0 %); im Mai 2022 erreichte die Rate mit +17,4 % ihren Höchstwert in der aktuellen Reihe.
Zur Lesart. Die Sätze „19 auf 16 Prozent“ und der genaue Zeitraum stehen nicht im gelesenen Text der Pressemitteilung (nur „seit Juli 2020“); wir geben sie deshalb nicht als Messwert wieder. Ein weiterer Hinweis: Die Destatis-Tabelle wird ab Kalenderwoche 43/2026 nicht mehr aktualisiert und Anfang 2027 abgeschaltet.
Belege. Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau; Destatis, Themenseite Baupreise; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2020; Destatis, Pressemitteilung vom 8. Jänner 2021; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2022; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Juli 2026; baulinks.de, Baupreise August 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Preise der Bauleistungen und Baumaterialien, nach Presseberichten
Preise der Bauleistungen und der Baumaterialien. Das Statistische Amt der Slowakei (ŠÚ SR) veröffentlicht monatlich die Preise der Bauleistungen („ceny stavebných prác“) und der im Bau verbrauchten Materialien; wir haben die Zahlen aus Presseberichten gelesen (TASR, SITA, teraz.sk, ASB.sk, Standard.sk), nicht von den Seiten des Amtes (zwei Abrufe wurden von den Seiten nicht zugelassen und nicht umgangen). Die Preise der Bauleistungen stiegen 2021 um 3,8 %, 2022 um 18,3 %, 2023 um 11,5 %, 2024 um 5,4 % und 2025 um 5,3 %; die Baumaterialien 2021 um 11,6 %, 2022 um 22,9 %, danach 3,4 % (2023), −0,6 % (2024) und 2,7 % (2025).
| Zeitraum | Bauleistungen (Jahr) | Bauleistungen (Dezember zum Vorjahresmonat) | Baumaterialien (Jahr) | Baumaterialien (Dezember zum Vorjahresmonat) |
|---|---|---|---|---|
| 2021 | +3,8 % | +6,8 % | +11,6 % | +22,7 % |
| 2022 | +18,3 % | +20,9 % | +22,9 % | +13,3 % |
| 2023 | +11,5 % | +7,5 % | +3,4 % | −0,7 % |
| 2024 | +5,4 % | +4,1 % | −0,6 % | +2,0 % |
| 2025 | +5,3 % | +5,3 % | +2,7 % | +3,9 % |
| Jänner bis April 2026 | +4,9 % | · | +5,6 % | · |
| April 2026 | +5,1 % | · | +6,0 % | · |
Eine Sekundärquelle (CEIC, mit Quelle ŠÚ SR) nennt Indexstände mit Basis 2021 = 100 für Wohngebäude: 87,1 im 1. Quartal 2018 und 147,2 im 1. Quartal 2025, ein Anstieg von 69,0 % (Eigene Rechnung). Der Index der Bauleistungen insgesamt erreichte demnach im März 2025 mit 146,4 seinen Höchstwert der Reihe, der der Baumaterialien im März 2023 mit 130,1.
Zur Lesart. Drei Punkte vor der Verwendung: Der Wert 2025 (5,3 %) ist derselbe wie der Dezemberwert und könnte in der Zusammenfassung verwechselt sein; der Wert 2023 (11,5 %) kam ohne wörtlichen Satz; die Jahreswerte 2022 und 2023 heißen „kumuliert“, nicht ausdrücklich „Jahresdurchschnitt“. Ob die Preise die Mehrwertsteuer (seit 1. Jänner 2025 normal 23 Prozent) enthalten, ist nirgends belegt. Für die Jahre 2018 bis 2020 haben wir keine Jahreswerte gefunden.
Belege. ASB.sk, Bauleistungen 2021; Standard.sk, Bauleistungen 2022; teraz.sk, Bauleistungen 2023; teraz.sk, Bauleistungen 2024; TASR, Bauleistungen 2025; TASR, Bauleistungen April 2026; teraz.sk, Bauleistungen Juni 2026; TASR, Bauleistungen April 2023; CEIC, Baupreisindex Slowakei; Finančná správa, Mehrwertsteuersätze. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Baupreise und Baukosten neuer Wohngebäude, EU-27
Eurostat: neue Wohngebäude in der EU. Eurostat veröffentlicht Indizes für Baupreise und Baukosten neuer Wohngebäude (ohne Wohnheime) der Mitgliedstaaten und einen Wert für die EU-27. Die Meldung vom 25. Juni 2026 nennt für die EU-27 einen Anstieg von 48,2 % von 2015 bis 2025, die Jahresraten stehen in der Tabelle; nach dem Höchstwert 2022 (+12,2 %) schwächte sich der Anstieg bis 2025 (+1,3 %) ab. Verkettet (Eigene Rechnung) steht der Index 2025 bei 124,3 (2021 = 100).
| Jahr | Veränderung zum Vorjahr, EU-27 | Index, 2021 = 100 (Eigene Rechnung) |
|---|---|---|
| 2021 | +5,8 % | 100,0 |
| 2022 | +12,2 % | 112,2 |
| 2023 | +6,9 % | 119,9 |
| 2024 | +2,3 % | 122,7 |
| 2025 | +1,3 % | 124,3 |
Die Länderreihen bei Eurostat. In der Eurostat-Tabelle teiis510 (Kosten, Gebäudeart „Residential buildings, except residences for communities“, Index 2021 = 100) stehen für Österreich und Deutschland Kostenindizes: Österreich 118,4 im 4. Quartal 2025 und Deutschland 121,9 im 3. Quartal 2025 (Datenstand 16. Jänner 2026; die Reihen aus sts_copi_q mit Basis 2015 enden 2023). Der österreichische Wert passt zum Baukostenindex (117,9 im Jahresdurchschnitt 2025). Der deutsche liegt um 12 Punkte unter dem Baupreisindex von Destatis (134,3 im August 2025). Eurostat und Destatis messen für Deutschland offenbar nicht dasselbe; worin der Unterschied besteht, sagen die gelesenen Seiten nicht (Karte „Wo sich Zahlen widersprechen“).
Zur Lesart. Für die Slowakei und für die EU-27 war in den Datenbankauszügen nichts lesbar; der EU-Wert stammt aus der Meldung von Eurostat vom 25. Juni 2026 (Teile des Volltexts), die Jahresraten und der Zehnjahresanstieg stimmen mit zwei Sekundärquellen überein. Ob die EU-Werte Umsatzsteuer enthalten und wie Preis- und Kostenreihen im EU-Wert gemischt sind, ist in den gelesenen Texten nicht angegeben. In diesem Kapitel heißt „Europa“ die EU-27.
Belege. Eurostat, News vom 25. Juni 2026; Brussels Times, Baukosten in der EU; IndexBox, Baupreise neuer Wohngebäude; Eurostat sts_copi_a (über DBnomics); Eurostat sts_copi_q (über DBnomics); Eurostat teiis510 (über DBnomics); Eurostat, Statistics Explained, Baupreis- und Baukostenindizes; Eurostat, Metadaten Baupreise und Baukosten. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Stiegen die Baukosten wegen der Löhne oder wegen des Materials? Für Österreich zerlegt die Statistik den Baukostenindex in Lohn und Sonstiges (alles außer Lohn). Für Deutschland, die Slowakei und die EU-27 haben wir keine solche Zerlegung gefunden (Websuche, keine Fachdatenbank); dort bleiben Näherungen: Rohbau gegen Ausbau, Baustoffpreise gegen Tariflöhne, Preise der Baumaterialien gegen Preise der Bauleistungen. Der Reiter sagt bei jeder Karte, was die Reihe zerlegt, was sie nicht zerlegt und wo ein Vergleich zwischen den Räumen möglich ist.
Teilindizes, Wohnhaus- und Siedlungsbau, 2020 = 100
Lohn und Sonstiges. Statistik Austria weist den Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau in zwei Teilindizes aus: Lohn und Sonstiges, das sind die Kosten außer Lohn, zum Beispiel Baustoffe, Energie, Transport und Geräte. Im Basisjahr 2020 gingen die Löhne mit 49,13 % in den Gesamtindex ein. Die erste Welle steckt in Sonstiges: Bis 2022 stieg Sonstiges auf 137,5 (+37,5 % gegenüber 2020), Lohn nur auf 105,1 (+5,1 %). Im Jahr 2023 sank Sonstiges auf 133,0 (−3,3 % zum Vorjahr), während Lohn auf 112,5 stieg (+7,0 %). Von 2023 bis 2025 blieb Sonstiges fast gleich (133,6, +0,5 %), Lohn stieg auf 126,7 (+12,6 %). Der Abstand zwischen den Teilindizes wuchs damit von null (2020) auf 32,4 Punkte (2022), lag 2023 bei 20,5 und sank bis 2025 auf 6,9 Punkte.
| Jahr | Lohn (2020 = 100) | Sonstiges (2020 = 100) | Abstand in Punkten | Baukostenindex gesamt (2020 = 100) |
|---|---|---|---|---|
| 2020 | 100,0 | 100,0 | 0,0 | 100,0 |
| 2021 | 102,1 | 118,6 | 16,5 | 110,4 |
| 2022 * | 105,1 | 137,5 | 32,4 | 121,6 |
| 2023 | 112,5 | 133,0 | 20,5 | 122,9 |
| 2024 | 121,6 | 132,9 | 11,3 | 127,3 |
| 2025 * | 126,7 | 133,6 | 6,9 | 130,2 |
Jahresdurchschnitte, Wohnhaus- und Siedlungsbau, Gesamtbaukosten; Gesamtindex nach Statistik Austria. Quellen: Bericht SB 2-12 vom Dezember 2022 (2021, 2022), vom Dezember 2024 (2023) und vom Dezember 2025 (2024, 2025). * Im Bericht als vorläufig gekennzeichnet; für 2022 wurde eine spätere endgültige Fassung nicht gelesen. Der Bericht vom Dezember 2022 enthält zwei Tabellen mit verschiedenen Werten für 2021 und 2022; der gelesene Textauszug ordnet die Überschriften nicht eindeutig zu. Verwendet ist die erste Tabelle (Gesamtbaukosten), weil sie mit der Pressemitteilung vom 13. Jänner 2023 (121,6 im Jahr 2022) und mit den Raten für 2023 im Bericht vom Dezember 2024 übereinstimmt (Lohn +7,0 %, Sonstiges −3,3 %, insgesamt +1,1 %). Die zweite Tabelle nennt für 2021 Lohn 102,3, Sonstiges 117,0, insgesamt 109,4 und für 2022 105,5, 138,2 und 121,4.
Der Gesamtindex ist die mit dem Basisgewicht gewichtete Summe der beiden Teilindizes; für 2021 bis 2025 stimmt das auf 0,1 Punkt. Daraus lässt sich ablesen, wie viele Indexpunkte des Anstiegs auf Lohn und auf Sonstiges entfallen. Von 2020 bis 2022 stieg der Gesamtindex um 21,6 Punkte, davon entfielen 19,1 Punkte (88 %) auf Sonstiges. Im Jahr 2023 stieg er nur um 1,3 Punkte: Lohn trug 3,6 Punkte bei, Sonstiges −2,3. Von 2023 bis 2025 waren es 7,3 Punkte, davon 7,0 auf Lohn (96 %). Über das ganze Jahrfünft von 2020 bis 2025 (30,2 Punkte) entfallen 17,1 Punkte auf Sonstiges und 13,1 auf Lohn (43 %). Die Reihenfolge ist also im Index sichtbar: zuerst Sonstiges, dann Lohn.
| Zeitraum | Anstieg des Gesamtindex (Punkte) | Beitrag Lohn (Punkte) | Beitrag Sonstiges (Punkte) |
|---|---|---|---|
| 2020 bis 2022 | 21,6 | 2,5 | 19,1 |
| 2022 bis 2023 | 1,3 | 3,6 | −2,3 |
| 2020 bis 2023 | 22,9 | 6,1 | 16,8 |
| 2023 bis 2024 | 4,4 | 4,5 | −0,1 |
| 2024 bis 2025 | 2,9 | 2,5 | 0,4 |
| 2023 bis 2025 | 7,3 | 7,0 | 0,3 |
| 2020 bis 2025 | 30,2 | 13,1 | 17,1 |
Eigene Rechnung: Beitrag Lohn = Gewicht (49,13 %) mal Veränderung des Teilindex Lohn; Beitrag Sonstiges = (1 minus Gewicht) mal Veränderung von Sonstiges. Die Summe der beiden Beiträge weicht vom veröffentlichten Anstieg um höchstens 0,1 Punkt ab (Rundung).
Für die Baumeisterarbeiten allein, die die Ausgangsseite als klassischen Rohbau versteht, nennt Statistik Austria für 2025: Lohn 127,1, Sonstiges 135,2, gesamt 131,1 (2020 = 100). Der Abstand zwischen Sonstiges und Lohn ist mit 8,1 Punkten etwas größer als im Wohnbau insgesamt (6,9). Für 2026 haben wir keine Aufteilung in Lohn und Sonstiges gefunden. Der Gesamtindex (Basis 2025 = 100) stieg im März um 1,5 %, im April um 1,5 % und im Mai um 2,2 % gegenüber dem Vormonat; der Kollektivvertrag Bau hebt die Mindestlöhne ab 1. Mai an (+3,6 %). Was den Anstieg im März und April auslöste, zeigen die Zahlen nicht (Eigene Rechnung aus gerundeten Monatswerten, Genauigkeit etwa 0,1 Prozentpunkte).
Zur Lesart. Drei Dinge schränken die Aussage ein. Erstens: Die Werte für 2022 und 2025 sind im jeweiligen Bericht als vorläufig gekennzeichnet; für 2022 haben wir keine spätere endgültige Fassung gelesen, und die Ausgabe vom Dezember 2022 enthält zwei Tabellen mit verschiedenen Werten (siehe Fußnote). Zweitens: Sonstiges ist ein Sammelbegriff. Ein Anstieg von Sonstiges ist nicht dasselbe wie ein Anstieg der Baustoffpreise; die Reiter „Preisschock“ und „Warenkorb“ zeigen, was darin steckt. Drittens: Die Teilindizes messen Kosten der Baufirma, nicht ihre Preise und nicht ihren Gewinn; warum der Lohnanteil am Anstieg wuchs, sagen sie nicht.
Aussagen der Ausgangsseite zu diesem Thema, mit Einstufung: Sonstiges seit 2023 eingefroren; Löhne holen auf; Baumeisterarbeiten allein; Lohn ist der eigentliche Treiber.
Belege. Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2022 (Bericht); Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; WIFO, Prognose der Baukostenentwicklung bis 2023 (September 2022); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026; WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); WKO, Kollektivvertrag Bau 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Baupreisindex nach Bauleistungen, Erzeugerpreise von Baustoffen, Tariflohn
Rohbau gegen Ausbau. Destatis veröffentlicht den Baupreisindex nach Bauleistungen, nicht nach Lohn und Material. Eine Zusammenstellung der Freien Hansestadt Bremen mit Daten des Statistischen Bundesamts fasst sie in Rohbauarbeiten und Ausbauarbeiten zusammen (2021 = 100). Bis 2025 stiegen die Rohbauarbeiten auf 127,4 (+27,4 %), die Ausbauarbeiten auf 139,0 (+39,0 %); der Baupreisindex insgesamt auf 133,9 (+33,9 %). Im ersten Jahr, 2022, lagen beide gleichauf (+16,3 % und +16,4 %); danach zog der Ausbau davon. Die Abgrenzung von „Rohbau“ ist nicht dieselbe wie auf der österreichischen Ausgangsseite (dort Baugrube, Beton, Mauerwerk, Abdichtung und Aufschließung als Rohbau im engeren Sinn); wie Dach- und Zimmerarbeiten in Deutschland zugeordnet sind, haben wir nicht geprüft.
| Jahr | Rohbauarbeiten (2021 = 100) | Veränderung zum Vorjahr | Ausbauarbeiten (2021 = 100) | Veränderung zum Vorjahr | Baupreisindex gesamt (2021 = 100) | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2022 | 116,3 | +16,3 % | 116,4 | +16,4 % | 116,3 | +16,3 % |
| 2023 | 123,0 | +5,8 % | 128,6 | +10,5 % | 126,1 | +8,4 % |
| 2024 | 124,5 | +1,2 % | 133,9 | +4,1 % | 129,8 | +2,9 % |
| 2025 | 127,4 | +2,3 % | 139,0 | +3,8 % | 133,9 | +3,2 % |
Jahresdurchschnitte, Neubau Wohngebäude, konventionelle Bauart, einschließlich Umsatzsteuer. Veränderung 2022: gegenüber dem Basisjahr 2021 (= 100). Die Raten für 2023 bis 2025 sind Eigene Rechnung aus den Indexwerten.
Destatis meldet für einzelne Baustoffe die Erzeugerpreise, also die Preise, zu denen Hersteller verkaufen, nicht die Preise, die ein Bauherr zahlt. Im Jahresdurchschnitt 2021 lagen die Erzeugerpreise für Betonstahlmatten +52,8 % über dem Vorjahr (Betonstahl in Stäben: +53,2 %), für Konstruktionsvollholz +77,3 % und für Bitumen +36,1 %; 2022 stiegen Betonstahlmatten um 38,1 % (Stabstahl: 40,4 %), Bitumen um 38,5 % und Diesel um 41,6 %, während Konstruktionsvollholz um 11,9 % fiel. Der Tariflohn der Lohngruppe 4 (West) lag am 1. Jänner 2021 um 2,1 %, am 1. Jänner 2022 um 2,0 % über dem des Vorjahres. Rechenprobe: Der Baupreisindex stieg 2022 um 16,3 %. Der Tariflohn stieg von Jänner 2021 bis Jänner 2023 zusammen um 4,3 %; selbst bei einem Gewicht von 100 Prozent läge der Beitrag der Tariflöhne unter dem Anstieg des Jahres 2022. Ob die Ist-Löhne (Überstunden, Zulagen) stärker stiegen als die Tarife, zeigen die gelesenen Quellen nicht. Betonstahl in Stäben (2021) und Stabstahl (2022) sind verschiedene Erzeugnisse, die Destatis in je einer der beiden Pressemitteilungen nennt; wir verketten sie nicht.
| Position | 2021 gegenüber 2020 | 2022 gegenüber 2021 | verkettet 2020 bis 2022 (Eigene Rechnung) |
|---|---|---|---|
| Betonstahl in Stäben (nur 2021 genannt) | +53,2 % | · | · |
| Stabstahl (nur 2022 genannt) | · | +40,4 % | · |
| Betonstahlmatten | +52,8 % | +38,1 % | +111,0 % |
| Konstruktionsvollholz | +77,3 % | −11,9 % | +56,2 % |
| Bauholz | +61,4 % | +1,3 % | +63,5 % |
| Bitumen | +36,1 % | +38,5 % | +88,5 % |
| Dämmplatten aus Kunststoff (wie Polystyrol) | +20,7 % | +21,1 % | +46,2 % |
| Dieselkraftstoff (Erzeugerpreis, kein Tankstellenpreis) | · | +41,6 % | · |
| Tariflohn Lohngruppe 4, West (Stand 1. Jänner) | +2,1 % | +2,0 % | +4,1 % |
Baustoffe: Erzeugerpreise gewerblicher Produkte, Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr (Destatis, Pressemitteilungen vom 10. Februar 2022 und 1. Februar 2023); nicht für jeden Stoff liegt der Wert für beide Jahre vor (·). Tariflohn: Gesamttarifstundenlohn Lohngruppe 4 (Ecklohn mit 5,9 % Zuschlag), Stand 1. Jänner, Veränderung gegenüber dem 1. Jänner des Vorjahres; die Zeitpunkte der Messung sind nicht dieselben wie bei den Jahresdurchschnitten der Baustoffe.
Zur Lesart. Aus deutschen Quellen lässt sich der Baupreisindex nicht in Lohn und Material zerlegen; die Tabelle stellt zwei verschiedene Dinge nebeneinander, Erzeugerpreise einzelner Stoffe und einen Tariflohn. Sie zeigt zweierlei. Erstens stiegen 2021 alle sechs genannten Baustoffe und 2022 fünf von sieben (darunter Diesel) mindestens neunmal so stark wie der Tariflohn, während Konstruktionsvollholz 2022 fiel und Bauholz kaum stieg. Zweitens legte der Tariflohn zum 1. Jänner 2025 um 7,5 % zu (Stand 1. Jänner 2024: 22,40 €/h, 2025: 24,07 €/h). Ein Gewicht der Löhne im deutschen Baupreisindex haben wir nicht gelesen; Baustoffpreise nach 2022 liegen uns nicht vor.
Belege. Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); Destatis, Baumaterialien 2021; Destatis, Baumaterialien 2022; HDB, Löhne und Entgelte im Baugewerbe; Deutsche Handwerks Zeitung, Bautarif 2025; baulinks.de, Baupreise August 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Zwei getrennte Preisreihen, Veränderung zum Vorjahr, nach Presseberichten
Bauleistungen gegen Baumaterialien. Das Statistische Amt der Slowakei meldet die Preise der Bauleistungen und die Preise der Baumaterialien getrennt (Presseberichte). In den Jahren 2021 und 2022 stiegen die Baumaterialien schneller als die Bauleistungen (Unterschied −7,8 Pp und −4,6 Pp), in den Jahren 2023 bis 2025 stiegen die Bauleistungen schneller (+8,1 Pp, +6,0 Pp, +2,6 Pp); in den ersten vier Monaten 2026 lagen die Materialien wieder knapp vorn (−0,7 Pp). Verkettet über 2021 bis 2025 stiegen die Bauleistungen um 52,0 %, die Baumaterialien um 44,8 % (Eigene Rechnung).
| Zeitraum | Bauleistungen | Baumaterialien | Unterschied (Bauleistungen minus Baumaterialien) |
|---|---|---|---|
| 2021 | +3,8 % | +11,6 % | −7,8 Pp |
| 2022 | +18,3 % | +22,9 % | −4,6 Pp |
| 2023 | +11,5 % | +3,4 % | +8,1 Pp |
| 2024 | +5,4 % | −0,6 % | +6,0 Pp |
| 2025 | +5,3 % | +2,7 % | +2,6 Pp |
| Jänner bis April 2026 | +4,9 % | +5,6 % | −0,7 Pp |
| verkettet 2021 bis 2025 (2020 = 100) | +52,0 % | +44,8 % | +7,2 Pp |
| verkettet 2023 bis 2025 | +23,7 % | +5,6 % | +18,2 Pp |
Veränderung der Jahresdurchschnitte gegenüber dem Vorjahr; Jänner bis April 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Unterschiede in Prozentpunkten und die verketteten Zeilen sind Eigene Rechnung. Der Wert 2025 für die Bauleistungen (5,3 %) ist derselbe wie der Dezemberwert; der Wert 2023 (11,5 %) kam ohne wörtlichen Satz; 2022 und 2023 heißen „kumuliert“ (Karte „Slowakei“ im Reiter „Gesamt“).
Zur Lesart. Das Muster ähnelt dem österreichischen: zuerst das Material vorn, dann die Bauleistungen. Vergleichbar ist es nur in der Richtung. Die Slowakei hat keine Zerlegung der Bauleistungen in Lohn und Sonstiges; ob die Baumaterialien Teil des Preisindex der Bauleistungen sind, steht in den gelesenen Berichten nicht. Ein Lohnindex der Bauwirtschaft liegt uns nicht vor, nur der durchschnittliche Monatslohn 2023 (Karte „Löhne“, Reiter „Löhne“). Eine Ursache für den Wechsel in der Rangfolge folgt aus den Zahlen nicht.
Belege. ASB.sk, Bauleistungen 2021; Standard.sk, Bauleistungen 2022; teraz.sk, Bauleistungen 2023; teraz.sk, Bauleistungen 2024; TASR, Bauleistungen 2025; TASR, Bauleistungen April 2026; teraz.sk, Bauleistungen Juni 2026; CEIC, Baupreisindex Slowakei. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Welche Zerlegung es gibt, was sie zeigt und was fehlt
Die vier Räume lassen sich bei der Frage „Lohn oder Material“ nicht Zahl für Zahl gleichsetzen, aber die Richtung der Reihen ist ähnlich: Wo Material und Löhne getrennt vorliegen (Österreich, Slowakei, in Näherungen Deutschland), stiegen die materialnahen Größen früher (in Österreich, Deutschland und der Slowakei 2021 und 2022), die lohnnahen später. Das ist ein Muster in den Zahlen und keine Erklärung; „Material“ und „Lohn“ sind in jedem Raum anders abgegrenzt.
| Raum | Was getrennt ausgewiesen wird | Ergebnis | Was fehlt |
|---|---|---|---|
| Österreich | Lohn und Sonstiges als Teilindizes des Baukostenindex | Sonstiges bis 2022 +37,5 %, 2023 −3,3 %, bis 2025 +0,5 %; Lohn bis 2022 +5,1 %, 2023 +7,0 %, bis 2025 +12,6 % | Keine Aufteilung für 2026; 2022 und 2025 vorläufig |
| Deutschland | Rohbau und Ausbau; Erzeugerpreise einzelner Baustoffe; Tariflohn | 2025 gegenüber 2021: Ausbau +39,0 %, Rohbau +27,4 %; Betonstahlmatten 2020 bis 2022 +111,0 %; Tariflohn West 2021 bis 2025 +14,3 % | Keine Zerlegung des Baupreisindex in Lohn und Material gefunden; Baustoffpreise nach 2022 nicht gelesen |
| Slowakei | Preise der Bauleistungen gegen Preise der Baumaterialien (getrennte Reihen) | 2021 und 2022 Material vorn, 2023 bis 2025 Bauleistungen vorn; verkettet 2021 bis 2025: +52,0 % gegen +44,8 % | Kein Lohnindex der Bauwirtschaft; Zusammenhang der beiden Reihen nicht angegeben |
| EU-27 | Nichts gefunden | · | In den gelesenen Eurostat-Texten keine Zerlegung in Lohn und Material (Websuche, keine Fachdatenbank) |
Zur Lesart. Was der Reiter nicht zeigt: wie viel Lohn und Material tatsächlich je Bauvorhaben kosten (das hängt von Bauart, Ausführung und Region ab), und ob höhere Löhne später zu höheren Preisen führten oder umgekehrt. Solche Zusammenhänge messen die Indizes nicht.
Zusammenfassende Aussage zu diesem Thema (so nicht auf der Ausgangsseite), mit Einstufung: Überall treiben die Löhne.
Belege. Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2022 (Bericht); Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau; Destatis, Baumaterialien 2022; HDB, Löhne und Entgelte im Baugewerbe; ASB.sk, Bauleistungen 2021; TASR, Bauleistungen 2025; Eurostat, Statistics Explained, Baupreis- und Baukostenindizes; Eurostat, Metadaten Baupreise und Baukosten. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Wie viel mehr verdienen Bauarbeiter heute als 2018, und wie viel davon zehrt die Teuerung auf? Der Reiter zeigt für Österreich den Kollektivvertrag Bau mit seinen Formeln, für Deutschland Tariflohn und Mindestlohn, für die Slowakei den Mindestlohn und für die EU die Arbeitskosten je Stunde, und stellt sie der Inflation gegenüber. Die Reihen messen Verschiedenes (Mindestlohn nach Kollektivvertrag, Tariflohn, gesetzlicher Mindestlohn, Arbeitskosten einschließlich Nebenkosten); jede Karte sagt, was, und die letzte Karte stellt die Räume nebeneinander.
Mindestlöhne der Arbeiter, jeweils ab 1. Mai, und Verbraucherpreise
Wie die Mindestlöhne steigen. Der Kollektivvertrag für Arbeiter im Baugewerbe und in der Bauindustrie hebt die Mindestlöhne jedes Jahr zum 1. Mai an. Von 2019 bis 2026 ergeben die acht Erhöhungen verkettet +40,8 % (Eigene Rechnung); der Mindeststundenlohn eines Facharbeiters (Lohngruppe II.b) stieg von 14,20 € (2018, aus den Sätzen zurückgerechnet) auf 19,99 € ab 1. Mai 2026. Die Höhe wird meist aus der Inflation berechnet: In sechs der acht Jahre nennen die gelesenen Texte die Berechnung aus dem Verbraucherpreisindex (2020 und 2022 bis 2026), 2021 war der Satz fest vereinbart, für 2019 haben wir keine Formel gelesen. Einen Aufschlag auf die Inflation gab es 2020 (0,95 Pp), 2022 (0,70 Pp) und 2024 (0,35 Pp), keinen 2023, 2025 und 2026. Wo der Bezugszeitraum der Inflation genannt ist (2020 und 2023 bis 2026), endet er vor der Erhöhung; für 2026 ist es das ganze Kalenderjahr 2025.
| Jahr | Erhöhung ab 1. Mai | Wie sie zustande kam | Facharbeiter, Lohngruppe II.b (€ je Stunde) |
|---|---|---|---|
| 2018 | · | · | 14,20 * |
| 2019 | 3,35 % | Formel nicht gelesen | 14,68 * |
| 2020 | 2,55 % | Durchschnitts-VPI März 2019 bis Februar 2020 (1,6 %) plus 0,95 Pp | 15,05 |
| 2021 | 2,10 % | fester Satz | 15,37 * |
| 2022 | 4,20 % | Durchschnitts-VPI plus 0,70 Pp (Bezugszeitraum im Text nicht genannt) | 16,02 |
| 2023 | 9,50 % | Durchschnitts-VPI März 2022 bis Februar 2023 (9,5 %), ohne Zuschlag | 17,54 * |
| 2024 | 7,15 % | Durchschnitts-VPI März 2023 bis Februar 2024 (6,8 %) plus 0,35 Pp | 18,79 |
| 2025 | 2,70 % | „rollierende Inflation“, Durchschnitts-VPI März bis Dezember 2024 (2,7 %), ohne Zuschlag | 19,30 |
| 2026 | 3,60 % | VPI-Steigerung des Kalenderjahres 2025 (3,6 %), ohne Zuschlag | 19,99 |
* Eigene Rechnung: Vorjahreswert mal (1 plus Satz), auf den Cent gerundet; gelesen sind 2020, 2022, 2024, 2025 und 2026. Die Ausgangsseite zeigt für 2022 und 2023 die Werte 16,01 und 17,53; der veröffentlichte Wert 2022 ist 16,02 €, der gerechnete Wert 2023 17,54 €. Der Wert 2025 (19,30 €) steht auf der WKO-Seite „Lohnordnung Bau 2025“ (die Seite zum Kollektivvertrag 2025 nennt keinen Stundenlohn) und passt rechnerisch zu den Werten 2024 und 2026. Die Tafel heißt dort „Lohnordnung“; „Facharbeiter“ ist die Überschrift der Gruppe II mit den Zeilen a) und b). Mindestlohn laut Kollektivvertrag, nicht der tatsächlich gezahlte Lohn.
Die Ausgangsseite schreibt, die Inflation des Vorjahres zähle, die Löhne liefen der Teuerung daher ein Jahr hinterher; als Beleg nennt sie für 2022 eine Inflation von 8,6 % und eine Lohnerhöhung von 4,2 %. Die 8,6 % sind jedoch die Inflation des Jahres 2022 selbst; im Vorjahr 2021 betrug sie 2,8 %, und die Erhöhung von 4,20 % lag um 1,40 Pp darüber. Die Tabelle stellt beide Vergleiche nebeneinander: Gegenüber der Inflation desselben Kalenderjahres liegen die Erhöhungen zwischen −4,40 Pp (2022) und +4,25 Pp (2024), gegenüber der Inflation des Vorjahres in allen acht Jahren zwischen −0,65 Pp und +1,40 Pp. Im Mittel der Jahre 2019 bis 2025 beträgt der Abstand (ohne Vorzeichen) zur Inflation desselben Jahres 2,14 Pp, zur Inflation des Vorjahres 0,89 Pp. Das passt zu den Formeln: Die Erhöhung zum 1. Mai baut auf der Inflation der Monate davor auf. 2022 blieb die Erhöhung um 4,40 Pp unter der Inflation des Jahres, 2023 und 2024 lag sie um 1,70 Pp und 4,25 Pp darüber (Eigene Rechnung).
| Jahr | Erhöhung ab 1. Mai (%) | Inflation im selben Jahr (%) | Unterschied | Inflation im Vorjahr (%) | Unterschied |
|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 3,35 | 1,5 | +1,85 Pp | 2,0 | +1,35 Pp |
| 2020 | 2,55 | 1,4 | +1,15 Pp | 1,5 | +1,05 Pp |
| 2021 | 2,10 | 2,8 | −0,70 Pp | 1,4 | +0,70 Pp |
| 2022 | 4,20 | 8,6 | −4,40 Pp | 2,8 | +1,40 Pp |
| 2023 | 9,50 | 7,8 | +1,70 Pp | 8,6 | +0,90 Pp |
| 2024 | 7,15 | 2,9 | +4,25 Pp | 7,8 | −0,65 Pp |
| 2025 | 2,70 | 3,6 | −0,90 Pp | 2,9 | −0,20 Pp |
| 2026 | 3,60 | · | · | 3,6 | 0,00 Pp |
Verbraucherpreisindex (VPI), Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr. Unterschiede in Prozentpunkten (Eigene Rechnung). Für 2026 liegt kein Jahreswert der Inflation vor.
Die Ausgangsseite nennt für die Löhne +40,8 % und für die Inflation +32,0 %. Beide Zahlen stimmen, aber die Zeiträume sind nicht gleich lang: Die Löhne umfassen acht Erhöhungen (2019 bis 2026), die Inflation sieben Jahresraten (2019 bis 2025). Bei gleichen Jahren (2019 bis 2025) sind es +35,9 % gegen +32,0 %, ein Abstand von 3,8 Pp statt 8,7 Pp; bei gleicher Anzahl mit vorgezogener Inflation (2018 bis 2025) +40,8 % gegen +34,7 %, ein Abstand von 6,1 Pp. Real, also nach Abzug der Inflation, stieg der Facharbeiter-Mindestlohn bei gleichen Jahren um 2,9 %, mit vorgezogener Inflation um 4,5 %. Der größere Teil des Abstands entstand vor 2022: In den Jahren 2019 bis 2021 stiegen die Löhne um 8,2 %, die Preise um 5,8 %.
| Fenster | Mindestlöhne laut Kollektivvertrag | Verbraucherpreise | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Wie auf der Ausgangsseite: Erhöhungen 2019 bis 2026 (acht), Verbraucherpreise 2019 bis 2025 (sieben Jahresraten) | +40,8 % | +32,0 % | +8,7 Pp |
| Gleiche Jahre: Erhöhungen 2019 bis 2025, Verbraucherpreise 2019 bis 2025 | +35,9 % | +32,0 % | +3,8 Pp |
| Gleiche Anzahl, Inflation um ein Jahr vorgezogen: Erhöhungen 2019 bis 2026, Verbraucherpreise 2018 bis 2025 | +40,8 % | +34,7 % | +6,1 Pp |
| Nur 2019 bis 2021: Erhöhungen und Verbraucherpreise | +8,2 % | +5,8 % | +2,4 Pp |
| Nur 2022 bis 2025: Erhöhungen und Verbraucherpreise | +25,6 % | +24,8 % | +0,8 Pp |
Eigene Rechnung: Sätze beziehungsweise Jahresraten multiplikativ verkettet, Unterschiede aus den ungerundeten Werten (sie können von der Differenz der gerundeten Zahlen um 0,1 abweichen). Verbraucherpreise: Jahresdurchschnitt der Statistik Austria, Erhöhungen: jeweils ab 1. Mai; die Zeitpunkte sind nicht deckungsgleich.
Zur Lesart. Vier Einschränkungen. Erstens: Es sind Mindestlöhne. Für die tatsächlich gezahlten Löhne (Ist-Löhne) nennt die KV-Seite für 2025 eine Parallelverschiebungsklausel; wie sie wirkt, haben wir nicht gelesen. Zweitens: Zum Stundenlohn kommen Sonderzahlungen, Lohnnebenkosten und Zuschläge; die Kosten je Arbeitsstunde für die Baufirma liegen daher höher (für das österreichische Baugewerbe haben wir keine Zahl in Euro gefunden, siehe Karte „Arbeitskosten“). Drittens: Die Ausgangsseite schreibt, die Formel sei „seit 2020“ an die Inflation gekoppelt; das gilt mit Ausnahmen (2021 fester Satz, Aufschlag nur in drei Jahren). Viertens: Der Kollektivvertrag Bau für Arbeiter ist ein Branchenabschluss und sagt nichts über Angestellte, Subunternehmer und ausländische Entsendungen.
Aussagen der Ausgangsseite zu diesem Thema, mit Einstufung: Formel an die Inflation gekoppelt; Löhne laufen der Teuerung hinterher; Nachholeffekt 2023 und 2024; Facharbeiter 14,20 € und 19,99 €; Lohnkomponente +8,1 % und +4,2 %; Kosten je Arbeitsstunde höher; Ist-Löhne per Parallelverschiebung.
