Was kosten Zinsen, und was sagen Preise, Mieten und Kredite über den Wohnungsmarkt? Dieses Kapitel rechnet vier Fälle durch: Sparen mit Zinseszins und Steuer, einen Wohnkredit mit Tilgungsplan, den Kaufpreis samt Nebenkosten und Tragbarkeit und die Frage Kaufen oder Mieten. Dazu kommen die aktuellen Zinsen (EZB, Euribor, OeNB, Bankangebote), die Preis-, Miet- und Kreditdaten der letzten zehn Jahre und ein Kennzahlen-Barometer, das die Lage beschreibt, ohne eine Empfehlung zu geben. Jede Zahl trägt Datum und Quelle (Stand 7. Oktober 2026); die Rechner sind Modelle mit offenen Annahmen und keine Anlageberatung. Ihre Eingaben bleiben in Ihrem Browser und werden weder gespeichert noch gesendet.
Was wird aus Geld, das Zinsen bringt, und was bleibt davon nach Steuer und Inflation? Der Sparrechner arbeitet mit Startbetrag und monatlicher Rate, zieht die Kapitalertragsteuer ab und zeigt daneben, was das Ergebnis in heutiger Kaufkraft wert ist. Die Zinssätze und Inflationsraten zum Antippen sind Angebote und Statistikwerte mit Datum und Quelle (Stand 7. Oktober 2026); jeden Wert können Sie überschreiben.
Startbetrag, Sparrate, Zinseszins, Steuer und Inflation
So wird gerechnet. Die Zinsen werden jeden Monat mit einem Zwölftel des Jahreszinssatzes gutgeschrieben, die Kapitalertragsteuer wird von jeder Gutschrift abgezogen, die Sparrate kommt am Monatsende dazu. Die Kaufkraft ist der Kontostand geteilt durch (1 + Inflation) hoch Jahre. Zinssatz und Inflation bleiben im Modell über die ganze Laufzeit gleich; in der Wirklichkeit tun sie das nicht.
Zur Lesart. Die Zinssätze auf den Schaltflächen sind Angebote einzelner Banken oder Durchschnittswerte der OeNB-Statistik, keine Empfehlung und keine Zusage. Aktionszinsen für Neukunden gelten bei den geprüften Angeboten nur drei bis vier Monate (sparzinsen.at; bank99, flexsparen99); sie sind nicht eingerechnet, der Zinssatz im Rechner gilt für die ganze Laufzeit.
Belege. BMF, Besteuerung inländischer Kapitalerträge; EStG 1988, § 27a; OeNB, Einlagenzinssätze Neugeschäft; OeNB, Kreditzinssätze Bestand; sparzinsen.at; bank99, fixsparen99; bank99, flexsparen99; Hypo Tirol, Online Festgeld; Statistik Austria, Inflation August 2026; Statistik Austria, Inflation September 2026, Schnellschätzung. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Wie viel macht der Unterschied aus, bei gleichem Einsatz?
Die Voreinstellungen (0,50 %, 2,15 %, 3,00 %) stehen für ein Tagesgeld nach der Aktion, den OeNB-Durchschnitt für neue Einlagen bis 1 Jahr und das beste steuereinfache 12-Monats-Festgeld. Startbetrag, Sparrate, Laufzeit, Steuer und Gutschrift stammen aus dem Sparrechner oben.
Belege. OeNB, Einlagenzinssätze Neugeschäft; bank99, flexsparen99; sparzinsen.at. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Sparrate für einen Zielbetrag und Zeit bis zum Ziel
Der Zielbetrag ist ein Endbetrag nach Steuer, nominal. Die erste Zeile fragt: Welche monatliche Rate führt in der eingestellten Laufzeit zum Ziel? Die zweite: Wie lange dauert es mit der eingestellten Rate?
Realer Jahreszins nach Steuer für Zinssätze und Inflationsraten nebeneinander
Der reale Zins sagt, wie stark die Kaufkraft eines Guthabens pro Jahr wächst oder schrumpft. Er wird hier exakt gerechnet: (1 + Zins nach Steuer) geteilt durch (1 + Inflation), minus 1. Als Näherung wird oft Zins minus Inflation verwendet (EZB, Nominal- und Realzins; Bundesbank, Glossar „Realzins“); bei kleinen Werten unterscheiden sich beide kaum. In jeder Zelle steht das Vorzeichen: Rot bedeutet Verlust an Kaufkraft, Grün Gewinn, der dicke Rahmen markiert Ihre Einstellung aus dem Sparrechner.
Zahlen in Prozent pro Jahr, nach Steuer, bei einem Jahr Laufzeit und den Einstellungen für Steuer und Gutschrift aus dem Sparrechner.
Was das Modell tut und was es auslässt
| Annahme | Was das bedeutet |
|---|---|
| Zinssatz konstant | Der Zinssatz bleibt über die ganze Laufzeit gleich. Bei Tagesgeld ändert er sich in der Wirklichkeit laufend, bei Festgeld gilt er nur für die vereinbarte Bindung. |
| Monatliche Gutschrift | Jeden Monat wird ein Zwölftel des Jahreszinssatzes gutgeschrieben, nach Abzug der Steuer. Die Zinsen werden ab dem Folgemonat mitverzinst. |
| Einzahlung am Monatsende | Die Sparrate wird am Monatsende eingezahlt und verzinst sich erst ab dem Folgemonat. Wer am Monatsanfang einzahlt, erreicht etwas mehr. |
| Gutschrift einmal im Jahr | Die Rate des Monats m trägt im ersten Jahr (12 − m) Zwölftel des Jahreszinses; Gutschrift und Steuer folgen am Jahresende, danach tragen die Zinsen selbst Zinsen. |
| Steuer | Die Kapitalertragsteuer wird von jeder Gutschrift abgezogen (25 % für Zinsen aus Bankeinlagen, 27,5 % für andere Kapitalerträge; BMF, Besteuerung inländischer Kapitalerträge; EStG 1988, § 27a). Freibeträge, Verlustausgleich und Veranlagung bleiben außen vor. |
| Inflation konstant | Die Kaufkraft sinkt jedes Jahr um denselben Prozentsatz. Tatsächlich schwankt die Inflation (2024: 2,9 %, 2025: 3,6 %; Statistik Austria, Inflation 2024; Statistik Austria, Inflation 2025). |
| Nicht enthalten | Kontoführungsentgelte, Boni, Aktionszinsen und Mindesteinlagen sind nicht eingerechnet. |
Probe zum Nachrechnen. 5.000 € Startbetrag, 200 € pro Monat, 3,00 % brutto, 10 Jahre, 25 % Steuer, monatliche Gutschrift ergeben einen Endbetrag von 33.146,58 € (eigene Rechnung mit einer Tabellenkalkulation nachprüfbar: Kontostand = Kontostand + Kontostand × 3 % / 12 × 0,75 + 200, 120 Mal wiederholt).
Wie hoch ist die Rate, was kostet der Kredit insgesamt, und was ändert sich, wenn der Zinssatz steigt? Der Kreditrechner rechnet einen Annuitätenkredit mit gleichbleibender Monatsrate und zeigt den Tilgungsplan, auf Wunsch mit Zinsänderung nach der Zinsbindung, Sonderzahlungen und Gebühren. Die Zinssätze zum Antippen sind Statistikwerte und Angebote mit Datum und Quelle (Stand 7. Oktober 2026); jeden Wert können Sie überschreiben. Einen Kredit zum Kaufpreis einer Wohnung samt Nebenkosten und Eigenmitteln rechnet der Reiter „Kaufen“.
Rate, Zinsen, Restschuld und effektiver Jahreszins
So wird gerechnet. Es ist ein Annuitätenkredit: Die Rate bleibt gleich und wird am Monatsende gezahlt. Der Zins eines Monats wird von der Restschuld berechnet, der Rest der Rate tilgt. So besteht die erste Rate zu einem großen Teil aus Zinsen und die letzte fast nur aus Tilgung. Der Sollzinssatz ist der Zins auf das geliehene Kapital; Gebühren sind darin nicht enthalten, sie stecken im effektiven Jahreszins.