Belege. WKO, Kollektivvertrag Bau 2019; WKO, Kollektivvertrag Bau 2020; WKO, Kollektivvertrag Bau 2021; WKO, Kollektivvertrag Bau Ergebnis 2021; WKO, Kollektivvertrag Bau 2022; WKO, Kollektivvertrag Bau 2023; WKO, Kollektivvertrag Bau Abschluss 2023; WKO, Kollektivvertrag Bau 2024; WKO, Kollektivvertrag Bau Neuer KV 2024; WKO, Lohnordnung Bau 2024; WKO, Kollektivvertrag Bau 2025; WKO, Lohnordnung Bau 2025; WKO, Kollektivvertrag Bau 2026; Statistik Austria, Jahresinflation 2025; WKO, Statistisches Jahrbuch, Verbraucherpreisindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Ecklohn Bauhauptgewerbe West und Ost, gesetzlicher Mindestlohn
Tariflohn. Der Gesamttarifstundenlohn der Lohngruppe 4 (Ecklohn, einschließlich 5,9 % Zuschlag) im Baugewerbe lag am 1. Jänner 2018 bei 19,51 € (West) und 18,15 € (Ost), am 1. Jänner 2025 bei 24,07 € und 23,56 €: +23,4 % und +29,8 % (Eigene Rechnung). Die Tabelle des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie endet mit dem Stand 1. Jänner 2025. Der Tarifabschluss von 2024 hat drei Stufen: am 1. Mai 2024 +1,2 % im Westen und +2,2 % im Osten, dazu 230 € im Monat für alle Gruppen; am 1. April 2025 +4,2 % (West) und +5,0 % (Ost); am 1. April 2026 +3,9 % im Westen, im Osten die Angleichung an das Westniveau (Prozentwert nicht genannt). Die Laufzeit beträgt drei Jahre ab 1. April 2024 (nach der Deutschen Handwerks Zeitung).
| Stand 1. Jänner | Ecklohn West (€ je Stunde) | Veränderung | Ecklohn Ost (€ je Stunde) | Veränderung | Gesetzlicher Mindestlohn (€ je Stunde) | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2018 | 19,51 | · | 18,15 | · | 8,84 | · |
| 2019 | 20,63 | +5,7 % | 19,35 | +6,6 % | 9,19 | +4,0 % |
| 2020 | 20,63 | 0,0 % | 19,50 | +0,8 % | 9,35 | +1,7 % |
| 2021 | 21,06 | +2,1 % | 19,94 | +2,3 % | 9,50 | +1,6 % |
| 2022 | 21,48 | +2,0 % | 20,53 | +3,0 % | 9,82 | +3,4 % |
| 2023 | 21,96 | +2,2 % | 21,11 | +2,8 % | 12,00 | +22,2 % |
| 2024 | 22,40 | +2,0 % | 21,67 | +2,7 % | 12,41 | +3,4 % |
| 2025 | 24,07 | +7,5 % | 23,56 | +8,7 % | 12,82 | +3,3 % |
Tariflohn: Gesamttarifstundenlohn Lohngruppe 4 (brutto, ohne Arbeitgeberanteile), Stand zu Jahresbeginn; die Stufe vom 1. Mai 2024 ist im Wert 2025 enthalten, die vom 1. April 2025 nicht. Veränderung gegenüber dem Stand des Vorjahres (Eigene Rechnung). Mindestlohn: Stand 1. Jänner; der Wert 2018 gilt seit 1. Jänner 2017; 2023 gilt der Wert, der seit 1. Oktober 2022 gilt (kein eigener Eintrag in der Quelle). 2022 gab es drei Stufen: 9,82 € im Jänner, 10,45 € im Juli, 12,00 € im Oktober.
Mindestlohn. Der gesetzliche Mindestlohn stieg von 8,84 € (2018) auf 13,90 € (2026), das sind +57,2 %; für 2027 nennt die Tabelle des Ministeriums „Bisher festgesetzte Mindestlöhne“ 14,60 € (ab 1. Jänner 2027; eine Rechtsgrundlage nennt die Zeile nicht). Der große Sprung war der Oktober 2022 (12,00 € statt 9,82 € im Jänner, +22,2 %). Der Tariflohn der Lohngruppe 4 (West) lag am 1. Jänner 2025 beim 1,88-Fachen des gesetzlichen Mindestlohns. Einen allgemeinverbindlichen Branchenmindestlohn für das Bauhauptgewerbe gab es laut einer privaten, undatierten Seite zuletzt bis Ende 2021 (Mai bis Dezember 2021: 12,85 € Mindestlohn 1, 15,70 € Mindestlohn 2 im Westen); seitdem gelte der gesetzliche Mindestlohn. Ob das für 2023 bis 2026 unverändert gilt, haben wir nicht geprüft.
Zur Lesart. Der Ecklohn ist ein Tariflohn, kein Durchschnittsverdienst. Weil die Tabelle den Stand zum 1. Jänner zeigt, erscheinen die Stufen verzögert: Der Sprung von 7,5 % zwischen 2024 und 2025 enthält die Stufe vom Mai 2024, nicht die vom April 2025. Dass der Ecklohn in Deutschland (West 24,07 € im Jänner 2025) höher liegt als der Facharbeiter-Mindestlohn in Österreich (19,30 € ab Mai 2025), ist kein Vergleich der Kosten: Die Gruppen sind verschieden abgegrenzt, die deutschen Werte enthalten einen Zuschlag von 5,9 %, und die Arbeitskosten je Stunde (Karte „Arbeitskosten“) enthalten zusätzlich die Nebenkosten.
Belege. HDB, Löhne und Entgelte im Baugewerbe; Deutsche Handwerks Zeitung, Bautarif 2025; BMAS, Mindestlohn; lohn-info.de, Mindestlohn Bauhauptgewerbe. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Gesetzlicher Mindestlohn 2018 bis 2026, Durchschnittslohn Bau 2023
Mindestlohn. Der gesetzliche Mindestlohn in der Slowakei stieg von 480 € im Monat (2018) auf 915 € (2026), das sind +90,6 %; je Stunde von 2,759 € auf 5,259 €. Von 2025 auf 2026 beträgt der Anstieg +12,1 %. Der Mindestlohn gilt für alle Branchen; ein Lohn der Baubranche ist er nicht. Für 2027 nennt die Kundmachung 232/2026 vom 23. September 2026 (Slov-Lex) 972 € im Monat (5,586 € je Stunde); die Seite des Ministeriums nennt nur 2025 und 2026.
| Jahr | Mindestlohn (€ je Monat) | Veränderung | Mindestlohn (€ je Stunde) |
|---|---|---|---|
| 2018 | 480 | · | 2,759 |
| 2019 | 520 | +8,3 % | 2,989 |
| 2020 | 580 | +11,5 % | 3,333 |
| 2021 | 623 | +7,4 % | 3,580 |
| 2022 | 646 | +3,7 % | 3,713 |
| 2023 | 700 | +8,4 % | 4,023 |
| 2024 | 750 | +7,1 % | 4,310 |
| 2025 | 816 | +8,8 % | 4,690 |
| 2026 | 915 | +12,1 % | 5,259 |
| 2027 (Kundmachung 232/2026) | 972 | +6,2 % | 5,586 |
Lohn im Bau. Für den Durchschnittslohn im Baugewerbe fanden wir nur eine Angabe: Im Jahr 2023 verdiente man dort im Durchschnitt 1.025 € im Monat, im Dezember 1.064 €, in der Industrie 1.511 € (als vorläufig gekennzeichnete Zahlen, nach einem Fachportal vom 28. Februar 2024). Das sind 67,8 % des Industrielohns (Eigene Rechnung). Eine Reihe für andere Jahre haben wir nicht gefunden. Für den Arbeitskostenindex im Bau nennt Eurostat für das 4. Quartal 2025 einen Anstieg von 7,4 % zum Vorjahresquartal (Karte „Arbeitskosten“).
Zur Lesart. Der Mindestlohn zeigt, wie sich der untere Rand der Löhne entwickelte; er sagt nichts über das, was Bauarbeiter tatsächlich verdienen. Der Wert 2023 (Bau) stammt aus einer Meldung eines Fachportals, die Zahlen sind dort als vorläufig gekennzeichnet; welche Stelle sie erhoben hat, nennt der gelesene Text nicht ausdrücklich, und die Abgrenzung (Betriebsgröße, Brutto) ist nicht angegeben. Eine Sekundärquelle (Trading Economics) nennt für März 2026 einen Anstieg des Arbeitskostenindex im Bau von +6,5 %; Definition und Basis sind dort nicht angegeben, und die Angabe ließ sich an keiner Primärquelle prüfen (die Seite blockiert weitere Abrufe).
Belege. IZ, Entwicklung des Mindestlohns; Slov-Lex, Mindestlohn 2027 (Kundmachung 232/2026); MPSVR, Beträge des Mindestlohns; pracovnepravo.sk, Löhne nach Branchen 2023; Trading Economics, Arbeitskostenindex Bau Slowakei. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Niveaus 2025 (Schätzung) und Veränderung zum Vorjahresquartal im Baugewerbe
Was eine Arbeitsstunde kostet. Eurostat und die nationalen Ämter schätzen für 2025 die Arbeitskosten je geleistete Stunde, das sind Bruttoverdienste plus Lohnnebenkosten. In der Gesamtwirtschaft kostete eine Stunde in Österreich 46,30 €, in Deutschland 45,00 €, im EU-27-Durchschnitt 34,90 € und in der Slowakei 19,80 €. Österreich lag damit um 32,7 % über dem EU-Durchschnitt, Deutschland um 28,9 %, die Slowakei um 43,3 % darunter; eine Stunde war in Österreich das 2,3-Fache der slowakischen. Im Baugewerbe nennt Eurostat für 2025 im EU-27-Durchschnitt 31,5 €, im Euroraum 34,4 € (2024: 30,0 € und 33,4 €). Für Deutschland schätzt Destatis das Baugewerbe auf 39,6 € je Stunde (2020: 31,2 €, +26,9 %); das liegt 25,7 % über dem EU-27-Wert für das Baugewerbe (Eigene Rechnung; Destatis nennt 26 Prozent). Für Österreich und die Slowakei haben wir im Baugewerbe keine Euro-Werte gelesen, nur Veränderungsraten.
| Raum | Gesamtwirtschaft (€ je Stunde) | Industrie (€ je Stunde) | Baugewerbe (€ je Stunde) | Gesamtwirtschaft gegenüber EU-27 |
|---|---|---|---|---|
| Österreich | 46,30 | 51,3 | · | +32,7 % |
| Deutschland | 45,00 | 49,5 | 39,6 | +28,9 % |
| Slowakei | 19,80 | 19,3 | · | −43,3 % |
| EU-27 | 34,90 | 35,0 | 31,5 | · |
| Euroraum | · | · | 34,4 | · |
Arbeitskosten je geleistete Stunde 2025, Schätzung (Eurostat, Destatis). Gesamtwirtschaft und Industrie: Länderwerte nach der Europa-Seite von Destatis; Baugewerbe: EU-27 und Euroraum nach Eurostat, Deutschland nach Destatis (Jahresschätzung, fortgeschrieben aus der Erhebung 2020; der EU-Durchschnitt 2025 ist dort ohne Belgien gerechnet). Geltungsbereich: Die Länderwerte stehen auf der Europa-Seite von Destatis in der Spalte „B to N Business economy“; Eurostat nennt in seiner Meldung vom 31. März 2026 denselben EU-Wert (34,9 €) „whole economy“ und erklärt darunter alle Wirtschaftszweige außer Land- und Forstwirtschaft und Fischerei, öffentlicher Verwaltung und Sozialversicherung, privaten Haushalten als Arbeitgebern und extraterritorialen Organisationen (Abschnitte A, O, T und U). Die Bezeichnung unterscheidet sich also je nach Seite. Euroraum: Die Meldung von 2025 rechnete mit 20 Ländern (Bulgarien führte den Euro am 1. Jänner 2026 ein), die Meldung von 2026 nennt für die Gesamtwirtschaft die aktuelle Zusammensetzung mit Bulgarien; für das Baugewerbe sagt der gelesene Auszug das nicht. Die Euroraum-Werte 2024 und 2025 sind daher nicht streng vergleichbar, die EU-27-Werte schon. Abstand zum EU-27-Wert: Eigene Rechnung. Eine Erhebung 2024 war für Juli 2026 angekündigt; Ergebnisse haben wir nicht gefunden.
Im 4. Quartal 2025 lagen die Arbeitskosten je Stunde im Baugewerbe in Österreich um 4,5 %, in Deutschland um 3,7 %, in der Slowakei um 7,4 % und in der EU-27 um 4,5 % über dem Vorjahresquartal. Die Slowakei lag in allen drei Quartalen der Tabelle vorn (+10,2 %, +6,0 %, +7,4 %). Österreichs Rate war im 4. Quartal 2024 mit +8,2 % deutlich höher als im Jahr danach; die Lohnnebenkosten stiegen damals um 15,3 %, die Löhne um 6,2 %. Warum, sagen die Tabellen nicht.
| Raum | 4. Quartal 2024 | 3. Quartal 2025 | 4. Quartal 2025 | 4. Quartal 2025, nur Löhne | 4. Quartal 2025, nur Lohnnebenkosten |
|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | +8,2 % | +4,3 % | +4,5 % | +4,3 % | +5,2 % |
| Deutschland | +4,1 % | +4,3 % | +3,7 % | +3,3 % | +5,3 % |
| Slowakei | +10,2 % | +6,0 % | +7,4 % | +7,2 % | +7,9 % |
| EU-27 | +4,8 % | +4,8 % | +4,5 % | +4,1 % | +5,8 % |
| Euroraum (20) | +4,3 % | +4,4 % | +4,0 % | +3,5 % | +5,8 % |
Eurostat, Euro Indicators vom 19. März 2026, Tabelle „Nominal hourly labour costs of Construction“, kalenderbereinigt (Spalten total, wages and salaries, non-wage costs). Alle Werte stimmen mit einem zweiten Abruf überein. Es sind Veränderungsraten, keine Niveaus.
Zur Lesart. Zwei Dinge nicht verwechseln: Die Euro-Werte oben sind Niveaus und Schätzungen für 2025, die Quartalsraten sind Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Ein Land mit hoher Rate und niedrigem Niveau (Slowakei) holt auf, ohne das Niveau der anderen zu erreichen. Die Stundenkosten der Gesamtwirtschaft liegen in Österreich beim 2,3-Fachen und in Deutschland beim 2,3-Fachen der slowakischen. Ob sich dieser Abstand in den Baukosten niederschlägt, zeigt kein hier gelesener Index; das Preisniveau der Bauleistungen hat Eurostat für Deutschland mit 145 angegeben (EU = 100, 2024), für Österreich und die Slowakei haben wir es nicht gelesen.
Belege. Destatis, Arbeitskosten je Stunde in der EU; Eurostat, Statistics Explained, Arbeitskosten je Stunde; Eurostat, News vom 28. März 2025; Eurostat, News vom 31. März 2026; Eurostat, Euro Indicators vom 19. März 2026; Destatis, Arbeitskosten 2025; Eurostat, Statistics Explained, Preisniveau der Investitionen. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Harmonisierter Verbraucherpreisindex, Österreich, Deutschland, Slowakei, EU-27
Ob höhere Löhne mehr Kaufkraft bedeuten, entscheidet die Inflation. Die Tabelle zeigt den harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), der in der EU vergleichbar gerechnet wird. 2022 war die Inflation in der Slowakei mit 12,1 % am höchsten, in Österreich 8,6 %, in Deutschland 8,7 %; im Dezember 2025 war sie in der Slowakei mit 4,1 % wieder am höchsten, in Österreich 3,8 %, in Deutschland 2,0 %, in der EU-27 2,3 %. Verkettet von 2021 bis 2025 stiegen die Verbraucherpreise in Österreich um 24,7 % und in der EU-27 um 22,2 % (HVPI, Eigene Rechnung); Deutschland hat im HVPI-Auszug keinen Wert für 2024 (der nationale Index ergibt von 2021 bis 2025 +18,2 %), die Slowakei keine Werte für 2024 und 2025.
| Zeitraum | Österreich | Deutschland | Slowakei | EU-27 |
|---|---|---|---|---|
| 2021 | 2,8 | 3,2 | 2,8 | 2,9 |
| 2022 | 8,6 | 8,7 | 12,1 | 9,2 |
| 2023 | 7,7 | 6,0 | 11,0 | 6,4 |
| 2024 | 2,9 | · | · | 2,6 |
| 2025 | 3,6 | 2,3 | · | 2,5 |
| Dezember 2025 gegenüber Dezember 2024 | 3,8 | 2,0 | 4,1 | 2,3 |
HVPI, Veränderung gegenüber dem Vorjahr in Prozent (Jahresdurchschnitt; letzte Zeile: Monatsrate). Österreich 2024 und Deutschland 2025 aus Datenbank-Spiegeln (Sekundärquelle), 2021 bis 2023 aus einer WIFO-Tabelle, EU-27 2024 und 2025 vom niederländischen Statistikamt. · = nicht gefunden. Der nationale Verbraucherpreisindex Österreichs (VPI) weicht für 2023 um 0,1 Prozentpunkte ab (7,8 statt 7,7).
Aussagen der Ausgangsseite zu diesem Thema, mit Einstufung: 2022: Inflation 8,6 %, Löhne +4,2 %; Löhne +40,8 %, Inflation +32,0 %.
Belege. WIFO, Tabelle 1.4 Verbraucherpreise; CBS, HVPI Euroraum und EU; EZB ICP über DBnomics, Österreich; Eurostat tec00118 über DBnomics, Deutschland; Eurostat, Euro Indicators vom 19. Jänner 2026; Statistik Austria, Jahresinflation 2025; Destatis, Inflationsrate 2025; Destatis, Tabelle Verbraucherpreisindex (vpi001j). Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was es gibt, was sich vergleichen lässt und was nicht
Die vier Räume haben keine gemeinsame Lohnreihe für das Bauen; die Tabelle stellt nebeneinander, was es gibt. In Österreich stieg der Facharbeiter-Mindestlohn von Mai 2021 bis Mai 2025 um 25,6 %, die Verbraucherpreise (2022 bis 2025) um 24,8 %: Löhne und Preise liefen etwa gleich. In Deutschland stieg der Ecklohn West (Stand Jänner) um 14,3 %, die Verbraucherpreise um 18,2 %; die Stufe vom April 2025 (+4,2 %) ist in dieser Zahl noch nicht enthalten. In der Slowakei stieg der Mindestlohn um 31,0 %, ein Vergleich mit den Verbraucherpreisen fehlt. Die Arbeitskosten je Stunde im Bau stiegen im 4. Quartal 2025 im Vorjahresvergleich in der Slowakei am schnellsten (+7,4 %), in Österreich und in der EU-27 gleich schnell (+4,5 %), in Deutschland am langsamsten (+3,7 %).
| Raum | Welche Lohnreihe | Anstieg | Verbraucherpreise 2021 bis 2025 | Arbeitskostenindex Bau, 4. Quartal 2025 zum Vorjahr | Arbeitskosten je Stunde 2025, Gesamtwirtschaft |
|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | Mindestlohn Facharbeiter nach Kollektivvertrag, Mai 2021 bis Mai 2025 | +25,6 % | +24,8 % (VPI) | +4,5 % | 46,30 € |
| Deutschland | Ecklohn West, Stand 1. Jänner 2021 bis 1. Jänner 2025 | +14,3 % | +18,2 % (VPI) | +3,7 % | 45,00 € |
| Slowakei | Gesetzlicher Mindestlohn je Monat, 2021 bis 2025 | +31,0 % | nur 2022 und 2023 gefunden | +7,4 % | 19,80 € |
| EU-27 | keine Lohnreihe gelesen | · | +22,2 % (HVPI) | +4,5 % | 34,90 € |
Zur Lesart. Die Lohnreihen sind nicht vergleichbar: Österreich zeigt einen Mindestlohn des Bauhandwerks, Deutschland einen Tariflohn zu einem Stichtag, die Slowakei einen Mindestlohn aller Branchen. Die Zeitpunkte unterscheiden sich (Mai, Jänner, Jahr). Die letzten beiden Spalten messen etwas anderes als die Lohnreihen: Arbeitskosten einschließlich Nebenkosten, im Bau (Index) und in der Gesamtwirtschaft (Niveau). Eine Aussage der Art „in Land X sind die Löhne am Bau um Y Prozent höher“ lässt sich aus diesen Zahlen nicht belegen.
Zusammenfassende Aussage zu diesem Thema (so nicht auf der Ausgangsseite), mit Einstufung: Überall treiben die Löhne.
Belege. WKO, Kollektivvertrag Bau 2022; WKO, Kollektivvertrag Bau 2025; WKO, Lohnordnung Bau 2025; HDB, Löhne und Entgelte im Baugewerbe; IZ, Entwicklung des Mindestlohns; Slov-Lex, Mindestlohn 2027 (Kundmachung 232/2026); Eurostat, Euro Indicators vom 19. März 2026; Destatis, Arbeitskosten je Stunde in der EU; Eurostat, News vom 31. März 2026; WIFO, Tabelle 1.4 Verbraucherpreise; CBS, HVPI Euroraum und EU. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Woher kam der erste große Sprung der Baukosten? Der Reiter zeigt, was sich für den Materialschock 2021 und 2022 belegen lässt: für Österreich die Stoffgruppen des Baukostenindex nach dem WIFO (Dezember 2020 bis Mai 2022), für Deutschland die Erzeugerpreise einzelner Baustoffe nach Destatis (Jahresdurchschnitte 2021 und 2022), für die Slowakei die Materialpreise nach Presseberichten; für die EU-27 haben wir keine Materialreihe gelesen, nur die Baupreise insgesamt. Die Messweisen unterscheiden sich (Monatswerte, Jahresdurchschnitte, Kosten der Baufirma, Preise der Hersteller); die letzte Karte stellt sie nebeneinander und sagt, was sich vergleichen lässt.
Materialkomponenten des Baukostenindex nach dem WIFO, verkettet
Was das WIFO zeigt. Das WIFO hat im September 2022 in einer Studie für die Stadt Wien (Übersicht 1) die Preise wichtiger Materialkomponenten des Baukostenindex für den Wohnbau zusammengestellt: die Veränderung von Dezember 2020 auf Dezember 2021 und von Dezember 2021 auf Mai 2022. Verkettet (Eigene Rechnung) ergibt sich für die 17 Monate von Dezember 2020 bis Mai 2022: Eisen und Stahl +144,6 %, Bitumen +88,5 %, Treibstoffe +83,6 %, Nichteisenmetalle +64,5 %, Rohholz und Holzhalbwaren +43,5 %; das Material insgesamt verteuerte sich um 43,3 %. Nur Eisen und Stahl hat sich mehr als verdoppelt (Faktor 2,45); Bitumen und Treibstoffe erreichten das 1,89-Fache und das 1,84-Fache des Standes von Dezember 2020, Nichteisenmetalle das 1,65-Fache.
| Zeile der WIFO-Übersicht | Dezember 2021 gegenüber Dezember 2020 | Mai 2022 gegenüber Dezember 2021 | Dezember 2020 bis Mai 2022, verkettet (Eigene Rechnung) | Faktor | Gewicht im Warenkorb (WIFO) |
|---|---|---|---|---|---|
| Eisen und Stahl | +66,2 % | +47,2 % | +144,6 % | 2,45 | 18,2 |
| Bitumen | +41,2 % | +33,5 % | +88,5 % | 1,89 | 2,7 |
| Motorbenzin einschließlich Diesel (Treibstoffe) | +31,8 % | +39,3 % | +83,6 % | 1,84 | 1,6 |
| Nichteisenmetalle | +38,8 % | +18,5 % | +64,5 % | 1,65 | 5,4 |
| Rohholz und Holzhalbwaren (Holz) | +22,4 % | +17,2 % | +43,5 % | 1,44 | 0,7 |
| Sonstige Baustoffe | +8,0 % | +11,1 % | +20,0 % | 1,20 | 20,4 |
| Holz, Holz- und Korkwaren (Holz) | +9,5 % | +5,1 % | +15,1 % | 1,15 | 3,7 |
| Glas und Glaswaren | +1,7 % | +6,5 % | +8,3 % | 1,08 | 12,5 |
| Material insgesamt (Baukostenindex) | +22,8 % | +16,7 % | +43,3 % | 1,43 | · |
WIFO, Übersicht 1 „Ausgewählte Materialkomponenten der Baukostenindizes“ (Wohnhaus- und Siedlungsbau); zwei unabhängige Lesungen stimmen in allen Zahlen überein. Monatswerte des Baukostenindex (Kosten der Baufirma, ohne Umsatzsteuer), keine Jahresdurchschnitte. Kette: (1 + Rate 1) mal (1 + Rate 2) minus 1. Gewicht im Warenkorb nach dem WIFO; die Bezugsgröße nennt der gelesene Text nicht. Die acht Zeilen ergeben zusammen 65,2, das Material insgesamt hat laut WIFO ein Gewicht von 50,9 %, die Löhne von 49,1 % am Baukostenindex. Die Zeile „Holz, Holz- und Korkwaren“ steht auf der Ausgangsseite nicht.
Wie viel zählt welcher Stoff? Ein hoher Prozentsatz bei kleinem Gewicht bewegt den Index wenig. Eisen und Stahl hat unter den gelisteten Zeilen nach den sonstigen Baustoffen (20,4) das größte Gewicht (18,2), Bitumen (2,7) und Treibstoffe (1,6) wiegen wenig. Multipliziert man Gewicht und verkettete Veränderung (Eigene Rechnung, eine Näherung, weil die Gewichte nicht auf Dezember 2020 bezogen sein müssen), entfallen von der Summe der acht Zeilen rund 66,6 % auf Eisen und Stahl, 10,3 % auf die sonstigen Baustoffe, 8,8 % auf Nichteisenmetalle und 6,0 % auf Bitumen. Das ist keine Aussage über Ursachen, sondern die Rechenfolge eines Index mit festen Gewichten.
Was nach Mai 2022 geschah. Die WIFO-Übersicht endet im Mai 2022; Reihen einzelner Stoffe für die Zeit danach haben wir für Österreich nicht gelesen. Der Teilindex „Sonstiges“ des Baukostenindex (Material, Energie, Transport, Geräte) lag im Jahresdurchschnitt 2021 bei 118,6, 2022 bei 137,5 (dem höchsten der gelesenen Jahreswerte), 2023 bei 133,0, 2024 bei 132,9 und 2025 bei 133,6 (2020 = 100): von 2022 auf 2023 ein Rückgang um 4,5 Punkte (−3,3 %), das sind 12 % des Anstiegs gegenüber 2020, danach kein weiterer Rückgang, aber auch kein weiterer Anstieg. Der Gesamtindex stieg 2021 um 10,4 % und 2022 um 10,1 % (Jahresdurchschnitte), danach um 1,1 % (2023), 3,6 % (2024) und 2,3 % (2025). Die Ausgangsseite schreibt, die Spitzen seien „großteils zurückgekommen“, hätten aber „ein höheres Grundniveau hinterlassen“. Das zweite lässt sich belegen: „Sonstiges“ liegt 2025 um 33,6 % über 2020. Das erste lässt sich aus den hier gelesenen Zahlen für Österreich nicht belegen: Im Jahresdurchschnitt ging nur etwa ein Achtel des Anstiegs von „Sonstiges“ zurück, und Reihen einzelner Stoffe nach Mai 2022 haben wir nicht gelesen. Einstufung: Spitzen zurückgekommen.
Zur Lesart. Drei Dinge. Erstens: Der Baukostenindex misst, was die Baufirma aufwenden muss (ohne Umsatzsteuer); die WIFO-Werte sind Monatswerte (Dezember 2020, Dezember 2021, Mai 2022) und mit den Jahresdurchschnitten der anderen Länder nicht vergleichbar. Zweitens: Die Ausgangsseite zeigt von den beiden Holzzeilen des WIFO nur „Rohholz und Holzhalbwaren“ (+43,5 %, Gewicht 0,7); die zweite Holzzeile („Holz, Holz- und Korkwaren“, Gewicht 3,7) stieg verkettet nur um 15,1 %. Die Zeile „Sonstige Baustoffe“ heißt auf der Ausgangsseite „Sonstige Baustoffe inkl. Ziegel“; der Zusatz steht im gelesenen WIFO-Text nicht. Drittens: Die Kette multipliziert zwei Veränderungsraten zwischen Stichmonaten; wie die Preise dazwischen verliefen, ist nicht enthalten.
Belege. WIFO, Prognose der Baukostenentwicklung bis 2023 (September 2022); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2022 (Bericht); WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Aussagen der Ausgangsseite zu diesem Thema, mit Einstufung: Stahl +145 %; In 17 Monaten verdoppelt; Stahl, Bitumen, Diesel im Rohbau.
Erzeugerpreise ausgewählter Baustoffe, Jahresdurchschnitte nach Destatis
Was Destatis meldet. Das Statistische Bundesamt hat im Februar 2022 und im Februar 2023 in zwei Pressemitteilungen die Erzeugerpreise ausgewählter Baustoffe als Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr veröffentlicht. Erzeugerpreise sind die Preise, zu denen Hersteller verkaufen; ob sie Umsatzsteuer enthalten und ob es der Inlandsabsatz ist, nennen die gelesenen Texte nicht. Für 2021 schreibt Destatis, der Anstieg bei Holz und Stahl sei so stark gewesen wie noch nie seit Beginn der Erhebung 1949. Konstruktionsvollholz verteuerte sich 2021 um 77,3 %, Dachlatten um 65,1 %, Bauholz um 61,4 %, Betonstahl in Stäben um 53,2 % und Betonstahlmatten um 52,8 %; 2022 folgten Stabstahl mit +40,4 %, Blankstahl mit +39,1 %, Flachglas mit +49,3 % und Diesel mit +41,6 %, während Konstruktionsvollholz um 11,9 % fiel und Bauholz nur um 1,3 % stieg.
| Gruppe | Erzeugnis | 2021 gegenüber 2020 | 2022 gegenüber 2021 | verkettet 2020 bis 2022 (Eigene Rechnung) |
|---|---|---|---|---|
| Holz | Konstruktionsvollholz | +77,3 % | −11,9 % | +56,2 % |
| Holz | Bauholz | +61,4 % | +1,3 % | +63,5 % |
| Holz | Dachlatten | +65,1 % | +9,3 % | +80,5 % |
| Holz | Spanplatten | +23,0 % | +33,4 % | +64,1 % |
| Holz | HDF-Faserplatten | · | +46,0 % | · |
| Holz | Fenster- und Türrahmen aus Holz | · | +24,4 % | · |
| Stahl und Metalle | Betonstahl in Stäben | +53,2 % | · | · |
| Stahl und Metalle | Betonstahlmatten | +52,8 % | +38,1 % | +111,0 % |
| Stahl und Metalle | Stabstahl | · | +40,4 % | · |
| Stahl und Metalle | Blankstahl | · | +39,1 % | · |
| Stahl und Metalle | Stahlrohre | · | +32,2 % | · |
| Stahl und Metalle | Metalle insgesamt | +25,4 % | +26,5 % | +58,6 % |
| Stahl und Metalle | Halbzeug aus Kupfer und Kupferlegierungen | +26,9 % | · | · |
| Bitumen und Asphalt | Bitumen | +36,1 % | +38,5 % | +88,5 % |
| Bitumen und Asphalt | Asphaltmischgut | · | +25,8 % | · |
| Dämmung und Chemie | Dämmplatten aus Kunststoff (wie Polystyrol) | +20,7 % | +21,1 % | +46,2 % |
| Dämmung und Chemie | Epoxidharz | +28,9 % | +15,1 % | +48,4 % |
| Dämmung und Chemie | Anstrichfarben und Lacke auf Epoxidharzbasis | · | +24,0 % | · |
| Glas | Flachglas | · | +49,3 % | · |
| Energie | Dieselkraftstoff | · | +41,6 % | · |
| Vergleichswerte | Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte insgesamt | +10,5 % | +32,9 % | +46,9 % |
| Vergleichswerte | Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte ohne Energie | · | +14,0 % | · |
Erzeugerpreise gewerblicher Produkte, Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr (Destatis, Pressemitteilungen vom 10. Februar 2022 und 1. Februar 2023). · = in der jeweiligen Pressemitteilung nicht genannt; ohne Kette, wenn ein Wert fehlt. Betonstahl in Stäben (nur 2021) und Stabstahl (nur 2022) sind verschiedene Erzeugnisse und werden nicht verkettet. Bitumen heißt 2021 „Bitumen auf Erdölbasis“, 2022 „Bitumen“; wir nehmen an, dass es dasselbe Erzeugnis ist.
Stoffe gegen Bauleistung. Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte insgesamt stieg 2021 um 10,5 % und 2022 um 32,9 % (2022 ohne Energie: +14,0 %); der Baupreisindex für Wohngebäude, der die Preise der fertigen Bauleistung einschließlich Umsatzsteuer misst, 2021 um 9,1 % und 2022 um 16,4 % (Erstveröffentlichungen, Basis 2015; in der aktuellen Reihe, Basis 2021, beträgt der Wert für 2022 +16,3 %). Über beide Jahre verkettet stiegen Betonstahlmatten um 111,0 %, Bitumen um 88,5 %, Konstruktionsvollholz um 56,2 % und der Baupreisindex um 27,0 % (Eigene Rechnung). Das sind verschiedene Dinge: Der Baupreisindex enthält auch Lohn, Gewinn und Steuer, Stoffpreise sind nur ein Teil davon; ihr Gewicht im deutschen Index haben wir nicht gelesen.
Zur Lesart. Vier Einschränkungen. Erstens: Es sind Jahresdurchschnitte; Monatsspitzen (etwa Mai 2022 gegenüber Dezember 2020, wie beim WIFO) stehen nicht in den Pressemitteilungen. Zweitens: Für Transportbeton, Zement, Heizöl, Kies, Sand und Ziegel haben wir in den beiden Pressemitteilungen keinen Wert gefunden, also gerade für die Stoffe, die ein Rohbau in großer Menge braucht. Drittens: Für die Zeit nach 2022 haben wir keine Stoffpreise gelesen; ob die Spitzen zurückgekommen sind, zeigen sie nicht (nur Konstruktionsvollholz fiel schon 2022). Viertens: Die Verkettung von Jahresdurchschnitten ist eine Rechnung, keine Messung eines Preisverlaufs.
Belege. Destatis, Baumaterialien 2021; Destatis, Baumaterialien 2022; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2022. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Preise der Baumaterialien nach Presseberichten, Jahresdurchschnitt und Dezember
Ein Schock im Jahresverlauf. Nach Presseberichten über die Daten des slowakischen Statistischen Amts verteuerten sich die Baumaterialien 2021 im Jahresdurchschnitt um 11,6 %, im Dezember 2021 aber um 22,7 % gegenüber dem Dezember 2020; 2022 stiegen sie im Jahresdurchschnitt um 22,9 % und im Dezember 2022 um 13,3 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Verkettet ergibt sich für die beiden Jahre ein Anstieg der Jahresdurchschnitte von +37,2 % (Bauleistungen: +22,8 %) und, Dezember gegen Dezember, von +39,0 % (Eigene Rechnung). Danach flachte der Anstieg ab: +3,4 % (2023), −0,6 % (2024), +2,7 % (2025); im Dezember 2023 lagen die Materialpreise um 0,7 % unter dem Vorjahresmonat. Eine Sekundärquelle (CEIC) nennt als Höchstwert des Materialindex 130,1 im März 2023 (2021 = 100), also 30,1 % über dem Durchschnitt des Jahres 2021.
| Jahr | Baumaterialien, Jahresdurchschnitt | Baumaterialien, Dezember zum Vorjahresmonat | Bauleistungen, Jahresdurchschnitt |
|---|---|---|---|
| 2021 | +11,6 % | +22,7 % | +3,8 % |
| 2022 | +22,9 % | +13,3 % | +18,3 % |
| 2023 | +3,4 % | −0,7 % | +11,5 % |
| 2024 | −0,6 % | +2,0 % | +5,4 % |
| 2025 | +2,7 % | +3,9 % | +5,3 % |
| verkettet 2021 und 2022 (Eigene Rechnung) | +37,2 % | +39,0 % | +22,8 % |
Einzelne Stoffe 2021. Ein Bericht von ASB.sk (November 2022) nennt für 2021 ungefähre Werte: Bewehrungsstäbe etwa +42 %, Spanplatten etwa +41 %, Sperrholz etwa +20 % und Dachziegel etwa +15 %; die Werte sind nicht gegengeprüft. Eine amtliche Reihe einzelner Stoffe haben wir nicht gelesen.
Zur Lesart. Die Zahlen stammen aus Presseberichten über die Daten des Amts, nicht von den Seiten des Amts. Die Jahreswerte 2022 und 2023 heißen im Bericht „kumuliert“, nicht ausdrücklich „Jahresdurchschnitt“. Ob die Preise Mehrwertsteuer enthalten, ist nirgends belegt. Der Dezemberwert 2021 (+22,7 %) liegt weit über dem Jahresdurchschnitt (+11,6 %): Das sagt nur, dass die Preise im Lauf des Jahres 2021 stiegen, nicht, in welchen Monaten.