Zur Lesart. Die Zinssätze auf den Schaltflächen sind Bestwerte eines Vergleichsportals (durchblicker.at), eine Werbeangabe mit „ab“ (Bank Austria), ein Beispiel (bank99), der Durchschnitt aller neuen Kredite (OeNB) und der Durchschnitt aller laufenden Kredite (OeNB). Welchen Zinssatz Sie bekommen, hängt laut den Banken von Bonität, Eigenmitteln, Volumen und Laufzeit ab (Bank Austria, WohnKredit; bank99, wohnkredit99). Der Sollzinssatz allein sagt wenig über die Kosten: Ein günstiger Sollzinssatz reicht nicht, um ein Angebot als günstig zu beurteilen (AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, August 2020). Der effektive Jahreszins rechnet nach dem Gesetz neben den Zinsen weitere Kosten ein (Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz, HIKrG); der Rechner bildet das mit Bearbeitung, Schätzung und Kontoführung nach, ohne Pfandrechtseintragung und Versicherungen. Das ist ein Modell, kein Angebot.
Belege. durchblicker.at, Kreditzinsen; Bank Austria, WohnKredit; bank99, wohnkredit99; OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; OeNB, Kreditzinssätze Bestand; AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, August 2019; AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, August 2020; AK, Pressemitteilung vom 11. Juli 2023; AK, Checkliste Kosten der Wohnfinanzierung; AK Wien, Ratgeber Kredite, Stand März 2026; Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz, HIKrG. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Zins- und Tilgungsanteil von Monat zu Monat
Bei gleichbleibender Rate verschiebt sich ihre Zusammensetzung. Am Anfang ist die Restschuld hoch, und ein großer Teil der Rate sind Zinsen; mit jeder Tilgung sinkt die Restschuld, der Zinsanteil schrumpft und der Tilgungsanteil wächst. Ziehen Sie den Regler durch die Monate oder lassen Sie den Ablauf abspielen. Die Werte folgen dem Kreditrechner oben.
Jahr für Jahr oder Monat für Monat
Der Plan zeigt für jedes Jahr oder jeden Monat Rate, Zinsen, Tilgung und Restschuld des Kreditrechners oben. „Tabelle kopieren“ legt ihn mit Tabulatoren in die Zwischenablage, damit Sie ihn in eine Tabellenkalkulation einfügen können. Der Plan rechnet ohne Gebühren und ohne Rundung auf Cent; der Plan Ihrer Bank kann durch Gebühren und Rundung um kleine Beträge abweichen.
Rate und Zinsen bei höherem und niedrigerem Zinssatz
Die Tabelle rechnet denselben Kredit (Betrag, Laufzeit, Umrechnung) mit einem Zinssatz, der einen Prozentpunkt niedriger bis drei Prozentpunkte höher liegt, ohne Zinsänderung und ohne Sonderzahlungen. Das Diagramm zeigt die Rate für jeden Zinssatz; mit den Pfeiltasten fahren Sie es ab.
Was ein Zinsanstieg ausmachen kann. Laut OeNB stieg der durchschnittliche Zinssatz für neu vergebene Wohnbaukredite von 1,18 % (Jänner 2022) auf 3,33 % (Jänner 2023); für einen neuen Kredit von 250.000 € und 25 Jahren Laufzeit bedeutet das eine durchschnittliche Rate von rund 960 € gegen rund 1.230 € (OeNB, Statistiken H1/23). Bei Krediten mit variablem Zinssatz kommt ein solcher Anstieg in der Rate an: Die Verzinsung des Bestands variabel verzinster Wohnbaukredite stieg von 1,10 % (Juni 2022) auf zwischenzeitlich 4,86 % (März 2024) (OeNB, Statistiken H2/24). Variable Kredite sind bei bank99 an den 3-Monats-Euribor gebunden, bei Hypo Tirol gilt nach der Fixperiode der 3-Monats-Euribor zuzüglich Aufschlag (bank99, wohnkredit99; Hypo Tirol, WohnRaum-Kredit). Einen solchen Sprung können Sie unter „Zinsänderung nach der Zinsbindung“ im Kreditrechner selbst durchspielen. Ob bei einer Zinsänderung die Rate oder die Laufzeit angepasst wird, regelt der Vertrag; eine allgemeine Quelle dazu für Österreich wurde nicht gefunden, der Rechner bietet deshalb beides an.
Belege. OeNB, Statistiken H1/23; OeNB, Statistiken H2/24; bank99, wohnkredit99; Hypo Tirol, WohnRaum-Kredit. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Derselbe Kredit mit 10 bis 35 Jahren
Eine längere Laufzeit senkt die Rate, erhöht aber die Zinskosten, weil das Geld länger geliehen bleibt. Die Tabelle und die Säulen rechnen Ihren Kredit (Betrag, Zinssatz, Umrechnung) mit Laufzeiten von 10 bis 35 Jahren; ist Ihre Laufzeit eine andere, steht sie als eigene Zeile dabei. Die FMA empfiehlt in ihrem Rundschreiben 02/2025 für die solide Vergabe von Wohnimmobilienkrediten eine Laufzeit von höchstens 35 Jahren; das Rundschreiben ist keine Verordnung (FMA, Rundschreiben 02/2025; FMA, Wohnimmobilienkredite).
Belege. FMA, Rundschreiben 02/2025; FMA, Wohnimmobilienkredite. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Die Rate bei den Durchschnittszinssätzen von 2021 bis 2026
Die Tabelle rechnet den eingestellten Kredit mit dem durchschnittlichen Zinssatz für neue Wohnbaukredite in Österreich in zehn Monaten seit Februar 2021 (OeNB-Statistik). Das ist ein Gedankenspiel: Es zeigt, wie stark die Rate vom Zinsniveau abhängt, und nicht, welchen Zinssatz eine bestimmte Bank damals verlangt hat oder ob Sie den Kredit bekommen hätten. Der Höchststand lag im November 2023 bei 4,34 %, der jüngste Wert im August 2026 bei 3,61 % (OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft).
Für Jänner 2022 und Jänner 2023 nennen zwei Ausgaben der OeNB unterschiedliche Werte (1,18 % und 3,33 % im Heft H1/23, 1,15 % und 3,49 % im Heft H1/24); die Tabelle verwendet andere Monate. Warum die Werte abweichen, erklären die gelesenen Quellen nicht (OeNB, Statistiken H1/23; OeNB, Statistiken H1/24).
Belege. OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; OeNB, Handout vom 20. März 2026; OeNB, Statistiken H1/24; OeNB, Statistiken H1/23, ganze Ausgabe; OeNB, Statistiken Q3/22; OeNB, Statistiken Q1/22; OeNB, Statistiken Q2/21. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Kredithöhe zu einer Rate und Dauer bei einer Rate
Hier geben Sie die Monatsrate vor, die Sie sich vorstellen. Die erste Zeile zeigt, wie viel Sie dafür bei Zinssatz und Laufzeit des Kreditrechners leihen können, die zweite, wie lange die Rückzahlung Ihres Kredits mit dieser Rate dauert. Ob eine Rate zu Ihrem Einkommen passt, rechnet der Reiter „Kaufen“ durch.
Der Zinssatz ist nicht alles
Ein niedriger Sollzinssatz allein macht ein Angebot noch nicht günstig, sagt die Arbeiterkammer (AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, August 2020): Gebühren verändern die Gesamtkosten. Stellen Sie hier drei Angebote mit Zinssatz und Gebühren nebeneinander; Betrag, Laufzeit und Monatszins kommen aus dem Kreditrechner oben. Die Voreinstellungen sind frei gewählte Beispiele, die sich an die Zinssätze oben anlehnen; sie sind keine Angebote der genannten Banken. Der effektive Jahreszins rechnet nach dem Gesetz neben den Zinsen weitere Kosten ein, die der Bank bekannt sind (Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz, HIKrG); hier sind es Bearbeitung, Schätzung und Kontoführung.
Belege. AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, August 2020; Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz, HIKrG. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was das Modell tut, was es auslässt, und Nachrechnungen gegen veröffentlichte Beispiele
| Annahme | Was das bedeutet |
|---|---|
| Annuität | Die Rate bleibt über die ganze Laufzeit gleich und wird am Monatsende gezahlt. Der Zins eines Monats ist der Monatszins mal Restschuld am Monatsanfang. Die Formel: Rate = Kredit × i ÷ (1 − (1 + i)−n), mit dem Monatszins i und n Monaten. In Tabellenkalkulationen heißt die Funktion RMZ (englisch PMT). |
| Monatszins | Standard: Jahreszinssatz durch 12. Alternativ der gleichwertige Monatszins, bei dem zwölf Monate genau den Jahreszinssatz ergeben. Die OeNB nennt in ihrem Beispiel keine Rechenart; mit „ein Zwölftel“ trifft die Probe unten die genannten Raten besser. |
| Zinsänderung | Eine einzige Änderung nach der gewählten Zeit; danach gilt der neue Zinssatz bis zum Ende. Bei „Laufzeit bleibt“ wird die Rate für die Restlaufzeit neu berechnet, bei „Rate bleibt“ bleibt die Rate und die Laufzeit ändert sich. Laufende Anpassungen bei variablem Zinssatz sind nicht abgebildet. |
| Sonderzahlungen | Sie kommen am Monatsende zusätzlich zur Rate (monatlich) oder am Ende jedes zwölften Monats (jährlich), senken die Restschuld sofort und sind durch die Restschuld begrenzt. Entgelte der Bank dafür sind nicht eingerechnet. |
| Gebühren und Effektivzins | Bearbeitung (Prozent des Kredits) und Schätzgebühr fallen am Anfang an, die Kontoführung je Quartal. Der effektive Jahreszins ist der Zinssatz, bei dem der Barwert aller Zahlungen der Auszahlung (Kredit minus Einmalkosten) entspricht; er wird nur ohne Zinsänderung und Sonderzahlungen gezeigt. |
| Nicht enthalten | Pfandrechtseintragung (1,2 % des Pfandrechts), Versicherungen, Notar, Fremdwährung, Bausparverträge, Tilgungsträger und Steuerwirkungen. Ob Banken die Pfandrechtseintragung in den effektiven Jahreszins einrechnen, wurde in keiner geöffneten Quelle ausdrücklich bestätigt; der Gesetzestext nennt sie nicht unter den Ausnahmen, die Auslegung ist offen (Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz, HIKrG). |
Probe 1: das Beispiel der OeNB. Die OeNB nennt für einen neuen Kredit von 250.000 € mit 25 Jahren Laufzeit eine durchschnittliche Rate von rund 960 € bei 1,18 % und rund 1.230 € bei 3,33 % (Jänner 2022 und Jänner 2023; OeNB, Statistiken H1/23). Der Rechner kommt mit „ein Zwölftel“ und 300 Raten auf 962,69 € und 1.228,88 €, mit dem gleichwertigen Monatszins auf 961,96 € und 1.222,29 €. Die OeNB nennt ihre Rechenart nicht; die Zwölftel-Umrechnung passt besser.
Probe 2: der Effektivzins mit Gebühren. Für 200.000 €, 25 Jahre und 3,5 % Sollzinssatz ergibt der Rechner eine Rate von 1.001,25 €. Der effektive Jahreszins beträgt ohne Gebühren 3,557 % (der Effekt der monatlichen Verrechnung), mit 1 % Bearbeitung 3,654 %, mit zusätzlich 345 € Schätzung und 15 € Kontoführung je Quartal 3,719 %. Mit höheren Gebühren (2 %, 600 €, 45 € je Quartal) wären es 3,928 %. Würde man zusätzlich die Pfandrechtseintragung von 3.120 € einrechnen (1,2 % von 130 % der Kreditsumme), stiegen die Werte auf 3,874 % und 4,087 %. Das sind eigene Rechnungen mit Gebührenspannen aus Erhebungen der Arbeiterkammer (AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, August 2019; AK, Pressemitteilung vom 11. Juli 2023; AK, Checkliste Kosten der Wohnfinanzierung), keine Bankwerte.
Probe 3: ein Bankbeispiel. bank99 nennt für 200.000 €, 20 Jahre und 4,91 % Sollzinssatz eine Rate von 1.317,97 € und einen effektiven Jahreszinssatz von 5,3559 % (Stand 1.5.2026; bank99, wohnkredit99). Der Rechner kommt ohne Gebühren auf eine Rate von 1.309,99 € (7,98 € weniger) und einen effektiven Jahreszins von 5,022 %. Welche Kosten den Unterschied ausmachen, nennt die Seite nicht. Beispielrechnungen von Banken enthalten also Kosten, die ein reiner Annuitätenrechner nicht kennt.
Probe 4: Sollzins gegen Effektivzins im Durchschnitt. Die OeNB-Statistik nennt für August 2026 einen durchschnittlichen Sollzinssatz von 3,61 % und einen Effektivzinssatz von 3,97 %, ein Abstand von 0,36 Pp (OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft). Der Rechner kommt bei 3,61 % allein durch die monatliche Verrechnung auf 3,67 % (plus 0,06 Pp), mit den Beispielgebühren (250.000 €, 25 Jahre) auf 3,82 % (plus 0,21 Pp). Welche Kosten und Laufzeiten die Statistik einrechnet, wurde nicht geprüft; der Abstand in der Statistik ist größer als der mit den Beispielgebühren.
Belege. OeNB, Statistiken H1/23; OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; bank99, wohnkredit99; AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, August 2019; AK, Pressemitteilung vom 11. Juli 2023; AK, Checkliste Kosten der Wohnfinanzierung; Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz, HIKrG. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was kostet eine Wohnung wirklich, wie viel Eigenmittel braucht man, und passt die Rate zum Einkommen? Der Kaufrechner rechnet aus Fläche und Quadratmeterpreis den Kaufpreis, fügt die Nebenkosten nach österreichischer Rechtslage hinzu (Grunderwerbsteuer, Grundbuchgebühren, Vertrag, Makler), bestimmt Kredit, Eigenmittel und Rate und stellt die Rate dem Einkommen gegenüber. Dazu kommen ein Zinsschock, der Höchstpreis, den Einkommen und Eigenmittel tragen, und ein Blick darauf, wie sich Eigenmittel und Zinskosten gegeneinander verschieben. Preise, Einkommen und Zinssätze zum Antippen sind Statistikwerte oder Angebote mit Datum und Quelle (Stand 7. Oktober 2026); jeden Wert können Sie überschreiben. Das Ergebnis ist eine Rechnung unter Annahmen und weder eine Kaufempfehlung noch eine Kreditzusage noch Anlageberatung.
Kaufpreis, Kredit, Eigenmittel, Rate und Quote zum Einkommen
So wird gerechnet. Der Kaufpreis ist Wohnfläche mal Preis je m²; Sie können ihn auch direkt eingeben, dann ändert sich der Preis je m². Zum Kaufpreis kommen die Nebenkosten (Karte „Nebenkosten“). Der Kredit ist ein Teil des Kaufpreises oder ergibt sich aus Ihren Eigenmitteln; im Modus „Kredit in % des Preises“ deckt er höchstens den Kaufpreis, die Nebenkosten kommen aus den Eigenmitteln. Eigenmittel sind also Kaufpreis plus Nebenkosten minus Kredit. Die Rate ist eine Annuität wie im Reiter „Kredit“, mit demselben Zinssatz. Die Schuldendienstquote ist die Rate (plus andere Kreditraten) geteilt durch das Nettoeinkommen des Haushalts.
Zur Lesart. Die Preise je m² auf den Schaltflächen sind Mediane tatsächlicher Käufe (Statistik Austria) und Angebotspreise aus Inseraten (ImmoScout24, über zwei Medien wiedergegeben) (Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; ImmoScout24, Datenanalyse Eigentumswohnungen; news.at, Immobilienpreise im 1. Halbjahr 2026; leadersnet.at, Preise und Angebot 1. Halbjahr 2026). Angebotspreise liegen weit über den Kaufpreisen: 2025 war der Angebotspreis in Österreich das 1,45-fache und in Wien das 1,27-fache des Kaufpreis-Medians (eigene Rechnung; die Grundgesamtheiten sind verschieden, denn Inserate enthalten viel Neubau und gute Lagen, die Kaufpreise alle Käufe privater Haushalte). Ein Median sagt nichts darüber, was eine bestimmte Wohnung kostet. Auch die Einkommen sind Mediane aller Haushalte beziehungsweise aller unselbständig Erwerbstätigen und nicht die der Menschen, die tatsächlich kaufen (Statistik Austria, Haushaltseinkommen, EU-SILC 2025; Statistik Austria, Monatseinkommen). Der Median-Kaufpreis einer Wohnung mit 70 m² entspricht dem 5,7-fachen (Österreich) beziehungsweise dem 7,1-fachen (Wien) des medianen Jahresnettoeinkommens der Haushalte (eigene Rechnung; das Einkommen gilt für ganz Österreich, nicht für Wien). Als Rechengröße sind 70 m² gewählt; ImmoScout24 nutzt ebenfalls 70 m² als Referenz, die durchschnittliche Hauptmietwohnung hat 68,6 m² (ImmoScout24, Datenanalyse Eigentumswohnungen; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025). Zinssätze und Umrechnung sind dieselben wie im Reiter „Kredit“: Eine Änderung hier gilt dort ebenfalls.