Belege. ASB.sk, Bauleistungen 2021; Standard.sk, Bauleistungen 2022; teraz.sk, Bauleistungen 2023; teraz.sk, Bauleistungen 2024; TASR, Bauleistungen 2025; ASB.sk, Baumaterialien 2021; CEIC, Baupreisindex Slowakei. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was gemessen wurde, was sich vergleichen lässt und was nicht
Die vier Räume haben keinen gemeinsamen Maßstab für den Materialschock; die Tabelle stellt nebeneinander, was gemessen wurde. Gemeinsam ist ihnen eine Zahl, die sich zählen lässt: In allen vier Räumen stieg der Preis der Bauleistung 2022 stärker als 2021 (Österreich 15,0 % nach 8,0 %, Deutschland 16,4 % nach 9,1 %, Slowakei 18,3 % nach 3,8 %, EU-27 12,2 % nach 5,8 %). Die Slowakei hatte 2021 den kleinsten und 2022 den größten Anstieg. Über beide Jahre verkettet liegt Deutschland vorn (+27,0 %), vor Österreich (+24,2 %), der Slowakei (+22,8 %) und der EU-27 (+18,7 %); die Preise sind aber nicht gleich gemessen (Umsatzsteuer, Basis, Erhebung), die Rangfolge ist daher nur ein Anhaltspunkt.
| Raum | Was gemessen wurde | Maß und Zeitraum | Material, Ergebnis (Eigene Rechnung) | Preis der Bauleistung 2021 | Preis der Bauleistung 2022 | 2020 bis 2022 verkettet |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich | Materialkomponente des Baukostenindex (Kosten der Baufirma, ohne Umsatzsteuer) | Monatswerte, Dezember 2020 bis Mai 2022 | Material insgesamt +43,3 %; Eisen und Stahl +144,6 % | +8,0 % | +15,0 % | +24,2 % |
| Deutschland | Erzeugerpreise einzelner Baustoffe (Preise der Hersteller) | Jahresdurchschnitte, 2020 bis 2022 verkettet | Betonstahlmatten +111,0 %; Bitumen +88,5 %; Konstruktionsvollholz +56,2 % | +9,1 % | +16,4 % | +27,0 % |
| Slowakei | Preise der Baumaterialien (Presseberichte, Mehrwertsteuer nicht belegt) | Jahresdurchschnitte 2021 und 2022 verkettet; in Klammern Dezember gegen Dezember | Baumaterialien +37,2 % (+39,0 %) | +3,8 % | +18,3 % | +22,8 % |
| EU-27 | keine Materialreihe gelesen | · | · | +5,8 % | +12,2 % | +18,7 % |
Preis der Bauleistung: Österreich Baupreisindex Wohnhaus- und Siedlungsbau ohne Umsatzsteuer; Deutschland Baupreisindex Neubau Wohngebäude einschließlich Umsatzsteuer (Erstveröffentlichung, Basis 2015); Slowakei Preise der Bauleistungen (Mehrwertsteuer nicht belegt); EU-27 Baupreise neuer Wohngebäude (Eurostat, Umsatzsteuer nicht angegeben). Jahresraten in Prozent, Kette Eigene Rechnung. Österreich 2021: Laut Pressemitteilung vom 10. Februar 2022 ist der Vergleich der Baupreisindizes 2020 und 2021 wegen verschiedener Warenkörbe und Gewichte nur bedingt möglich.
| Stoff | Österreich (Dezember 2021 gegenüber Dezember 2020) | Deutschland (Jahresdurchschnitt 2021) | Slowakei (Jahr 2021, Sekundärquelle, ungefähr) |
|---|---|---|---|
| Stahl | Eisen und Stahl: +66,2 % | Betonstahl in Stäben: +53,2 %; Betonstahlmatten: +52,8 % | Bewehrungsstäbe: etwa +42 % |
| Bitumen | +41,2 % | +36,1 % | · |
| Spanplatten | · | +23,0 % | etwa +41 % |
| Treibstoff | Motorbenzin einschließlich Diesel: +31,8 % | 2021 nicht genannt (2022 Diesel: +41,6 %) | · |
Stahl stieg 2021 in allen drei Räumen, in denen wir ihn gelesen haben, um 42 bis 66 Prozent, Bitumen in den zwei Räumen mit Wert um 36 bis 41 Prozent: Die Richtung und die Größenordnung stimmen überein, die Zahlen selbst sind nicht gleich gemessen. Zufall: Für Bitumen ergibt die Kette in Österreich (Dezember 2020 bis Mai 2022, WIFO) und in Deutschland (Jahresdurchschnitte 2020 bis 2022, Destatis) beide +88,5 %. Die Zeiträume und Messweisen sind verschieden, wir lesen aus der Übereinstimmung nichts heraus.
Zur Lesart. Vergleichbar ist die Richtung (ein Materialschock 2021 und 2022 in jedem Raum, in dem Stoffe gemessen wurden) und der Preis der Bauleistung als gemeinsame Größe; nicht vergleichbar sind die Höhen der Stoffpreise, weil Zeitpunkte, Maße und Erzeugnisse verschieden sind. Für die EU-27 liegt keine Materialreihe vor, und für keinen Raum haben wir Stoffpreise nach 2022 gelesen. Aussagen der Art „der Materialschock war in Land X stärker als in Land Y“ lassen sich aus diesen Zahlen nicht belegen.
Belege. WIFO, Prognose der Baukostenentwicklung bis 2023 (September 2022); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2022; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2023; vol.at, Baupreise 2021; vol.at, Baupreise 2022; leadersnet.at, Baupreise 2022; Destatis, Baumaterialien 2021; Destatis, Baumaterialien 2022; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2022; ASB.sk, Bauleistungen 2021; Standard.sk, Bauleistungen 2022; ASB.sk, Baumaterialien 2021; Eurostat, News vom 25. Juni 2026; Brussels Times, Baukosten in der EU; IndexBox, Baupreise neuer Wohngebäude. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was kosten die einzelnen Gewerke mehr als früher, und was ist mit den Erdarbeiten? Der Reiter zeigt, was sich dazu belegen lässt: für Österreich die 29 Leistungsgruppen des Baupreisindex (Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber 2020), für Deutschland die einzelnen Bauleistungen in den Pressemitteilungen von Destatis (fünf Berichtsmonate von November 2019 bis August 2026), für die Slowakei nur die Aufteilung in Hochbau und Tiefbau aus einer Sekundärquelle; für die EU-27 haben wir keine Aufteilung nach Gewerken gelesen. Eine eigene Karte behandelt die Erdarbeiten und den Straßenbau, die letzte stellt die vier Räume nebeneinander und sagt, was sich vergleichen lässt.
Baupreisindex Wohnhaus- und Siedlungsbau nach Leistungsgruppen, Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber 2020
Was Statistik Austria zeigt. Der Statistische Bericht SB 2-10 (4. Quartal 2025) gibt den Baupreisindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau in 29 Leistungsgruppen an: acht Gruppen der Baumeisterarbeiten (Nr. 1 bis 8) und 21 Gruppen der Sonstigen Bauarbeiten (Nr. 9 bis 29), jeweils als Jahresdurchschnitt 2025 und als vier Quartalswerte (2020 = 100, ohne Umsatzsteuer). Insgesamt steht der Index bei 136,3, für die Baumeisterarbeiten zusammen bei 128,0 und für die Sonstigen Bauarbeiten bei 143,2: Die Preise der Bauleistung lagen 2025 im Schnitt um 36,3 % über 2020, bei den Baumeisterarbeiten um 28,0 %, bei den Sonstigen Bauarbeiten um 43,2 %. Der Anstieg gegenüber 2020 reicht von 13,5 % (Personenaufzug) bis 53,0 % (Glasfassaden); 15 Gruppen liegen über dem Gesamtindex, 12 bei 140 oder darüber. Alle acht Gruppen der Baumeisterarbeiten liegen unter dem Gesamtindex (Index 126,4 bis 135,3), und die fünf Gruppen mit dem höchsten Index gehören alle zu den Sonstigen Bauarbeiten.
| Nr. | Leistungsgruppe | Kennung in der Quelle | Index 2025 (2020 = 100) | Veränderung gegenüber 2020 | Rang (1 = höchster Index) | 1. zu 4. Quartal 2025 (Eigene Rechnung) | Auf der Ausgangsseite |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Roden, Baugrube, Sicherungen und Tiefgründungen | LG03 | 126,4 | +26,4 % | 28 | +0,8 % | ja, dunkel (Rohbau im engeren Sinn) |
| 2 | Aufschließung, Infrastruktur | LG06 | 135,3 | +35,3 % | 18 | +0,1 % | ja, dunkel (Rohbau im engeren Sinn) |
| 3 | Beton- und Stahlbetonarbeiten | LG07 | 127,0 | +27,0 % | 27 | +0,6 % | ja, dunkel (Rohbau im engeren Sinn) |
| 4 | Mauerarbeiten | LG08 | 129,4 | +29,4 % | 24 | +0,9 % | ja, dunkel (Rohbau im engeren Sinn) |
| 5 | Versetzarbeiten | LG09 | 133,4 | +33,4 % | 19 | +1,1 % | ja |
| 6 | Putzarbeiten | LG10 | 132,4 | +32,4 % | 21 | +1,7 % | ja |
| 7 | Estricharbeiten | LG11 | 128,4 | +28,4 % | 26 | +0,3 % | ja |
| 8 | Abdichtungen bei Böden und Wänden | LG12 | 130,2 | +30,2 % | 22 | +1,2 % | ja, dunkel (Rohbau im engeren Sinn) |
| 9 | Dachabdichtungsarbeiten | LG21 | 147,7 | +47,7 % | 7 | +1,4 % | ja |
| 10 | Dachdeckerarbeiten | LG22 | 140,2 | +40,2 % | 12 | +1,4 % | ja |
| 11 | Bauspenglerarbeiten | LG23 | 148,6 | +48,6 % | 6 | +2,0 % | ja |
| 12 | Fliesen- und Plattenlegearbeiten | LG24 | 136,1 | +36,1 % | 16 | +1,7 % | nein |
| 13 | Natur- und Kunststeinarbeiten | LG28, 29 | 139,8 | +39,8 % | 13 | +1,8 % | nein |
| 14 | Metallbauarbeiten | LG31 | 143,0 | +43,0 % | 9 | +0,7 % | nein |
| 15 | Glasfassaden | LG32, 34, 67 | 153,0 | +53,0 % | 1 | 0,0 % | nein |
| 16 | System-Abgasanlagen | LG35 | 137,2 | +37,2 % | 15 | +2,4 % | nein |
| 17 | Holzbau | LG36 | 146,1 | +46,1 % | 8 | +3,3 % | ja |
| 18 | Tischlerarbeiten, inklusive Holzfußböden und Türsysteme | LG37, 38, 43 | 138,4 | +38,4 % | 14 | +1,8 % | nein |
| 19 | Trockenbauarbeiten | LG39 | 128,5 | +28,5 % | 25 | −0,2 % | nein |
| 20 | Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) | LG44 | 130,0 | +30,0 % | 23 | −0,6 % | nein |
| 21 | Beschichtung auf Holz, Metall, Mauerwerk, Putz, Beton, Leichtbauplatten | LG48 | 136,1 | +36,1 % | 17 | +1,2 % | nein |
| 22 | Klebearbeiten für Boden- und Wandbeläge | LG50 | 142,1 | +42,1 % | 10 | +2,7 % | nein |
| 23 | Bewegliche Abschlüsse von Fenstern | LG57 | 140,7 | +40,7 % | 11 | +1,7 % | nein |
| 24 | Fenster und Fenstertüren aus Aluminium | LG72 | 151,3 | +51,3 % | 4 | +3,5 % | nein |
| 25 | Fenster und Fenstertüren aus Kunststoff | LG73 | 133,4 | +33,4 % | 20 | +3,5 % | nein |
| 26 | Elektroinstallationen, Beleuchtungstechnik | HT06 | 152,4 | +52,4 % | 2 | +0,3 % | nein |
| 27 | Heizungsanlagen, Wärmetauscher, Lüftungszentralgeräte | HT35, 50 | 148,8 | +48,8 % | 5 | +1,3 % | nein |
| 28 | Gas- und Wasserinstallationen | HT61 | 152,3 | +52,3 % | 3 | +1,3 % | nein |
| 29 | Personenaufzug | HT96 | 113,5 | +13,5 % | 29 | +1,7 % | nein |
| Baumeisterarbeiten insgesamt (Nr. 1 bis 8) | 128,0 | +28,0 % | · | +0,7 % | |||
| Sonstige Bauarbeiten insgesamt (Nr. 9 bis 29) | 143,2 | +43,2 % | · | +1,2 % | |||
| Alle Gruppen insgesamt | 136,3 | +36,3 % | · | +1,0 % |
Statistik Austria, Statistischer Bericht SB 2-10, Wohnhaus- und Siedlungsbau, Jahresdurchschnitt 2025, Basis 2020 = 100, ohne Umsatzsteuer; Bezeichnungen nach dem Bericht, Abkürzungen („u.“, „inkl.“, „Mwk“, „Leichtbaupl.“) ausgeschrieben. Die Zeilen wurden in mehreren Abrufen gelesen und gegen die Quartalsmittel, die Summenzeilen und die zwölf Werte der Ausgangsseite geprüft. Die Veränderung ist Index minus 100. Rang: 1 = höchster Index, bei gleichem Index gleiche Reihenfolge wie die Nummer. Die Spalte „1. zu 4. Quartal“ ist die Veränderung vom Quartalswert I zum Quartalswert IV 2025.
Zwölf von 29. Die Ausgangsseite zeigt zwölf der 29 Gruppen (Baugrube, Aufschließung, Beton, Mauerwerk, Versetzarbeiten, Putz, Estrich, Abdichtung Boden/Wand, Dachabdichtung, Dachdeckung, Bauspengler und Holzbau) und hebt fünf davon als „Rohbau im engeren Sinn“ hervor (Baugrube, Aufschließung, Beton, Mauerwerk und Abdichtung Boden/Wand). Ihre beiden Sätze stimmen mit der Tabelle überein: „Die klassischen Rohbau-Gewerke (Baugrube, Beton, Mauerwerk) liegen um 26 bis 29 % höher“ (Baugrube +26,4 %, Beton +27,0 %, Mauerwerk +29,4 %) und „Dach, Spengler und Holzbau“ mit „40 bis 49 %“ (Dach +40,2 %, Spengler +48,6 %, Holzbau +46,1 %). Von den 17 nicht gezeigten Gruppen liegen fünf über jeder gezeigten (Glasfassaden +53,0 %, Elektro +52,4 %, Gas/Wasser +52,3 %, Aluminiumfenster +51,3 % und Heizung/Lüftung +48,8 %), eine darunter (Personenaufzug +13,5 %) und elf dazwischen. Die Baugrube, die die Ausgangsseite als Kennzahl für die Erdarbeiten verwendet, liegt unter den 29 Gruppen auf Rang 28 (1 = höchster Index). Die fünf als Rohbau hervorgehobenen Gruppen stiegen um 26,4 bis 35,3 %.
„Heute“ heißt 2025. Die Ausgangsseite schreibt, die Grafik zeige, „was ein Bauherr heute gegenüber 2020 mehr zahlt“. Gemeint ist der Jahresdurchschnitt 2025. Nach Leistungsgruppen haben wir für 2026 nichts gelesen; der Baupreisindex insgesamt stand im 1. Quartal 2026 bei 101,5 (2025 = 100), +2,1 % zum Vorjahresquartal.
Zwei Maße für die Baumeisterarbeiten. Für die Baumeisterarbeiten stehen zwei amtliche Reihen nebeneinander: der Baupreisindex nach Leistungsgruppen (Nr. 1 bis 8) mit 128,0 (Preis der Leistung, +28,0 % gegenüber 2020) und der Baukostenindex für die Baumeisterarbeiten mit 131,1 (Kosten der Baufirma, +31,1 %; Lohn 127,1, Sonstiges 135,2). Die Kosten stiegen um 3,1 Pp mehr als die Preise. Das ist ein Unterschied zwischen zwei Indizes mit verschiedenen Gewichten und Gruppen, kein Maß für die Gewinnspanne. Dasselbe Muster im Sonstigen Hochbau: Der Bericht gibt dieselben Gruppen auch dafür an (insgesamt 139,8, Baumeisterarbeiten 127,8, Sonstige Bauarbeiten 146,2); die Baumeisterarbeiten stiegen dort um 27,8 %, die Sonstigen Bauarbeiten um 46,2 %.
Innerhalb des Jahres 2025. Der Jahresdurchschnitt verdeckt den Verlauf im Jahr. Vom 1. zum 4. Quartal 2025 stieg der Gesamtindex von 135,5 auf 136,8 (+1,0 %), die Baumeisterarbeiten von 127,3 auf 128,2 (+0,7 %) und die Sonstigen Bauarbeiten von 142,2 auf 143,9 (+1,2 %); am stärksten legten Aluminiumfenster (+3,5 %), Kunststofffenster (+3,5 %) und Holzbau (+3,3 %) zu, gesunken sind Trockenbau (−0,2 %) und WDVS (−0,6 %) (Eigene Rechnung aus den Quartalswerten).
Zur Lesart. Vier Dinge. Erstens: Der Baupreisindex gibt an, was die Baufirma dem Bauherrn verrechnet (ohne Umsatzsteuer), nicht was sie aufwendet; der Baukostenindex ist eine andere Reihe. Zweitens: Der Abstand 2025 gegenüber 2020 ist ein Fünf-Jahres-Wert, keine Jahresrate, und sagt nicht, in welchem Jahr die Preise stiegen (der Vergleich Jahr für Jahr steht im Reiter „Gesamt“). Drittens: Die Gewichte der Gruppen im Gesamtindex haben wir nicht gelesen; eine Gruppe mit hohem Anstieg kann klein sein, und aus den Zahlen folgt nicht, wie viel eine Gruppe zum Anstieg des Ganzen beiträgt. Viertens: Leistungsgruppen sind Gruppen von Bauleistungen, keine Berufe; die Baumeisterarbeiten (Nr. 1 bis 8) enthalten auch Versetz-, Putz- und Estricharbeiten, die die Ausgangsseite nicht als Rohbau im engeren Sinn hervorhebt, und was „klassischer Rohbau“ ist, legt die Ausgangsseite fest, nicht die Statistik.
Belege. Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 8. Mai 2026; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Eurostat, Metadaten Österreich. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Aussagen der Ausgangsseite zu diesem Thema, mit Einstufung: Rohbau-Gewerke +26 bis 29 %; Dach, Spengler, Holzbau +40 bis 49 %; Zwölf von 29 Gruppen.
Preisindex Neubau Wohngebäude nach Bauleistungen, Veränderung zum Vorjahresmonat an fünf Berichtsmonaten
Was Destatis meldet. In den Pressemitteilungen zu den Baupreisen nennt das Statistische Bundesamt neben dem Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden einzelne Bauleistungen mit ihrer Veränderung zum Vorjahresmonat (Preise einschließlich Umsatzsteuer). Welche Bereiche genannt werden, wechselt von Mitteilung zu Mitteilung. Die Tabelle zeigt fünf Berichtsmonate: November 2019, 2020 und 2021 aus den Mitteilungen vom 10. Jänner 2020, 8. Jänner 2021 und 10. Jänner 2022 (Basis 2015 = 100), Mai 2026 aus der Mitteilung vom 10. Juli 2026 und August 2026 aus einem Bericht von baulinks.de über die Mitteilung vom 9. Oktober 2026 (Basis 2021 = 100; die Mitteilung selbst haben wir nicht gelesen).
| Bauleistung (Bezeichnung in der Mitteilung) | Nov. 2019 gegenüber Nov. 2018 | Nov. 2020 gegenüber Nov. 2019 | Nov. 2021 gegenüber Nov. 2020 | Mai 2026 gegenüber Mai 2025 | Aug. 2026 gegenüber Aug. 2025 (Sekundärquelle) |
|---|---|---|---|---|---|
| Neubau von Wohngebäuden insgesamt | +3,8 % | −0,1 % | +14,4 % | +5,0 % | +5,5 % |
| Rohbauarbeiten insgesamt | +3,6 % | −0,3 % | +15,7 % | +4,9 % | +5,4 % |
| Erdarbeiten | +5,2 % | · | · | +5,4 % | +6,1 % |
| Betonarbeiten | +3,3 % | −1,0 % | +16,5 % | +3,6 % | +4,3 % |
| Mauerarbeiten | +3,5 % | −0,2 % | · | +3,8 % | +4,2 % |
| Zimmer- und Holzbauarbeiten | +2,5 % | · | +38,9 % | +7,3 % | +7,2 % |
| Dachdeckungsarbeiten | +4,1 % | · | +17,1 % | +7,3 % | +7,6 % |
| Klempnerarbeiten | · | · | +16,8 % | · | · |
| Entwässerungskanalarbeiten | · | · | +18,2 % | · | · |
| Ausbauarbeiten insgesamt | +3,9 % | +0,1 % | +13,5 % | +5,1 % | +5,7 % |
| Putz- und Stuckarbeiten | · | −0,3 % | · | · | · |
| Estricharbeiten | · | · | +15,6 % | · | · |
| Tischlerarbeiten | +3,3 % | · | +14,6 % | · | · |
| Metallbauarbeiten | +4,3 % | · | +17,3 % | +4,4 % | +5,0 % |
| Wärmedämm-Verbundsysteme | +4,2 % | −0,7 % | · | +5,0 % | +5,7 % |
| Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen | +4,0 % | +0,6 % | · | +5,0 % | +5,2 % |
| Gas-, Wasser- und Entwässerungsanlagen in Gebäuden | · | +0,5 % | +14,5 % | · | · |
| Nieder- und Mittelspannungsanlagen | +4,9 % | +1,1 % | · | · | · |
| Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen | · | · | · | +6,4 % | +7,2 % |
| Instandhaltung von Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) | +4,1 % | +0,5 % | +14,2 % | +5,6 % | +6,0 % |
| Neubau Bürogebäude | +3,9 % | −0,1 % | +15,0 % | +5,2 % | +5,7 % |
| Neubau gewerbliche Betriebsgebäude | +3,8 % | −0,2 % | +15,6 % | +5,0 % | +5,5 % |
| Straßenbau | +4,6 % | −1,3 % | +9,0 % | +6,2 % | +6,9 % |
Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden, konventionelle Bauart, einschließlich Umsatzsteuer; Veränderung zum Vorjahresmonat in Prozent (Destatis). · = in der Mitteilung nicht genannt. Im November 2020 und im November 2021 wirkt die Senkung der Umsatzsteuer von Juli bis Dezember 2020 mit; die Heizungszeile heißt 2026 „Heizanlagen und zentrale Wassererwärmung (u. a. Wärmepumpen)“, die Dachzeile im Bericht über August 2026 „Dachdeckungsarbeiten“ (in der Mitteilung von November 2019 „Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten“); wir behandeln sie als dieselben Reihen. „Nieder- und Mittelspannungsanlagen“ (2019, 2020) und „Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen“ (2026) stehen getrennt, weil die Bezeichnung abweicht.
Die Streuung zwischen den Gewerken. Im November 2021 lagen die genannten Bereiche (einschließlich Straßenbau und anderer Gebäudearten) zwischen 9,0 % (Straßenbau) und 38,9 % (Zimmer- und Holzbau), eine Spanne von 29,9 Pp; im August 2026 zwischen 4,2 % (Mauerwerk) und 7,6 % (Dach), eine Spanne von 3,4 Pp. Der Gesamtindex für Wohngebäude stieg im November 2021 um 14,4 % (ohne den Basiseffekt der Umsatzsteuersenkung von 2020: 11,6 %) und im August 2026 um 5,5 %; Rohbauarbeiten insgesamt und Ausbauarbeiten insgesamt lagen im November 2021 bei +15,7 % und +13,5 %, im August 2026 bei +5,4 % und +5,7 %. Der Ausreißer 2021 ist das Holz: Zimmer- und Holzbauarbeiten verteuerten sich im November 2021 um 38,9 % und im Jahresdurchschnitt 2021 um 29,7 % (Gesamtindex: +14,4 % und +9,1 %); im August 2026 liegen sie mit +7,2 % im oberen Teil der Spanne, hinter der Dachdeckung (+7,6 %).
| Bauleistung | 2021 gegenüber 2020 | 2022 gegenüber 2021 |
|---|---|---|
| Neubau von Wohngebäuden insgesamt | +9,1 % | +16,4 % |
| Zimmer- und Holzbauarbeiten | +29,7 % | · |
| Entwässerungskanalarbeiten | +10,9 % | · |
| Dachdeckungsarbeiten | +10,5 % | · |
| Klempnerarbeiten | +10,4 % | · |
| Dämm- und Brandschutzarbeiten an technischen Anlagen | · | +27,2 % |
| Verglasungsarbeiten | · | +21,2 % |
| Metallbauarbeiten | · | +20,7 % |
| Stahlbauarbeiten | · | +19,8 % |
Jahresdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr, Destatis (Pressemitteilungen vom 10. Februar 2022 und 1. Februar 2023 zu den Baupreisen und Baumaterialien). · = in der Mitteilung des Jahres nicht genannt. Ob die Umsatzsteuer enthalten ist, steht in den gelesenen Texten nicht ausdrücklich; für den Wohnungsneubauindex gilt sie sonst.
Die Jahresdurchschnitte von Rohbauarbeiten und Ausbauarbeiten von 2021 bis 2025 (Basis 2021 = 100: Rohbau +27,4 %, Ausbau +39,0 %) stehen in der Karte „Deutschland: Rohbau und Ausbau, Baustoffe und Löhne“ im Reiter „Lohn gegen Material“.
Zur Lesart. Fünf Einschränkungen. Erstens: Jede Zahl ist eine Veränderung zum Vorjahresmonat; Raten verschiedener Stichtage lassen sich nicht verketten, und aus der Tabelle folgt kein Preisniveau. Zweitens: Die Preise enthalten die Umsatzsteuer; im November 2020 stand der Gesamtindex bei −0,1 % statt bei +2,5 % ohne Senkung, im November 2021 bei +14,4 % statt bei +11,6 % ohne den Basiseffekt. Drittens: Die Werte für August 2026 stammen aus einem Bericht über die Mitteilung, nicht aus ihr. Viertens: Wie Destatis die Einzelgewerke den „Rohbauarbeiten“ und den „Ausbauarbeiten“ zuordnet und mit welchem Gewicht sie in den Gesamtindex eingehen (Wägungsschema 2021), haben wir nicht gelesen; die Tabelle ordnet nicht zu. Fünftens: Die Mitteilungen nennen nicht in jedem Monat dieselben Bereiche; eine Lücke (·) heißt nicht, dass der Bereich nicht gemessen wurde.
Belege. Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2020; Destatis, Pressemitteilung vom 8. Jänner 2021; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2022; Destatis, Baumaterialien 2021; Destatis, Baumaterialien 2022; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Juli 2026; baulinks.de, Baupreise August 2026; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was es an Reihen gibt und was die Aussagen der Ausgangsseite dazu hergeben
Die Ausgangsseite sagt vier Dinge zu den Erdarbeiten: Es gebe keine eigene Indexreihe, die Leistungsgruppe „Baugrube und Tiefgründung“ sei die beste Näherung, der Baukostenindex Straßenbau zeige die Dynamik deutlicher, und Erdbewegung hänge stark an Diesel, Bitumen, Transport und Deponiegebühren. Die Tabelle prüft die Aussagen der Reihe nach.
| Aussage der Ausgangsseite | Was wir gelesen haben |
|---|---|
| „Eine eigene Indexreihe ‚Erdarbeiten‘ gibt es nicht.“ | In der Tabelle der 29 Leistungsgruppen des Wohnhaus- und Siedlungsbaus trägt keine Gruppe diesen Namen; die nächsten sind „Roden, Baugrube, Sicherungen und Tiefgründungen“ (Nr. 1) und „Aufschließung, Infrastruktur“ (Nr. 2). Die Tabelle des Tiefbaus im selben Bericht haben wir nicht verwendet (Basis und Bezug beim Lesen nicht eindeutig). In Deutschland nennt Destatis „Erdarbeiten“ als eigene Bauleistung: +5,2 % im November 2019, +5,4 % im Mai 2026, +6,1 % im August 2026 (Vorjahresvergleich). |
| „Die beste Näherung im Hochbau ist die Leistungsgruppe Baugrube und Tiefgründung: 126,4 im Schnitt 2025.“ | Der Wert stimmt (Nr. 1, +26,4 %). Er ist nach dem Personenaufzug der zweitniedrigste der 29 Gruppen. Die Gruppe enthält neben der Baugrube auch Roden, Sicherungen und Tiefgründungen. Die benachbarte Gruppe Aufschließung, Infrastruktur (Nr. 2) liegt bei 135,3 (+35,3 %), um 8,9 Punkte höher; die Ausgangsseite zählt sie zum Rohbau, nicht zu den Erdarbeiten. Ob „beste“ Näherung stimmt, lässt sich aus den Zahlen nicht entscheiden. |
| „Baukostenindex Straßenbau: 135,8 im Schnitt 2025 und rund 147 im Juli 2026, ein Plus von 7,9 % binnen zwölf Monaten.“ | Alle drei Zahlen sind belegt: 135,8 (Jahresdurchschnitt 2025, 2020 = 100; Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026), 108,3 im Juli 2026 (2025 = 100, vorläufig) und +7,9 % gegenüber Juli 2025 (Pressemitteilung vom 14. August 2026). „Rund 147“ ist Eigene Rechnung: 135,8 mal 1,083 ergibt 147,1. Der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau stieg im selben Zwölfmonatsvergleich um 5,2 % und liegt, auf 2020 = 100 verkettet, bei 137,4. |
| „Erdbewegung hängt stark an Diesel, Bitumen, Transport und Deponiegebühren, deshalb zeigt der Straßenbau die Dynamik deutlicher.“ | Zwei Teile. Dass der Straßenbau stärker stieg, stimmt für den österreichischen Baukostenindex in beiden gemessenen Zeiträumen: 35,8 % gegen 30,2 % (2025 gegenüber 2020) und 7,9 % gegen 5,2 % (Juli 2026 gegenüber Juli 2025). Dass Diesel, Bitumen, Transport und Deponie die Ursache sind, zeigen die Zahlen nicht. Im Warenkorb des Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau (Basis 2025) haben Diesel und Treibstoffe, Transport, Deponie- und Recyclingkosten, Bituminöses Mischgut sowie Kies, Splitt, Sand, Erde und Humus zusammen ein Gewicht von 3,4 % der Gesamtkosten (15,3 % der Sachkosten Baumeister; Eigene Rechnung). Das gilt für die Baumeisterarbeiten im Wohnbau insgesamt, nicht für Erdarbeiten, und den Warenkorb des Straßenbau-Index haben wir nicht gelesen. |
| Baukostenindex | 2025 (2020 = 100) | Veränderung 2025 gegenüber 2020 | Juli 2026 (2025 = 100, vorläufig) | Juli 2026, auf 2020 = 100 verkettet (Eigene Rechnung) | Veränderung Juli 2026 gegenüber 2020 | Juli 2026 gegenüber Juli 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Straßenbau (Baukostenindex) | 135,8 | +35,8 % | 108,3 | 147,1 | +47,1 % | +7,9 % |
| Wohnhaus- und Siedlungsbau (Baukostenindex) | 130,2 | +30,2 % | 105,5 | 137,4 | +37,4 % | +5,2 % |
| Unterschied | 5,6 Punkte | +5,6 Pp | 2,8 Punkte | 9,7 Punkte | +9,7 Pp | +2,7 Pp |
Statistik Austria, Pressemitteilungen vom 15. Jänner 2026 (Jahresdurchschnitt 2025) und 14. August 2026 (Juli 2026, vorläufig); Kosten der Baufirma, ohne Umsatzsteuer. Für den Wohnbau nannte die Pressemitteilung vorläufig 105,5, die OeNB-Tabelle (Datenstand 17. Oktober 2026) weist 105,7 aus; die Kette verwendet den Wert der Pressemitteilung.
Der deutsche Preisindex für den Straßenbau stieg in drei von fünf Berichtsmonaten stärker als der Gesamtindex für Wohngebäude (November 2019, Mai und August 2026), im November 2020 und im November 2021 weniger (−1,2 und −5,4 Prozentpunkte). Gerade im Stoffpreisschock 2021 war der Anstieg beim Straßenbau mit +9,0 % der kleinste aller genannten Bereiche, während sich Bitumen im Jahresdurchschnitt 2021 um 36,1 % und Asphaltmischgut 2022 um 25,8 % verteuerten (Erzeugerpreise). Warum, zeigen die Quellen nicht: Der Preis der Straßenbauleistung enthält auch Lohn, Geräte und Gewinn, und der Zusammenhang zwischen Stoffpreis und Leistungspreis folgt nicht von selbst.
| Berichtsmonat (Vorjahresvergleich) | Erdarbeiten | Straßenbau | Neubau Wohngebäude insgesamt | Straßenbau minus Gesamt (Eigene Rechnung) |
|---|---|---|---|---|
| November 2019 | +5,2 % | +4,6 % | +3,8 % | +0,8 Pp |
| November 2020 | · | −1,3 % | −0,1 % | −1,2 Pp |
| November 2021 | · | +9,0 % | +14,4 % | −5,4 Pp |
| Mai 2026 | +5,4 % | +6,2 % | +5,0 % | +1,2 Pp |
| August 2026 | +6,1 % | +6,9 % | +5,5 % | +1,4 Pp |
Slowakei: Eine Sekundärquelle (CEIC, nennt das Statistische Amt der Slowakei) gibt für das 1. Quartal 2025 (2021 = 100) 147,0 für den Hochbau und 141,6 für den Tiefbau an; der Tiefbau stieg seit 2021 also um 5,4 Punkte weniger als der Hochbau. Eine Reihe für Erdarbeiten haben wir nicht gefunden. EU-27: keine Aufteilung gelesen.
Zur Lesart. Die Ausgangsseite stellt „Baugrube“ (Baupreisindex, Preis der Leistung, Wohnbau, eine Leistungsgruppe) neben „Straßenbau“ (Baukostenindex, Kosten der Baufirma, Tiefbau). Das sind zwei verschiedene Indizes, sie unterscheiden sich in Art, Bauart und Zusammensetzung; der Satz „Straßenbau zeigt die Dynamik deutlicher“ vergleicht in Wahrheit Straßenbau-Kosten mit Wohnbau-Kosten (Tabelle oben). Dass der Straßenbau stärker stieg, gilt für Österreich in den zwei gemessenen Zeiträumen und für Deutschland in drei von fünf Berichtsmonaten, nicht für die Slowakei (Sekundärquelle) und nicht für Deutschland im Schockjahr 2021. Die Tabelle des Tiefbau-Baupreisindex im österreichischen Bericht haben wir nicht verwendet; siehe die Karte „Wo sich Zahlen widersprechen“ im Reiter „Was hält stand“.
Belege. Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2020; Destatis, Pressemitteilung vom 8. Jänner 2021; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2022; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Juli 2026; baulinks.de, Baupreise August 2026; Destatis, Baumaterialien 2021; Destatis, Baumaterialien 2022; CEIC, Baupreisindex Slowakei. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Aussagen der Ausgangsseite zu diesem Thema, mit Einstufung: Keine Reihe „Erdarbeiten“; Baugrube als Näherung; Straßenbau 135,8 und 147; Straßenbau zeigt die Dynamik.
Was es je Raum gibt, was sich vergleichen lässt und was nicht
Die vier Räume haben keine gemeinsame Gliederung nach Gewerken. Österreich gibt 29 Leistungsgruppen an (Jahresdurchschnitt gegenüber 2020), Deutschland nennt je Mitteilung 13 bis 16 Bereiche mit der Rate gegenüber dem Vorjahresmonat, für die Slowakei haben wir nur die Aufteilung in Hochbau und Tiefbau aus einer Sekundärquelle, für die EU-27 nichts. Vergleichen lässt sich daher nicht die Höhe, sondern die Lage eines Gewerks gegenüber dem Gesamtindex des eigenen Landes: über oder unter dem Durchschnitt.
| Raum | Was gemessen wird | Gliederung | Zeitraum | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| Österreich | Baupreisindex Wohnhaus- und Siedlungsbau: Preis der Leistung, ohne Umsatzsteuer | 29 Leistungsgruppen | Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber 2020 | Anstieg 13,5 bis 53,0 % (Gesamt +36,3 %) |
| Deutschland | Preisindex Neubau Wohngebäude: Preis der Leistung, einschließlich Umsatzsteuer | 13 bis 16 genannte Bereiche je Berichtsmonat | Vorjahresmonat, fünf Berichtsmonate 2019 bis 2026 | August 2026: 4,2 bis 7,6 % (Gesamt +5,5 %) |
| Slowakei | Baupreisindex nach einer Sekundärquelle (CEIC); Mehrwertsteuer nicht belegt | Hochbau und Tiefbau | 1. Quartal 2025 (2021 = 100) | Hochbau 147,0, Tiefbau 141,6 |
| EU-27 | Eurostat: Preise oder Kosten neuer Wohngebäude insgesamt | keine Aufteilung nach Gewerken gelesen | · | · |
Lage gegenüber dem Gesamtindex. In fünf von acht Gewerken liegen Österreich und Deutschland auf derselben Seite ihres Gesamtindex: Dach, Holzbau und Elektro darüber, Beton und Mauerwerk darunter. In den drei übrigen (Metallbau, Wärmedämmverbundsysteme und Heizung) liegt der deutsche Wert höchstens 0,5 Pp vom Gesamtindex entfernt, praktisch im Durchschnitt, während der österreichische Abstand 6,3 bis 12,5 Indexpunkte beträgt. Zeitraum und Maß sind verschieden (Österreich fünf Jahre, Deutschland ein Jahr), die Zuordnung der Gewerke ist unsere (Eigene Zuordnung, die Bezeichnungen sind nicht identisch); verglichen wird nur die Seite, auf der ein Gewerk liegt.
| Gewerk (Eigene Zuordnung) | Österreich: Leistungsgruppe | Index 2025 | Abstand zum Gesamtindex 136,3 (Punkte) | Deutschland: Bauleistung | Rate August 2026 | Abstand zum Gesamtindex (Prozentpunkte) | Gleiche Seite? |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Beton | Beton- und Stahlbetonarbeiten | 127,0 | −9,3 | Betonarbeiten | +4,3 % | −1,2 Pp | ja |
| Mauerwerk | Mauerarbeiten | 129,4 | −6,9 | Mauerarbeiten | +4,2 % | −1,3 Pp | ja |
| Dach | Dachdeckerarbeiten | 140,2 | +3,9 | Dachdeckungsarbeiten | +7,6 % | +2,1 Pp | ja |
| Holzbau | Holzbau | 146,1 | +9,8 | Zimmer- und Holzbauarbeiten | +7,2 % | +1,7 Pp | ja |
| Metallbau | Metallbauarbeiten | 143,0 | +6,7 | Metallbauarbeiten | +5,0 % | −0,5 Pp | nein |
| Wärmedämmverbundsysteme | Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) | 130,0 | −6,3 | Wärmedämm-Verbundsysteme | +5,7 % | +0,2 Pp | nein |
| Heizung | Heizungsanlagen, Wärmetauscher, Lüftungszentralgeräte | 148,8 | +12,5 | Heizanlagen und zentrale Wassererwärmungsanlagen | +5,2 % | −0,3 Pp | nein |
| Elektro | Elektroinstallationen, Beleuchtungstechnik | 152,4 | +16,1 | Elektro-, Sicherheits- und informationstechnische Anlagen | +7,2 % | +1,7 Pp | ja |
Rohbau gegen Ausbau. In Österreich stiegen die Sonstigen Bauarbeiten um 43,2 %, die Baumeisterarbeiten um 28,0 % (Preise, 2025 gegenüber 2020); in Deutschland die Ausbauarbeiten um 39,0 %, die Rohbauarbeiten um 27,4 % (Preise einschließlich Umsatzsteuer, 2025 gegenüber 2021). Beide Länder zeigen, dass der Ausbau mehr stieg als der Rohbau; die Abgrenzungen und Zeiträume sind verschieden, die Höhen nicht vergleichbar. Die Slowakei teilt anders auf (Hochbau, Tiefbau), für die EU-27 liegt nichts vor.
Zur Lesart. Vergleichbar ist die Richtung: Dach, Holz und Elektro liegen in beiden Ländern über dem eigenen Gesamtindex, Beton und Mauerwerk darunter, und der Ausbau stieg mehr als der Rohbau. Nicht vergleichbar sind die Höhen, weil Zeiträume, Maße, Umsatzsteuer und Gruppen verschieden sind. Aussagen der Art „Das Gewerk X ist in Österreich stärker gestiegen als in Deutschland“ lassen sich aus diesen Zahlen nicht belegen. Für die Slowakei und die EU-27 gibt es zu den Gewerken keine gelesenen Werte.
Belege. Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Destatis, Pressemitteilung vom 10. Juli 2026; baulinks.de, Baupreise August 2026; Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau; CEIC, Baupreisindex Slowakei; Eurostat sts_copi_a (über DBnomics); Eurostat, Metadaten Baupreise und Baukosten. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Woraus besteht der Baukostenindex, was wiegt am meisten, und was sagen die Zahlen der Unternehmen dazu? Der Reiter zeigt den vollständigen Warenkorb der Statistik Austria (Basis 2025, 85 Positionen), prüft die Tabelle und das Diagramm der Ausgangsseite gegen ihn, behandelt die Richtwerte für Marketing und Vertrieb samt den Regeln für die Provision des Maklers und stellt der Gewichtung im Index die Kostenstruktur der Unternehmen in Österreich und Deutschland gegenüber. Für die Slowakei und die EU-27 haben wir weder einen Warenkorb noch eine Kostenstruktur der Bauunternehmen gefunden, und auch die Gewichte des deutschen Baupreisindex haben wir nicht gelesen.
Lohn und Sachkosten, 85 Positionen, Gewichte als Anteil an den Gesamtkosten
Was der Warenkorb ist. Statistik Austria hat den Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau auf die Basis 2025 umgestellt. Das Dokument „Baukostenindex Warenkorb für den Wohnhaus- und Siedlungsbau, Basisjahr 2025“ nennt als Quelle einen Forschungsbericht (Revision Basis 2025, erstellt am 13. Februar 2026; Forschungsträger Christian Schinko und Frank Lulei, Wien 2025). Der Warenkorb hat zwei Ebenen: A. Lohn mit 50,23 % und B. Sonstiges mit 49,77 % der Gesamtkosten. Die Sachkosten (B) teilen sich in die Sachkosten Baumeister (34 Positionen, 22,25 % der Gesamtkosten) und die Sachkosten Professionisten (51 Positionen, 27,52 %); zusammen sind es 85 Positionen. Jede Position hat ein Einzelgewicht innerhalb ihrer Gruppe und einen Anteil an den Gesamtkosten („Anteil an Gesamt“); das Einzelgewicht mal dem Gewicht der Gruppe ergibt diesen Anteil, was wir für alle 85 Positionen nachgerechnet haben. Wie die Gewichte ermittelt wurden, steht in der gelesenen Tabelle nicht; den Forschungsbericht selbst haben wir nicht gelesen.
| Ebene und Position | Anteil an den Gesamtkosten | Anteil an der Gruppe darüber (Lohn beziehungsweise Sachkosten) |
|---|---|---|
| A. Lohn | 50,23 % | · |
| Lohn Baumeister | 24,74 % | 49,3 % |
| Lohn Bauhilfs- und Baunebengewerbe (mit BUAG) | 8,11 % | 16,1 % |
| Lohn Bauhilfs- und Baunebengewerbe (ohne BUAG) | 4,57 % | 9,1 % |
| Lohn Metallverarbeiter und Elektroinstallationen | 12,81 % | 25,5 % |
| B. Sonstiges (Sachkosten) | 49,77 % | · |
| Sachkosten Baumeister (34 Positionen) | 22,25 % | 44,7 % |
| Sachkosten Professionisten (51 Positionen) | 27,52 % | 55,3 % |
| Summe A und B | 100,00 % | · |
Statistik Austria, Warenkorb Baukostenindex Wohnhaus- und Siedlungsbau, Basisjahr 2025 (Forschungsbericht, erstellt am 13. Februar 2026). Die Bezeichnungen der Lohnzeilen stehen so im Dokument; was „mit BUAG“ und „ohne BUAG“ bedeutet, erklärt das Dokument nicht (BUAG ist im Bau üblicherweise die Abkürzung für das Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz; diese Auflösung stammt von uns, nicht aus dem Dokument). Das Dokument zeigt außerdem die Zwischenzeilen „Baumeister 49,2534“ und „Professionisten 50,7466“ im Lohn (Prozent des Lohns); die drei Professionisten-Zeilen ergeben zusammen 25,49 % der Gesamtkosten. Die Sachkosten Baumeister und Professionisten sind die Summen der 34 beziehungsweise 51 Positionen (Eigene Rechnung); die Gewichte der beiden Gruppen innerhalb der Sachkosten (44,7054 % und 55,2946 %) stehen im Dokument. Die rechte Spalte ist eine Eigene Rechnung (Anteil geteilt durch Gruppe, mal 100).
Von Basis 2020 auf Basis 2025. Im Warenkorb der Basis 2020 hatte der Lohn ein Gewicht von 49,13 % (Standard-Dokumentation der Statistik Austria; das WIFO nannte 2022 Lohn 49,1 und Material 50,9 Prozent), jetzt sind es 50,23 %: ein Plus von 1,10 Prozentpunkten. Das ist eine Änderung der Gewichte bei der Revision, kein Anstieg der Löhne: Die Gewichte beschreiben die Zusammensetzung der Kosten im Basisjahr. Warum der Lohn 2025 schwerer wiegt als 2020, sagen die gelesenen Texte nicht.
Was die Ausgangsseite davon zeigt. Die Seite nennt „Lohn, gesamt (alle Gewerke) 50,2 %“, „Sachkosten Baumeister 22,2 %“ und „Sachkosten Professionisten 27,5 %“ sowie elf Positionen und ein Diagramm; alle diese Zahlen stimmen mit dem Warenkorb überein (Karte „Die Ausgangsseite gegen den Warenkorb“). Nicht auf der Seite stehen die Aufteilung des Lohns in vier Zeilen und 74 der 85 Positionen.
Zur Lesart. Drei Dinge. Erstens: Die Gewichte sind Anteile an den Kosten der Baufirma im Basisjahr, keine Preise und kein Bauvolumen; sie sagen, woraus der Index zusammengesetzt ist, nicht, was ein Haus kostet. Zweitens: Der „Lohn“ des Warenkorbs ist der Lohn aller Gewerke eines Wohnhauses zusammen (Baumeister, Bauhilfs- und Baunebengewerbe, Metall und Elektro); die Karte „Lohn im Index, Personalaufwand in den Unternehmen“ unten zeigt, warum diese Zahl nicht mit dem Personalaufwand eines Bauunternehmens zu verwechseln ist. Drittens: Seit dem Basisjahr haben sich die Preise verschieden schnell geändert; wie weit die heutigen Anteile von den Gewichten abweichen, zeigt der Warenkorb nicht.
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; WIFO, Prognose der Baukostenentwicklung bis 2023 (September 2022); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht). Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Warenkorb Basis 2025, Anteil an den Gesamtkosten
Die größten Positionen. Fasst man gleichnamige Positionen der beiden Sachkostengruppen zusammen (Eigene Rechnung; 57 verschiedene Bezeichnungen), sind die fünf größten: Transportbeton, Transportmörtel (3,82 %); Baustahl, Baustahlgitter (3,31 %); Holz (2,50 %); Stahl, Feinbleche verzinkt (2,38 %); Fenster (2,10 %). Die zehn größten Positionen machen zusammen 23,6 % der Gesamtkosten aus, die 20 größten 34,6 %; der Lohn (50,2 %) bleibt der mit Abstand größte Block. Beton und Stahl stehen vorn, aber auch Holz (in beiden Gruppen), verzinkte Feinbleche und Fenster tragen jeweils mehr als 2 Prozent der Gesamtkosten.
Anteil an den Gesamtkosten in Prozent, Warenkorb Basis 2025, die 15 größten Positionen; dunkel: Sachkosten Baumeister, hell: Sachkosten Professionisten. Gleichnamige Positionen beider Gruppen sind addiert (Eigene Rechnung). Die Werte stehen in den Tabellen darunter.
Beton und Stahl. Transportbeton und Transportmörtel haben ein Einzelgewicht von 17,17 % in den Sachkosten Baumeister, Baustahl und Baustahlgitter von 14,88 %; zusammen sind das 32,0 % der Sachkosten Baumeister, 7,13 % der Gesamtkosten und 14,3 % aller Sachkosten (beide Gruppen). Je nach Bezugsgröße sind es also 32,0 %, 14,3 % oder 7,13 %; die Ausgangsseite nennt die Bezugsgröße („in den Sachkosten der Baumeisterarbeiten“), die Karte „Die Ausgangsseite gegen den Warenkorb“ prüft den Satz.
Holz kommt in beiden Gruppen vor. Bei den Baumeistern hat Holz einen Anteil von 0,80 % der Gesamtkosten (Einzelgewicht 3,61 %), bei den Professionisten 1,70 % (Einzelgewicht 6,18 %), zusammen 2,50 %. In der Gruppe der Professionisten sind Fenster (2,06 %), verzinkte Feinbleche (1,99 %) und Holz (1,70 %) die größten Positionen, danach folgen HKLS-Anlagen und Geräte (1,66 %) und Aluminiumwaren (1,63 %). Zwei Positionen stehen mit dem Gewicht 0 im Dokument: Betondachsteine (Baumeister) und Baustahl, Baustahlgitter (Professionisten).
| Rang | Position (Bezeichnung im Warenkorb) | Einzelgewicht in der Gruppe | Anteil an den Gesamtkosten | Auf der Ausgangsseite |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Transportbeton, Transportmörtel | 17,17 % | 3,82 % | Tabelle und Diagramm |
| 2 | Baustahl, Baustahlgitter | 14,88 % | 3,31 % | Tabelle und Diagramm |
| 3 | Betonfertigteile | 7,85 % | 1,75 % | Tabelle und Diagramm |
| 4 | Fertigputz, -estrich, Fliesenkleber | 6,42 % | 1,43 % | Tabelle und Diagramm |
| 5 | Polystyrol, Schaumstoffplatten | 5,90 % | 1,31 % | Tabelle und Diagramm |
| 6 | Ziegel, Hohlblockziegel | 5,43 % | 1,21 % | Tabelle und Diagramm |
| 7 | Transport | 5,16 % | 1,15 % | Tabelle und Diagramm |
| 8 | Geräteabschreibung + Verzinsung | 5,04 % | 1,12 % | Tabelle und Diagramm (im Diagramm zusammen mit der Reparatur) |
| 9 | Holz | 3,61 % | 0,80 % | Diagramm |
| 10 | Diesel, Treibstoffe | 3,16 % | 0,70 % | Tabelle und Diagramm |
| 11 | Deponie- und Recyclingkosten | 2,77 % | 0,62 % | Tabelle und Diagramm |
| 12 | Kies, Splitt, Sand, Erde, Humus | 2,76 % | 0,61 % | Tabelle und Diagramm |
| 13 | Geräte, Reparatur, Material | 2,41 % | 0,54 % | Diagramm (zusammen mit Abschreibung und Zinsen) |
| 14 | Kunststoffrohre | 2,21 % | 0,49 % | · |
| 15 | Kunststoffwaren | 2,10 % | 0,47 % | · |
| 16 | Strom | 1,87 % | 0,42 % | · |
| 17 | Stahl, Feinbleche verzinkt | 1,74 % | 0,39 % | · |
| 18 | Bituminöses Mischgut | 1,49 % | 0,33 % | · |
| 19 | Diverse Baustoffkosten | 1,17 % | 0,26 % | · |
| 20 | Draht, Drahtstifte | 1,17 % | 0,26 % | · |
| 21 | Faserdämmstoffe | 1,15 % | 0,26 % | · |
| 22 | Aluminiumwaren | 0,93 % | 0,21 % | · |
| 23 | Mieten, Versicherungen, Gebühren, Sonstige Kosten | 0,88 % | 0,20 % | · |
| 24 | Chemische Produkte | 0,61 % | 0,14 % | · |
| 25 | Hohlblocksteine | 0,45 % | 0,10 % | · |
| 26 | Stahl, Träger (Profile) | 0,39 % | 0,09 % | · |
| 27 | Stahl, Träger (Hohlprofil) | 0,27 % | 0,06 % | · |
| 28 | Betonplatten, Betonpflaster | 0,25 % | 0,05 % | · |
| 29 | Flachstahl | 0,19 % | 0,04 % | · |
| 30 | Fenster | 0,17 % | 0,04 % | · |
| 31 | Geotextilien | 0,16 % | 0,04 % | · |
| 32 | Gusseisenwaren und -rohre | 0,13 % | 0,03 % | · |
| 33 | Anstrichmittel | 0,11 % | 0,03 % | · |
| 34 | Betondachsteine | 0,00 % | 0,00 % | · |
| Summe | 100,00 % | 22,25 % | · |
Sortiert nach dem Anteil an den Gesamtkosten (Rang 1 = größte Position). Die englischen Bezeichnungen sind eine eigene Übersetzung; im Dokument stehen die deutschen Bezeichnungen. Die Summenzeile ist die Eigene Rechnung aus den Zeilen; das Dokument hat je Gruppe die Summe 100 für die Einzelgewichte. Die Spalte „Auf der Ausgangsseite“ sagt, ob die Position in der Tabelle der Seite (Anteil an den Gesamtkosten) oder im Diagramm (Einzelgewicht) vorkommt.
| Rang | Position (Bezeichnung im Warenkorb) | Einzelgewicht in der Gruppe | Anteil an den Gesamtkosten |
|---|---|---|---|
| 1 | Fenster | 7,49 % | 2,06 % |
| 2 | Stahl, Feinbleche verzinkt | 7,23 % | 1,99 % |
| 3 | Holz | 6,18 % | 1,70 % |
| 4 | HKLS Anlagen und Geräte | 6,02 % | 1,66 % |
| 5 | Aluminiumwaren | 5,91 % | 1,63 % |
| 6 | Bituminöse Dichtungsbahnen | 3,80 % | 1,05 % |
| 7 | Schutzschalter | 3,54 % | 0,97 % |
| 8 | Flachstahl | 3,34 % | 0,92 % |
| 9 | Transport | 2,97 % | 0,82 % |
| 10 | Sanitäreinrichtungen | 2,79 % | 0,77 % |
| 11 | Jalousien | 2,78 % | 0,77 % |
| 12 | Fliesen | 2,74 % | 0,75 % |
| 13 | Gipskartonplatten | 2,73 % | 0,75 % |
| 14 | Kunststoffrohre | 2,49 % | 0,69 % |
| 15 | Fußbodenbeläge | 2,44 % | 0,67 % |
| 16 | Polystyrol, Schaumstoffplatten | 2,30 % | 0,63 % |
| 17 | Edelstahlwaren | 2,13 % | 0,59 % |
| 18 | Kupferrohre | 2,01 % | 0,55 % |
| 19 | Armaturen | 2,01 % | 0,55 % |
| 20 | Fertigputz, -estrich, Fliesenkleber | 1,99 % | 0,55 % |
| 21 | Elektrorohr | 1,91 % | 0,53 % |
| 22 | Einziehdraht | 1,88 % | 0,52 % |
| 23 | Kunststoffwaren | 1,87 % | 0,51 % |
| 24 | Türen | 1,75 % | 0,48 % |
| 25 | Faserdämmstoffe | 1,74 % | 0,48 % |
| 26 | Warmwasseraufbereitungsgerät | 1,66 % | 0,46 % |
| 27 | Chemische Produkte | 1,20 % | 0,33 % |
| 28 | Formrohre Stahl unverzinkt | 1,19 % | 0,33 % |
| 29 | LED-Lampen | 1,17 % | 0,32 % |
| 30 | Schalter | 1,17 % | 0,32 % |
| 31 | Zinkblech | 1,05 % | 0,29 % |
| 32 | Anstrichmittel | 1,04 % | 0,29 % |
| 33 | Biologische Baustoffe | 0,96 % | 0,26 % |
| 34 | Geräteabschreibung + Verzinsung | 0,90 % | 0,25 % |
| 35 | Mantelschlauchleitung, Erdkabel | 0,89 % | 0,24 % |
| 36 | Stahl, Träger (Hohlprofil) | 0,83 % | 0,23 % |
| 37 | Draht, Drahtstifte | 0,67 % | 0,18 % |
| 38 | Flachglas | 0,62 % | 0,17 % |
| 39 | Mieten, Versicherungen, Gebühren, Sonstige Kosten | 0,52 % | 0,14 % |
| 40 | Kies, Splitt, Sand, Erde, Humus | 0,51 % | 0,14 % |
| 41 | Geräte, Reparatur, Material | 0,49 % | 0,13 % |
| 42 | Strom | 0,46 % | 0,13 % |
| 43 | Kupferblech | 0,43 % | 0,12 % |
| 44 | Diesel, Treibstoffe | 0,42 % | 0,12 % |
| 45 | Betondachsteine | 0,37 % | 0,10 % |
| 46 | Betonplatten, Betonpflaster | 0,37 % | 0,10 % |
| 47 | Ziegel, Hohlblockziegel | 0,32 % | 0,09 % |
| 48 | Diverse Baustoffkosten | 0,32 % | 0,09 % |
| 49 | Stahl, Träger (Profile) | 0,27 % | 0,08 % |
| 50 | Geotextilien | 0,13 % | 0,04 % |
| 51 | Baustahl, Baustahlgitter | 0,00 % | 0,00 % |
| Summe | 100,00 % | 27,52 % |
Sortiert nach dem Anteil an den Gesamtkosten. Keine dieser 51 Positionen steht auf der Ausgangsseite.
Zur Lesart. Zwei Dinge. Erstens: „Einzelgewicht“ und „Anteil an den Gesamtkosten“ gehören zur selben Position, aber zu verschiedenen Bezugsgrößen; wer sie vergleicht oder addiert, muss die Gruppen auseinanderhalten (Sachkosten Baumeister 22,25 %, Professionisten 27,52 % der Gesamtkosten). Zweitens: Positionen gleichen Namens in beiden Gruppen sind verschiedene Zeilen des Warenkorbs (zum Beispiel Holz bei den Baumeistern und Holz bei den Professionisten); unsere Zusammenfassung im Diagramm ist eine Eigene Rechnung und kein Wert des Dokuments.
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Tabelle, Diagramm und drei Sätze, Zeile für Zeile geprüft
Alle Zahlen stimmen. Die drei Kopfzeilen, die elf Positionen der Tabelle und die zwölf Balken des Diagramms auf der Ausgangsseite stimmen mit dem Warenkorb überein, soweit die Seite rundet. Die einzige Abweichung ist der Balken „Übrige Positionen“ mit 17,3 % statt 17,4 %: Die Seite hat ihn als 100 minus die gerundeten Balken gerechnet, nicht aus den genauen Werten. Das ist eine Rundung, kein Fehler in den Daten. Die Karte prüft darüber hinaus, ob die Sätze der Seite zu den Zahlen passen.
| Zeile auf der Seite | Wert auf der Seite | Wert im Warenkorb (Anteil an den Gesamtkosten) | Befund |
|---|---|---|---|
| Lohn, gesamt (alle Gewerke) | 50,2 % | 50,2302 % | stimmt |
| Sachkosten Baumeister | 22,2 % | 22,2498 % | stimmt (Summe der 34 Positionen; aus dem Gruppengewicht gerechnet ergibt sich derselbe Wert) |
| Sachkosten Professionisten | 27,5 % | 27,5200 % | stimmt (Summe der 51 Positionen) |
| Transportbeton, Transportmörtel | 3,82 % | 3,8197 % | stimmt |
| Baustahl, Baustahlgitter | 3,31 % | 3,3097 % | stimmt |
| Betonfertigteile | 1,75 % | 1,7458 % | stimmt |
| Fertigputz, Estrich, Fliesenkleber | 1,43 % | 1,4276 % | stimmt (im Warenkorb: „Fertigputz, -estrich, Fliesenkleber“) |
| Polystyrol, Schaumstoffplatten | 1,31 % | 1,3137 % | stimmt |
| Ziegel, Hohlblockziegel | 1,21 % | 1,2079 % | stimmt |
| Transport | 1,15 % | 1,1477 % | stimmt |
| Geräte (Abschreibung, Zinsen) | 1,12 % | 1,1210 % | stimmt; die Zeile umfasst nur Abschreibung und Verzinsung, die Reparatur (0,54 %) fehlt |
| Diesel, Treibstoffe | 0,70 % | 0,7041 % | stimmt |
| Deponie- und Recyclingkosten | 0,62 % | 0,6165 % | stimmt |
| Kies, Splitt, Sand, Erde, Humus | 0,61 % | 0,6138 % | stimmt |
| Balken auf der Seite | Wert auf der Seite | Wert im Warenkorb (Einzelgewicht in der Gruppe) | Befund |
|---|---|---|---|
| Transportbeton, Mörtel | 17,2 % | 17,1673 % | stimmt |
| Baustahl, Gitter | 14,9 % | 14,8752 % | stimmt |
| Betonfertigteile | 7,8 % | 7,8464 % | stimmt |
| Geräte inkl. Reparatur | 7,5 % | 7,4513 % | stimmt; Summe von „Geräteabschreibung + Verzinsung“ (5,04 %) und „Geräte, Reparatur, Material“ (2,41 %) |
| Fertigputz, Estrich | 6,4 % | 6,4162 % | stimmt |
| Polystyrol, Dämmplatten | 5,9 % | 5,9043 % | stimmt |
| Ziegel | 5,4 % | 5,4288 % | stimmt |
| Transport | 5,2 % | 5,1582 % | stimmt |
| Holz | 3,6 % | 3,6122 % | stimmt; Holz fehlt in der Tabelle der Seite |
| Diesel | 3,2 % | 3,1645 % | stimmt |
| Deponie, Recycling | 2,8 % | 2,7708 % | stimmt |
| Kies, Sand, Erde | 2,8 % | 2,7587 % | stimmt |
| Übrige Positionen | 17,3 % | 17,4461 % | weicht um 0,1 Prozentpunkte ab: Die Seite rechnet 100 minus die gerundeten Balken, genau sind es 17,45 % |
Seite: Abschnitt 06 „Woraus der Rohbau heute besteht“. Die Werte der Seite sind in Prozent mit zwei Stellen (Tabelle) beziehungsweise einer Stelle (Diagramm). Spalte „Wert im Warenkorb“: amtliche Werte, vier Stellen, Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025. Die Bezeichnungen des Diagramms sind auf der Seite gekürzt.
Zwei Bezugsgrößen auf einer Seite. Das Diagramm zeigt das Einzelgewicht in den Sachkosten Baumeister (Transportbeton 17,2 %), die Tabelle daneben den Anteil an den Gesamtkosten (Transportbeton 3,82 %). Beides ist dieselbe Position (17,17 % mal 22,25 % ergibt 3,82 %). Das Diagramm hat keinen Achsentitel; die Bezugsgröße steht im Satz davor und im Hinweistext des Diagramms, die der Tabelle in der Zwischenzeile. Wer nur die Zahl liest, kann sie leicht auf die falsche Größe beziehen.
„Beton und Stahl allein machen fast ein Drittel aus.“ Das stimmt für die Sachkosten der Baumeisterarbeiten, die der Satz nennt: Die Einzelgewichte von Transportbeton und Baustahl ergeben 32,0 %. An den Gesamtkosten sind es 7,13 %, an allen Sachkosten (beide Gruppen) 14,3 %. Die Tabelle neben dem Satz zeigt Anteile an den Gesamtkosten (3,82 % und 3,31 %); wer sie addiert, kommt nicht auf ein Drittel, sondern auf 7,13 %. Der Satz ist damit richtig und die Bezugsgröße steht im Satz; eine Gefahr bleibt die Lesart „ein Drittel der Baukosten“.
„Davon Rohbau-relevant“ ist eine Zuordnung der Seite. Der Warenkorb teilt die Sachkosten in Baumeister und Professionisten, nicht in Rohbau und Ausbau. Die Tabelle der Seite zeigt elf Positionen der Sachkosten Baumeister (zusammen 17,03 % der Gesamtkosten, das sind 76,5 % der Sachkosten Baumeister) und nennt sie „Rohbau-relevant“. Darunter sind Fertigputz, -estrich und Fliesenkleber (1,43 %) und Polystyrol-Schaumstoffplatten (1,31 %); ob man sie zum Rohbau zählt, ist Definitionssache. Im Abschnitt über die Gewerke dagegen hebt die Seite nur fünf Leistungsgruppen als „Rohbau im engeren Sinn“ hervor und zählt Putz- und Estricharbeiten nicht dazu. Die Seite benutzt „Rohbau“ also in zwei Abgrenzungen. Umgekehrt fehlen in der Tabelle Positionen der Professionisten, die für einen Rohbau eine Rolle spielen können, zum Beispiel Holz bei den Professionisten (1,70 %) und Stahl in Feinblechen und Flachstahl (zusammen 2,91 %).
Tabelle und Diagramm nennen nicht dieselben Positionen. Das Diagramm führt Holz (Einzelgewicht 3,6 %, Anteil 0,80 %) und fasst die beiden Gerätepositionen zu „Geräte inkl. Reparatur“ zusammen (7,5 %). Die Tabelle lässt Holz weg, obwohl es größer ist als die letzten drei Zeilen (Diesel 0,70 %, Deponie 0,62 %, Kies 0,61 %), und zeigt nur „Geräte (Abschreibung, Zinsen)“ mit 1,12 %; die Reparatur (0,54 %) fehlt dort. Elf Zeilen in der Tabelle, zwölf Balken im Diagramm: Beide Darstellungen sind für sich richtig, aber sie zeigen nicht dieselbe Auswahl.
Was die Gewichte nicht sagen. Der Satz „Wer Materialrisiken absichern will, schaut zuerst auf diese beiden“ ist ein Rat, keine Messung. Das Gewicht sagt, wie groß eine Position im Warenkorb ist, nicht, wie stark ihr Preis schwankt oder ob sich ein Risiko absichern lässt. Für „Eisen und Stahl“ nennt das WIFO im Preisschock +144,6 % (Dezember 2020 bis Mai 2022, zwei Teilraten verkettet; Reiter „Preisschock“); für Transportbeton haben wir keinen Preisverlauf gelesen. Ein Rat, der nur auf dem Gewicht beruht, sagt also nur die halbe Wahrheit.
Zur Lesart. Drei Dinge. Erstens: „stimmt“ heißt, die Zahl der Seite entspricht dem Warenkorb; es heißt nicht, dass der Warenkorb die Wirklichkeit eines bestimmten Bauvorhabens abbildet. Zweitens: Wir haben den Warenkorb nur als Tabelle gelesen; der Forschungsbericht, der die Gewichte begründet, liegt uns nicht vor. Drittens: Die Einstufungen der Sätze stehen im Reiter „Was hält stand“; hier stehen die Zahlen, auf denen sie beruhen.
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; WIFO, Prognose der Baukostenentwicklung bis 2023 (September 2022). Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Aussagen der Ausgangsseite zu diesem Thema, mit Einstufung: Beton und Stahl fast ein Drittel; Rohbau-relevant; Tabelle und Diagramm; Materialrisiken absichern.
Was die Seite behauptet, was sich belegen lässt und was gesetzlich geregelt ist
Was die Ausgangsseite sagt. Für die Vermarktungskosten von Immobilien führe die Statistik Austria keinen Index. In Bauträgerkalkulationen würden Marketing und Vertrieb „üblicherweise als Prozentsatz der Gesamtinvestition“ angesetzt. Die Seite nennt zwei Richtwerte, bezogen auf die Gesamtinvestitionskosten eines Bauträgerprojekts: Marketing (Website, Visualisierung, Exposé, Schaltung) 0,5 bis 1,5 % und Vertrieb inklusive Makler 2 bis 4 %. Sie schreibt selbst, es seien „Richtwerte aus der Praxis, keine amtliche Statistik“.
Was wir dazu gefunden haben. Eine Messung, Studie oder Erhebung, die diese Prozentsätze prüft (Marketing- und Vertriebskosten von Bauträgerprojekten in Prozent der Gesamtinvestition), haben wir weder für Österreich noch für Deutschland, die Slowakei oder die EU-27 gefunden (Websuche, keine Fachdatenbank). Einen Index der Statistik Austria für Vermarktungskosten haben wir ebenfalls nicht gefunden; dass es keinen gibt, kann eine Websuche nicht beweisen. Die Richtwerte bleiben damit, was die Seite selbst sagt: Erfahrungswerte ohne Quelle. Belegen lässt sich nur ein Teil des Rahmens, die Regeln für die Provision des Maklers.
| Raum | Regel | Inhalt | Lesestufe und Beleg |
|---|---|---|---|
| Österreich | Standes- und Ausübungsregeln für Immobilienmakler, § 15: Höchstprovision für die Vermittlung von Kaufgeschäften | 4 % des Wertes bis 36.336,42 €, 3 % darüber. Der Auszug sagt nichts zur Umsatzsteuer und nicht, ob der Satz je Vertragspartei gilt. | Gesetzestext-Auszug Belege: Standes- und Ausübungsregeln für Immobilienmakler, § 15 |
| Österreich | Ratgeber (Infina, 2. September 2026): Obergrenze beim Kauf | 3,0 % netto, 3,6 % mit Umsatzsteuer, je Vertragspartei; das Bestellerprinzip gilt seit 1. Juli 2023 nur bei der Miete. Rechtsgrundlage auf der Seite nicht genannt. | Sekundärquelle Belege: Infina, Maklergebühren beim Kauf |
| Deutschland | BGB § 656d: Vereinbarungen über die Maklerkosten | Regelt nicht die Höhe, sondern die Verteilung beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses: Hat nur eine Partei den Maklervertrag geschlossen, ist die Zahlungspflicht der anderen nur wirksam, wenn die Auftraggeberin oder der Auftraggeber mindestens in gleicher Höhe zahlungspflichtig bleibt. Absatz 2 haben wir nicht gelesen. | Gesetzestext-Auszug Belege: BGB § 656d, Vereinbarungen über die Maklerkosten |
| Slowakei | Regel zur Maklerprovision | nicht gefunden | · |
| EU-27 | Regel zur Maklerprovision | nicht gefunden | · |
Wie sich die Richtwerte dazu verhalten. Die Obergrenze für die Provision einer Vertragspartei (3,0 % netto, 3,6 % mit Umsatzsteuer) liegt innerhalb der Spanne von 2 bis 4 %, die die Seite für „Vertrieb inkl. Makler“ nennt. Das macht die Spanne nicht unplausibel, belegt sie aber nicht: Die Provision bemisst sich nach dem Wert des Geschäfts, also dem Kaufpreis (so der österreichische Auszug: „des Wertes“), die Richtwerte der Seite beziehen sich auf die Gesamtinvestitionskosten des Bauträgers; beides ist nicht dasselbe. Der Vertrieb eines Bauträgerprojekts enthält nach der Seite noch mehr als den Makler, und ob und wie weit ein Bauträger die Provision trägt, ist nicht Gegenstand der gelesenen Texte. Für „Marketing 0,5 bis 1,5 %“ haben wir gar keine Gegenprobe.
Zur Lesart. Drei Dinge. Erstens: Die Bezugsgröße „Gesamtinvestition“ ist weiter als die Baukosten (sie enthält auch Grund, Planung, Finanzierung und weitere Kosten des Bauträgers); die Prozentsätze lassen sich daher nicht auf die Baukosten dieses Kapitels anwenden. Zweitens: Eine Spanne wie „2 bis 4 %“ sagt nichts über den Einzelfall; Lage, Marktlage, Zahl der Einheiten und Vertriebsweg verschieben sie, ohne dass wir dazu Zahlen gelesen hätten. Drittens: Die Rechtsnormen betreffen die Höchstprovision des Maklers, nicht die Höhe der Vertriebskosten eines Bauträgers.
Belege. Standes- und Ausübungsregeln für Immobilienmakler, § 15; Infina, Maklergebühren beim Kauf; BGB § 656d, Vereinbarungen über die Maklerkosten. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Aussagen der Ausgangsseite zu diesem Thema, mit Einstufung: Kein Index für Vermarktung; Prozentsatz der Gesamtinvestition; Marketing 0,5 bis 1,5 %; Vertrieb 2 bis 4 %.
Österreich und Deutschland: zwei Messungen, die man nicht verwechseln sollte
Zwei Zahlen, die beide „Lohnanteil“ heißen könnten. Im Warenkorb des Baukostenindex ist der Lohn mit 50,2 % der Baukosten gewichtet. In den Abschlüssen der Bauunternehmen steht der Personalaufwand anders da: In der Sparte „Bau“ (Kammersystematik) lag er 2024 bei 30,2 % des Produktionswertes, in der Bauindustrie bei 33,3 % (Statistik Austria, Sonderauswertung der Leistungs- und Strukturstatistik, veröffentlicht von der WKO). In Deutschland betrugen die Personalkosten im Bauhauptgewerbe 2021 26,2 % des Bruttoproduktionswertes (Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten; Hauptverband der Deutschen Bauindustrie nach Zahlen des Statistischen Bundesamts). Die Unternehmenszahlen liegen zwischen 26,2 % und 33,3 %, deutlich unter den 50,2 % des Warenkorbs.
| Raum | Maß | Jahr | Wert | Beleg |
|---|---|---|---|---|
| Österreich | Lohn im Warenkorb des Baukostenindex (Anteil an den Baukosten), Index-Gewicht | Basis 2025 | 50,23 % | Belege: Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025 |
| Österreich | Bau (1010), Sparte Gewerbe und Handwerk: Personalaufwand in Prozent des Produktionswertes, alle Unternehmen | 2024 | 30,2 % (gedruckt: 30 %) | Belege: WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bau (1010), 2024 |
| Österreich | dasselbe, nur Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten (Eigene Rechnung aus den Größenklassen) | 2024 | 31,2 % | · |
| Österreich | Bauindustrie (2090), Sparte Industrie: Personalaufwand in Prozent des Produktionswertes (22 Unternehmen) | 2024 | 33,3 % (gedruckt: 33 %) | Belege: WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bauindustrie (2090), 2024 |
| Deutschland | Bauhauptgewerbe: Personalkosten in Prozent des Bruttoproduktionswertes, Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten | 2021 | 26,2 % | Belege: HDB, Wichtige Baudaten 2023, Kostenstruktur Bauhauptgewerbe 2021 |
| Deutschland | Bauhauptgewerbe (Betriebe mit 20 und mehr tätigen Personen) | 2018 | 25,1 % | Belege: Bauprofessor, Kostenstruktur im Baugewerbe 2018 |
| Deutschland | Bau von Gebäuden | 2018 | 20,6 % | · |
| Deutschland | Ausbaugewerbe (Betriebe mit 10 und mehr tätigen Personen) | 2018 | 32,6 % | · |
| Deutschland | Bauträger (Betriebe mit 10 und mehr tätigen Personen) | 2018 | 9,2 % | · |
| Deutschland | Baugewerbe insgesamt | 2018 | 27,1 % | · |
| Deutschland | Gewichte im Baupreisindex (Wägungsschema) | · | nicht gelesen | · |
| Slowakei | Gewichte im Preisindex, Kostenstruktur der Bauunternehmen | · | nicht gefunden | · |
| EU-27 | Gewichte im Preisindex, Kostenstruktur der Bauunternehmen | · | nicht gefunden | · |
Alle Werte in Prozent. Österreich: Statistik Austria, Sonderauswertung der Leistungs- und Strukturstatistik in Kammersystematik (Bau 1010 und Bauindustrie 2090), Wirtschaftskennzahlen 2024; die Prozentwerte sind aus den gedruckten Euro-Werten nachgerechnet und stimmen mit den gedruckten ganzen Prozentwerten überein. Deutschland: 2021 Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Wichtige Baudaten 2023; 2018 Bauprofessor nach Destatis, Fachserie 4 Reihe 5.3. Beide deutschen Quellen sind Sekundärquellen. Jahre, Abgrenzungen und Bezugsgrößen sind nicht gleich; die Werte sind keine Zeitreihe.