Belege. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; ImmoScout24, Datenanalyse Eigentumswohnungen; news.at, Immobilienpreise im 1. Halbjahr 2026; leadersnet.at, Preise und Angebot 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Haushaltseinkommen, EU-SILC 2025; Statistik Austria, Monatseinkommen; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; FMA, Rundschreiben 02/2025; FMA, Wohnimmobilienkredite. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was zum Kaufpreis dazukommt, Posten für Posten
Zum Preis einer Wohnung kommen Steuern, Gebühren und Honorare hinzu. Die Tabelle rechnet jeden Posten für den Kauf oben aus. Gesetzlich festgelegt sind Grunderwerbsteuer, Eintragungsgebühren und Eingabengebühr; Vertragserrichtung und Makler sind Spannen oder Höchstsätze, die Bankgebühren Beispielwerte. Laut oesterreich.gv.at (Bundesministerium für Justiz, Stand der Seiten 1. August 2026) beträgt die Grunderwerbsteuer in der Regel 3,5 % vom Kaufpreis, die Eintragung des Eigentumsrechts im Grundbuch 1,1 % vom Wert des Rechts (bei Kaufverträgen in der Regel der Kaufpreis), die Eingabengebühr 85 € für den Antrag und die Eintragung eines Pfandrechts (Hypothek) 1,2 % des Nennbetrags der Forderung einschließlich der Nebengebührensicherstellung. Für die Vertragserrichtung durch Rechtsanwalt oder Notar nennt die Seite ungefähr 1 bis 3 % des Kaufpreises, für die Maklerprovision Höchstsätze: ab einem Kaufpreis von 48.448,52 € drei Prozent, zuzüglich 20 % Umsatzsteuer (oesterreich.gv.at, Nebenkosten beim Wohnungskauf; oesterreich.gv.at, Einverleibung).
Was der Rechner vereinfacht. Das Pfandrecht ist auf den Kreditbetrag allein gerechnet; wie hoch der Aufschlag für die Nebengebührensicherstellung ist, nennen die gelesenen Seiten nicht, der Betrag ist also eine Untergrenze. Die Eingabengebühr wird einmal gerechnet. Nicht enthalten sind Kosten, die auf keiner gelesenen Seite beziffert waren: Grundbuchsauszug, Beglaubigung, Treuhandschaft, Versicherungen. Die englische Fassung einer Seite nennt für die Eingabengebühr 81 €, drei deutsche Seiten 85 €; es gilt 85 €. Sonderfälle wie Familienübertragungen sind nicht ausgewertet.
Die Gebührenbefreiung ist ausgelaufen. Zeitweise waren die Eintragung des Eigentumsrechts und des Pfandrechts beim Erwerb einer Wohnstätte von den Eintragungsgebühren befreit (§§ 25a bis 25c Gerichtsgebührengesetz). Nach einer Kanzleiinformation galt das für Kaufverträge nach dem 31. März 2024 mit Grundbuchantrag zwischen dem 1. Juli 2024 und dem 30. Juni 2026, bis 500.000 € Bemessungsgrundlage, und musste ausdrücklich beantragt werden; laut einer Bank lief sie am 30. Juni 2026 aus (Forvis Mazars Legal, Gebührenbefreiung bis 30.6.2026; Raiffeisen Vorarlberg, Gebührenbefreiung endet am 30. Juni). Ob sie verlängert wurde, haben wir nicht geprüft; die Seiten des Bundes mit Stand 1. August 2026 nennen die Gebühren ohne Hinweis auf eine Befreiung, ein Hinweis, aber kein Beleg. Der Rechner rechnet deshalb ohne Befreiung. Bei der Wiener Median-Wohnung (70 m², 364.840 €) mit 90 % Kredit hätte sie rund 7.954 € gespart (eigene Rechnung: 1,1 % vom Kaufpreis plus 1,2 % vom Kredit).
Zur Lesart. Alle Beträge sind eigene Rechnungen mit den Sätzen der Rechtslage und Ihren Eingaben; sie sind keine Kostenvoranschläge und keine Auskunft eines Notars, Rechtsanwalts, Maklers oder einer Bank. Der Anteil am Kaufpreis schwankt mit Preis und Kredit, weil das Pfandrecht am Kredit hängt und die Eingabengebühr ein Festbetrag ist. Wie viel Spielraum bei Vertrag und Makler besteht, zeigt die zweite Tabelle.
Belege. oesterreich.gv.at, Nebenkosten beim Wohnungskauf; oesterreich.gv.at, Einverleibung; oesterreich.gv.at, Eine Wohnung kaufen; Forvis Mazars Legal, Gebührenbefreiung bis 30.6.2026; Raiffeisen Vorarlberg, Gebührenbefreiung endet am 30. Juni. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Wie die Beleihungsquote Eigenmittel, Rate und Zinsen verschiebt
Mehr Eigenmittel bedeuten einen kleineren Kredit, eine niedrigere Rate und weniger Zinsen. Das Diagramm rechnet den Kauf oben mit Beleihungsquoten von 100 % bis 50 % durch: wie viel Eigenmittel gebraucht werden und wie viele Zinsen über die Laufzeit anfallen. Ziehen Sie den Cursor oder lassen Sie den Ablauf abspielen. Die beiden Marken zeigen zwei Regeln: Bis zum 30. Juni 2025 verlangte die KIM-Verordnung mindestens 20 % Eigenmittel (das entspricht einer Beleihungsquote von 80 %, wenn man sie auf den Kaufpreis bezieht); seit dem Rundschreiben vom 26. Juni 2025 nennt die FMA als Richtwert eine Beleihungsquote von höchstens 90 %. Die KIM-Verordnung war verbindlich, das Rundschreiben ist nach eigener Aussage keine Verordnung (ORF.at, KIM-Verordnung, Dezember 2024; FMA, Wohnimmobilienkredite; FMA, Rundschreiben 02/2025).
Zur Lesart. Das Diagramm vergleicht Euro-Beträge ohne Zeitwert: Eigenmittel stehen heute, Zinsen verteilen sich über die Laufzeit. Wer Eigenmittel einsetzt, verzichtet auf deren anderweitige Verwendung, und Zinsen sind je nach Steuerlage und Anlage nicht eins zu eins mit Erträgen vergleichbar; das Diagramm sagt deshalb nicht, welche Beleihungsquote günstiger ist. Der Reiter „Kaufen oder Mieten“ rechnet die Verzinsung der Eigenmittel mit. Auf welchen Wert sich die Beleihungsquote bezieht (Kaufpreis, Kaufpreis plus Nebenkosten oder Beleihungswert), steht in den gelesenen Kurzfassungen nicht; hier ist es der Kaufpreis.
Belege. ORF.at, KIM-Verordnung, Dezember 2024; FMA, Wohnimmobilienkredite; FMA, Rundschreiben 02/2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was passiert mit der Rate, wenn der Zinssatz steigt
Eine Rate, die heute passt, kann bei einem höheren Zinssatz nicht mehr passen, wenn der Zinssatz variabel ist oder die Zinsbindung endet. Die Tabelle rechnet Rate und Schuldendienstquote bei Zinssätzen bis zu 4 Pp über dem heutigen; das Diagramm zeigt die Quote für alle Zinssätze, die gestrichelte Linie ist Ihre Grenze, der Satz darunter nennt den Zinssatz, bei dem die Rate sie erreicht. Zum Maßstab: Laut OeNB stieg der Durchschnittszinssatz für neue Wohnbaukredite von 1,18 % (Jänner 2022) auf 3,33 % (Jänner 2023) und lag im November 2023 mit 4,34 % am höchsten; im August 2026 waren es 3,61 % (OeNB, Statistiken H1/23; OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft). Bei Krediten mit variablem Zinssatz kommt ein solcher Anstieg in der Rate an: Der Zinssatz des Bestands variabel verzinster Wohnbaukredite stieg von 1,10 % (Juni 2022) auf zwischenzeitlich 4,86 % (März 2024) (OeNB, Statistiken H2/24).
Zur Lesart. Die Schuldendienstquote ist hier die Summe der Raten geteilt durch das Nettoeinkommen des Haushalts. Zum Einordnen: Der Median der Wohnkostenquote (Wohnkosten einschließlich Energie, Kreditkosten und Instandhaltung) lag 2025 bei 15 % des verfügbaren Haushaltseinkommens, bei Wohnungseigentum bei 12 %; bei 8 % der Haushalte lag die Wohnkostenquote über 40 % (Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025). Das ist eine andere Größe als die Schuldendienstquote und nur als Größenordnung gedacht. Der Zinsschock springt sofort um den eingestellten Wert; eine Anpassung von Laufzeit oder Rate durch die Bank ist nicht abgebildet.