Warum die Zahlen nicht gegeneinander laufen. Sie messen Verschiedenes. Der Warenkorb gewichtet die Kosten des Baus eines Wohnhauses insgesamt; der Lohn der Professionisten (Bauhilfs- und Baunebengewerbe, Metall und Elektro) ist dort Lohn und macht 25,5 % der Gesamtkosten aus. In der Unternehmensstatistik zählt das eigene Personal eines Unternehmens; was es an Nachunternehmer vergibt, steht unter den zugekauften Leistungen. In Deutschland sind das im Bauhauptgewerbe 2021 32,5 % des Bruttoproduktionswertes („Nachunternehmerleistung“) und damit mehr als die Personalkosten (26,2 %). In der österreichischen Tabelle stehen „Waren- und Dienstleistungskäufe“ mit 67,8 % (Bau 1010) und 66,8 % (Bauindustrie) des Produktionswertes; wie Nachunternehmerleistungen dort gebucht werden, geht aus der Tabelle nicht hervor. Dazu kommt: Der Bruttoproduktionswert enthält nach der Quelle auch die einbezogenen Leistungen von Nachunternehmern, und der Restanteil bis 100 Prozent ist der Gewinn; der Baukostenindex misst dagegen die Kosten der Baufirma (Statistik Austria). Die beiden Zahlen widersprechen sich also nicht, lassen sich aber auch nicht gegeneinander aufrechnen.
| Kostenart, in Prozent des Bruttoproduktionswertes | insgesamt (20 und mehr Beschäftigte) | 20 bis 49 | 50 bis 249 | 250 bis 499 | 500 und mehr |
|---|---|---|---|---|---|
| Personalkosten | 26,2 % | 29,9 % | 27,1 % | 22,3 % | 22,7 % |
| davon Löhne und Gehälter | 19,9 % | 22,4 % | 20,5 % | 16,8 % | 17,9 % |
| davon Sozialkosten | 6,3 % | 7,5 % | 6,7 % | 5,4 % | 4,7 % |
| Materialverbrauch | 21,6 % | 26,1 % | 22,2 % | 18,3 % | 17,3 % |
| darunter Energieverbrauch | 1,8 % | 1,9 % | 2,0 % | 1,5 % | 1,6 % |
| Nachunternehmerleistung | 32,5 % | 22,7 % | 30,6 % | 40,3 % | 42,5 % |
Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Wichtige Baudaten 2023, Tabelle „Kostenstruktur Bauhauptgewerbe 2021“; ausgewählte Kostenarten, Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten, Spalten nach Beschäftigten. Die drei Kostenarten Personalkosten, Materialverbrauch und Nachunternehmerleistung ergeben zusammen 80,3 % des Bruttoproduktionswertes; die übrigen 19,7 % sind in der gelesenen Tabelle nicht aufgeschlüsselt (Eigene Rechnung). Die Zuordnung der Zahlen zu den Spalten ergibt sich aus der Summenprobe Löhne plus Sozialkosten gleich Personalkosten (die Spalten stimmen bis auf Rundung von 0,1).
| Beschäftigtengrößenklasse | Unternehmen | Beschäftigte | Produktionswert in Millionen Euro | Personalaufwand in Millionen Euro | Personalaufwand in Prozent des Produktionswertes (Eigene Rechnung) | Gedruckter Wert |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 0 bis 1 | 4.146 | 3.993 | 437,3 | 1,1 | 0,3 % | 0 % |
| 2 bis 9 | 4.985 | 19.928 | 2.706,3 | 702,2 | 25,9 % | 26 % |
| 10 bis 19 | 911 | 12.221 | 1.984,8 | 681,9 | 34,4 % | 34 % |
| 20 bis 49 | 620 | 18.759 | 3.668,2 | 1.172,5 | 32,0 % | 32 % |
| 50 bis 249 | 283 | 27.959 | 6.706,1 | 2.053,0 | 30,6 % | 31 % |
| 250 und mehr | 40 | 20.429 | 5.415,8 | 1.697,5 | 31,3 % | 31 % |
| Gesamt | 10.985 | 103.289 | 20.918,5 | 6.308,2 | 30,2 % | 30 % |
WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bau (1010), Sparte Gewerbe und Handwerk, Wirtschaftsdaten und Wirtschaftskennzahlen 2024 (Quelle laut Tabelle: Statistik Austria, Sonderauswertung in Kammersystematik). Geldwerte in Millionen Euro, aus den gedruckten Tausend-Euro-Werten umgerechnet. Die Bauindustrie (2090) hat in den Klassen ab 50 Beschäftigten 28 % Personalaufwand in Prozent des Produktionswertes bei 50 bis 249 Beschäftigten (5 Unternehmen) und 34 % bei 250 und mehr (9 Unternehmen); die übrigen Klassen sind aus Geheimhaltungsgründen nicht ausgewiesen.
Nach Größe und nach Art des Unternehmens. In Deutschland sinken die Personalkosten mit der Betriebsgröße von 29,9 % (20 bis 49 Beschäftigte) auf 22,7 % (500 und mehr), während die Nachunternehmerleistung von 22,7 % auf 42,5 % steigt: Größere Unternehmen vergeben mehr Arbeit weiter, und die eigenen Personalkosten tragen weniger zum Produktionswert bei. In Österreich (Bau 1010) liegt der Personalaufwand in den Klassen ab 10 Beschäftigten zwischen 30,6 % und 34,4 %. Nach der Art des Unternehmens reicht die Spanne in Deutschland 2018 von 9,2 % bei den Bauträgern über 20,6 % beim Bau von Gebäuden und 25,1 % im Bauhauptgewerbe bis 32,6 % im Ausbaugewerbe. Eine einzige „Lohnquote des Baus“ gibt es also nicht; sie hängt davon ab, wer rechnet, was als Leistung zählt und wie viel das Unternehmen selbst ausführt.
Was fehlt. Für die Slowakei und die EU-27 haben wir weder die Gewichte eines Baupreis- oder Baukostenindex noch die Kostenstruktur der Bauunternehmen gelesen; auch die Gewichte des deutschen Baupreisindex (Wägungsschema) haben wir nicht gelesen. Ein Vergleich der Warenkörbe der vier Räume ist daher nicht möglich; verglichen werden können nur Österreich und Deutschland, und nur die Unternehmenszahlen, mit den genannten Einschränkungen.
Zur Lesart. Drei Dinge. Erstens: Unternehmenszahlen beschreiben Unternehmen, der Warenkorb ein Bauwerk; „Lohn“ bedeutet in beiden etwas anderes. Zweitens: Die Jahre unterscheiden sich (2018, 2021, 2024) und die Bezugsgrößen auch (Produktionswert in Österreich, Bruttoproduktionswert in Deutschland; die Definitionen haben wir nicht gegeneinander geprüft). Drittens: Die deutschen Werte sind Sekundärquellen; ein Abgleich mit den Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamts steht aus.
Belege. WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bau (1010), 2024; WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bauindustrie (2090), 2024; HDB, Wichtige Baudaten 2023, Kostenstruktur Bauhauptgewerbe 2021; Bauprofessor, Kostenstruktur im Baugewerbe 2018; Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Aussage der Ausgangsseite zu diesem Thema, mit Einstufung: Lohn 50,2 % der Baukosten.
Was wäre ein Betrag aus einem früheren Jahr heute, wenn er so mitgewachsen wäre wie die Baupreise oder die Baukosten? Der Rechner rechnet einen Euro-Betrag mit den Reihen dieses Kapitels von einem Jahr auf ein anderes um, für Österreich (Baukostenindex und Baupreisindex), Deutschland, die Slowakei und die EU-27. Er rechnet innerhalb einer Reihe und nie von einem Raum in den anderen, weil ein Index eine Veränderung misst und kein Preisniveau. Darunter stehen die Reihen, auf denen er beruht, mit ihrer Herkunft, und eine Prüfung des Rechners der Ausgangsseite.
Betrag mal Index im Zieljahr geteilt durch Index im Ausgangsjahr, für fünf Reihen
So wird gerechnet. Der Rechner teilt den Indexwert des Zieljahrs durch den des Ausgangsjahrs und multipliziert den Betrag mit diesem Faktor. Die Jahreswerte sind Jahresdurchschnitte; als jüngster Wert gilt beim österreichischen Baukostenindex der September 2026 (vorläufig), beim deutschen Baupreisindex der August 2026. Ergebnisse ab 10.000 € werden auf 100 € gerundet, kleinere auf den ganzen Euro. Beispiel: 500.000 € aus dem Jahr 2010 entsprechen nach dem Baukostenindex im September 2026 rund 824.700 € (307,6 ÷ 186,5 = 1,6493, Eigene Rechnung).
| Reihe | Zeitraum | Index im Ausgangsjahr | Index im Zieljahr | Faktor | Ergebnis aus 500.000 € | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Österreich: Baukostenindex (BKI) | 2021 bis 2025 | 245,8 | 289,9 | 1,1794 | 589.700 € | +17,9 % |
| Österreich: Baupreisindex (BPI) | 2021 bis 2025 | 108,0 | 136,3 | 1,2620 | 631.000 € | +26,2 % |
| Deutschland: Baupreisindex Wohngebäude | 2021 bis 2025 | 100,0 | 133,9 | 1,3390 | 669.500 € | +33,9 % |
| Slowakei: Preise der Bauleistungen | 2021 bis 2025 | 100,0 | 146,4 | 1,4640 | 732.000 € | +46,4 % |
| EU-27: Baupreise neuer Wohngebäude | 2021 bis 2025 | 100,0 | 124,3 | 1,2430 | 621.500 € | +24,3 % |
| Österreich: Baukostenindex (BKI) | 2021 bis September 2026 | 245,8 | 307,6 | 1,2514 | 625.700 € | +25,1 % |
| Deutschland: Baupreisindex Wohngebäude | 2021 bis August 2026 | 100,0 | 141,7 | 1,4170 | 708.500 € | +41,7 % |
Eigene Rechnung nach den Reihen der Karte „Die Reihen hinter dem Rechner“. Die fünf Reihen messen nicht dasselbe (Karte „Was die Indizes messen“ im Reiter „Gesamt“): Österreich BKI Kosten ohne Umsatzsteuer, Österreich BPI Preise ohne Umsatzsteuer, Deutschland Preise mit Umsatzsteuer, Slowakei Bauleistungen insgesamt, EU-27 neue Wohngebäude. Die Ergebnisse dürfen als Richtung und ungefähre Größe verglichen werden, nicht auf die Stelle hinter dem Komma, und nicht als Betrag von einem Raum in den anderen.
Kosten oder Preise. Ein Angebot ist ein Preis. Der Baukostenindex misst, was die Baufirma aufwendet, der Baupreisindex, was sie dem Bauherrn verrechnet (Reiter „Gesamt“). Von 2020 bis 2025 stieg der Baukostenindex um 30,2 %, der Baupreisindex um 36,3 %: Aus 500.000 € des Jahres 2020 werden mit dem Baukostenindex 651.200 €, mit dem Baupreisindex 681.500 € (Eigene Rechnung). Die Ausgangsseite rechnet ein Rohbau-Angebot mit dem Baukostenindex hoch. Den Baupreisindex gibt es im Rechner erst ab 2020, weil wir für die Jahre davor keine Werte auf derselben Basis gelesen haben.
Wohnbau insgesamt oder nur der Rohbau. Beide Indizes gelten für den Wohnhaus- und Siedlungsbau insgesamt. Für die Baumeisterarbeiten allein, die die Ausgangsseite als klassischen Rohbau versteht, nennt Statistik Austria für 2025 einen Baukostenindex von 131,1, für den Wohnbau insgesamt 130,2 (2020 = 100). Der Unterschied von 0,9 Punkten entspricht bei 500.000 € aus dem Jahr 2020 rund 4.500 € (Eigene Rechnung). Eine Reihe der Baumeisterarbeiten mit Jahreswerten seit 2010 haben wir nicht gelesen; der Rechner kann den Unterschied daher nicht für frühere Jahre zeigen.
Zur Lesart. Vier Dinge. Erstens: Das Ergebnis ist die Veränderung eines Warenkorbs von Bauleistungen, nicht der Preis eines bestimmten Bauvorhabens; ein Angebot hängt von Region, Auslastung der Baufirmen, Vertragsart (Fix- oder veränderlicher Preis) und Leistungsumfang ab, wie auch die Ausgangsseite sagt. Zweitens: Für Indexklauseln in Verträgen gilt der dort vereinbarte Index und Monat, nicht ein Jahresdurchschnitt; dazu haben wir keine Norm gelesen. Drittens: Der deutsche Index enthält die Umsatzsteuer; ihre Senkung von Juli bis Dezember 2020 steckt im Jahreswert 2020 (Karte „Deutschland: Baupreise und die Umsatzsteuer-Senkung“). Viertens: Slowakei und EU-27 liegen im Kapitel nur als verkettete Jahresraten ab 2021 vor; der Rechner rechnet dort nicht weiter zurück.
Belege. WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; leadersnet.at, Baukosten Juli 2026; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2022 (Bericht); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2023; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2022; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); baulinks.de, Baupreise August 2026; ASB.sk, Bauleistungen 2021; Standard.sk, Bauleistungen 2022; teraz.sk, Bauleistungen 2023; teraz.sk, Bauleistungen 2024; TASR, Bauleistungen 2025; Eurostat sts_copi_a (über DBnomics); Eurostat, News vom 25. Juni 2026; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Alle Jahreswerte der fünf Reihen und ihre Herkunft
Die Tabelle zeigt alle Werte, mit denen der Rechner arbeitet. Er rechnet nur mit diesen Zahlen; wer sie nachrechnen will, findet hier alles. Ein Punkt (·) heißt: Für dieses Jahr liegt in dieser Reihe im Kapitel kein Wert vor.
| Jahr | Österreich: Baukostenindex (BKI), 1990 = 100 | Österreich: Baupreisindex (BPI), 2020 = 100 | Deutschland: Baupreisindex Wohngebäude, 2021 = 100 | Slowakei: Preise der Bauleistungen, 2021 = 100 * | EU-27: Baupreise neuer Wohngebäude, 2021 = 100 * |
|---|---|---|---|---|---|
| 2010 | 186,5 | · | · | · | · |
| 2011 | 190,8 | · | · | · | · |
| 2012 | 194,7 | · | · | · | · |
| 2013 | 198,4 | · | · | · | · |
| 2014 | 200,7 | · | · | · | · |
| 2015 | 203,8 | · | · | · | · |
| 2016 | 205,1 | · | · | · | · |
| 2017 | 212,2 | · | · | · | · |
| 2018 | 218,3 | · | 86,5 * | · | · |
| 2019 | 220,7 | · | 90,2 * | · | · |
| 2020 | 222,6 | 100,0 | 91,7 * | · | · |
| 2021 | 245,8 | 108,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 |
| 2022 | 270,6 | 124,2 | 116,3 | 118,3 | 112,2 |
| 2023 | 273,6 | 133,5 | 126,1 | 131,9 | 119,9 |
| 2024 | 283,5 | 135,2 | 129,8 | 139,0 | 122,7 |
| 2025 | 289,9 | 136,3 | 133,9 | 146,4 | 124,3 |
| 2026 (September bzw. August) | 307,6 * | · | 141,7 | · | · |
Jahresdurchschnitte. * Eigene Rechnung: Österreich BKI 2026 = 289,9 (Jahresdurchschnitt 2025) mal 106,1 (September 2026, vorläufig, Basis 2025 = 100, OeNB-Tabelle) geteilt durch 100; Deutschland 2018 bis 2020 umgerechnet von der früheren Basis 2015 = 100 auf 2021 = 100; Slowakei und EU-27 aus den Jahresraten ab 2021 verkettet (2021 = 100). Österreich BKI 2010 bis 2025: WKO-Jahrbuch (Basis 1990), Stand Jänner 2026; Österreich BPI: Statistik Austria (Basis 2020 = 100); Deutschland 2021 bis 2025 und August 2026: Destatis. Der jüngste Monat, den wir gelesen haben, ist der September 2026 (OeNB-Tabelle, Datenstand 17. Oktober 2026). Für den Juli 2026 nannte die Pressemitteilung von Statistik Austria vorläufig 105,5, die OeNB-Tabelle nennt inzwischen 105,7. Die Zeile 2026 des österreichischen Baukostenindex vergleicht einen Monat mit dem Jahresdurchschnitt 2025 (+6,1 %); gegenüber dem September 2025 meldet die OeNB-Tabelle +5,7 %.
Was in den Reihen steckt. Der österreichische Baukostenindex und der Baupreisindex gelten für den Wohnhaus- und Siedlungsbau und liegen ohne Umsatzsteuer vor; der deutsche Index gilt für den Neubau von Wohngebäuden in konventioneller Bauart und enthält die Umsatzsteuer; die slowakische Reihe betrifft Bauleistungen insgesamt, die EU-Reihe neue Wohngebäude. Verkettete Reihen (Slowakei, EU-27) tragen Rundungsfehler der Jahresraten mit sich; eine Abweichung von einigen Zehnteln eines Indexpunkts gegenüber den Reihen der Statistikämter ist möglich.
Belege. WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2022 (Bericht); OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; leadersnet.at, Baukosten Juli 2026; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2023; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2022; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); baulinks.de, Baupreise August 2026; Destatis, Themenseite Baupreise; ASB.sk, Bauleistungen 2021; Standard.sk, Bauleistungen 2022; teraz.sk, Bauleistungen 2023; teraz.sk, Bauleistungen 2024; TASR, Bauleistungen 2025; CEIC, Baupreisindex Slowakei; Eurostat sts_copi_a (über DBnomics); Eurostat, Statistics Explained, Baupreis- und Baukostenindizes; Eurostat, Metadaten Baupreise und Baukosten. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Dieselbe Reihe, dasselbe Ergebnis: was zu klären bleibt
Was die Seite rechnet. Der Rechner im Abschnitt „Hochrechnung auf heute“ der Ausgangsseite nimmt den Baukostenindex des Wohnhaus- und Siedlungsbaus (Basis 1990 = 100) von 2010 bis 2025 und den vorläufigen Wert für Juli 2026, rechnet einen Betrag von einem gewählten Jahr auf ein anderes um und zeigt daneben eine Jahrestabelle mit Index, Veränderung, Faktor und Betrag. Voreingestellt sind 500.000 € von 2010 auf heute; das Ergebnis ist 819.800 €. Veränderungen ab 5 Prozent hebt die Tabelle hervor.
Was wir geprüft haben. Alle 16 Jahreswerte und der Wert für Juli 2026 im Rechner der Seite stimmen mit unserer Reihe überein, und das voreingestellte Ergebnis ist dasselbe (819.800 €). Die Rechnung der Seite ist also richtig. Mit dem jüngsten Monat, dem September 2026 (106,1 auf der Basis 2025 = 100, OeNB-Tabelle), ergibt dieselbe Rechnung 824.700 €. Zu klären sind drei Dinge, die nicht die Rechnung betreffen: die Wahl des Index (Kosten statt Preise, Wohnbau insgesamt statt Rohbau; siehe oben), die Tabellenzeile für 2026 (sie vergleicht den Juli 2026 mit dem Jahresdurchschnitt 2025, +5,5 %, während die amtliche Rate zum Juli 2025 +5,2 % beträgt) und der Begriff „heute“ (die Seite nennt den Juli 2026, die OeNB-Tabelle hat inzwischen Werte bis September 2026). Hervorgehoben sind in der Tabelle der Seite die Zeilen 2021 (+10,4 %), 2022 (+10,1 %) und 2026 (+5,5 %).
Zur Lesart. Die Seite sagt selbst „Richtwert“ und verweist auf Region, Auslastung und Vertragsart. Dieser Satz trifft zu und wird hier nicht eingeschränkt. Die Einstufung der Aussage, ein Rohbau-Angebot lasse sich mit dem Baukostenindex Wohnhausbau hochrechnen, steht im Reiter „Was hält stand“.
Belege. WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; leadersnet.at, Baukosten Juli 2026; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2022 (Bericht). Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Aussage der Ausgangsseite zu diesem Thema, mit Einstufung: Hochrechnung auf heute.
Was hält stand? Hier stehen 43 Aussagen, wie sie auf der Ausgangsseite „Was der Rohbau heute kostet“ (Stand Oktober 2026) und in Gesprächen über Baukosten vorkommen, jede mit den Zahlen dazu, den Quellen und einer Einstufung. Die Einstufung ist die Deutung dieses Kapitels und nicht die Wahrheit; sie gilt für die Aussage in der Fassung der Zeile und für den genannten Zeitraum. Messwerte, Rechtslagen und Eigene Rechnungen sind getrennt gekennzeichnet. Nichts davon ist eine Prognose, nichts eine Empfehlung.
Kurzfassung der Zeilen weiter unten
Zwei Aussagen kommen in fast jedem Gespräch über die Baukosten vor. Hier ist die Kurzfassung; die Zeilen der Leiter darunter enthalten die Quellen und das, was die Zahlen nicht zeigen.
| Maß | 2020 bis 2025 | 2021 bis 2025 | Verbraucherpreise 2021 bis 2025 |
|---|---|---|---|
| Österreich: Baupreise (ohne Umsatzsteuer) | +36,3 % | +26,2 % | +24,8 % |
| Österreich: Baukosten (ohne Umsatzsteuer) | +30,2 % | +17,9 % | +24,8 % |
| Deutschland: Baupreise (mit Umsatzsteuer) | +46,0 %* | +33,9 % | +18,2 % |
| Slowakei: Preise der Bauleistungen | · | +46,4 % | · |
| EU-27: Baupreise neuer Wohngebäude | · | +24,3 % | +22,2 % |
Jahresdurchschnitte, nominal. Die Reihen sind auf 2020 = 100 (Österreich) beziehungsweise 2021 = 100 gebracht und verkettet (Eigene Rechnung). Verbraucherpreise: Österreich Verbraucherpreisindex, Deutschland Verbraucherpreisindex, EU-27 harmonisierter Index. · = nicht gefunden (Websuche, keine Fachdatenbank); die Verbraucherpreise der Slowakei liegen uns nur bis 2023 vor. * Das Jahr 2020 enthält die Senkung der Umsatzsteuer von Juli bis Dezember 2020 und taugt als Basis nur eingeschränkt.
Je nach Reihe liegt der Anstieg von 2021 bis 2025 zwischen 17,9 % (österreichische Baukosten) und 46,4 % (Slowakei). Ein Drittel trifft nur Deutschland (33,9 %); die österreichischen Baupreise (26,2 %) und die EU-27 (24,3 %) liegen darunter. Mit dem Basisjahr 2020 fallen die österreichischen Werte höher aus (36,3 % und 30,2 %), weil die Teuerung des Jahres 2021 dann mitgezählt wird. Gegenüber den Verbraucherpreisen stiegen die Baupreise von 2021 bis 2025 stärker, in Österreich (1,4 Pp) und in der EU-27 (2,1 Pp) nur knapp, in Deutschland deutlich (15,7 Pp); die österreichischen Baukosten stiegen weniger als die Verbraucherpreise. Einstufung: Teilweise belegt (Zeile „Ein Drittel teurer“). Dass Bauen in allen vier Räumen deutlich teurer wurde, ist belegt; „ein Drittel“ trifft einzelne Reihen und hängt vom Basisjahr ab.
| Raum | Was zuerst stieg | Was später stieg | Zeile |
|---|---|---|---|
| Österreich | Teilindex „Sonstiges“ (Material, Energie, Transport, Geräte) +33,0 %, Lohn +12,5 % (2020 bis 2023) | Teilindex Lohn +12,6 %, „Sonstiges“ +0,5 % (2023 bis 2025) | „Zwei Wellen“ |
| Deutschland | Erzeugerpreise einzelner Baustoffe 2021 und 2022 (Betonstahlmatten 2020 bis 2022 +111,0 %) | Tariflohn West: 2021 bis 2024 je etwa 2 % im Jahr, Stand 1. Jänner 2025 +7,5 % (Baupreisindex 2021 bis 2025 +33,9 %) | „Überall treiben die Löhne“ |
| Slowakei | Baumaterialien stiegen 2021 und 2022 schneller als die Bauleistungen | Bauleistungen stiegen 2023 bis 2025 schneller; verkettet 2021 bis 2025 Bauleistungen +52,0 %, Baumaterialien +44,8 % | „Überall treiben die Löhne“ |
| EU-27 | keine Zerlegung gelesen | · | · |
Für Österreich ist die Reihenfolge in den Teilindizes sichtbar; die Lohnkomponente holte erst von 2023 an auf. Für Deutschland und die Slowakei stehen nur Näherungen nebeneinander: Erzeugerpreise einzelner Stoffe gegen den Tariflohn, Baumaterialien gegen die Preise der Bauleistungen insgesamt. Die Reihenfolge ist ein zeitliches Muster in den Zahlen und keine Erklärung. Einstufung: für Österreich Teilweise belegt (Zeile „Zwei Wellen“), für „Überall treiben die Löhne die Baukosten“ Vereinfachend (Zeile „Überall treiben die Löhne“).
Zur Lesart. Die Einstufungen sind die Deutung dieses Kapitels. Sie sagen, wie gut die Aussage durch Zahlen gedeckt ist, die wir gelesen haben, nicht, ob Bauen, Kaufen oder Verkaufen jetzt sinnvoll wäre.
Belege. Quellen und Rechnungen stehen in den Zeilen: „Ein Drittel teurer“, „Teurer als die Verbraucherpreise“, „Zwei Wellen“, „Lohn ist der eigentliche Treiber“, „Überall treiben die Löhne“.
Gesamtentwicklung, Löhne, Gewerke, Warenkorb, Marketing, Rechner und Vergleich der Räume
Jede Zeile enthält eine Aussage, wie sie auf der Ausgangsseite „Was der Rohbau heute kostet“ steht (40 Zeilen) oder als Sammelaussage über die vier Räume gelten könnte (3 Zeilen im Bereich „Vergleich der Räume“), die wichtigsten Zahlen dazu und die Einstufung. Ein Klick öffnet die Zeile: was vorliegt, was die Zahlen nicht zeigen, wie wir einstufen und die Quellen. Die Stufe gilt für die Aussage in der Fassung der Zeile und für den genannten Zeitraum. Sie ist die Deutung dieses Kapitels und nicht die Wahrheit. Mit den Schaltflächen lassen sich die Zeilen nach Bereich und nach Stufe filtern.
| Stufe | Bedeutung | Zeilen |
|---|---|---|
| Gut belegt | Mehrere Messungen amtlicher Statistik, gleiche Richtung, Bezugsbasen bekannt. Die Aussage ist so eng formuliert, wie die Zahlen reichen. | 16 |
| Teilweise belegt | Ein Teil der Aussage ist durch Messungen gedeckt, ein Teil nicht, oder verschiedene Maße laufen auseinander. | 18 |
| Vereinfachend | Die Aussage vereinfacht: Sie gilt für einen Fall, einen Zeitraum oder ein Maß und wird darüber hinaus verallgemeinert. | 6 |
| Populäres Modell | Eine verbreitete Aussage, zu der wir keine Messung oder Studie gefunden haben, die genau sie prüft (Websuche, keine Fachdatenbank). Vorläufig, und kein Urteil darüber, ob etwas daran ist. | 3 |
| Widerlegt | Messungen oder Rechtsnormen, die wir gelesen haben, sprechen im genannten Zeitraum gegen die Aussage. In einem anderen Zeitraum kann sie gestimmt haben. | 0 |
Die Stufe „Widerlegt“ erhält in diesem Kapitel keine Aussage: Wo Zahlen gegen den Wortlaut sprechen, steht „Teilweise belegt“ oder „Vereinfachend“, und die Zeile sagt, was nicht stimmt.
Was vorliegt. Statistik Austria beschreibt in der Standard-Dokumentation den Baukostenindex als Index der Kosten, die einer Baufirma beim Bauen entstehen (Lohn und Sonstiges), und den Baupreisindex als Index der Preise für die Bauleistung. Beide gelten für den Wohnhaus- und Siedlungsbau, beide ohne Umsatzsteuer. Von 2020 bis 2025 stiegen die Kosten um 30,2 %, die Preise um 36,3 % (Jahresdurchschnitte). Der Satz der Seite gibt die Definition richtig wieder.
Was die Zahlen nicht zeigen. Die Spanne der Baufirma wird von keinem der beiden Indizes gemessen; dass die Preise stärker stiegen als die Kosten, heißt nicht, dass der Gewinn stieg. Beide Indizes gelten für den Wohnbau insgesamt, nicht für den Rohbau allein (Zeile „Rohbau oder Wohnbau“). Die Indizes bewerten einen unveränderten Warenkorb; was ein bestimmtes Haus kostet, sagen sie nicht.
Einstufung. Gut belegt: Die Definition steht in der amtlichen Dokumentation, beide Reihen liegen mit Werten aus mehreren Veröffentlichungen vor.
Belege. Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; Statistik Austria, Themenseite Baupreisindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Statistik Austria veröffentlicht den Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau als Jahresdurchschnitt. Der Wert 2018 liegt auf der Basis 2020 = 100 bei 98,1 (aus der Reihe mit Basis 1990 umgerechnet), der Wert 2025 bei 130,2: +32,7 %. Für Juli 2026 meldet die Pressemitteilung vom 14. August 2026 vorläufig 105,5 auf der neuen Basis 2025 = 100; auf die alte Basis verkettet sind das 137,4 und damit +40,1 % gegenüber 2018 (Eigene Rechnung). Die Zahl der Seite stimmt. Sie lässt sich mit zwei Quellen nachvollziehen: dem Statistischen Jahrbuch der WKO (Basis 1990) und der Tabelle der OeNB, die die Werte von Statistik Austria wiedergibt.
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Anfangswert ist ein Jahresdurchschnitt, der Endwert ein einzelner, vorläufiger Monat des laufenden Jahres; Juli 2026 liegt um 5,5 % über dem Jahresdurchschnitt 2025. Wer Jahresdurchschnitt mit Jahresdurchschnitt vergleicht (2018 bis 2025), kommt auf 32,7 %. Die Zahl gilt für die Kosten der Baufirma im Wohnbau insgesamt, nicht für den Rohbau und nicht für die Preise, die der Bauherr zahlt (Zeile „Rohbau oder Wohnbau“), und sie ist nominal: Die Verbraucherpreise stiegen von 2018 bis 2025 um 34,7 % (Eigene Rechnung).
Einstufung. Gut belegt: Die Zahl ist richtig und mit zwei Quellen nachvollziehbar, und die Seite nennt Anfangs- und Endpunkt selbst. Wer „40 Prozent seit 2018“ ohne diese Angabe weitergibt, mischt Jahresdurchschnitt und Monatswert.
Belege. WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; leadersnet.at, Baukosten Juli 2026; OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die Indizes, auf denen die Kennzahlen der Seite beruhen, gelten für den Wohnhaus- und Siedlungsbau insgesamt; die Seite nennt das in der Beschriftung („Baukostenindex Wohnhausbau“). Für den Rohbau im Sinn der Seite liegen zwei engere Reihen vor. Der Baupreisindex für die acht Leistungsgruppen der Baumeisterarbeiten steht 2025 bei 128,0, der Gesamtindex bei 136,3: Die Preise stiegen für die Baumeisterarbeiten um 28,0 %, insgesamt um 36,3 % (die Sonstigen Bauarbeiten um 43,2 %). Der Baukostenindex für die Baumeisterarbeiten steht bei 131,1, der für den Wohnbau insgesamt bei 130,2: Die Kosten stiegen um 31,1 % und 30,2 %.
Was die Zahlen nicht zeigen. Bei den Kosten ist der Unterschied gering (0,9 Indexpunkte), bei den Preisen groß (8,3 Indexpunkte): Wer die Preiszahl von 36,3 % als Anstieg „des Rohbaus“ liest, überschätzt ihn nach dem Baupreisindex um 8,3 Pp. Was zum Rohbau zählt, legt die Seite fest („Baumeisterarbeiten“ in Abschnitt 02, fünf Leistungsgruppen „im engeren Sinn“ in Abschnitt 05); die Statistik kennt nur die Gruppen.
Einstufung. Vereinfachend: Der Titel spricht vom Rohbau, die Kennzahlen betreffen den Wohnbau insgesamt. Für die Kosten macht das kaum einen Unterschied, für die Preise einen großen.
Belege. Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Der Baukostenindex stieg 2018 bis 2020 um 2,9 %, 1,1 % und 0,9 % im Jahr, 2021 und 2022 um 10,4 % und 10,1 %, danach um 1,1 %, 3,6 % und 2,3 %. In der Aufteilung des Index (Reiter „Lohn gegen Material“) kam der Anstieg 2021 und 2022 vor allem von „Sonstiges“ (18,6 % und 15,9 % zum Vorjahr, Lohn 2,1 % und 2,9 %): Von 2020 bis 2022 entfielen 19,1 von 21,6 Indexpunkten auf Sonstiges (88 %, Eigene Rechnung). 2023 sank Sonstiges (−3,3 %), der Teilindex Lohn stieg um 7,0 %, 2024 um 8,1 % und 2025 um 4,2 %; von 2023 bis 2025 entfielen 7,0 von 7,3 Punkten auf Lohn (96 %). Der Baupreisindex stieg 2021 um 8,0 %, 2022 um 15,0 % und 2023 um 7,5 %. Die Reihenfolge „zuerst Sonstiges, dann Lohn“ ist für Österreich im amtlichen Index sichtbar. Eine ähnliche Richtung zeigen Deutschland (Baustoffpreise 2021 und 2022 stark, Tariflohn zum 1. Jänner 2025 um 7,5 %) und die Slowakei (2021 und 2022 stiegen die Baumaterialien schneller als die Bauleistungen, 2023 bis 2025 die Bauleistungen schneller).
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Teilindex „Sonstiges“ enthält neben Material auch Energie, Transport und Geräte; der Materialschock im engeren Sinn zeigt sich in den Stoffpreisen des WIFO (Dezember 2020 bis Mai 2022, Reiter „Preisschock“). Im Jahr 2023 stieg der Gesamtindex nur um 1,1 %, obwohl der Kollektivvertrag im Mai um 9,5 % anhob und der Teilindex Lohn um 7,0 % stieg: Sonstiges sank im selben Jahr. Der Wert 2022 war im Bericht als vorläufig gekennzeichnet. Der Preisindex stieg 2023 stärker (7,5 %) als der Kostenindex. „Schock“ und „Welle“ sind Bezeichnungen, keine Messgrößen; Ursachen zeigen die Zahlen nicht.
Einstufung. Gut belegt: Die zeitliche Abfolge (2021 und 2022 steigt vor allem „Sonstiges“, ab 2023 der Lohn) steht in den amtlichen Teilindizes Österreichs; Deutschland und die Slowakei zeigen in der Richtung dasselbe. „Schock“ und „Welle“ beschreiben, ohne zu messen, und „Sonstiges“ umfasst mehr als Material.
Belege. WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2022 (Bericht); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2023; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2022; WIFO, Prognose der Baukostenentwicklung bis 2023 (September 2022); WKO, Kollektivvertrag Bau Abschluss 2023; WKO, Kollektivvertrag Bau Neuer KV 2024; Destatis, Baumaterialien 2021; Destatis, Baumaterialien 2022; HDB, Löhne und Entgelte im Baugewerbe; ASB.sk, Bauleistungen 2021; Standard.sk, Bauleistungen 2022; teraz.sk, Bauleistungen 2023; teraz.sk, Bauleistungen 2024; TASR, Bauleistungen 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. In Österreich stieg die Jahresrate des Baukostenindex von 1,8 % im Jänner auf 5,9 % im Mai und lag im September bei 5,7 % (OeNB-Tabelle, Datenstand 17. Oktober 2026, vorläufig); ab April liegen alle Monate über jedem Jahreswert von 2023 bis 2025 (der höchste war 3,6 % im Jahr 2024). In Deutschland lag der Baupreisindex für Wohngebäude im August 2026 um 5,5 % über dem Vorjahr (Februar 3,3 %, Mai 5,0 %), in der Slowakei lagen die Preise der Bauleistungen im April um 5,1 % und im Juni um 6,1 % über dem Vorjahr (Presseberichte). Für die EU-27 haben wir keinen Wert für 2026 gefunden.
Was die Zahlen nicht zeigen. Die Raten sind Veränderungen zum Vorjahresmonat und enthalten Basiseffekte; die österreichischen Werte sind vorläufig. „Deutlich“ ist relativ: Die Raten von 2026 liegen unter den Jahresraten von 2021 und 2022 (10,4 % und 10,1 %) und über denen von 2023 bis 2025. Was den Anstieg im März und im April auslöste (je 1,5 % zum Vormonat, vor der Lohnerhöhung vom 1. Mai), zeigen die Zahlen nicht; ob ein neuer Schub beginnt oder ein Ausschlag bleibt, ebenso wenig. Das Kapitel gibt keine Prognose.
Einstufung. Gut belegt: Drei Räume, dieselbe Richtung, für Österreich eine amtliche Tabelle und eine Pressemitteilung mit demselben Wert. Die Werte für 2026 sind vorläufig.
Belege. OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; leadersnet.at, Baukosten Juli 2026; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); baulinks.de, Baupreise August 2026; TASR, Bauleistungen April 2026; teraz.sk, Bauleistungen Juni 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die Zahl stimmt: Statistik Austria meldet für Juli 2026 vorläufig +5,2 % gegenüber Juli 2025 (105,5 auf der Basis 2025 = 100), die OeNB-Tabelle weist denselben Wert aus. Zum Vergleich mit „seit 2022“: Im Dezember 2022 lag die Rate bei 5,8 %, die Jahreswerte 2023, 2024 und 2025 bei 1,1 %, 3,6 % und 2,3 %, von September bis Dezember 2025 bei 2,0 % bis 2,6 %. Im Jahresdurchschnitt 2022 betrug der Anstieg 10,1 %.
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Juli war nicht der höchste Monat von 2026: Mai (5,9 %), Juni (5,5 %), August (5,3 %) und September (5,7 %) liegen höher. „Aktuell“ war der Juli der jüngste Wert, als die Seite entstand; inzwischen liegen August und September vor. Für die Monate Jänner 2023 bis August 2025 haben wir keine Monatsraten gelesen; die Jahreswerte glätten und zeigen nicht, ob einer dieser Monate über 5,2 % lag. Belegt ist, dass 2022 höhere Raten brachte.
Einstufung. Teilweise belegt: Die Zahl ist richtig und doppelt belegt. Ob es der höchste Anstieg „seit 2022“ ist, lässt sich für Jänner 2023 bis August 2025 nicht prüfen.
Belege. Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); leadersnet.at, Baukosten Juli 2026; Statistik Austria, Pressemitteilung Baukostenindex Dezember 2022; WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Statistik Austria weist für den Wohnhaus- und Siedlungsbau die Teilindizes Lohn und Sonstiges (alle Kosten außer Lohn) aus. Sonstiges stand 2023 bei 133,0, 2024 bei 132,9 und 2025 bei 133,6. Das sind +33,0 % gegenüber 2020 und von 2023 bis 2025 nur +0,5 %. Den Höchstwert hatte Sonstiges 2022 mit 137,5; 2023 lag es 3,3 % niedriger. Die Zahlen der Seite stimmen.
Was die Zahlen nicht zeigen. „Sonstiges“ ist ein Sammelbegriff, nicht der Preis eines Stoffes. Für 2026 liegt keine Aufteilung vor: Der Gesamtindex stieg im März und im April 2026 um je 1,5 % zum Vormonat, vor der Lohnerhöhung vom 1. Mai. Ob „Sonstiges“ 2026 flach bleibt, zeigen die Zahlen nicht. Die Werte 2022 und 2025 sind in den Berichten als vorläufig gekennzeichnet.
Einstufung. Gut belegt für 2021 bis 2025, den Zeitraum, für den wir die Teilindizes gelesen haben (2022 und 2025 vorläufig): amtliche Werte, die Zahlen der Seite stimmen.
Belege. Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2022 (Bericht); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Der Teilindex Lohn stieg von 112,5 (2023) auf 121,6 (2024, +8,1 %) und 126,7 (2025, +4,2 %), der Teilindex Sonstiges blieb bei 133 bis 134; der Abstand sank von 20,5 auf 6,9 Punkte. Die Kollektivverträge hoben die Mindestlöhne in jedem Jahr von 2019 bis 2026 an. Eine Rechenprobe (Eigene Rechnung): Aus den Erhöhungen zum 1. Mai von +7,15 % (2024) und +2,70 % (2025) folgen, wenn man annimmt, dass sie ab 1. Mai gelten, Jahresdurchschnitte von +7,9 % und +4,1 % gegenüber dem Vorjahr, nahe an den Raten des Index.
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Kollektivvertrag legt Mindestlöhne fest; der Teilindex Lohn misst die Lohnkosten der Baufirma. Wie Ist-Löhne, Nebenkosten und Angestellte eingehen, haben wir nicht gelesen. Die Rechenprobe zeigt Übereinstimmung der Größenordnung, keinen Beweis. „Holen auf“ beschreibt den Abstand der beiden Teilindizes; ob die Löhne auch real aufholen, zeigt der Reiter „Löhne“ (Zeilen unten).
Einstufung. Gut belegt: Beide Teilindizes sind amtlich, die Kollektivverträge sind in den Texten der WKO belegt, und die Rechenprobe passt.
Belege. Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026; WKO, Kollektivvertrag Bau Abschluss 2023; WKO, Kollektivvertrag Bau Neuer KV 2024; WKO, Kollektivvertrag Bau 2025; WKO, Kollektivvertrag Bau 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Der Warenkorb der Statistik Austria (Basis 2025) gewichtet den Lohn mit 50,23 % und die Sachkosten mit 49,77 % der Gesamtkosten (Basis 2020: 49,13 %). Die Zahl der Seite stimmt. In den Abschlüssen der Bauunternehmen steht der Personalaufwand anders da: 2024 in der Sparte Bau 30,2 % und in der Bauindustrie 33,3 % des Produktionswertes (Österreich), im deutschen Bauhauptgewerbe 2021 26,2 % des Bruttoproduktionswertes.
Was die Zahlen nicht zeigen. Das Gewicht beschreibt die Zusammensetzung der Kosten eines Wohnhauses im Basisjahr, nicht die Kosten eines Rohbauunternehmens: Der „Lohn“ des Warenkorbs ist der Lohn aller Gewerke, auch der Professionisten, und Unternehmen vergeben Arbeit an Nachunternehmer, die in ihrer Statistik unter den zugekauften Leistungen stehen. Die Zahlen widersprechen sich nicht, lassen sich aber nicht gegeneinander aufrechnen. Dass die 50,2 % den Rohbau beschreiben, sagt die Seite nicht.
Einstufung. Gut belegt für die Aussage über den Warenkorb des Baukostenindex (Basis 2025); als Lohnquote „des Baus“ ist die Zahl nicht zu lesen.
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bau (1010), 2024; WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bauindustrie (2090), 2024; HDB, Wichtige Baudaten 2023, Kostenstruktur Bauhauptgewerbe 2021. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Eigene Rechnung aus den Teilindizes und dem Basisgewicht des Lohns (49,13 %): Von 2020 bis 2025 stieg der Gesamtindex um 30,2 Punkte, davon entfielen 13,1 auf Lohn (43 %) und 17,1 auf Sonstiges. Von 2020 bis 2022 waren es 21,6 Punkte, davon nur 2,5 auf Lohn (12 %); 2023 trug der Lohn 3,6 Punkte bei, Sonstiges −2,3. Von 2023 bis 2025 waren es 7,3 Punkte, davon 7,0 auf Lohn (96 %). In den letzten beiden Jahren trug der Lohn also fast den ganzen Anstieg, über das ganze Jahrfünft aber weniger als die Hälfte.
Was die Zahlen nicht zeigen. „Treiber“ ist ein Wort für eine Ursache; die Indexrechnung zeigt, welcher Teil des Index sich bewegte, nicht, warum. Über das ganze Jahrfünft trägt der Lohn weniger als die Hälfte. Für 2026 liegt keine Aufteilung vor, und der Anstieg im März und April, vor der Lohnerhöhung vom 1. Mai, lässt sich nicht dem Lohn zuschreiben. „Heute“ heißt in diesen Zahlen 2023 bis 2025. Dass der Lohn 50,2 % der Gewichte stellt, macht ihn nicht zum Treiber: Entscheidend ist, wie sich sein Index bewegt.
Einstufung. Teilweise belegt: Für 2023 bis 2025 trägt der Lohn fast den ganzen Anstieg, über 2020 bis 2025 nur 43 % (2020 bis 2022 nur 12 %), und für 2026 fehlt die Aufteilung.
Belege. Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2022 (Bericht); Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026; Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Statistik Austria weist die Baumeisterarbeiten als eigene Gruppe des Baukostenindex aus; die drei Werte stimmen. Gegenüber dem Wohnbau insgesamt (Lohn 126,7, Sonstiges 133,6, insgesamt 130,2) liegen alle drei etwas höher. Der Abstand zwischen Sonstiges und Lohn ist bei den Baumeisterarbeiten mit 8,1 Punkten etwas größer als im Wohnbau insgesamt (6,9).
Was die Zahlen nicht zeigen. „Baumeisterarbeiten“ ist eine Kategorie der Statistik; sie enthält neben dem Rohbau im engeren Sinn (Baugrube, Beton, Mauerwerk) auch Putz-, Estrich- und Versetzarbeiten. Die Gleichsetzung mit dem „klassischen Rohbau“ ist eine Festlegung der Seite. Für die Baumeisterarbeiten haben wir nur den Wert 2025 gelesen, keine Reihe seit 2018 und keine Aufteilung für 2026.
Einstufung. Gut belegt: amtliche Werte, in der Veröffentlichung eindeutig, die Zahlen der Seite stimmen; die Gleichsetzung mit „Rohbau“ ist eine Definition.
Belege. Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die gelesenen Texte der WKO nennen für 2020 und für 2022 bis 2026 eine Berechnung aus dem Verbraucherpreisindex; wo der Bezugszeitraum genannt ist, endet er vor der Erhöhung. 2021 war der Satz fest vereinbart (2,10 %), für 2019 (3,35 %) haben wir keine Formel gelesen. Einen Aufschlag auf die Inflation gab es 2020 (0,95 Pp), 2022 (0,70 Pp) und 2024 (0,35 Pp), keinen 2023, 2025 und 2026.
Was die Zahlen nicht zeigen. „Seit 2020“ stimmt mit Ausnahmen: 2021 galt ein fester Satz, und ein Aufschlag wurde nur in drei der acht Jahre vereinbart. Über die Gründe für die Wahl von Formel oder festem Satz haben wir nichts gelesen. Mindestlöhne, nicht Ist-Löhne.
Einstufung. Teilweise belegt: In sechs von acht Jahren nennen die Texte die Rechnung aus der Inflation, ein Aufschlag kam nur in drei Jahren vor, 2021 war der Satz fest, für 2019 fehlt eine Formel.
Belege. WKO, Kollektivvertrag Bau 2019; WKO, Kollektivvertrag Bau 2020; WKO, Kollektivvertrag Bau Ergebnis 2021; WKO, Kollektivvertrag Bau 2022; WKO, Kollektivvertrag Bau Abschluss 2023; WKO, Kollektivvertrag Bau Neuer KV 2024; WKO, Kollektivvertrag Bau 2025; WKO, Kollektivvertrag Bau 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die Erhöhung zum 1. Mai baut auf der Inflation der Monate davor auf, dort wo der Bezugszeitraum genannt ist (2020, 2023 bis 2026). Gegenüber der Inflation desselben Kalenderjahres liegen die Erhöhungen zwischen −4,40 Pp (2022) und +4,25 Pp (2024), gegenüber der Inflation des Vorjahres zwischen −0,65 Pp und +1,40 Pp (Eigene Rechnung). Im Mittel der Jahre 2019 bis 2025 beträgt der Abstand zur Inflation desselben Jahres 2,14 Pp, zu der des Vorjahres 0,89 Pp: Die Erhöhung passt besser zur Inflation davor.
Was die Zahlen nicht zeigen. „Ein Jahr hinterher“ ist ein Näherungsbild: Der Bezugszeitraum endet vor dem 1. Mai und ist nicht in jedem Jahr das Vorjahr als Ganzes; nur für 2026 ist es das ganze Kalenderjahr 2025. Für 2019, 2021 und 2022 haben wir keinen Bezugszeitraum gelesen.
Einstufung. Teilweise belegt: Die Erhöhungen folgen eher der früheren als der gleichzeitigen Inflation; das genaue „ein Jahr“ lässt sich nicht belegen.
Belege. WKO, Kollektivvertrag Bau 2020; WKO, Kollektivvertrag Bau 2022; WKO, Kollektivvertrag Bau Abschluss 2023; WKO, Kollektivvertrag Bau Neuer KV 2024; WKO, Kollektivvertrag Bau 2025; WKO, Kollektivvertrag Bau 2026; Statistik Austria, Jahresinflation 2025; WKO, Statistisches Jahrbuch, Verbraucherpreisindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Beide Zahlen sind richtig: Der Verbraucherpreisindex stieg 2022 im Jahresdurchschnitt um 8,6 %, der Kollektivvertrag hob die Mindestlöhne ab 1. Mai 2022 um 4,20 % an (einschließlich 0,70 Pp Aufschlag).
Was die Zahlen nicht zeigen. Die 8,6 % sind die Inflation des Jahres 2022 selbst. Die Seite nennt sie unmittelbar nach dem Satz über die Inflation des Vorjahres; im Vorjahr 2021 betrug die Inflation 2,8 %, und die Erhöhung von 4,20 % lag um 1,40 Pp darüber. Das Beispiel zeigt daher die Verzögerung (Teuerung 2022, Reaktion 2023 und 2024), aber nicht, dass die Erhöhung hinter der Inflation des Vorjahres zurückblieb.
Einstufung. Vereinfachend: Die Zahlen sind richtig, die Gegenüberstellung passt aber nicht zu dem Mechanismus, den der Satz davor beschreibt.
Belege. Statistik Austria, Jahresinflation 2025; WKO, Statistisches Jahrbuch, Verbraucherpreisindex; WKO, Kollektivvertrag Bau 2022. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die Erhöhungen stimmen (Texte der WKO). Sie lagen um 1,70 Pp (2023) und 4,25 Pp (2024) über der Inflation desselben Jahres. Über zwei Jahre (2022 und 2023) verkettet stiegen die Mindestlöhne um 14,1 %, die Verbraucherpreise um 17,1 %: Die Löhne lagen noch darunter. Über drei Jahre (2022 bis 2024) sind es 22,3 % und 20,5 %: Erst mit der Erhöhung 2024 lagen die Löhne über der aufgelaufenen Teuerung (Eigene Rechnung).
Was die Zahlen nicht zeigen. „Nachholeffekt“ ist eine Deutung; belegt sind die Erhöhungen und die Rechnung, nicht ein Beschluss, nachzuholen. Mindestlöhne, nicht Ist-Löhne; die Zeitpunkte sind nicht deckungsgleich (1. Mai gegen Jahresdurchschnitt).
Einstufung. Gut belegt: Die Zahlen stimmen, und die Rechnung bestätigt das Muster; „Nachholeffekt“ beschreibt es, erklärt es nicht.
Belege. WKO, Kollektivvertrag Bau 2022; WKO, Kollektivvertrag Bau Abschluss 2023; WKO, Kollektivvertrag Bau Neuer KV 2024; Statistik Austria, Jahresinflation 2025; WKO, Statistisches Jahrbuch, Verbraucherpreisindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Den Wert von 19,99 € ab 1. Mai 2026 nennt die WKO-Seite zum Abschluss 2026. Der Wert 19,30 € für 2025 steht auf der WKO-Seite „Lohnordnung Bau 2025“ (Gruppe II, Zeile b; die Seite zum Kollektivvertrag 2025 nennt keinen Stundenlohn), der Wert 18,79 € für 2024 auf der Seite „Lohnordnung Bau 2024“; beide passen rechnerisch zueinander und zu den Werten 2020, 2022 und 2026. Gelesen sind damit die Werte 2020, 2022, 2024, 2025 und 2026; 2018, 2019, 2021 und 2023 sind aus den Prozentsätzen gerechnet. Die früheren Werte hat die Seite aus den Prozentsätzen zurückgerechnet und sagt es selbst („Rundungsabweichung möglich“). Unsere Rechnung weicht um höchstens 0,01 € ab: 2022 ist der veröffentlichte Wert 16,02 € (Seite: 16,01 €), 2023 ergibt sich 17,54 € (Seite: 17,53 €).
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Wert von 14,20 € für 2018 ist kein veröffentlichter Satz, sondern aus den Erhöhungen zurückgerechnet. Es ist der Mindestlohn der Lohngruppe II.b; der tatsächlich gezahlte Lohn und die Kosten je Arbeitsstunde liegen höher. Die Abweichungen von einem Cent ändern keine Aussage. „Facharbeiter“ ist auf den Tafeln 2024 und 2025 die Überschrift der Gruppe II mit den Zeilen a) und b); die Tafeln heißen dort „Lohnordnung“ beziehungsweise „Lohntafel“, nur das Dokument zum Abschluss 2026 spricht von „Mindestlöhnen“.
Einstufung. Teilweise belegt: Die Werte 2020, 2022, 2024, 2025 und 2026 sind gelesen, 2018, 2019, 2021 und 2023 gerechnet (Abweichung höchstens 0,01 €).
Belege. WKO, Kollektivvertrag Bau 2020; WKO, Kollektivvertrag Bau 2022; WKO, Kollektivvertrag Bau Abschluss 2023; WKO, Lohnordnung Bau 2024; WKO, Kollektivvertrag Bau 2025; WKO, Lohnordnung Bau 2025; WKO, Kollektivvertrag Bau 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Beide Zahlen stimmen (Eigene Rechnung: Sätze und Jahresraten verkettet). Die Zeiträume sind nicht gleich lang: acht Erhöhungen, sieben Inflationsraten. Bei gleichen Jahren (2019 bis 2025) sind es 35,9 % gegen 32,0 %, ein Abstand von 3,8 Pp statt 8,7 Pp; mit vorgezogener Inflation (2018 bis 2025) 40,8 % gegen 34,7 %, ein Abstand von 6,1 Pp. Real, also nach Abzug der Inflation, stieg der Facharbeiter-Mindestlohn um 2,9 % (gleiche Jahre) oder 4,5 % (vorgezogene Inflation).
Was die Zahlen nicht zeigen. Mindestlöhne, nicht Ist-Löhne; die Erhöhungen gelten jeweils ab 1. Mai, die Inflation ist ein Jahresdurchschnitt. Dass die Löhne stärker stiegen als die Preise, ist belegt, wie viel stärker, hängt vom Zeitraum ab. Der größere Teil des Abstands entstand vor 2022: In den Jahren 2019 bis 2021 stiegen die Löhne um 8,2 %, die Preise um 5,8 %.
Einstufung. Teilweise belegt: Die Zahlen stimmen, der Vergleich zweier verschieden langer Zeiträume vergrößert aber den Abstand.
Belege. WKO, Kollektivvertrag Bau 2019; WKO, Kollektivvertrag Bau 2020; WKO, Kollektivvertrag Bau Ergebnis 2021; WKO, Kollektivvertrag Bau 2022; WKO, Kollektivvertrag Bau Abschluss 2023; WKO, Kollektivvertrag Bau Neuer KV 2024; WKO, Kollektivvertrag Bau 2025; WKO, Kollektivvertrag Bau 2026; Statistik Austria, Jahresinflation 2025; WKO, Statistisches Jahrbuch, Verbraucherpreisindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die Raten stehen in der Veröffentlichung von Statistik Austria zum Baukostenindex (Dezember 2025); aus den Indexwerten 121,6 und 126,7 ergeben sich +4,2 %. Für 2021 bis 2023 ergeben sich aus den Ausgaben vom Dezember 2022 und vom Dezember 2024 +2,1 %, +2,9 % und +7,0 %. Die Rechenprobe zu den Mai-Erhöhungen steht in der Zeile „Löhne holen auf“.
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Teilindex misst Lohnkosten der Baufirma, nicht Mindestlöhne. Die Werte für 2021 und 2022 stammen aus der Ausgabe vom Dezember 2022; 2022 ist dort als vorläufig gekennzeichnet, und die Ausgabe enthält zwei Tabellen mit verschiedenen Werten (Fußnote in der Karte „Österreich: Lohn und Sonstiges im Baukostenindex“).
Einstufung. Gut belegt: amtliche Werte, in der Veröffentlichung eindeutig, die Zahlen der Seite stimmen.
Belege. Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2022 (Bericht); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026; WKO, Kollektivvertrag Bau Neuer KV 2024; WKO, Kollektivvertrag Bau 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Arbeitskosten je Stunde sind nach Eurostat und Destatis die Bruttoverdienste plus Lohnnebenkosten; sie liegen daher über dem Lohn. Für das deutsche Baugewerbe schätzt Destatis 2025 39,6 €/h, der Ecklohn der Lohngruppe 4 (West) lag im Jänner 2025 bei 24,07 €/h. Im 4. Quartal 2024 stiegen im österreichischen Baugewerbe die Lohnnebenkosten um 15,3 %, die Löhne um 6,2 % (Eurostat).
Was die Zahlen nicht zeigen. Für das österreichische Baugewerbe haben wir keine Euro-Zahl der Arbeitskosten je Stunde gefunden, und die BUAK-Zuschläge haben wir nicht eigens gelesen. „Deutlich“ lässt sich für Österreich daher nicht beziffern. Der deutsche Vergleich (Ecklohn gegen Durchschnitt der Branche, verschiedene Abgrenzung und Jahre) ist kein Gegenstück, sondern eine Größenordnung.
Einstufung. Teilweise belegt: Dass Nebenkosten dazukommen, folgt aus der Definition; die Höhe für Österreich ist nicht belegt.
Belege. Destatis, Arbeitskosten je Stunde in der EU; Eurostat, Statistics Explained, Arbeitskosten je Stunde; Eurostat, Euro Indicators vom 19. März 2026; HDB, Löhne und Entgelte im Baugewerbe; Destatis, Arbeitskosten 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die gelesene KV-Seite für 2025 nennt für die tatsächlich gezahlten Löhne (Ist-Löhne) eine Parallelverschiebungsklausel. Dass sie existiert, ist belegt.
Was die Zahlen nicht zeigen. Wie die Klausel wirkt (derselbe Euro-Betrag wie bei den Mindestlöhnen, Stichtag, Ausnahmen), haben wir nicht gelesen. Die Zahlen der Seite und dieses Kapitels beruhen auf Mindestlöhnen; wie stark die tatsächlich gezahlten Löhne stiegen, zeigt keine der gelesenen Quellen.
Einstufung. Teilweise belegt: Die Klausel ist belegt, ihre Wirkung (derselbe Euro-Betrag) nicht.
Belege. WKO, Kollektivvertrag Bau 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Das WIFO nennt für „Eisen und Stahl“ im Baukostenindex des Wohnbaus +66,2 % von Dezember 2020 auf Dezember 2021 und +47,2 % von Dezember 2021 auf Mai 2022; verkettet sind das +144,6 % (Eigene Rechnung), gerundet +145 %. Die Zahl der Seite stimmt. Zwei unabhängige Lesungen der WIFO-Tabelle ergaben dieselben Werte. Andere Räume zeigen dieselbe Richtung: In Deutschland stiegen die Erzeugerpreise für Betonstahlmatten 2021 um 52,8 % und 2022 um 38,1 %, zusammen um 111,0 %, und für Betonstahl in Stäben 2021 um 53,2 % (Destatis, Jahresdurchschnitte); in der Slowakei stiegen Bewehrungsstäbe 2021 nach einem Pressebericht um etwa 42 %.
Was die Zahlen nicht zeigen. „Peak“ ist das Wort der Seite, nicht der Quelle: Die WIFO-Übersicht endet im Mai 2022, ob damit der Höchststand erreicht war oder die Preise weiter stiegen, zeigt sie nicht. Die Zahl betrifft den Preis, den die Baufirma für Eisen und Stahl zahlt (Materialkomponente des Baukostenindex), nicht die Baukosten: Das Material insgesamt verteuerte sich im selben Zeitraum um 43,3 %. Es sind Monatswerte (Dezember, Mai); die deutschen und slowakischen Werte sind Jahreswerte und damit nicht gleich gemessen.
Einstufung. Gut belegt für die Zahl: Sie steht so in der Quelle und wird in Deutschland und der Slowakei der Richtung nach bestätigt. Nicht belegt ist, dass es der Höchststand war.
Belege. WIFO, Prognose der Baukostenentwicklung bis 2023 (September 2022); Destatis, Baumaterialien 2021; Destatis, Baumaterialien 2022; ASB.sk, Baumaterialien 2021. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Von Dezember 2020 bis Mai 2022 sind es 17 Monate. Mehr als verdoppelt (Faktor über 2) hat sich nach den verketteten WIFO-Zahlen nur Eisen und Stahl (Faktor 2,45). Bitumen erreichte das 1,89-Fache, Treibstoffe das 1,84-Fache und Nichteisenmetalle das 1,65-Fache des Standes von Dezember 2020. Die WIFO-Zeile für die Treibstoffe heißt „Motorbenzin einschließlich Diesel“; „Diesel“ auf der Seite meint diese Zeile.
Was die Zahlen nicht zeigen. Wörtlich stimmt „teils“: Einer der vier Stoffe hat sich mehr als verdoppelt. Wer den Satz liest, versteht darunter leicht mehrere oder alle vier; für die anderen drei liegt der Anstieg zwischen 64,5 % und 88,5 %. Wie die Preise nach Mai 2022 verliefen, zeigt die Übersicht nicht.
Einstufung. Vereinfachend: Der Satz trifft auf einen der vier genannten Stoffe zu und legt nahe, dass es mehrere waren.
Belege. WIFO, Prognose der Baukostenentwicklung bis 2023 (September 2022). Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Im Warenkorb der Baumeisterarbeiten ist Baustahl nach Transportbeton die zweitgrößte Position (Rang 2 von 34): Er wiegt 14,88 % der Sachkosten Baumeister und 3,31 % der Gesamtkosten. Diesel und Treibstoffe liegen bei 3,16 % (Rang 10), bituminöses Mischgut bei 1,49 % (Rang 18). Bitumen selbst ist keine eigene Position; bei den Professionisten gibt es bituminöse Dichtungsbahnen (1,05 % der Gesamtkosten). Das WIFO gewichtet Eisen und Stahl mit 18,2, Bitumen mit 2,7 und Treibstoffe mit 1,6 (die Bezugsgröße nennt der gelesene Text nicht). Für den Stahl sind Gewicht und Preissprung (+144,6 %) beide groß.
Was die Zahlen nicht zeigen. Für Diesel und Bitumen ist das Gewicht klein; „besonders stark“ ergibt sich dort nicht aus den Gewichten, es wäre eine Annahme über Preisschwankungen. Für Erdarbeiten haben wir keinen Warenkorb gelesen (der Warenkorb gilt für den Wohnhaus- und Siedlungsbau; den des Straßenbau-Index haben wir nicht gelesen), und „Rohbau“ ist die Abgrenzung der Seite (Zeile „Rohbau oder Wohnbau“). Ein Gewicht sagt, wie groß eine Position im Index ist, nicht, wie stark ihr Preis schwankt.
Einstufung. Teilweise belegt: Für Stahl tragen Gewicht und Preissprung den Satz; für Diesel und Bitumen sind die Gewichte klein, und für Erdarbeiten fehlt ein Warenkorb.
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; WIFO, Prognose der Baukostenentwicklung bis 2023 (September 2022). Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Der zweite Halbsatz ist belegt: Der Teilindex „Sonstiges“ steht 2025 bei 133,6 und damit 33,6 % über 2020. Für den ersten Halbsatz haben wir für Österreich nur das Mischbild dieses Teilindex: Er erreichte 2022 mit 137,5 den höchsten der gelesenen Jahreswerte und lag 2023 bei 133,0, ein Rückgang um 4,5 Punkte (−3,3 %), das sind 12 % des Anstiegs gegenüber 2020; von 2023 bis 2025 blieb er praktisch unverändert (133,0; 132,9; 133,6). Die Materialübersicht des WIFO endet im Mai 2022, Reihen einzelner Stoffe für die Zeit danach haben wir nicht gelesen. In der Slowakei flachte der Anstieg der Baumaterialpreise ab (Jahresdurchschnitt +3,4 %; −0,6 %; +2,7 %); ein Rückgang auf den Stand vor dem Schock ist dort nicht zu sehen. In Deutschland fiel von den gelesenen Stoffen nur Konstruktionsvollholz, und zwar schon 2022 (um 11,9 %).
Was die Zahlen nicht zeigen. „Sonstiges“ mischt Material, Energie, Transport und Geräte; ein Rückgang einzelner Stoffe wie Stahl, Bitumen oder Diesel kann in der Mischzahl verborgen sein, wenn anderes weiter stieg. Aus den gelesenen Zahlen folgt weder, dass die Spitzen zurückgekommen sind, noch, dass sie es nicht sind; das Niveau des Mischindex blieb jedenfalls hoch, und nur etwa ein Achtel seines Anstiegs ging im Jahresdurchschnitt zurück. Jahresdurchschnitte können kurze Spitzen glätten.
Einstufung. Teilweise belegt: Das höhere Grundniveau ist belegt, das Zurückkommen der Spitzen nur zu etwa einem Achtel im Teilindex „Sonstiges“ (2022 auf 2023, danach nicht mehr); für einzelne Stoffe fehlen Reihen nach Mai 2022.
Belege. Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2022 (Bericht); WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; WIFO, Prognose der Baukostenentwicklung bis 2023 (September 2022); Destatis, Baumaterialien 2022; teraz.sk, Bauleistungen 2023; teraz.sk, Bauleistungen 2024; TASR, Bauleistungen 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Der Statistische Bericht SB 2-10 (4. Quartal 2025) gibt den Baupreisindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau in 29 Leistungsgruppen an (Jahresdurchschnitt 2025, 2020 = 100, ohne Umsatzsteuer). Baugrube (Roden, Baugrube, Sicherungen und Tiefgründungen) steht bei 126,4, Beton- und Stahlbetonarbeiten bei 127,0, Mauerarbeiten bei 129,4: das sind +26,4 %, +27,0 % und +29,4 % gegenüber 2020. Die Spanne „26 bis 29“ stimmt (26,4 % bis 29,4 %). Die Zeilen wurden in mehreren Abrufen gelesen und gegen Quartalsmittel und Summenzeilen geprüft. Die Baumeisterarbeiten insgesamt liegen mit 28,0 % unter dem Gesamtindex (+36,3 %). In Deutschland liegen Betonarbeiten (+4,3 %) und Mauerarbeiten (+4,2 %) im August 2026 ebenfalls unter dem Gesamtindex für Wohngebäude (+5,5 %, Vorjahresvergleich).
Was die Zahlen nicht zeigen. „Heute“ heißt auf der Seite der Jahresdurchschnitt 2025; für 2026 haben wir nach Leistungsgruppen nichts gelesen. Die Zahl ist der Preis der Leistung, den die Baufirma dem Bauherrn verrechnet, nicht ihre Kosten, und sie ist ein Fünf-Jahres-Wert, keine Jahresrate. Zu den Baumeisterarbeiten zählt die Statistik auch Versetz-, Putz- und Estricharbeiten, die die Seite nicht als „Rohbau im engeren Sinn“ hervorhebt; welche Gewerke „klassischer Rohbau“ sind, legt die Seite fest. Die Gewichte der Gruppen im Gesamtindex haben wir nicht gelesen.
Einstufung. Gut belegt: Drei Zahlen aus einer amtlichen Tabelle, mehrfach gelesen und geprüft; Maß und Jahr stehen auf der Seite.
Belege. Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Juli 2026; baulinks.de, Baupreise August 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die Zahlen stehen in der Tabelle des Berichts: Dachdeckerarbeiten 140,2 (+40,2 %), Bauspenglerarbeiten 148,6 (+48,6 %), Holzbau 146,1 (+46,1 %); auch die Dachabdichtungsarbeiten (147,7, +47,7 %) liegen in der Spanne „40 bis 49“. Alle drei liegen über dem höchsten der drei klassischen Rohbau-Gewerke (+29,4 %) und über dem Gesamtindex (+36,3 %). In Deutschland liegen Dachdeckung (+7,6 %) und Zimmer- und Holzbau (+7,2 %) im August 2026 ebenfalls über dem Gesamtindex für Wohngebäude (+5,5 %, Vorjahresvergleich); im November 2021 war Zimmer- und Holzbau mit 38,9 % der Ausreißer.
Was die Zahlen nicht zeigen. Fünf Gruppen, die die Seite nicht zeigt, liegen höher als jede der drei: Glasfassaden (+53,0 %), Elektroinstallationen (+52,4 %), Gas- und Wasserinstallationen (+52,3 %), Aluminiumfenster (+51,3 %) und Heizung und Lüftung (+48,8 %). „Dach“ ist auf der Seite nicht eindeutig: Dachdeckerarbeiten (+40,2 %) oder Dachabdichtung (+47,7 %); die Spanne „40 bis 49“ umfasst beide. Es ist der Preis der Leistung im Jahresdurchschnitt 2025 gegenüber 2020; was die Unterschiede zwischen den Gewerken verursacht, zeigt die Tabelle nicht.
Einstufung. Gut belegt: Alle drei Werte und die Spanne stimmen mit der amtlichen Tabelle überein, die Richtung wird für Deutschland bestätigt.
Belege. Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Juli 2026; baulinks.de, Baupreise August 2026; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2022. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die Grafik der Seite zeigt zwölf der 29 Leistungsgruppen: alle acht der Baumeisterarbeiten (Nr. 1 bis 8) und vier der 21 Sonstigen Bauarbeiten (Dachabdichtung, Dachdeckung, Bauspengler, Holzbau). Die gezeigten Gruppen reichen von 26,4 % bis 48,6 % gegenüber 2020, alle 29 von 13,5 % (Personenaufzug) bis 53,0 % (Glasfassaden). Von den zwölf gezeigten Gruppen liegen vier über dem Gesamtindex (+36,3 %), von den 17 nicht gezeigten elf; insgesamt sind es 15. Die fünf Gruppen mit dem höchsten Index gehören alle zu den nicht gezeigten.
Was die Zahlen nicht zeigen. „Je Leistungsgruppe“ und „heute“ versprechen mehr, als die Grafik enthält: Sie ist eine Auswahl rund um den Rohbau, und „heute“ ist der Jahresdurchschnitt 2025. Wer die Grafik als Bild aller Gewerke liest, sieht weder die höchsten Werte der Skala (die fünf höchsten Gruppen fehlen) noch den niedrigsten (Personenaufzug). Mehr zahlt ein Bauherr hier in Prozent des Preises von 2020; wie viel das in Euro ist, hängt vom Gewicht der Gruppe im Bauvorhaben ab, das die Statistik nicht angibt (die Gewichte der Gruppen haben wir nicht gelesen).
Einstufung. Vereinfachend: Die Auswahl ist für das Thema der Seite (Rohbau) nachvollziehbar, die Formulierung „je Leistungsgruppe“ aber umfassender, als die Grafik ist.
Belege. Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. In der Tabelle der 29 Leistungsgruppen des Wohnhaus- und Siedlungsbaus (Statistik Austria, SB 2-10) trägt keine Gruppe den Namen „Erdarbeiten“; die nächsten sind „Roden, Baugrube, Sicherungen und Tiefgründungen“ (Nr. 1) und „Aufschließung, Infrastruktur“ (Nr. 2). In Deutschland nennt Destatis „Erdarbeiten“ als eigene Bauleistung im Preisindex für den Neubau von Wohngebäuden: +5,2 % im November 2019, +5,4 % im Mai 2026 und +6,1 % im August 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat.
Was die Zahlen nicht zeigen. Dass es keine Reihe gibt, kann eine Websuche nicht beweisen. Gelesen haben wir die Tabelle des Wohnbaus; die Tabelle des Tiefbaus im selben Bericht haben wir nicht verwendet (Basis und Bezug beim Lesen nicht eindeutig), und andere Veröffentlichungen der Statistik Austria haben wir nicht durchsucht. Die deutsche Reihe zeigt, dass eine eigene Reihe möglich ist, sagt aber nichts über Österreich.
Einstufung. Teilweise belegt: Für die gelesene Tabelle des Wohnbaus stimmt der Satz; als allgemeine Aussage über Österreich lässt er sich nicht beweisen.
Belege. Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2020; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Juli 2026; baulinks.de, Baupreise August 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Der Wert stimmt: Die Gruppe Nr. 1 des Berichts (Kennung LG03) steht 2025 bei 126,4. Er ist nach dem Personenaufzug (113,5) der zweitniedrigste der 29 Gruppen. Die Gruppe enthält neben der Baugrube auch Roden, Sicherungen und Tiefgründungen. Die benachbarte Gruppe „Aufschließung, Infrastruktur“ (Nr. 2) liegt bei 135,3, um 8,9 Indexpunkte höher; die Seite zählt sie zum Rohbau, nicht zu den Erdarbeiten.
Was die Zahlen nicht zeigen. Ob es die „beste“ Näherung ist, lässt sich aus den Zahlen nicht entscheiden; es ist eine Wertung der Seite. Wählt man statt der Baugrube die Aufschließung, wäre die Kennzahl für die Erdarbeiten um 8,9 Punkte höher. Der Index gilt für den Preis der Leistung im Wohnbau (Hochbau), nicht für Erdarbeiten im Straßen- oder Leitungsbau.
Einstufung. Teilweise belegt: Die Zahl ist richtig; dass sie die beste Näherung ist, ist eine Wertung ohne Messung.
Belege. Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Alle drei Zahlen sind belegt: 135,8 (Jahresdurchschnitt 2025, 2020 = 100, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026), 108,3 im Juli 2026 (2025 = 100, vorläufig) und +7,9 % gegenüber Juli 2025 (Pressemitteilung vom 14. August 2026). „Rund 147“ ist unsere Rechnung: 135,8 mal 1,083 ergibt 147,1. Der Baukostenindex für den Wohnhaus- und Siedlungsbau stieg im selben Zwölfmonatsvergleich um 5,2 % und steht, auf 2020 = 100 verkettet, bei 137,4.
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Wert für Juli 2026 ist vorläufig und ein einzelner Monat; er wird mit einem Jahresdurchschnitt als Anfangswert verkettet. Der Straßenbau-Index ist ein anderer Index als die „Baugrube“ im Satz davor: Er misst die Kosten der Baufirma im Tiefbau, die Baugrube den Preis der Leistung im Wohnbau. Die beiden Zahlen (126,4 und 135,8) lassen sich daher nicht unmittelbar vergleichen.
Einstufung. Gut belegt: Alle drei Zahlen stimmen mit amtlichen Veröffentlichungen überein, „rund 147“ ist richtig gerechnet.
Belege. Statistik Austria, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); leadersnet.at, Baukosten Juli 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Der Satz hat zwei Teile. Dass der Straßenbau stärker stieg, stimmt für den österreichischen Baukostenindex in beiden gemessenen Zeiträumen (+35,8 % gegen +30,2 % von 2020 bis 2025, +7,9 % gegen +5,2 % von Juli 2025 bis Juli 2026). Dass Diesel, Bitumen, Transport und Deponie die Ursache sind, zeigen die Zahlen nicht: Im Warenkorb des Wohnbau-Index (Basis 2025) haben Diesel und Treibstoffe, Transport, Deponie- und Recyclingkosten, bituminöses Mischgut sowie Kies, Splitt, Sand, Erde und Humus zusammen ein Gewicht von 3,4 % der Gesamtkosten (15,3 % der Sachkosten Baumeister); den Warenkorb des Straßenbau-Index haben wir nicht gelesen. Für Deutschland und die Slowakei trägt der Befund nicht durchgehend: Der deutsche Preisindex für den Straßenbau stieg in drei von fünf Berichtsmonaten stärker als der Gesamtindex, im Schockjahr 2021 aber weniger (+9,0 % gegen +14,4 %), obwohl Bitumen 2021 im Jahresdurchschnitt um 36,1 % stieg. In der Slowakei stieg der Tiefbau seit 2021 um 5,4 Punkte weniger als der Hochbau (Sekundärquelle, 1. Quartal 2025).