Belege. OeNB, Statistiken H1/23; OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; OeNB, Statistiken H2/24; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Der Höchstpreis, den Einkommen und Eigenmittel zugleich tragen
Umgekehrt gefragt: Welchen Kaufpreis tragen Einkommen und Eigenmittel? Zwei Grenzen gelten zugleich. Die Rate darf Ihre Grenze für die Schuldendienstquote nicht überschreiten; daraus folgt der höchste Kredit, den das Einkommen trägt. Und der Kredit darf die Beleihungsquote nicht übersteigen; daraus folgt mit Ihren Eigenmitteln ein zweiter Höchstkredit. Der kleinere von beiden gilt. Der Höchstpreis ist dann Eigenmittel plus Kredit abzüglich der Nebenkosten, die selbst vom Preis abhängen; der Rechner löst das auf. Einkommen, Laufzeit, Zinssatz, Nebenkosten und Grenze kommen aus dem Kaufrechner oben.
Zur Lesart. Der Höchstpreis ist keine Empfehlung und keine Zusage einer Bank. Banken prüfen Bonität, Sicherheiten und weitere Ausgaben, die hier fehlen (Lebenshaltung, Kinder, Rücklagen, Instandhaltung, Betriebskosten). Er zeigt nur, wo die beiden Rechenregeln für die eingegebenen Werte enden. Die Beleihungsquote von 90 % und die Schuldendienstquote von 40 % sind Richtwerte der FMA und keine Verordnung (FMA, Rundschreiben 02/2025; FMA, Wohnimmobilienkredite).
Belege. FMA, Rundschreiben 02/2025; FMA, Wohnimmobilienkredite; oesterreich.gv.at, Nebenkosten beim Wohnungskauf. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was das Modell tut, was es auslässt, und Nachrechnungen
| Annahme | Was das bedeutet |
|---|---|
| Kaufpreis | Wohnfläche mal Preis je m². Die Mediane sind Preise tatsächlicher Käufe 2025 (Eigentumswohnungen), die Angebotspreise stammen aus Inseraten; ein Median beschreibt die Mitte aller Käufe, nicht eine einzelne Wohnung. |
| Kredit und Eigenmittel | Kredit = Beleihungsquote mal Kaufpreis. Eigenmittel = Kaufpreis plus Nebenkosten minus Kredit. Geben Sie die Eigenmittel vor, ist Kredit = (Kaufpreis mal (1 + Sätze vom Preis) + Festbeträge − Eigenmittel) geteilt durch (1 − Sätze vom Kredit); Sätze vom Preis sind Grunderwerbsteuer, Eintragung, Vertrag und Makler, Sätze vom Kredit Pfandrecht und Bearbeitung. |
| Nebenkosten | Sätze der Rechtslage laut oesterreich.gv.at, Pfandrecht auf den Kredit allein gerechnet (Untergrenze), Eingabengebühr einmal, Vertrag und Makler nach Ihrer Eingabe, Bankgebühren als Beispielwerte. Keine Befreiung von Eintragungsgebühren. Nicht enthalten: Grundbuchsauszug, Beglaubigung, Treuhandschaft, Versicherungen, Sonderfälle. |
| Rate | Annuität, nachschüssig, wie im Reiter „Kredit“; Zinssatz und Umrechnung kommen von dort. Die Kontoführungsgebühr ist nicht in der Rate enthalten. |
| Schuldendienstquote | (Rate plus andere Kreditraten) geteilt durch das Nettoeinkommen des Haushalts pro Monat. Der FMA-Richtwert nennt 40 % des Jahresnettoeinkommens; ob und wie Ihre Bank andere Ausgaben einrechnet, ist offen. |
| Zinsschock | Der Zinssatz springt sofort um den eingestellten Wert, die Restschuld und die Laufzeit bleiben gleich; die Rate wird für den vollen Kredit und die volle Laufzeit neu gerechnet (das entspricht dem ersten Jahr nach dem Sprung, nicht einem späteren Zeitpunkt). |
| Höchstpreis | Höchstkredit nach Einkommen = Barwert der Raten, die die Grenze noch zulässt (Rate mal Annuitätenfaktor). Höchstkredit nach Eigenmitteln = Beleihungsquote mal Preis, wobei der Preis aus Eigenmitteln, Kredit und Nebenkosten folgt. Höchstpreis = (Eigenmittel + Kredit mal (1 − Sätze vom Kredit) − Festbeträge) geteilt durch (1 + Sätze vom Preis). |
| Nicht enthalten | Betriebskosten, Instandhaltung, Rücklagen, Grundsteuer, Förderungen, Bausparverträge, Tilgungsträger, Fremdwährung, Steuerwirkungen, Wertentwicklung der Wohnung und die Verzinsung der Eigenmittel (die rechnet der Reiter „Kaufen oder Mieten“). |
Probe 1: Nebenkosten. Die Tabelle zeigt, was der Rechner mit Bankgebühren von 0 und ohne Pfandrecht für die vier Fälle ergibt: Grunderwerbsteuer 3,5 %, Eintragung 1,1 %, Eingabengebühr 85 €, Vertrag 1 und 3 %, Makler 0 und 3,6 %. Das sind eigene Rechnungen mit den Sätzen aus den Quellen, keine Angaben einer Behörde. Die Rechnung für die Wiener Median-Wohnung per Hand: 3,5 % und 1,1 % von 364.840 € sind 16.782,64 €, dazu 85 € und 1 % Vertrag (3.648,40 €): 20.516,04 €.
| Fall (70 m²) | Kaufpreis | ohne Makler, Vertrag 1 bis 3 % | mit Makler 3,6 %, Vertrag 1 bis 3 % |
|---|---|---|---|
| Wien, Median-Kaufpreis 2025 | 364.840 € | 20.516 € bis 27.813 € | 33.650 € bis 40.947 € |
| Österreich, Median-Kaufpreis 2025 | 291.340 € | 16.400 € bis 22.227 € | 26.888 € bis 32.715 € |
| Wien, Angebotspreis 1. Halbjahr 2026 | 471.030 € | 26.463 € bis 35.883 € | 43.420 € bis 52.840 € |
| Österreich, Angebotspreis 1. Halbjahr 2026 | 437.360 € | 24.577 € bis 33.324 € | 40.322 € bis 49.069 € |
Probe 2: Eigenmittel. Für die Wiener Median-Wohnung (364.840 €) mit 90 % Kredit (328.356 €) kommt der Rechner bei Bankgebühren von 0 auf Eigenmittel von 60.940 € (Vertrag 1 %, ohne Makler), 74.075 € (Vertrag 1 %, mit Makler) und 81.371 € (Vertrag 3 %, mit Makler). Darin steckt das Pfandrecht mit 3.940 € (1,2 % des Kredits). Setzt man die Bankgebühren der Voreinstellung (1 % Bearbeitung, 345 € Schätzung) an, steigen die Eigenmittel um 1 % des Kredits plus 345 €.
Probe 3: Rate und Quote. Für denselben Kredit (328.356 €) mit 3,61 %, 35 Jahren und der Umrechnung „ein Zwölftel“ beträgt die Rate 1.378,07 € im Monat; im Verhältnis zum medianen Haushaltseinkommen von 51.152 € im Jahr sind das 32,3 % (zwölf Raten geteilt durch das Jahreseinkommen). Beim Angebotspreis der Wiener Wohnung (471.030 €, Kredit 423.927 €) sind es 1.779,18 € und 41,7 %, also über dem Richtwert der FMA von 40 %. Der Richtwert und das Einkommen stammen aus den genannten Quellen (FMA, Rundschreiben 02/2025; Statistik Austria, Haushaltseinkommen, EU-SILC 2025), die Raten sind eigene Rechnungen.
Probe 4: Umkehrung. Gibt man im Modus „Eigenmittel“ den Betrag aus Probe 2 vor, kommt der Rechner auf denselben Kredit und dieselbe Beleihungsquote zurück. Der Rechner prüft sich damit selbst: Eigenmittel und Kredit hängen über die Nebenkosten voneinander ab, und die Umkehrung muss die Ausgangswerte treffen.
Zur Lesart. Die Tabelle nennt, was das Modell tut und auslässt; sie ist keine Aussage darüber, was in Ihrem Fall gilt. Die Proben sind Nachrechnungen mit den Zahlen aus den genannten Quellen: Wer sie mit einem Taschenrechner nachvollzieht, sollte auf dieselben Beträge kommen (in den Tabellen auf volle Euro gerundet). Dass der Rechner mit sich selbst übereinstimmt, zeigt nur, dass er rechnet wie beschrieben, nicht, dass die Annahmen die Wirklichkeit treffen.
Belege. oesterreich.gv.at, Nebenkosten beim Wohnungskauf; oesterreich.gv.at, Einverleibung; FMA, Rundschreiben 02/2025; Statistik Austria, Haushaltseinkommen, EU-SILC 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Kaufen oder Mieten? Der Vergleich rechnet zwei Haushalte nebeneinander. Der eine kauft die Wohnung aus dem Reiter „Kaufen“ mit Kredit, der andere mietet eine gleich große Wohnung und legt das Geld an, das der Käufer in die Wohnung steckt: am Anfang die Eigenmittel samt Nebenkosten, danach jeden Monat den Unterschied zwischen den beiden Monatsbelastungen. Am Ende wird die Wohnung verkauft, und beide Vermögen werden verglichen. Das Ergebnis hängt von drei Größen ab, die niemand sicher kennt: dem Wertzuwachs der Wohnung, der Mietsteigerung und der Rendite des angelegten Geldes. Der Reiter zeigt deshalb nicht nur ein Ergebnis, sondern auch, bei welchen Werten beide gleichauf lägen. Eine österreichische Untersuchung, die Kaufen und Mieten für die Selbstnutzung mit offenen Annahmen durchrechnet, haben wir bei der Recherche nicht gefunden (Karte „Was Studien dazu sagen“). Das Ergebnis ist eine Rechnung unter Annahmen und weder eine Empfehlung zum Kauf oder zur Miete noch Anlageberatung.
Zwei Haushalte, ein Vermögensvergleich
So wird gerechnet. Beide Haushalte wohnen gleich groß. Der Käufer zahlt jeden Monat die Rate (eine Annuität wie in den Reitern „Kredit“ und „Kaufen“, mit dem dort eingestellten Zinssatz) und die Instandhaltung; der Mieter zahlt die Nettomiete, die einmal im Jahr steigt. Wer von beiden im Monat weniger zahlt, legt die Differenz zur eingestellten Nettorendite an. Der Mieter beginnt mit dem Geld, das der Käufer als Eigenmittel samt Nebenkosten einsetzt. Am Ende zählt beim Käufer der Wert der Wohnung nach Verkaufskosten minus Restschuld plus das, was er angelegt hat; beim Mieter zählt die Anlage. Betriebskosten zahlen beide gleich und sind deshalb nicht Teil der Rechnung. Gleichstand ist der erste Monat, ab dem das Vermögen des Käufers bis zum Ende nicht mehr unter dem des Mieters liegt.
Zur Lesart. Das Modell vergleicht ein Vermögen mit Schwankung mit einem ohne: Der Wert einer Wohnung kann steigen oder fallen, ein Festgeld bringt den vereinbarten Zins. Es rechnet aber mit festen Werten und bildet die Schwankung nicht ab. Wer den Wertzuwachs auf 0 % setzt oder die Jahre 2022 bis 2025 fortschreibt (Median −1,6 % pro Jahr), sieht, wie schnell das Ergebnis kippt. Die Voreinstellung für Wertzuwachs und Mietsteigerung ist die Inflation 2015 bis 2025 (3,3 % pro Jahr, eigene Rechnung aus den Jahresraten von Statistik Austria): Die Wohnung behält dann real ihren Wert. Das ist eine Annahme und keine Prognose. In den Jahren 2015 bis 2025 stieg der Median-Quadratmeterpreis in Österreich um 4,2 % pro Jahr und in Wien um 4,6 % (eigene Rechnungen aus Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025).
Die Nettomieten sind Mikrozensus-Werte (tatsächlich bezahlte Mieten, Neuverträge 2025) oder Angebotsmieten aus Inseraten, von denen Betriebskosten von 2,7 € je m² abgezogen sind; das ist eine Näherung mit einem Österreichwert (Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung; Statistik Austria, Wohnungsmieten 2. Quartal 2026; ImmoScout24, Mietpreise 1. Quartal 2026). Die Miete einer bestimmten Wohnung kann deutlich abweichen; Angebotsmieten liegen weit über den Mieten bestehender Verträge (Österreich: 16,09 € gegen 10,5 € je m² einschließlich Betriebskosten, beide 1. Quartal 2026; verschiedene Grundgesamtheiten).
Der Zinssatz des Kredits bleibt über die ganze Laufzeit gleich. Bei variablem Zinssatz oder nach dem Ende einer Zinsbindung kann die Rate steigen; das zeigt der Zinsschock im Reiter „Kaufen“ und nicht dieser Vergleich. Steuern auf einen Verkaufsgewinn (Immobilienertragsteuer) und die Grundsteuer sind nicht berücksichtigt und wurden nicht geprüft.
Belege. Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung; Statistik Austria, Wohnungsmieten 2. Quartal 2026; ImmoScout24, Mietpreise 1. Quartal 2026; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2023; Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Inflation August 2026; Statistik Austria, Inflation 2025; Statistik Austria, Inflation 2024; forum-media.at, Mieten-Wertsicherungsgesetz § 1; Parlament, Ausschussbericht zum 5. MILG; sparzinsen.at; BMF, Besteuerung inländischer Kapitalerträge; EStG 1988, § 27a. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Geldfluss und wirtschaftliche Kosten, nebeneinander
Das Diagramm zeigt, was jeden Monat bezahlt wird: beim Kaufen Rate und Instandhaltung, beim Mieten die Nettomiete, die einmal im Jahr steigt. Die Rate bleibt gleich, solange der Kredit läuft; die Instandhaltung folgt dem Wert der Wohnung. Nach der letzten Rate fällt nur noch die Instandhaltung an.
Wirtschaftliche Kosten statt Geldfluss. Wer fragt, was Eigentum im Jahr wirtschaftlich kostet, vergleicht nicht die Rate mit der Miete. Die Zentralbanken zählen in ihren Papieren zu den Kosten des Eigentums die Zinsen auf den Kredit und die entgangene Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals („foregone interest on the housing asset“), die Instandhaltung samt wirtschaftlicher Abschreibung und eine laufende Grundsteuer und ziehen den erwarteten Wertzuwachs ab; das ergibt die Nutzerkosten („user cost“), die mit einer Miete verglichen werden (EZB, Working Paper 2087, Fatica und Prammer 2017; EZB, Statistics Paper 47). Die Tilgung zählt nicht dazu, weil sie die Schuld senkt und Vermögen aufbaut. Die Tabelle rechnet die Posten für das erste Jahr mit Ihren Einstellungen, vereinfacht: Zinsen auf den Kredit am Anfang, Instandhaltung ohne gesonderte Abschreibung, keine Grundsteuer. Die Summen sind aus ungerundeten Werten gebildet und können deshalb um 1 € von der Summe der gerundeten Posten abweichen. Die Gleichungen der Papiere sind nicht übernommen, weil zwei Lesungen der Gleichungen voneinander abwichen.
Wohin das Geld geht. Die Summen über den ganzen Zeitraum, nominal und ohne Verzinsung. Die Zeile „Ausgaben, die kein Vermögen aufbauen“ fasst beim Käufer Zinsen, Instandhaltung, Nebenkosten und Verkaufskosten zusammen, beim Mieter die Miete. Die Tilgung gehört nicht dazu: Sie senkt die Schuld. Die Zeilen „In die Anlage eingezahlt“ und „Erträge der Anlage“ zeigen, was beide Haushalte angelegt und daran verdient haben.
Zur Lesart. Geldfluss und wirtschaftliche Kosten sind zwei Sichtweisen auf dieselbe Wohnung. Der Geldfluss zeigt, was Monat für Monat vom Konto geht; die Nutzerkosten zeigen, was das Eigentum im Jahr wirtschaftlich kostet, wenn der Wertzuwachs eintritt. Der Wertzuwachs ist aber kein Geldfluss und kann ausbleiben, während Zinsen und Instandhaltung fällig sind. Die Summen sind eine Buchhaltung ohne Zeitwert des Geldes und ohne Risiko; wer besser fährt, zeigt erst der Vermögensvergleich in der Karte darüber. Nettomieten und Betriebskosten stammen aus den Mikrozensus-Erhebungen von Statistik Austria (Statistik Austria, Wohnungsmieten 2. Quartal 2026; Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung).