Was die Zahlen nicht zeigen. Auch der Baukostenindex enthält neben den Stoffpreisen Lohn und Geräte; ein Zusammenhang zwischen einzelnen Stoffpreisen und dem Index des Straßenbaus folgt nicht von selbst. Der Befund „Straßenbau stieg stärker“ gilt für zwei Zeiträume in einem Land und stützt keinen Satz über Erdarbeiten im Hochbau.
Einstufung. Vereinfachend: Der Befund (Straßenbau stieg stärker) gilt für Österreich, nicht überall und nicht in jedem Zeitraum; die Begründung ist eine Annahme, die die gelesenen Zahlen nicht tragen.
Belege. Statistik Austria, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2020; Destatis, Pressemitteilung vom 8. Jänner 2021; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2022; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Juli 2026; baulinks.de, Baupreise August 2026; Destatis, Baumaterialien 2021; CEIC, Baupreisindex Slowakei. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Im Warenkorb der Statistik Austria (Basis 2025) haben Transportbeton und Transportmörtel ein Einzelgewicht von 17,17 % in den Sachkosten Baumeister, Baustahl und Baustahlgitter von 14,88 %; zusammen sind das 32,0 %, fast ein Drittel, wie der Satz sagt. Dieselben beiden Positionen machen 7,13 % der Gesamtkosten aus (3,82 % und 3,31 %, die Zahlen der Tabelle daneben) und 14,3 % aller Sachkosten (Baumeister und Professionisten zusammen). Im ganzen Warenkorb sind sie die Positionen 1 und 2.
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Satz nennt die Bezugsgröße („in den Sachkosten der Baumeisterarbeiten“); wer ihn als „ein Drittel der Baukosten“ liest, setzt den Anteil um den Faktor 4,5 zu hoch an (32 % statt 7,1 %). Die Gewichte sind Anteile an den Kosten der Baufirma im Basisjahr, keine Preise und kein Bauvolumen; sie sagen nicht, wie stark sich die Preise der beiden Positionen änderten.
Einstufung. Gut belegt: Die Zahl ist richtig und die Bezugsgröße steht im Satz; eine Gefahr bleibt die Lesart „ein Drittel der Baukosten“.
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die Tabelle der Seite nennt elf Positionen der Sachkosten Baumeister und bezeichnet sie als „Rohbau-relevant“. Ihre Zahlen stimmen mit dem Warenkorb überein; zusammen machen sie 17,03 % der Gesamtkosten aus, das sind 76,5 % der Sachkosten Baumeister. Der Warenkorb teilt die Sachkosten aber in Baumeister und Professionisten ein, nicht in Rohbau und Ausbau: „Rohbau-relevant“ ist eine Zuordnung der Seite. Unter den elf Positionen sind Fertigputz, Estrich und Fliesenkleber (1,43 %) und Polystyrol-Schaumstoffplatten (1,31 %), die man auch dem Ausbau zuordnen kann. Im Abschnitt über die Gewerke hebt die Seite nur fünf Leistungsgruppen als „Rohbau im engeren Sinn“ hervor und zählt Putz- und Estricharbeiten nicht dazu. Umgekehrt fehlen Positionen, die für einen Rohbau eine Rolle spielen können: Holz bei den Baumeistern (0,80 %) und bei den Professionisten (1,70 %), verzinkte Feinbleche und Flachstahl bei den Professionisten (zusammen 2,91 %).
Was die Zahlen nicht zeigen. Die Summe von 17,03 % ist nicht „der Rohbau“: Sie lässt Holz, einen Teil der Stahlpositionen und den Lohn aus (der Lohn macht mit 50,2 % den größten Teil der Gesamtkosten aus). Was zum Rohbau zählt, legt die Seite fest; der Warenkorb enthält keine Einteilung nach Bauabschnitten, und die Seite benutzt „Rohbau“ in zwei Abgrenzungen.
Einstufung. Teilweise belegt: Die Zahlen stimmen, die Zuordnung ist Definitionssache und auf der Seite nicht einheitlich.
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Wir haben jede Zahl gegen den Warenkorb gelegt (Statistik Austria, Basis 2025, 85 Positionen). Alle 26 Zahlen stimmen, soweit die Seite rundet; die einzige Abweichung ist der Restbalken „Übrige Positionen“ mit 17,3 % statt 17,4 %, weil die Seite 100 minus die gerundeten Balken rechnet. Die Tabelle zeigt den Anteil an den Gesamtkosten (Transportbeton 3,82 %), das Diagramm das Einzelgewicht in den Sachkosten Baumeister (Transportbeton 17,2 %); beides ist dieselbe Position (17,17 % mal 22,25 % ergibt 3,82 %).
Was die Zahlen nicht zeigen. Tabelle und Diagramm zeigen verschiedene Bezugsgrößen und verschiedene Auswahlen: Das Diagramm führt Holz und fasst zwei Gerätepositionen zusammen, die Tabelle lässt Holz weg. Das Diagramm hat keinen Achsentitel; die Bezugsgröße steht im Satz davor und im Hinweistext. Wie die Gewichte ermittelt wurden, steht in der gelesenen Tabelle nicht; den Forschungsbericht dazu haben wir nicht gelesen. Ein Gewicht beschreibt die Zusammensetzung der Kosten im Basisjahr, nicht, was ein bestimmtes Haus kostet.
Einstufung. Gut belegt: Alle Zahlen stimmen mit dem amtlichen Warenkorb überein; die 0,1 Prozentpunkte beim Restbalken sind eine Rundung.
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Das Gewicht stützt den ersten Teil: Transportbeton und Baustahl sind die größten Positionen der Sachkosten Baumeister (32,0 % zusammen) und im ganzen Warenkorb die Positionen 1 und 2 (3,82 % und 3,31 % der Gesamtkosten). Für den Stahl stützt auch der Preis den Rat: Eisen und Stahl verteuerte sich von Dezember 2020 bis Mai 2022 um 144,6 % (WIFO). Für Transportbeton haben wir keinen Preisverlauf gelesen. Auch andere Positionen tragen mehr als 2 % der Gesamtkosten, etwa Holz (2,50 %, beide Gruppen zusammen), verzinkte Feinbleche (2,38 %) und Fenster (2,10 %).
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Satz ist ein Rat, keine Messung. Ein Gewicht sagt, wie groß eine Position im Index ist, nicht, wie stark ihr Preis schwankt und ob sich ein Risiko absichern lässt; das hängt von Vertragsart (Fixpreis, veränderlicher Preis), Marktlage und Laufzeit ab, wozu wir nichts gelesen haben. Ein Rat, der nur auf dem Gewicht beruht, ist unvollständig.
Einstufung. Teilweise belegt: Für den Stahl tragen Gewicht und Preissprung den Rat, für den Beton fehlt der Preisverlauf; als Rat ist der Satz keine Aussage, die sich messen lässt.
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; WIFO, Prognose der Baukostenentwicklung bis 2023 (September 2022). Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Im Baukostenindex fehlen Marketing und Vertrieb: Wir haben den vollständigen Warenkorb (Basis 2025) mit seinen 85 Positionen gelesen und in den Bezeichnungen nach Marketing, Vertrieb, Makler, Provision und Werbung gesucht; es gibt keine solche Position. Einen eigenen Index der Statistik Austria für Vermarktungskosten haben wir bei einer Websuche nicht gefunden.
Was die Zahlen nicht zeigen. Dass es nirgends einen solchen Index gibt, kann eine Websuche nicht beweisen, und auch von anderen Stellen (Kammern, Verbände, private Anbieter) haben wir keine Reihe gelesen. Der Satz sagt nichts über die Höhe der Vermarktungskosten.
Einstufung. Teilweise belegt: Für den Baukostenindex ist es geprüft; dass es überhaupt keinen Index gibt, ist nicht gefunden, aber nicht bewiesen.
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Wir haben keine Studie, Umfrage oder Statistik gefunden, die zeigt, wie Bauträger Marketing und Vertrieb kalkulieren, weder für Österreich noch für Deutschland, die Slowakei oder die EU-27 (Websuche, keine Fachdatenbank). Die Seite sagt selbst, es seien Richtwerte aus der Praxis. Ob und wie verbreitet es ist, diese Kosten als Prozentsatz der Gesamtinvestition anzusetzen, ist damit nicht belegt.
Was die Zahlen nicht zeigen. Die Bezugsgröße „Gesamtinvestition“ ist weiter als die Baukosten dieses Kapitels (sie enthält auch Grund, Planung, Finanzierung und weitere Kosten des Bauträgers); die Prozentsätze lassen sich daher nicht auf die Baukosten anwenden. Ob Gesamtinvestition, Verkaufspreis oder Baukosten die übliche Bezugsgröße ist, haben wir ebenfalls nicht gefunden.
Einstufung. Populäres Modell: eine weit verbreitete Annahme, zu der wir keine Messung gefunden haben. Das ist kein Urteil gegen den Satz, sondern der Stand unserer Suche.
Belege. Keine Quelle gefunden, die diese Aussage nennt oder prüft (Websuche, keine Fachdatenbank).
Was vorliegt. Die Seite nennt die Spanne ohne Quelle als Richtwert aus der Praxis. Wir haben weder eine Erhebung der Marketingkosten von Bauträgerprojekten noch eine Quelle für diese Spanne gefunden (Österreich, Deutschland, Slowakei, EU-27; Websuche, keine Fachdatenbank). Anders als beim Vertrieb gibt es hier auch keine Rechtsnorm, die einen Teil des Rahmens belegt.
Was die Zahlen nicht zeigen. Unklar bleibt, was die Spanne umfasst („Schaltung“ meint vermutlich die Schaltung von Anzeigen; die Seite erklärt es nicht), ob eigene Mitarbeiter und interne Kosten enthalten sind und für welche Projektgröße sie gilt. Eine Spanne von 0,5 bis 1,5 % sagt nichts über den Einzelfall: Zahl der Einheiten, Lage und Marktlage verschieben sie, ohne dass wir dazu Zahlen gelesen hätten.
Einstufung. Populäres Modell: ein Erfahrungswert ohne Quelle und ohne Gegenprobe; eine Aussage, die wir nicht prüfen konnten.
Belege. Keine Quelle gefunden, die diese Aussage nennt oder prüft (Websuche, keine Fachdatenbank).
Was vorliegt. Den Richtwert selbst belegt keine gelesene Quelle. Belegen lässt sich nur ein Teil des Rahmens, die Provision des Maklers: In Österreich nennt der Auszug der Standes- und Ausübungsregeln für Immobilienmakler (§ 15) als Höchstprovision für die Vermittlung von Kaufgeschäften 4 % des Wertes bis 36.336,42 € und 3 % darüber (zur Umsatzsteuer und dazu, ob der Satz je Vertragspartei gilt, sagt der Auszug nichts); ein Ratgeber (Infina, 2. September 2026) nennt 3,0 % netto und 3,6 % mit Umsatzsteuer, je Vertragspartei. In Deutschland regelt § 656d BGB nicht die Höhe, sondern die Verteilung der Maklerkosten beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses. Für die Slowakei und die EU-27 haben wir keine Regel gefunden. Die Obergrenze für eine Vertragspartei (3,0 % netto, 3,6 % brutto) liegt innerhalb der Spanne von 2 bis 4 %.
Was die Zahlen nicht zeigen. Das macht die Spanne nicht belegt: Die Provision bemisst sich nach dem Wert des Geschäfts, also dem Kaufpreis („des Wertes“ im Auszug); die Richtwerte der Seite beziehen sich auf die Gesamtinvestitionskosten des Bauträgers. Der Vertrieb eines Bauträgerprojekts enthält nach der Seite noch mehr als den Makler, und ob und wie weit der Bauträger die Provision trägt, ist nicht Gegenstand der gelesenen Texte. Die Rechtsnormen betreffen die Höchstprovision des Maklers, nicht die Höhe der Vertriebskosten.
Einstufung. Populäres Modell: Der Rechtsrahmen für den Makler ist belegt, der Richtwert der Seite nicht.
Belege. Standes- und Ausübungsregeln für Immobilienmakler, § 15; Infina, Maklergebühren beim Kauf; BGB § 656d, Vereinbarungen über die Maklerkosten. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die Rechnung der Seite ist richtig: Alle 16 Jahreswerte und der Wert für Juli 2026 stimmen mit unserer Reihe überein (WKO-Jahrbuch, Basis 1990; OeNB-Tabelle), und das voreingestellte Ergebnis ist dasselbe (500.000 € aus dem Jahr 2010 ergeben 819.800 €). Mit dem jüngsten Monat, dem September 2026, ergibt dieselbe Rechnung 824.700 €. Das Ergebnis ist die Veränderung des Baukostenindex, nicht der Preis eines bestimmten Bauvorhabens.
Was die Zahlen nicht zeigen. Drei Dinge sind zu klären, keines betrifft die Rechnung. Erstens das Maß: Ein Angebot ist ein Preis, der Baukostenindex misst die Kosten der Baufirma. Von 2020 bis 2025 stieg er um 30,2 %, der Baupreisindex um 36,3 %; aus 500.000 € des Jahres 2020 werden 651.200 € gegen 681.500 €. Außerdem gilt er für den Wohnbau insgesamt, nicht für den Rohbau allein. Zweitens die Zeile 2026 in der Tabelle der Seite: Sie vergleicht den Juli 2026 mit dem Jahresdurchschnitt 2025 (+5,5 %); die amtliche Rate zum Juli 2025 beträgt +5,2 %. Drittens „heute“: Die Seite nennt den Juli 2026, die OeNB-Tabelle hat inzwischen Werte bis September 2026. Die Seite sagt selbst „Richtwert“ und verweist auf Region, Auslastung und Vertragsart; das trifft zu.
Einstufung. Teilweise belegt: Die Rechnung ist richtig. Ob der Baukostenindex das passende Maß für ein Angebot ist, ist offen: Ein Angebot ist ein Preis, und für die Zeit vor 2020 liegt uns keine Preisreihe auf derselben Basis vor.
Belege. WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; leadersnet.at, Baukosten Juli 2026; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Ein Drittel entspricht rund 33 %. In den fünf Reihen, die wir auf 2021 = 100 gebracht haben, liegt der Anstieg von 2021 bis 2025 zwischen 17,9 % (Österreich, Baukostenindex) und 46,4 % (Slowakei); Deutschland liegt mit 33,9 % am nächsten bei einem Drittel, die österreichischen Baupreise (26,2 %) und die EU-27 (24,3 %) liegen darunter. Mit dem Basisjahr 2020 statt 2021 fallen die österreichischen Werte höher aus, weil der Anstieg des Jahres 2021 (Baupreise 8,0 %, Baukosten 10,4 %) dann mitgezählt wird: Baupreise 36,3 %, Baukosten 30,2 %. Für die Slowakei und die EU-27 haben wir keine Werte für 2020. Für Deutschland ergibt die Reihe ab 2020 (91,7 auf der Basis 2021 = 100, Eigene Rechnung) 46,0 %; der Jahreswert 2020 enthält aber die Senkung der Umsatzsteuer von Juli bis Dezember 2020 und taugt als Basis nur eingeschränkt.
Was die Zahlen nicht zeigen. Die Reihen messen nicht dasselbe: Österreich Kosten oder Preise ohne Umsatzsteuer für den Wohnbau, Deutschland Preise mit Umsatzsteuer, Slowakei Bauleistungen insgesamt, EU-27 neue Wohngebäude. Das Basisjahr entscheidet mit: 2021 beginnt der Vergleich erst nach dem ersten Anstieg. „Ein Drittel“ liegt etwa in der Mitte einer Spanne von rund 18 % bis 46 %, passt aber nur bei Deutschland genau und ist nicht der Wert eines Raums; für den einzelnen Bauherrn zählt der Preis seines Vorhabens, den kein Index misst.
Einstufung. Teilweise belegt: Dass Bauen in allen vier Räumen deutlich teurer wurde, ist belegt (rund 18 % bis 46 % in vier Jahren); „ein Drittel“ trifft nur einzelne Reihen und hängt vom Basisjahr ab.
Belege. WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau; ASB.sk, Bauleistungen 2021; Standard.sk, Bauleistungen 2022; teraz.sk, Bauleistungen 2023; teraz.sk, Bauleistungen 2024; TASR, Bauleistungen 2025; Eurostat, News vom 25. Juni 2026; IndexBox, Baupreise neuer Wohngebäude. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Nur für Österreich liegt eine Zerlegung vor (Eigene Rechnung): Von 2023 bis 2025 entfielen 96 % des Anstiegs des Baukostenindex auf den Lohn, von 2020 bis 2025 43 %, während von 2020 bis 2023 der Teilindex „Sonstiges“ den größeren Anteil trug (73 % des Anstiegs; Reiter „Lohn gegen Material“). Für Deutschland haben wir keine Zerlegung des Baupreisindex in Lohn und Material; nebeneinander stehen der Tariflohn West (2021 bis 2025 +14,3 %) und der Baupreisindex (+33,9 %), die Löhne stiegen hier also weniger als die Preise. Für die Slowakei stehen Bauleistungen (verkettet 2021 bis 2025 +52,0 %) und Baumaterialien (+44,8 %) nebeneinander; einen Lohnindex der Bauwirtschaft haben wir nicht gefunden (der gesetzliche Mindestlohn aller Branchen stieg um 31,0 %). Für die EU-27 haben wir keine Zerlegung gelesen. Die Arbeitskosten je Stunde im Bau stiegen im 4. Quartal 2025 in allen vier Räumen (3,7 % bis 7,4 % im Vorjahresvergleich).
Was die Zahlen nicht zeigen. Eine Zerlegung nach Ursachen zeigt keine der Reihen: Dass auf den Lohn 2023 bis 2025 fast der ganze Anstieg des Baukostenindex entfällt, ist eine Aufteilung der Rechnung in einem Index mit festen Gewichten, keine Ursachenanalyse, und selbst für Österreich liegt für 2026 keine Zerlegung vor. Die Reihenfolge „zuerst Material, dann Lohn“ ist in Österreich sichtbar; in Deutschland und der Slowakei stiegen die materialnahen Reihen 2021 und 2022 ebenfalls früher als die lohnnäheren (Tariflohn, Bauleistungen insgesamt), vergleichbar ist das aber nur in der Richtung, und ein „Treiber“ lässt sich daraus nicht ablesen. Für Deutschland, die Slowakei und die EU-27 fehlt die Grundlage für „überall“.
Einstufung. Vereinfachend: Für Österreich von 2023 bis 2025 teilweise belegt (Zeile „Lohn ist der eigentliche Treiber“), für die anderen Räume fehlt die Zerlegung; „überall“ verallgemeinert einen Fall.
Belege. Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; HDB, Löhne und Entgelte im Baugewerbe; Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau; teraz.sk, Bauleistungen 2023; teraz.sk, Bauleistungen 2024; TASR, Bauleistungen 2025; IZ, Entwicklung des Mindestlohns; Eurostat, Euro Indicators vom 19. März 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Von 2021 bis 2025 stiegen die Baupreise in Österreich um 26,2 %, die Verbraucherpreise um 24,8 %: ein Abstand von 1,4 Pp. In der EU-27 liegt der Abstand bei 2,1 Pp (24,3 % gegen 22,2 %, harmonisierter Index), in Deutschland bei 15,7 Pp (33,9 % gegen 18,2 %). Für die Slowakei haben wir die Verbraucherpreise nur bis 2023 gefunden; der Vergleich bleibt offen. Über einen anderen Zeitraum und mit den Kosten statt der Preise kehrt sich das Bild für Österreich um: Der Baukostenindex stieg von 2018 bis 2025 um 32,7 %, die Verbraucherpreise um 34,7 %: ein Abstand von −2,0 Pp.
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Abstand in Österreich und der EU-27 ist klein und hängt vom gewählten Zeitraum und vom Maß (Kosten oder Preise) ab; aus einem Abstand von ein bis zwei Prozentpunkten lässt sich kein Unterschied zwischen Bau- und Verbraucherpreisen ablesen. Verbraucherpreise messen den Warenkorb privater Haushalte, nicht die Preise, die ein Bauherr zahlt; sie dienen hier nur als gewohnter Maßstab. Dass der Abstand in Deutschland deutlich größer ist, gilt für Preise einschließlich Umsatzsteuer und für 2021 bis 2025.
Einstufung. Teilweise belegt: Die Baupreise stiegen von 2021 bis 2025 stärker als die Verbraucherpreise (knapp in Österreich und der EU-27, deutlich in Deutschland); für die Slowakei fehlt der Vergleich, und für die österreichischen Baukosten von 2018 bis 2025 ist es umgekehrt.
Belege. Statistik Austria, Jahresinflation 2025; WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Destatis, Inflationsrate 2025; Destatis, Tabelle Verbraucherpreisindex (vpi001j); Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); CBS, HVPI Euroraum und EU; Eurostat, Euro Indicators vom 19. Jänner 2026; WIFO, Tabelle 1.4 Verbraucherpreise; Eurostat, News vom 25. Juni 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Die Datenreihen in den Zeilen stammen aus denselben Tabellen wie die Reiter „Gesamt“ bis „Rechner“; Stand der Daten: 19. Oktober 2026 (Österreich bis September 2026). Was wir nicht gefunden haben, steht in der Karte „Was dieses Kapitel nicht enthält“, wo sich Quellen widersprechen, in der Karte „Wo sich Zahlen widersprechen“.
Kennzeichen, Belegstufe und Lesestufe
Jede Karte dieses Kapitels trägt oben links Kennzeichen. Sie sagen, aus welcher Art von Information die Karte besteht, denn Messwerte, Modelle und Eigene Rechnungen sind nicht gleich verlässlich und sollten nicht vermischt werden.
| Kennzeichen | Bedeutung |
|---|---|
| Messwert | Eine Zahl, die eine Behörde, eine Zentralbank oder ein Statistikamt gemessen oder erhoben hat. Datum, Bezugsbasis und Quelle stehen dabei. |
| Eigene Rechnung | Von uns aus Messwerten gerechnet, zum Beispiel auf eine gemeinsame Basis umgerechnet, verkettet oder durch die Verbraucherpreise geteilt. Die Rechnung steht dabei, damit sie sich nachvollziehen lässt. |
| Modell | Eine Rechnung unter offen genannten Annahmen. Das Ergebnis folgt aus den Annahmen und ist weder eine Messung noch eine Prognose. |
| Rechner | Ein Werkzeug, in dem sich die Eingaben ändern lassen; das Ergebnis ändert sich mit. |
| Rechtslage | Was ein Gesetz oder Standesregeln vorsehen, mit Fundstelle. Eine Zusammenfassung ersetzt keine Rechtsberatung. |
| Übersicht | Eine Zusammenstellung oder Einordnung, keine einzelne Messung. |
Davon sind zwei Skalen zu trennen. Die Belegstufe gehört zu einer Aussage (Karte „Die Leiter“): Wie gut ist sie durch Messungen gedeckt, die wir gelesen haben? Die Lesestufe gehört zu einer Quelle (Quellenblock am Ende der Seite): Wie viel haben wir von ihr gesehen, den ganzen Text, Teile, nur die Pressemitteilung, eine Datenbankabfrage, eine Seite, die die Zahl wiedergibt, oder nur einen Suchtreffer? Die Lesestufe sagt nichts über die Güte der Quelle, nur über das, was wir gesehen haben. Gelesen wurde über ein Abrufwerkzeug, das Seiten wiedergibt; wichtige Zahlen wurden mehrfach abgeglichen, und am 19. Oktober 2026 hat eine zweite, unabhängige Stelle mehr als 250 Werte erneut gegen die Quellen gelesen (keine Zahl wich ab; geändert wurden Quellenangaben, Bezeichnungen und Vorbehalte). Ein Abgleich mit den gedruckten Fassungen steht aus.
Was wir nicht gefunden haben, was wir nicht gelesen haben und was bewusst fehlt
Dieses Kapitel ist so vollständig, wie die Quellen es zuließen, und nicht vollständiger. „Nicht gefunden“ heißt: Wir haben bei unserer Suche keinen Wert gefunden (Websuche, keine Fachdatenbank); es heißt nicht, dass es ihn nicht gibt. „Nicht gelesen“ heißt: Die Quelle ist bekannt oder naheliegend, wir haben sie nicht geöffnet. Was fehlt, steckt in keinem Ergebnis; jedes Ergebnis gilt nur für die Daten, die wir hatten.
| Was fehlt | Stand | Wo es sich auswirkt |
|---|---|---|
| Preis je Quadratmeter Bauen | In keinem der vier Räume gefunden. Alle Vergleiche beruhen auf Indizes (Veränderungen), nicht auf Preisniveaus. Eurostat nennt ein Preisniveau der Bauleistungen nur für Deutschland (145 bei EU = 100, 2024). | Überblick |
| Gewichte der Indizes außerhalb Österreichs | Der österreichische Warenkorb (Basis 2020 und 2025) ist gelesen. Das Wägungsschema des deutschen Baupreisindex haben wir nicht gelesen; für die Slowakei und die EU-27 haben wir nichts gefunden. | Warenkorb: Vergleich |
| Kostenstruktur der Bauunternehmen in der Slowakei und der EU-27 | Österreich (2024) und Deutschland (2021 und 2018, beides Sekundärquellen) sind gelesen. Für die Slowakei und die EU-27 haben wir nichts gefunden. Eine direkte Abfrage der Strukturellen Unternehmensstatistik bei Eurostat war nicht möglich, das Abrufwerkzeug lehnte sie ab; wir haben das nicht umgangen. | Warenkorb: Vergleich |
| Maklerprovision in der Slowakei und der EU-27 | Österreich (Standes- und Ausübungsregeln § 15, ein Leitfaden) und Deutschland (§ 656d BGB, regelt die Aufteilung, nicht die Höhe) sind gelesen; für die Slowakei und die EU-27 haben wir keine Regel gefunden. | Warenkorb: Marketing und Vertrieb |
| Erhebungen zu Marketing und Vertrieb von Bauträgern | Keine Studie, Umfrage oder Statistik gefunden (Österreich, Deutschland, Slowakei, EU-27), ebenso keinen eigenen Index der Statistik Austria für Vermarktungskosten. Die Richtwerte der Ausgangsseite haben daher keinen Beleg. | Warenkorb: Marketing und Vertrieb |
| Baumeisterarbeiten und Rohbau als eigene Reihe | Gelesen sind die Baumeisterarbeiten für 2025 (Teilindizes Lohn und Sonstiges) und der Baupreisindex nach 29 Leistungsgruppen für 2025 gegen 2020. Eine längere Reihe der Baumeisterarbeiten, etwa seit 2010, liegt uns nicht vor; der Rohbau im engeren Sinn ist deshalb nur in Ausschnitten belegt. | Lohn gegen Material, Gewerke |
| Baupreise vor 2020 und außerhalb Österreichs | Österreich: Der Baupreisindex ist auf der Basis 2020 erst ab 2020 veröffentlicht; für 2018 und 2019 gibt es nur die Baukosten (aus der Reihe mit Basis 1990 umgerechnet, Eigene Rechnung). Deutschland: 2018 bis 2021 nur auf der alten Basis 2015 (Erstveröffentlichungen). Slowakei und EU-27: 2018 bis 2020 nicht gefunden. | Gesamt |
| Werte für 2026 | Österreich: Baukostenindex als Monatswerte bis September, vom Baupreisindex nur das 1. Quartal; keine Aufteilung in Lohn und Sonstiges, keine Leistungsgruppen, keine Einzelstoffe. Deutschland: die Berichtsmonate Februar, Mai und August, wenige Gewerke. Slowakei: April und Juni. EU-27: nichts gefunden. | Gesamt |
| Lohn gegen Material außerhalb Österreichs | Für Deutschland und die Slowakei stehen nur Näherungen nebeneinander (Tariflohn gegen Erzeugerpreise, Bauleistungen gegen Baumaterialien). Einen Lohnindex der slowakischen Bauwirtschaft haben wir nicht gefunden, nur Mindestlohn und den Baulohn 2023. Für die EU-27 haben wir keine Zerlegung gelesen. | Lohn gegen Material, Löhne |
| Preise einzelner Stoffe nach dem Schock | Die Materialübersicht des WIFO endet im Mai 2022. Deutsche Erzeugerpreise einzelner Stoffe haben wir für 2021 und 2022, für die Slowakei einzelne Stoffe für 2021 aus der Presse, für die EU-27 keine. Ob die Spitzen zurückkamen, lässt sich daher nur am Teilindex „Sonstiges“ ablesen. | Preisschock |
| Arbeitskosten im Bau in Euro für Österreich und die Slowakei | Euro-Werte für das Baugewerbe haben wir nur für den EU-27-Durchschnitt, den Euroraum und Deutschland gelesen; für Österreich und die Slowakei nur Veränderungsraten. | Löhne |
| Verbraucherpreise der Slowakei seit 2024 | Die Verbraucherpreise der Slowakei haben wir nur bis 2023 gefunden; der Vergleich der Baupreise mit der Inflation bleibt dort offen. | Gesamt |
| Bewusst nicht Teil des Kapitels | Prognosen und Empfehlungen zum Bauen, Kaufen oder Verkaufen; Grundstücks- und Immobilienpreise, Zinsen und Finanzierung (siehe Kapitel 13); Qualität, Ausstattung und Energiestandard eines Gebäudes; Förderungen; die Kosten eines bestimmten Bauvorhabens. Ein Index sagt, wie viel teurer etwas wurde, nicht, was ein Haus kostet. | · |
Zur Lesart. Die Seite des Statistikamts zu lesen und die Seite eines Datenportals zu lesen ist nicht dasselbe; die Lesestufe jeder Quelle steht im Quellenblock. Seiten, die der Abruf verweigerte, haben wir nicht auf anderem Weg beschafft.
Belege. Eurostat, Statistics Explained, Preisniveau der Investitionen; Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; HDB, Wichtige Baudaten 2023, Kostenstruktur Bauhauptgewerbe 2021; Bauprofessor, Kostenstruktur im Baugewerbe 2018; WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bau (1010), 2024; WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bauindustrie (2090), 2024; Standes- und Ausübungsregeln für Immobilienmakler, § 15; Infina, Maklergebühren beim Kauf; BGB § 656d, Vereinbarungen über die Maklerkosten; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; WIFO, Prognose der Baukostenentwicklung bis 2023 (September 2022); Eurostat, Euro Indicators vom 19. März 2026; IZ, Entwicklung des Mindestlohns. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Ausgaben, Maße und Seiten: was wir verwenden und warum
Wer mehrere Quellen liest, findet Zahlen, die nicht übereinstimmen. Das gehört zur Sache: Statistiken werden nachträglich korrigiert, Maße und Zeiträume unterscheiden sich, und Medien geben Zahlen nicht immer so wieder, wie sie in der Quelle stehen. Hier stehen die Widersprüche, die uns beim Lesen für dieses Kapitel aufgefallen sind, mit dem Wert, den wir verwenden, und dem Grund.
| Gegenstand | Früherer Wert | Späterer Wert | Hier verwendet |
|---|---|---|---|
| Baukostenindex Wohnhaus- und Siedlungsbau, Jahreswerte 2023 bis 2025 | Basis 2020 = 100: 2023 122,9 (+1,1 %), 2024 127,3 (+3,6 %), 2025 130,2 (+2,3 %) (Bericht SB 2-12, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026; die Raten sind aus den Indexwerten gerechnet, Eigene Rechnung) | Basis 2025 = 100: 2023 93,9 (+1,3 %), 2024 97,5 (+3,8 %), 2025 100,0 (+2,6 %) (OeNB-Tabelle 6.5, Stand 17. Oktober 2026) | Bis 2025 die Reihe mit Basis 2020, für 2026 die Monatswerte der neuen Basis. Die Jahresraten weichen um 0,2 bis 0,3 Prozentpunkte ab. Die beiden Warenkörbe gewichten den Lohn verschieden (49,13 % gegen 50,23 %); ob das die Abweichung erklärt, steht in den gelesenen Seiten nicht. |
| Baukostenindex Juli 2026 (Basis 2025 = 100) | 105,5, +5,2 % zum Juli 2025, vorläufig (Pressemitteilung vom 14. August 2026) | 105,7, +5,2 % (OeNB-Tabelle, Stand 17. Oktober 2026) | Der Wert der Tabelle (105,7). Die Rechnung der Ausgangsseite mit 105,5 bleibt als Prüfwert bestehen (Reiter „Rechner“). |
| Baupreisindex Neubau Wohngebäude Deutschland, Jahresrate 2022 | +16,4 % (Destatis, Pressemitteilung vom 1. Februar 2023; die Basis nennt der Text nicht, es ist die Reihe mit Basis 2015) | +16,3 % (Bremer Übersicht der aktuellen Destatis-Reihe, Basis 2021 = 100: 116,3 gegenüber 100,0) | Die Rate der aktuellen Reihe (16,3 %), die Erstveröffentlichung in Klammern (Reiter „Gesamt“). |
| Baupreisindex Neubau Wohngebäude Deutschland, Vorjahresvergleich je Berichtsmonat | Titel der damaligen Pressemitteilungen: Februar 2021 +3,1 %; Mai 2021 +6,4 %; August 2021 +12,6 %; November 2021 +14,4 %; Februar 2022 +14,3 %. Nur bei November 2021 wurde der volle Text gelesen. | Tabelle bpr110 (Basis 2021 = 100), in derselben Reihenfolge: +3,0 %; +6,6 %; +12,8 %; +14,6 %; +14,5 % | Für die Berichtsmonate der Pressemitteilungen deren Wert (zum Beispiel November 2021). Er weicht um 0,1 bis 0,2 Prozentpunkte von der heutigen Reihe ab; die Quellen nennen keine Ursache. |
| Gegenstand | Eine Angabe | Eine andere Angabe | Hier verwendet |
|---|---|---|---|
| Österreich, Baukostenindex Wohnhaus- und Siedlungsbau 2021 und 2022 (Bericht vom Dezember 2022, zwei Tabellen) | Erste Tabelle: 2021 Lohn 102,1, Sonstiges 118,6, insgesamt 110,4; 2022 Lohn 105,1, Sonstiges 137,5, insgesamt 121,6 | Zweite Tabelle: 2021 Lohn 102,3, Sonstiges 117,0, insgesamt 109,4; 2022 Lohn 105,5, Sonstiges 138,2, insgesamt 121,4 | Die erste Tabelle, weil ihre Gesamtwerte zur Pressemitteilung vom 13. Jänner 2023 (121,6 im Jahr 2022) und zu den Raten für 2023 im Bericht vom Dezember 2024 passen. Welche Überschrift zu welcher Tabelle gehört, geht aus dem gelesenen Textauszug nicht eindeutig hervor. Die Unterschiede betragen höchstens 1,6 Punkte (Karte „Österreich: Lohn und Sonstiges im Baukostenindex“). |
| Deutschland, Index der Baukosten oder Baupreise neuer Wohngebäude, 3. Quartal 2025 (2021 = 100) | Eurostat (Datenbank sts_copi, dort als Kostenindex geführt): 121,9 | Destatis, Baupreisindex einschließlich Umsatzsteuer, Berichtsmonat August: 134,3 | Für die deutsche Reihe Destatis (Preise einschließlich Umsatzsteuer, mit Werten je Monat und Gewerk). Der Unterschied von 12,4 Punkten wird genannt; worin er besteht, sagen die gelesenen Seiten nicht. |
| Deutschland, Baukostenindex Wohnbau 2022 (2015 = 100) | Eurostat über DBnomics: 137,4 | OECD über FRED: 147,75 (7,5 % höher, Eigene Rechnung) | Keine der beiden Reihen geht in die Rechnungen ein. Die Reihen sind verschieden bezeichnet; die Ursache ist nicht geklärt. |
| Österreich, Straßenbau | Baukostenindex Straßenbau, Jahresdurchschnitt 2025: 135,8 (2020 = 100; Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026) | Baupreisindex, Tabelle Tiefbau im Bericht SB 2-10: Straßenbau 106,5 (die Basis blieb beim Lesen unklar) | Nur der Baukostenindex. Die Tabelle des Tiefbaus haben wir nicht verwendet: Kosten und Preise sind verschiedene Indizes, und die Basis blieb unklar. |
| Österreich und Deutschland, Anteil der Löhne an den Baukosten | Warenkorb des Baukostenindex (Basis 2025): Lohn 50,2 % der Gesamtkosten | Unternehmensstatistik: Personalaufwand 26,2 % bis 33,3 % des Produktionswertes (Österreich 2024, Deutschland 2021) | Beide mit Maß und Bezug; sie messen Verschiedenes (Karte „Lohn im Index, Personalaufwand in den Unternehmen“). |
| Gegenstand | Ausgangsseite | Quelle oder Nachrechnung | Zeile |
|---|---|---|---|
| Mindeststundenlohn Facharbeiter 2022 und 2023 | 16,01 € und 17,53 € (aus Prozentsätzen zurückgerechnet) | 16,02 € (veröffentlicht) und 17,54 € (Eigene Rechnung) | „Facharbeiter 14,20 € und 19,99 €“ |
| „Inflation des Vorjahres“, 2022 | 8,6 % (Rate des Jahres 2022 selbst) | Vorjahr 2021: 2,8 %; die Erhöhung ab 1. Mai 2022 (4,20 %) lag darüber | „2022: Inflation 8,6 %, Löhne +4,2 %“ |
| Baukosten seit 2018 | +40 % (Jahresdurchschnitt 2018 bis Juli 2026) | +32,7 % von Jahresdurchschnitt zu Jahresdurchschnitt (2018 bis 2025) | „Baukosten +40 % seit 2018“ |
| Warenkorb: Restbalken „Übrige Positionen“ | 17,3 % | 17,4 % (100 minus die genauen Balken; die Seite rechnet mit den gerundeten) | „Tabelle und Diagramm“ |
| Rechner: Zeile 2026 und „heute“ | 2026 gegenüber Jahresdurchschnitt 2025: +5,5 %; „heute“ ist Juli 2026 | Rate gegenüber Juli 2025: +5,2 %; neuester Monat im Kapitel: September 2026 | „Hochrechnung auf heute“ |
Zur Lesart. Ein Widerspruch heißt nicht, dass eine Seite falsch ist. Meist unterscheiden sich Daten, Methode, Stichtag oder Definition. Wo wir den Grund nicht kennen, steht, dass er nicht genannt ist. Die Seiten wurden zwischen dem 16. und dem 19. Oktober 2026 gelesen; Zahlen können sich später ändern.