Belege. EZB, Working Paper 2087, Fatica und Prammer 2017; EZB, Statistics Paper 47; Statistik Austria, Wohnungsmieten 2. Quartal 2026; Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Gleichstand und Empfindlichkeit
Statt nur ein Ergebnis zu nennen, sucht der Rechner für jede Annahme den Wert, bei dem Kaufen und Mieten am Ende gleichauf lägen, während alles andere so bleibt, wie eingestellt. So sehen Sie, wie weit eine Annahme danebenliegen dürfte, bevor das Ergebnis kippt. Ein Gleichstand ist kein Urteil: Er sagt, welche Werte nötig wären, und nicht, ob sie eintreten.
Das Diagramm zeigt den Unterschied am Ende des Zeitraums für jeden Wertzuwachs. Oberhalb der Nulllinie liegt Kaufen vorn, unterhalb Mieten; wo die Linie die Nulllinie schneidet, liegen beide gleichauf. Mit „Wertzuwachs durchfahren“ wandert der Cursor von links nach rechts.
Die Farbfläche verbindet den Wertzuwachs (Zeilen) mit einer zweiten Größe (Spalten, umschaltbar): dem Zeitraum, der Rendite des angelegten Geldes oder der Mietsteigerung. Jede Zahl ist der Unterschied zwischen Kaufen und Mieten am Ende in Tausend Euro.
Zur Lesart. Die Gleichstandswerte sind Ergebnisse dieses Modells und keine Marktgrößen. Dass für eine Größe kein Gleichstand zu finden ist, heißt: Im geprüften Bereich liegt immer dieselbe Seite vorn. Das Modell hat keine Streuung; ein Gleichstand bei 1,7 % Wertzuwachs sagt nicht, dass 1,7 % wahrscheinlich ist, und auch nicht, dass weniger ausgeschlossen wäre. Zum Einordnen dienen die Schaltflächen im Rechner: Der Median-Quadratmeterpreis stieg 2015 bis 2025 um 4,2 % pro Jahr und sank 2022 bis 2025 um 1,6 % pro Jahr (eigene Rechnungen aus Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025); der Häuserpreisindex stieg 2015 bis 2025 um 5,3 % pro Jahr (Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025). Die Inflation lag 2015 bis 2025 bei 3,3 % pro Jahr, im August 2026 bei 3,2 % (Statistik Austria, Inflation August 2026).
Belege. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2023; Statistik Austria, Inflation August 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Nachbarthemen, Methode und Langfristrenditen
Eine österreichische Untersuchung zu Kaufen oder Mieten haben wir nicht gefunden. Gesucht wurde nach Untersuchungen oder Rechnern der Arbeiterkammer, der Oesterreichischen Nationalbank, des Momentum Instituts, von Agenda Austria und von Universitäten, die für die Selbstnutzung Kaufen und Mieten mit offenen Annahmen und Ergebnis vergleichen. Gefunden wurden Arbeiten zu Nachbarthemen; die Tabelle nennt, was sie zeigen und was nicht. Das heißt nicht, dass es eine solche Untersuchung nicht gibt, nur dass wir keine geöffnet haben.
| Quelle | Worum es geht | Was sie zeigt | Was sie nicht zeigt |
|---|---|---|---|
| Arbeiterkammer, Geldanlage Vorsorgewohnung (2018) | Kauf einer Wohnung zum Vermieten, Beispiele in Wien | Annahmen: 50 bis 60 m², Kaufpreise 217.850 bis 256.200 € netto, Nebenkosten rund 6 %, 20 Jahre, Wertsteigerung 1,8 %. Ergebnis: Mietrendite ohne Kosten 3,4 bis 3,9 %, nach Kosten 1,6 bis 3,7 %. | Kein Vergleich mit dem Wohnen zur Eigennutzung; vier Anbieter von Anlegerwohnungen in Wien, erhoben im Juli und August 2017. |
| WU Wien, Wohnkosten in Österreich (2020) | Verteilung der Wohnkosten, Daten EU-SILC 2017 | Laut Abruf zahlten Mieter 646 € im Monat (22,4 % des Einkommens), Eigenheimbesitzer 448 € (10,1 %); die Zahlen stammen aus einer Abfrage und sind nicht doppelt geprüft. | Tilgungen zählen nicht als Wohnkosten, unterstellte Mieten fehlen; ein Querschnittsvergleich der Kostenbelastung und keine Rechnung zur Kaufentscheidung. |
| Momentum Institut, Eigentumserwerb (2024) | Leistbarkeit des Kaufs | Laut Seite braucht es 54 statt zuvor 41 Jahre Sparen (Annahmen laut Abruf: 9,5 % des verfügbaren Einkommens gespart, 2 % Zinsen, Median-Haushaltseinkommen). | Kein Vergleich mit der Miete. |
| Agenda Austria, Wo sich der Immobilienkauf rentiert (2018) | Bruttorenditen für Vermieter | Wien 2,8 %, Graz 3,1 % (Datenquelle Deloitte: Mieten je m² gegen Kaufpreise je m²). | Kein Vergleich von Kaufen und Mieten; Stand 2018. |
| EZB, Working Paper 2087 (2017) und Statistics Paper 47 (2024) | Methode: Nutzerkosten des Wohnens | Posten: Finanzierungskosten (Kreditzins und entgangene Verzinsung des Eigenkapitals), Instandhaltung und wirtschaftliche Abschreibung, laufende Grundsteuer, abzüglich der erwarteten Wertsteigerung. | Ein allgemeines Methodenmodell für den Euroraum ohne österreichische Werte; die Gleichungen der Papiere sind hier nicht übernommen. |
| Jordà u. a., The Rate of Return on Everything (2019) | Renditen von 1870 bis 2015 in 16 Ländern | Reale Gesamtrenditen von Wohnimmobilien und Aktien im Durchschnitt rund 7 % pro Jahr (arithmetisches Mittel), die der Wohnimmobilien mit geringerer Schwankung. Gesamtrendite heißt: Mieterträge und Preisänderung zusammen. | Österreich gehört nicht zu den 16 Ländern; ob die Renditen vor oder nach Kosten und Steuern gelten, wurde nicht geprüft; keine Prognose. |
Zur Lesart. Die Tabelle widerlegt nichts im Modell und bestätigt nichts: Die Arbeiten messen anderes (Renditen für Vermieter, Kostenbelastung, Leistbarkeit, Methode). Sie liefern Größenordnungen für die Einstellungen, etwa Bruttomietrenditen von 2,8 bis 3,9 % im Jahr 2018 gegen die 2,8 % der Voreinstellung (eigene Rechnung: Nettomiete 9,70 € je m² gegen den Median-Quadratmeterpreis 4.162 €). Die Langfristrendite von rund 7 % real stammt aus 16 anderen Ländern und ist keine Prognose für Österreich. Wer eine Untersuchung kennt, die Kaufen und Mieten in Österreich durchrechnet, kann sie in die Quellen aufnehmen lassen.
Belege. AK, Geldanlage Vorsorgewohnung, 2018; WU Wien, Wohnkosten in Österreich, 2020; Momentum Institut, Eigentumserwerb, 2024; Agenda Austria, Immobilienkauf und Vermietung, 2018; EZB, Working Paper 2087, Fatica und Prammer 2017; EZB, Statistics Paper 47; Jordà u. a. 2019; Jordà u. a. 2017, FRBSF-Fassung; FRBSF-Blog zu Jordà u. a. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was das Modell tut, was es auslässt, und Nachrechnungen
| Annahme | Was das bedeutet |
|---|---|
| Kauf | Aus dem Reiter „Kaufen“: Kaufpreis, Kredit, Nebenkosten, Zinssatz, Umrechnung und Laufzeit. Die einmaligen Nebenkosten gehören zum Geld, das beide Seiten am Anfang einsetzen. Der Zinssatz bleibt über die Laufzeit gleich; nach der letzten Rate gibt es keine Rate mehr. |
| Miete | Nettomiete ohne Betriebskosten, im ersten Jahr konstant, danach einmal im Jahr um den eingestellten Prozentsatz erhöht. Betriebskosten sind auf beiden Seiten gleich und weggelassen; Heizung, Strom und Garage gehören nicht zur Rechnung. |
| Wert und Instandhaltung | Der Wert wächst jeden Monat um denselben Faktor, sodass er nach einem Jahr um den eingestellten Prozentsatz höher ist. Die Instandhaltung eines Monats ist ihr Prozentsatz vom Wert zu Monatsbeginn, geteilt durch 12. Der Beispielwert 1,0 % stammt aus keiner Quelle. |
| Anlage | Wer im Monat weniger zahlt, legt die Differenz am Monatsende an. Verzinst wird mit dem Monatsäquivalent der Nettorendite, (1 + Rendite)^(1/12) − 1. Das Geld ist jederzeit verfügbar; Gebühren und Schwankungen gibt es nicht. Die Voreinstellung 2,25 % ist das beste 12-Monats-Festgeld (3,00 %) nach 25 % Kapitalertragsteuer. |
| Vermögen am Ende | Käufer: Wert × (1 − Verkaufskosten) − Restschuld + Anlage. Mieter: Anlage. Der Kauf gilt als Verkauf am Ende des Zeitraums; wer die Wohnung weiter bewohnt, hat den Wert nicht in der Hand. |
| Nicht enthalten | Steuer auf einen Verkaufsgewinn, Grundsteuer, Förderungen und Wohnbeihilfe, Zinsänderungen nach einer Zinsbindung, Leerstand und Umzugskosten, Änderungen der Familie, die Möglichkeit, die Wohnung zu vermieten, Schwankungen des Wertes und der Rendite sowie der Wert, den die Sicherheit einer eigenen Wohnung oder die Freiheit des Mieters für den Einzelnen hat. |
Probe 1: das erste Jahr. Mit den Voreinstellungen (70 m² zum Median-Quadratmeterpreis 2025 von 4.162 €, also 291.340 €; 90 % Kredit, 262.206 € zu 3,61 % über 30 Jahre; Nebenkosten 35.915 €; Nettomiete 9,70 € mal 70 = 679 €) beträgt die Rate 1.193,58 € im Monat und die Instandhaltung im ersten Monat 242,78 € (1 % von 291.340 € durch 12); zusammen 1.436,36 € gegen die Miete von 679 €. Die Nutzerkosten des ersten Jahres sind 788,80 € Zinsen plus 121,97 € entgangene Rendite auf 65.049 € plus 242,78 € Instandhaltung minus 801,18 € Wertzuwachs, zusammen 352,37 € im Monat (eigene Rechnung, mit dem Taschenrechner nachprüfbar; die Beträge sind auf Cent gerundet, die Summe ist aus den ungerundeten Werten gebildet).