Belege. Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2022 (Bericht); Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2024 (Bericht); Statistik Austria, Pressemitteilung Baukostenindex Dezember 2022; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026; OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; Destatis, Baumaterialien 2022; Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau; Destatis, Pressemitteilung zum Februar 2021; Destatis, Pressemitteilung zum Mai 2021; Destatis, Pressemitteilung zum August 2021; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2022; Destatis, Pressemitteilung zum Februar 2022; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); baulinks.de, Baupreise August 2026; Eurostat sts_copi_q (über DBnomics); OECD über FRED, Baukosten Wohnbau Deutschland; Eurostat sts_copi_a (über DBnomics); Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bau (1010), 2024; WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bauindustrie (2090), 2024; HDB, Wichtige Baudaten 2023, Kostenstruktur Bauhauptgewerbe 2021; WKO, Kollektivvertrag Bau 2022; WKO, Kollektivvertrag Bau Abschluss 2023; Statistik Austria, Jahresinflation 2025; WKO, Statistisches Jahrbuch, Verbraucherpreisindex; WKO, Statistisches Jahrbuch, Baukostenindex Basis 1990; leadersnet.at, Baukosten Juli 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Dieser Reiter gibt keine Empfehlung zum Bauen, Kaufen, Verkaufen oder Investieren und ist keine Anlageberatung.
Die Fachwörter dieses Kapitels in einfacher Sprache, nach Themen geordnet, mit Zahlen aus denselben Daten wie die übrigen Reiter. Zu jedem Eintrag stehen die Quellen, auf die sich die Erklärung stützt; was wir selbst erklären oder gerechnet haben, ist als eigene Erklärung gekennzeichnet. Die vollständigen Angaben zu den Quellen stehen unten im Quellenblock. Ein Eintrag erklärt ein Wort und gibt keine Empfehlung.
Der Index der Kosten, die eine Baufirma für Lohn, Material, Energie, Transport und Geräte trägt, wenn sie ein Wohnhaus baut. Statistik Austria veröffentlicht ihn für den Wohnhaus- und Siedlungsbau, ohne Umsatzsteuer, als Monatswert und als Jahresdurchschnitt (bis 2025 mit der Basis 2020 = 100, seit Jänner 2026 mit der Basis 2025 = 100). Eurostat beschreibt den österreichischen Index als Input-Preisindex, der Produktivität, Margen und Steuern der Bautätigkeit nicht enthält. Er teilt sich in die Teilindizes Lohn und Sonstiges. Beispiel: Der Jahresdurchschnitt stieg von 100,0 (2020) auf 130,2 (2025), das sind +30,2 %. Der Index sagt, um wie viel teurer eine unveränderte Zusammensetzung von Kosten wurde, nicht, was ein Haus kostet.
Belege. Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Eurostat, Metadaten Österreich; OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5).
Im Kapitel. Österreich: Kosten und Preise seit 2018 (Gesamt) · Was die Indizes messen (Gesamt) · Österreich: Lohn und Sonstiges im Baukostenindex (Lohn gegen Material)
Der Index der Preise, die der Bauherr für die Bauleistung zahlt. Statistik Austria veröffentlicht ihn für den Wohnhaus- und Siedlungsbau ohne Umsatzsteuer als Quartalswert und als Jahresdurchschnitt (2020 = 100) und gliedert ihn in 29 Leistungsgruppen. Von 100,0 (2020) stieg der Jahresdurchschnitt auf 136,3 (2025), das sind +36,3 %. Dieselbe Bezeichnung trägt in Deutschland ein anderer Index: Der Baupreisindex von Destatis (Neubau Wohngebäude, konventionelle Bauart) enthält die Umsatzsteuer und erscheint für die Berichtsmonate Februar, Mai, August und November. Gleicher Name, nicht gleicher Index; das Kapitel sagt bei jedem Vergleich, welcher gemeint ist.
Belege. Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau.
Im Kapitel. Österreich: Kosten und Preise seit 2018 (Gesamt) · Was die Indizes messen (Gesamt) · Österreich: 29 Leistungsgruppen im Vergleich (Gewerke) · Deutschland: Baupreise und die Umsatzsteuer-Senkung (Gesamt)
Ein Kostenindex misst, was die Baufirma für Löhne, Material und Geräte aufwendet (Input), ein Preisindex, was sie dem Bauherrn verrechnet (Output). Was dazwischen liegt, etwa die Spanne der Firma, ist in keinem der beiden Indizes enthalten. Österreich veröffentlicht beide; für Deutschland haben wir den Baupreisindex von Destatis gelesen, für die Slowakei die Preise der Bauleistungen. In der Eurostat-Datenbank (sts_copi) stehen Österreich und Deutschland als Baukosten; für die übrigen Länder ist in den gelesenen Texten nicht für jedes Land belegt, ob Preise oder Kosten gemeldet werden. Beispiel Österreich 2020 bis 2025: Preise +36,3 %, Kosten +30,2 %. Warum die Preise stärker stiegen, sagen die Zahlen nicht.
Belege. Eurostat, Statistics Explained, Baupreis- und Baukostenindizes; Eurostat, Metadaten Baupreise und Baukosten; Eurostat, Metadaten Österreich; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110). Eigene Erklärung. Der EU-27-Wert fasst die Reihen der Mitgliedstaaten zusammen; dass darunter Kosten und Preise sein können, folgt daraus und ist unsere Überlegung.
Im Kapitel. Was die Indizes messen (Gesamt) · Österreich: Kosten und Preise seit 2018 (Gesamt) · EU: was Eurostat zeigt (Gesamt)
Ein Index setzt den Wert eines Basisjahres auf 100; jeder andere Wert sagt, wie viel mehr oder weniger es im Verhältnis dazu ist. 130,2 (2020 = 100) bedeutet: 30,2 % über dem Jahresdurchschnitt 2020. Wechselt ein Amt die Basis, entsteht eine neue Reihe mit eigenem Warenkorb: Statistik Austria führt den Baukostenindex seit Jänner 2026 mit der Basis 2025 = 100 (davor 2020 = 100). Reihen verschiedener Basis verbindet man, indem man ihre Veränderungsraten miteinander multipliziert (verketten); verkettete Reihen tragen kleine Rundungsfehler. Um Räume zu vergleichen, rechnet das Kapitel auf ein gemeinsames Basisjahr um (2021 = 100) und sagt es jedes Mal dazu. Beispiel: Ein Wert von 146,4 (2021 = 100) heißt: +46,4 % gegenüber 2021.
Belege. Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); Eurostat, Metadaten Österreich. Eigene Erklärung. Die Erklärung des Begriffs und das Rechenbeispiel; der Wechsel der Basis ist durch die Quellen belegt.
Im Kapitel. Vier Räume auf einer Basis: 2021 = 100 (Gesamt) · Österreich: Kosten und Preise seit 2018 (Gesamt)
Ein Prozent ist ein Anteil, ein Prozentpunkt (Pp) der Abstand zwischen zwei Prozentwerten. Stiegen die Baupreise in Österreich von 2021 bis 2025 um 26,2 % und die Verbraucherpreise um 24,8 %, liegen die beiden Anstiege 1,4 Pp auseinander, nicht 1,4 %. Sinkt eine Rate von 3,6 % auf 2,3 %, ist das ein Rückgang um 1,3 Pp. Wer die beiden Wörter verwechselt, macht aus kleinen Abständen große oder umgekehrt.
Eigene Erklärung. Rechenregel; die Zahlen stammen aus den Karten des Kapitels.
Im Kapitel. Baupreise gegen Verbraucherpreise (Gesamt)
Die Liste der Kostenarten, die ein Index bewertet, jede mit einem Gewicht. Der Warenkorb des Baukostenindex (Basis 2025) enthält den Lohn mit 50,23 % und die Sachkosten mit 49,77 % der Gesamtkosten; die Sachkosten verteilen sich auf 85 Positionen, 34 bei den Baumeistern und 51 bei den Professionisten. In der Basis 2020 hatte der Lohn ein Gewicht von 49,13 %. Nach Angabe von Eurostat werden Gewichte und Warenkorb alle fünf Jahre erneuert. Ein Index misst die Veränderung dieser festen Zusammensetzung; für ein Haus mit anderer Zusammensetzung kann die Teuerung abweichen.
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Eurostat, Metadaten Österreich. Eigene Erklärung. Der letzte Satz folgt aus der Bauweise eines Index und ist unsere Überlegung.
Im Kapitel. Österreich: der Warenkorb der Statistik Austria (Basis 2025) (Warenkorb) · Die größten Positionen und alle 85 im Überblick (Warenkorb)
Zwei Zahlen zur selben Position des Warenkorbs, mit verschiedenem Bezug. Das Einzelgewicht sagt, wie viel eine Position innerhalb ihrer Gruppe wiegt (Sachkosten Baumeister oder Sachkosten Professionisten), der Anteil an den Gesamtkosten, wie viel sie vom ganzen Warenkorb ausmacht. Beispiel Baustahl und Baustahlgitter: Einzelgewicht 14,88 % der Sachkosten Baumeister, Anteil an den Gesamtkosten 3,31 %. Wer beide vergleicht oder addiert, muss die Gruppen auseinanderhalten. Transportbeton und Baustahl zusammen machen 7,13 % der Gesamtkosten aus, das sind 32,0 % der Sachkosten Baumeister.
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025. Eigene Erklärung. Die Bezeichnungen stehen so im Dokument; die Summe und der Anteil an den Sachkosten sind unsere Rechnung.
Im Kapitel. Die größten Positionen und alle 85 im Überblick (Warenkorb) · Die Ausgangsseite gegen den Warenkorb (Warenkorb)
Statistik Austria weist den Baukostenindex in zwei Teilindizes aus: Lohn und Sonstiges, das sind alle Kosten außer Lohn, zum Beispiel Baustoffe, Energie, Transport und Geräte. Im Basisjahr 2020 ging der Lohn mit 49,13 % in den Gesamtindex ein. Von 2020 bis 2025 stieg Lohn auf 126,7 und Sonstiges auf 133,6 (2020 = 100). Sonstiges ist ein Sammelbegriff: Ein Anstieg von Sonstiges ist nicht dasselbe wie ein Anstieg der Baustoffpreise.
Belege. Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex.
Im Kapitel. Österreich: Lohn und Sonstiges im Baukostenindex (Lohn gegen Material) · Österreich: der Materialschock von Dezember 2020 bis Mai 2022 (Preisschock)
Eine Gruppe gleichartiger Bauarbeiten, für die der Baupreisindex einen eigenen Wert ausweist. Für den Wohnhaus- und Siedlungsbau sind es 29: acht Gruppen der Baumeisterarbeiten (etwa Baugrube, Beton, Mauerwerk, Abdichtung) und 21 Gruppen der Sonstigen Bauarbeiten (etwa Dach, Spengler, Holzbau, Elektro, Heizung). Der Anstieg des Jahresdurchschnitts 2025 gegenüber 2020 reicht von 13,5 % (Personenaufzug) bis 53,0 % (Glasfassaden). Die Ausgangsseite zeigt davon zwölf.
Belege. Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025.
Im Kapitel. Österreich: 29 Leistungsgruppen im Vergleich (Gewerke)
Destatis meldet für einzelne Baustoffe die Erzeugerpreise, also die Preise, zu denen Hersteller verkaufen, nicht die Preise, die ein Bauherr zahlt. Die Pressemitteilungen nennen sie als Veränderung des Jahresdurchschnitts gegenüber dem Vorjahr. Beispiel Betonstahlmatten: 2021 +52,8 %, 2022 +38,1 %; verkettet +111,0 % (Eigene Rechnung). Zwischen dem Preis ab Werk und dem Preis auf der Baustelle liegen weitere Schritte, die diese Reihen nicht zeigen.
Belege. Destatis, Baumaterialien 2021; Destatis, Baumaterialien 2022. Eigene Erklärung. Der letzte Satz ist unsere Überlegung; die Quellen nennen keinen Weg vom Erzeugerpreis zum Baupreis.
Im Kapitel. Deutschland: Baustoffpreise 2021 und 2022 (Preisschock) · Die vier Räume im Vergleich: der Schock 2021 und 2022 (Preisschock)
Die österreichischen Indizes (Baukosten, Baupreise) gelten ohne Umsatzsteuer, der deutsche Baupreisindex von Destatis enthält sie. Ändert sich der Steuersatz, verschiebt sich ein Index mit Umsatzsteuer, ohne dass die Bauleistung teurer wird. Beispiel Deutschland: Von Juli bis Dezember 2020 war der Steuersatz gesenkt; der Vorjahresvergleich im November 2020 lag bei −0,1 %, Destatis nennt für den Fall ohne Senkung rechnerisch +2,5 %. Im November 2021 kehrte sich der Effekt um (ausgewiesen +14,4 %, ohne die Senkung im Vorjahr rechnerisch +11,6 %). Für die Slowakei ist nirgends belegt, ob die Preise die Steuer enthalten.
Belege. Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Destatis, Pressemitteilung vom 8. Jänner 2021; Destatis, Pressemitteilung vom 10. Jänner 2022; Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110); Finančná správa, Mehrwertsteuersätze.
Im Kapitel. Deutschland: Baupreise und die Umsatzsteuer-Senkung (Gesamt) · Vier Räume auf einer Basis: 2021 = 100 (Gesamt)
Ein Jahresdurchschnitt ist der Mittelwert der Monats- oder Quartalswerte eines Jahres, ein Monatswert gilt für einen Monat und wird zunächst vorläufig gemeldet. Die Zahlen des Kapitels für 2018 bis 2025 sind Jahresdurchschnitte, die für 2026 Monatswerte; ein Jahresdurchschnitt 2025 und ein Monatswert 2026 messen nicht über denselben Zeitraum. Destatis veröffentlicht den Baupreisindex für die Berichtsmonate Februar, Mai, August und November (die Tabelle nennt sie Quartale). Beispiel: Für Juli 2026 meldete Statistik Austria vorläufig 105,5 (2025 = 100), +5,2 % zum Juli 2025; die OeNB-Tabelle (Stand 17. Oktober 2026) zeigt 105,7.
Belege. Statistik Austria, Pressemitteilung vom 14. August 2026; OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5); Destatis, Tabelle Baupreisindizes (bpr110).
Im Kapitel. 2026: Jahresraten Monat für Monat (Gesamt) · Wo sich Zahlen widersprechen (Was hält stand)
Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die Preise des Warenkorbs der Haushalte eines Landes, seine Jahresrate heißt Inflationsrate. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) ist nach einheitlichen Regeln für den Vergleich in der EU gerechnet. Beide weichen leicht ab: Für 2023 nennt der nationale VPI Österreichs 7,8 %, der HVPI 7,7 %. Welcher Index gemeint ist, steht bei jeder Zahl: Für Österreich und Deutschland rechnet das Kapitel meist mit dem nationalen Index, für die EU-27 und die Slowakei mit dem HVPI. Von 2021 bis 2025 stiegen die Verbraucherpreise in Österreich um 24,8 %. Verbraucherpreise sind kein Maß für die Preise, die ein Bauherr sonst zahlt, sondern ein gewohnter Maßstab.
Belege. Statistik Austria, Jahresinflation 2025; WKO, Statistisches Jahrbuch, Verbraucherpreisindex; WIFO, Tabelle 1.4 Verbraucherpreise; Eurostat, Euro Indicators vom 19. Jänner 2026; Destatis, Tabelle Verbraucherpreisindex (vpi001j); CBS, HVPI Euroraum und EU.
Im Kapitel. Inflation: der Maßstab für die Löhne (Löhne) · Baupreise gegen Verbraucherpreise (Gesamt)
Nominal sind Werte in den Preisen des jeweiligen Jahres, real sind sie um die Preisentwicklung bereinigt. Wer wissen will, ob Bauen im Verhältnis zu anderem teurer wurde, vergleicht den Anstieg der Baupreise mit dem der Verbraucherpreise. Beispiel Österreich 2021 bis 2025: Die Baupreise stiegen um 26,2 %, die Verbraucherpreise um 24,8 %; die Differenz beträgt 1,4 Pp, der exakte Realwert +1,1 %. Die einfache Differenz ist eine Näherung, die bei kleinen Werten kaum abweicht.
Eigene Erklärung. Rechenregel; die Zahlen stammen aus der Karte „Baupreise gegen Verbraucherpreise“.
Im Kapitel. Baupreise gegen Verbraucherpreise (Gesamt)
Einen Betrag von einem Jahr auf ein anderes umrechnen: Man multipliziert ihn mit dem Quotienten der beiden Indexwerte. Beispiel: 500.000 € im Jahr 2021, hochgerechnet mit dem österreichischen Baukostenindex (Reihe des Rechners, 1990 = 100) auf 2025: 289,9 ÷ 245,8 = 1,1794; 1,1794 × 500.000 € = 589.700 € (gerundet auf 100 €). Das Ergebnis sagt, was dieselbe Zusammensetzung von Kosten 2025 gekostet hätte, nicht, was ein bestimmtes Vorhaben kostet. Der Rechner des Kapitels macht diese Rechnung für fünf Reihen und zeigt die Annahmen.
Eigene Erklärung. Rechenregel; die Indexwerte stammen aus den Quellen der Reiter „Gesamt“ und „Rechner“.
Im Kapitel. Einen Betrag auf ein anderes Jahr umrechnen (Rechner) · Die Reihen hinter dem Rechner (Rechner)
Der Kollektivvertrag Bau für Arbeiter im Baugewerbe und in der Bauindustrie legt Mindestlöhne fest, die jedes Jahr zum 1. Mai angehoben werden. Der Mindeststundenlohn eines Facharbeiters (Lohngruppe II.b) stieg von 14,20 € (2018, aus den Sätzen zurückgerechnet) auf 19,99 € ab 1. Mai 2026. Die Höhe wird meist aus der Inflation berechnet; in sechs der acht Jahre von 2019 bis 2026 nennen die gelesenen Texte die Berechnung aus dem Verbraucherpreisindex. Ein Mindestlohn ist die Untergrenze laut Vertrag, nicht der tatsächlich gezahlte Lohn (Ist-Lohn); Sonderzahlungen, Lohnnebenkosten und Zuschläge kommen hinzu.
Belege. WKO, Kollektivvertrag Bau 2020; WKO, Kollektivvertrag Bau 2022; WKO, Kollektivvertrag Bau Abschluss 2023; WKO, Kollektivvertrag Bau Neuer KV 2024; WKO, Kollektivvertrag Bau 2025; WKO, Kollektivvertrag Bau 2026.
Im Kapitel. Österreich: Kollektivvertrag Bau gegen Inflation (Löhne)
Der Tariflohn ist der in einem Tarifvertrag vereinbarte Lohn. Die Tabelle des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie führt den Ecklohn der Lohngruppe 4 im Baugewerbe; der Gesamttarifstundenlohn ist der Ecklohn einschließlich eines Zuschlags von 5,9 %, brutto und ohne Arbeitgeberanteile. Am 1. Jänner 2025 lag er bei 24,07 € (West) und 23,56 € (Ost). West und Ost werden getrennt ausgewiesen, und die Stufen eines Abschlusses wirken zu verschiedenen Zeitpunkten (der Abschluss von 2024 hat drei Stufen). Der Ecklohn ist ein Tariflohn, kein Durchschnittsverdienst.
Belege. HDB, Löhne und Entgelte im Baugewerbe; Deutsche Handwerks Zeitung, Bautarif 2025.
Im Kapitel. Deutschland: Tariflohn und Mindestlohn (Löhne)
Ein vom Staat festgesetzter Mindestlohn gilt für alle Branchen. In Deutschland stieg er von 8,84 €/h (2018) auf 13,90 €/h (2026); in der Slowakei von 480 € im Monat (2018) auf 915 € (2026), das sind 2,759 €/h und 5,259 €/h. Er zeigt den unteren Rand der Löhne, nicht das, was Bauarbeiter tatsächlich verdienen. Für das Bauhauptgewerbe in Deutschland nennt eine private, undatierte Seite zuletzt bis Ende 2021 einen allgemeinverbindlichen Branchenmindestlohn; ob das heute unverändert gilt, haben wir nicht geprüft.
Belege. BMAS, Mindestlohn; lohn-info.de, Mindestlohn Bauhauptgewerbe; IZ, Entwicklung des Mindestlohns; MPSVR, Beträge des Mindestlohns.
Im Kapitel. Deutschland: Tariflohn und Mindestlohn (Löhne) · Slowakei: Mindestlohn und Lohn im Bau (Löhne)
Arbeitskosten sind Bruttoverdienste plus Lohnnebenkosten, bezogen auf die geleistete Stunde. Eurostat und die nationalen Ämter schätzen sie jährlich als Niveau (2025, Gesamtwirtschaft: Österreich 46,30 €, Deutschland 45,00 €, EU-27 34,90 €, Slowakei 19,80 €) und melden für das Baugewerbe außerdem einen Index als Veränderung zum Vorjahresquartal (4. Quartal 2025: Österreich +4,5 %, Deutschland +3,7 %, Slowakei +7,4 %, EU-27 +4,5 %). Niveau und Rate nicht verwechseln: Ein Land mit hoher Rate und niedrigem Niveau holt auf, ohne das Niveau der anderen zu erreichen.
Belege. Eurostat, Statistics Explained, Arbeitskosten je Stunde; Eurostat, Euro Indicators vom 19. März 2026; Destatis, Arbeitskosten je Stunde in der EU; Destatis, Arbeitskosten 2025; Eurostat, News vom 28. März 2025.
Im Kapitel. Arbeitskosten je Stunde: Österreich, Deutschland, Slowakei, EU (Löhne) · Die vier Räume im Vergleich: Löhne und Arbeitskosten (Löhne)
Eurostat teilt die Arbeitskosten im Baugewerbe in Löhne und Gehälter und Lohnnebenkosten (non-wage costs). Im 4. Quartal 2025 stiegen sie in Österreich zum Vorjahresquartal um 4,3 % (Löhne) und 5,2 % (Lohnnebenkosten); im 4. Quartal 2024 hatten die Lohnnebenkosten um 15,3 %, die Löhne um 6,2 % zugelegt. Warum, sagen die Tabellen nicht. Im Warenkorb des österreichischen Baukostenindex heißen zwei Lohnzeilen „mit BUAG“ und „ohne BUAG“ (8,11 % und 4,57 % der Gesamtkosten, Bauhilfs- und Baunebengewerbe); was die Bezeichnungen genau meinen, erklärt das Dokument nicht.
Belege. Eurostat, Euro Indicators vom 19. März 2026; Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025. Eigene Erklärung. BUAG ist im Bau üblicherweise die Abkürzung für das Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz; diese Auflösung stammt von uns, nicht aus dem Dokument.
Im Kapitel. Arbeitskosten je Stunde: Österreich, Deutschland, Slowakei, EU (Löhne) · Österreich: der Warenkorb der Statistik Austria (Basis 2025) (Warenkorb)
Das Wort hat keine einheitliche Abgrenzung; das Kapitel sagt deshalb bei jeder Zahl, was gemeint ist. Statistik Austria weist keinen Index „Rohbau“ aus, sondern die Baumeisterarbeiten (acht Leistungsgruppen) und den ganzen Wohnhaus- und Siedlungsbau. Die Ausgangsseite versteht unter dem klassischen Rohbau die Baumeisterarbeiten und zählt Baugrube, Beton, Mauerwerk, Abdichtung und Aufschließung als Rohbau im engeren Sinn; die elf Positionen ihrer Tabelle nennt sie „Rohbau-relevant“, eine Zuordnung der Seite, die der Warenkorb nicht kennt. Die Bremer Zusammenstellung der Destatis-Daten teilt den deutschen Baupreisindex in Rohbau- und Ausbauarbeiten; wie Dach- und Zimmerarbeiten dort zugeordnet sind, haben wir nicht geprüft. Der Baukostenindex deckt den ganzen Wohnbau ab, nicht nur den Rohbau.
Belege. Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau.
Im Kapitel. Österreich: 29 Leistungsgruppen im Vergleich (Gewerke) · Deutschland: Rohbau und Ausbau, Baustoffe und Löhne (Lohn gegen Material) · Die Ausgangsseite gegen den Warenkorb (Warenkorb)
Der Warenkorb des Baukostenindex teilt die Sachkosten in zwei Gruppen: Sachkosten Baumeister (34 Positionen, 22,2 % der Gesamtkosten) und Sachkosten Professionisten (51 Positionen, 27,5 %). Dieselbe Trennung gilt für den Lohn. Professionisten sind im Warenkorb die Bauhilfs- und Baunebengewerbe, die Metallverarbeiter und die Elektroinstallationen (Lohn zusammen 25,49 % der Gesamtkosten); zu den größten Positionen ihrer Sachkosten gehören Fenster, verzinkte Feinbleche und Holz. Baumeisterarbeiten sind im Baupreisindex die acht Leistungsgruppen von der Baugrube bis zu den Abdichtungen; für 2025 nennt Statistik Austria für sie Lohn 127,1, Sonstiges 135,2 und gesamt 131,1 (2020 = 100).
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025. Eigene Erklärung. Professionist ist in Österreich der Ausdruck für den Handwerker; welche Gewerke dazugehören, folgt den Lohnzeilen des Dokuments.
Im Kapitel. Österreich: der Warenkorb der Statistik Austria (Basis 2025) (Warenkorb) · Österreich: Lohn und Sonstiges im Baukostenindex (Lohn gegen Material) · Österreich: 29 Leistungsgruppen im Vergleich (Gewerke)
Die Indizes Österreichs beziehen sich auf den Wohnhaus- und Siedlungsbau, also auf Wohnhäuser und Wohnsiedlungen, nicht auf Straßen oder Brücken. Für andere Bauarten gibt es eigene Reihen: Der Baukostenindex Straßenbau lag im Jahresdurchschnitt 2025 bei 135,8, der des Wohnhaus- und Siedlungsbaus bei 130,2 (2020 = 100). Hochbau ist der Bau von Gebäuden, Tiefbau der von Straßen, Kanälen, Brücken und Ähnlichem. Die Eurostat-Reihe betrifft neue Wohngebäude ohne Wohnheime; die slowakische Rate betrifft Bauleistungen insgesamt, nicht nur den Wohnbau.
Belege. Statistik Austria, Pressemitteilung vom 15. Jänner 2026; Statistik Austria, Standard-Dokumentation Baupreis- und Baukostenindex; Statistik Austria, Baupreisindex nach Leistungsgruppen, 4. Quartal 2025; Eurostat, Metadaten Baupreise und Baukosten; teraz.sk, Bauleistungen Juni 2026. Eigene Erklärung. Die Erklärung von Hochbau und Tiefbau ist die übliche Bedeutung der Wörter, nicht eine Definition der Quellen.
Im Kapitel. Erdarbeiten und Straßenbau (Gewerke) · Slowakei: was gemessen wird und was fehlt (Gesamt)
Der Wert dessen, was ein Unternehmen oder eine Branche in einem Jahr hergestellt hat. Die österreichische Leistungs- und Strukturstatistik weist den Produktionswert aus, die deutsche Kostenstrukturerhebung den Bruttoproduktionswert; beim deutschen Wert sind nach der Quelle auch die einbezogenen Leistungen von Nachunternehmern enthalten, und der Restanteil bis 100 % gilt dort als Gewinn. Kostenanteile stehen in Prozent dieses Wertes. Beispiel Personalaufwand: 30,2 % in der Sparte Bau (1010, Österreich 2024), 33,3 % in der Bauindustrie (2090, Österreich 2024), 26,2 % im deutschen Bauhauptgewerbe (2021, Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten).
Belege. WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bau (1010), 2024; WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bauindustrie (2090), 2024; HDB, Wichtige Baudaten 2023, Kostenstruktur Bauhauptgewerbe 2021; Bauprofessor, Kostenstruktur im Baugewerbe 2018.
Im Kapitel. Lohn im Index, Personalaufwand in den Unternehmen (Warenkorb)
Alles, was ein Unternehmen für sein eigenes Personal aufwendet. In der deutschen Kostenstruktur sind die Personalkosten die Summe aus Löhnen und Gehältern (19,9 %) und Sozialkosten (6,3 %), zusammen 26,2 % des Bruttoproduktionswertes (2021). In der österreichischen Strukturstatistik heißt die Größe Personalaufwand: 30,2 % (Bau 1010) und 33,3 % (Bauindustrie 2090) des Produktionswertes 2024. Der Lohn im Warenkorb des Baukostenindex ist etwas anderes: 50,23 % der Kosten eines Wohnhauses, einschließlich der Löhne der Professionisten. Die beiden Zahlen messen Verschiedenes und laufen nicht gegeneinander; ein Unternehmen mit viel Nachunternehmern hat wenig eigenes Personal, die Kosten des Hauses enthalten deren Lohn trotzdem.
Belege. HDB, Wichtige Baudaten 2023, Kostenstruktur Bauhauptgewerbe 2021; WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bau (1010), 2024; WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bauindustrie (2090), 2024; Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025. Eigene Erklärung. Der letzte Satz ist unsere Überlegung zum Unterschied der beiden Maße.
Im Kapitel. Lohn im Index, Personalaufwand in den Unternehmen (Warenkorb)
Arbeiten, die ein Bauunternehmen an einen anderen Betrieb weitergibt. In der deutschen Kostenstruktur des Bauhauptgewerbes steht die Nachunternehmerleistung als eigene Kostenart: 2021 waren es 32,5 % des Bruttoproduktionswertes, mehr als der Personalaufwand (26,2 %). In der österreichischen Tabelle stehen „Waren- und Dienstleistungskäufe“ mit 67,8 % (Bau 1010) und 66,8 % (Bauindustrie 2090) des Produktionswertes; wie Nachunternehmerleistungen dort gebucht werden, geht aus der Tabelle nicht hervor.
Belege. HDB, Wichtige Baudaten 2023, Kostenstruktur Bauhauptgewerbe 2021; WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bau (1010), 2024; WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bauindustrie (2090), 2024.
Im Kapitel. Lohn im Index, Personalaufwand in den Unternehmen (Warenkorb)
Eine Einteilung der Unternehmen nach der Gliederung der Wirtschaftskammer in Sparten und Fachverbände, nicht nach der europäischen Wirtschaftszweigklassifikation (ÖNACE). Statistik Austria wertet die Leistungs- und Strukturstatistik in dieser Systematik als Sonderauswertung aus. „Bau (1010)“ gehört zur Sparte Gewerbe und Handwerk, „Bauindustrie (2090)“ zur Sparte Industrie; die Abgrenzung ist die der Kammer, nicht die einer ÖNACE-Klasse. Beispiel 2024: Bau (1010) 10.985 Unternehmen mit 103.289 Beschäftigten, Bauindustrie (2090) 22 Unternehmen mit 39.695 Beschäftigten.
Belege. WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bau (1010), 2024; WKO, Leistungs- und Strukturstatistik, Bauindustrie (2090), 2024.
Im Kapitel. Lohn im Index, Personalaufwand in den Unternehmen (Warenkorb)
Das Entgelt eines Immobilienmaklers für die Vermittlung. Österreich: Die Standes- und Ausübungsregeln für Immobilienmakler (§ 15) nennen nach dem gelesenen Auszug als Höchstprovision für die Vermittlung von Kaufgeschäften 4 % des Wertes bis 36.336,42 € und 3 % darüber; der Auszug sagt nichts zur Umsatzsteuer und nicht, ob der Satz je Vertragspartei gilt. Ein Ratgeber nennt 3,0 % netto, 3,6 % mit Umsatzsteuer, je Vertragspartei. Deutschland: § 656d BGB regelt nicht die Höhe, sondern die Verteilung der Maklerkosten beim Kauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses. Für die Slowakei und die EU-27 haben wir keine Regel gefunden.
Belege. Standes- und Ausübungsregeln für Immobilienmakler, § 15; Infina, Maklergebühren beim Kauf; BGB § 656d, Vereinbarungen über die Maklerkosten.
Im Kapitel. Marketing und Vertrieb: Richtwerte und Maklerregeln (Warenkorb)
Die Ausgangsseite rechnet mit Richtwerten für Marketing und Vertrieb eines Bauträgers. Eine Statistik, Studie oder Umfrage dazu haben wir weder für Österreich noch für Deutschland, die Slowakei oder die EU-27 gefunden, ebenso keinen eigenen Index der Statistik Austria für Vermarktungskosten. Im Warenkorb des Baukostenindex gibt es keine Position dafür (85 Positionen geprüft): Der Index misst die Kosten der Baufirma beim Bauen, nicht die Kosten des Verkaufs. Greifbar ist nur die Maklerprovision.
Belege. Statistik Austria, Warenkorb Basis 2025; Standes- und Ausübungsregeln für Immobilienmakler, § 15. Eigene Erklärung. Dass nichts gefunden wurde, heißt nicht, dass es nichts gibt: Wir haben im Web gesucht, keine Fachdatenbank.
Im Kapitel. Marketing und Vertrieb: Richtwerte und Maklerregeln (Warenkorb) · Was dieses Kapitel nicht enthält (Was hält stand)
Die Belegstufe gehört zu einer Aussage (Karte „Die Leiter“): Wie gut ist sie durch Messwerte gedeckt, die wir gelesen haben? Es gibt vier belegte Stufen, gut belegt, teilweise belegt, vereinfachend und populäres Modell; die fünfte, widerlegt, ist leer. Von den 43 Aussagen der Ausgangsseite sind 16 gut belegt, 18 teilweise belegt, 6 vereinfachend und 3 ein populäres Modell. Die Lesestufe gehört zu einer Quelle (Quellenblock am Ende der Seite): Haben wir den ganzen Text gesehen, Teile, nur die Pressemitteilung, eine Datenbankabfrage, eine Seite, die die Zahl wiedergibt, oder nur einen Suchtreffer? Die Lesestufe sagt nichts über die Güte der Quelle, nur über das, was wir sahen.
Eigene Erklärung. Beide Stufen sind eine Einordnung nach den gelesenen Quellen, kein Urteil über die Person, die eine Aussage macht.
Im Kapitel. So sind die Angaben gekennzeichnet (Was hält stand) · Die Leiter: 43 Aussagen und wie gut sie belegt sind (Was hält stand)
Eine Zahl, die nicht in der Quelle steht, sondern von uns aus veröffentlichten Werten gerechnet wurde: Veränderungen aus Indexwerten, Verkettungen, Umrechnungen auf eine andere Basis, Summen. Sie ist im Text als „Eigene Rechnung“ gekennzeichnet (in Tabellen oft mit Stern), und die Rechnung steht dabei. Beispiel: Die Preissteigerung 2023 des Baupreisindex (+7,5 %) ist aus 133,5 und 124,2 gerechnet; für 2024 und 2025 nennt Statistik Austria die Raten selbst. Gerundete Eingangswerte können ein Ergebnis um eine Stelle der letzten Ziffer verschieben.
Belege. Statistik Austria, Pressemitteilung vom 10. Februar 2026; Statistik Austria, Themenseite Baupreisindex.
Im Kapitel. Österreich: Kosten und Preise seit 2018 (Gesamt) · Zwei Aussagen, zuerst geprüft (Was hält stand)
Ein Amt veröffentlicht einen Wert zuerst vorläufig und korrigiert ihn später; auch ältere Jahre ändern sich, wenn die Basis wechselt. Dasselbe Jahr kann deshalb in verschiedenen Veröffentlichungen verschiedene Werte haben. Beispiele: Die Jahresrate 2022 des deutschen Baupreisindex nennt Destatis in der Erstveröffentlichung (Basis 2015) mit +16,4 %, die Reihe mit Basis 2021 hat +16,3 %. Für Österreich weichen die Jahresraten 2023 bis 2025 des Baukostenindex nach der Basis 2020 und nach der Basis 2025 um 0,2 bis 0,3 Pp voneinander ab. Die Karte „Wo sich Zahlen widersprechen“ stellt die gefundenen Fälle zusammen.
Belege. Destatis, Baumaterialien 2022; Bremen, Übersicht Preisindizes Hoch- und Tiefbau; Statistik Austria, Baukostenindex Dezember 2025 (Bericht); OeNB, ISAWeb Baukostenindex (Bericht 6.5).
Im Kapitel. Wo sich Zahlen widersprechen (Was hält stand)
Zwei Zahlen, die gleichzeitig steigen, haben nicht notwendig denselben Grund. Das Kapitel schreibt „vereinbar mit“ oder „die Zahlen sagen nicht, warum“, wo eine Ursache nicht belegt ist, und „wegen“ nur, wenn eine Quelle es ausdrücklich sagt. Beispiel: Die Baupreise stiegen von 2020 bis 2025 stärker als die Baukosten (+36,3 % gegen +30,2 %); warum, sagen die Zahlen nicht, denn die Spanne der Baufirma misst keiner der beiden Indizes.
Eigene Erklärung. Regel des Kapitels; sie gilt für jede Karte.
Im Kapitel. Österreich: Kosten und Preise seit 2018 (Gesamt) · Die Leiter: 43 Aussagen und wie gut sie belegt sind (Was hält stand)
Dieser Reiter erklärt Wörter und gibt keine Empfehlung zum Bauen, Kaufen, Verkaufen oder zur Geldanlage und ist keine Anlageberatung.