Probe 2: der Endstand nach 20 Jahren. Mit denselben Einstellungen ergibt die Monatsreihe ein Vermögen des Käufers von 417.554 € und des Mieters von 285.287 €, also einen Unterschied von 132.267 € zugunsten des Kaufens; Gleichstand im Monat 105, das ist nach 8 Jahren und 9 Monaten. Nachrechnen lässt sich das in einer Tabellenkalkulation mit einer Zeile je Monat: Wert = Wert × 1,033^(1/12); Restschuld = Restschuld × (1 + 0,0361/12) − Rate; Anlage des Mieters = Anlage × 1,0225^(1/12) + (Rate + Instandhaltung − Miete), solange das positiv ist; die Miete steigt jeweils nach 12 Monaten um 3,3 %. Das Ergebnis ist eine Folge der Voreinstellungen (Wertzuwachs und Mietsteigerung gleich der Inflation, sicher angelegtes Geld mit 2,25 %, Kredit mit 90 % des Preises) und keine Aussage über den Markt.
Probe 3: der Gleichstandswert. Der Rechner nennt für die Voreinstellungen einen Gleichstand beim Wertzuwachs von 1,66 % pro Jahr. Stellt man 1,6 % ein, liegt Mieten um 4.151 € vorn, bei 1,7 % liegt Kaufen um 2.692 € vorn: Das Vorzeichen wechselt zwischen den beiden einstellbaren Werten, wie es bei einem Gleichstand bei 1,66 % sein muss.
Probe 4: Barkauf als Sonderfall. Ohne Kredit, ohne Wertzuwachs, ohne Mietsteigerung, ohne Rendite, ohne Instandhaltung und ohne Verkaufskosten zahlt der Käufer im Monat nichts und der Mieter die Miete von 679 €. Der Mieter behält sein Geld (Kaufpreis plus Nebenkosten), der Käufer hat die Wohnung und spart die Miete. Gleichstand entsteht, wenn die gesparten Mieten die einmaligen Nebenkosten decken: 29.801,68 € durch 679 € sind 43,9 Monate, also der Monat 44; nach 20 Jahren liegt Kaufen um 240 mal 679 € minus 29.801,68 € = 133.158,32 € vorn. Diese Probe ist im Rechner nachstellbar (Kredit 0 %, alle Werte im Rechner auf 0) und zeigt, dass das Modell in einem Fall, den man im Kopf rechnen kann, das Erwartete liefert.
Zur Lesart. Die Tabelle nennt, was das Modell tut und auslässt; sie sagt nichts darüber, was in Ihrem Fall gilt. Die Proben sind Nachrechnungen mit Zahlen aus den genannten Quellen und mit Annahmen, die auf der Seite stehen. Alle Beträge sind eigene Rechnungen und keine Auskünfte einer Bank, eines Maklers oder eines Steuerberaters.
Belege. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung; Statistik Austria, Wohnungsmieten 2. Quartal 2026; sparzinsen.at; BMF, Besteuerung inländischer Kapitalerträge. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Zinsen und Markt: Hier stehen die Zahlen, auf denen die Rechner und das Barometer beruhen: der Leitzins der EZB und der Euribor (bei Krediten mit variablem Zinssatz nach der AK Wien meist der Referenzzinssatz, zu dem die Bank einen Aufschlag rechnet; AK Wien, Ratgeber Kredite, Stand März 2026), die Zinsstatistik der OeNB, die zeigt, was neue Wohnbaukredite in Österreich im Durchschnitt tatsächlich kosten, und Angebote einzelner Banken, die zeigen, was beworben wird. Dazu kommen Preise, Mieten und Inflation seit 2015 und die Zahl der Kredite, Käufe und Baubewilligungen. Jede Zahl hat ein Datum und eine Quelle; Messwerte, Angebote und eigene Rechnungen sind gekennzeichnet. Nichts davon ist eine Prognose, und nichts davon ist eine Empfehlung.
Messwerte mit Datum, nebeneinander
Zehn Kennzahlen, jede mit dem jüngsten Stand, den wir gefunden haben. Alle sind Messwerte der genannten Stelle. Der Vergleichswert darunter ist, wo er angegeben ist, ebenfalls ein Messwert oder eine eigene Rechnung aus Messwerten. Was daraus folgt, ordnet der Reiter „Barometer“ ein, nicht dieser Überblick.
Zur Lesart. Die Kacheln mischen Zinssätze (Prozent pro Jahr), Preise (Euro je Quadratmeter oder Indexpunkte), Mengen (Wohnungen, Milliarden Euro) und eine Inflationsrate. Sie sind nicht miteinander verrechnet und haben nicht denselben Stichtag: Der Euribor ist ein Tageswert, die Zinssätze der OeNB sind Monatswerte, die Preise Jahres- oder Halbjahreswerte.
Die Veränderungsraten „zum Vorjahr“ nennt die jeweilige Quelle selbst. Sie sind aus ungerundeten Werten berechnet; aus den gerundeten Werten der Kacheln allein würden sich leicht andere Raten ergeben (Mieten: 10,5 gegen 10,2 € wären +2,9 %). Der Häuserpreisindex und die Mieten sind Statistiken über Käufe und bestehende Mietverhältnisse; sie sagen nichts über Preise, die heute verlangt werden.
Belege. EZB, Leitzinsen; EZB, Pressemitteilung vom 10. September 2026; Euribor-Portal euribor-rates.eu; OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; OeNB, Kreditzinssätze Bestand; Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Wohnungsmieten 2. Quartal 2026; Statistik Austria, Inflation August 2026; Statistik Austria, Inflation September 2026, Schnellschätzung; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; OeNB, Handout vom 20. März 2026; Infina, Ratgeber Immobilienpreise; Infina, Volumen neu vergebener Wohnbaukredite; Statistik Austria, Baubewilligungen 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
EZB-Einlagesatz, Euribor und Zinssätze neuer Wohnbaukredite
Das Diagramm legt drei Zinssätze übereinander. Der Einlagesatz der EZB ist der Zinssatz, den Banken für Geld bekommen, das sie bei der Zentralbank einlegen; laut EZB steuert er seit März 2024 ihren geldpolitischen Kurs. Der Euribor ist ein Referenzzinssatz für Geld, das sich Banken im Euroraum leihen, hier für 3 und für 12 Monate. Kredite mit variablem Zinssatz sind häufig an ihn gebunden; in den Beispielen von bank99 und BAWAG ist es der 3-Monats-Euribor plus ein Aufschlag. Die Rauten sind der durchschnittliche Zinssatz neuer Wohnbaukredite in Österreich laut OeNB, für die Monate, für die wir einen Wert gefunden haben.
Die EZB hob den Einlagesatz vom 27. Juli 2022 bis zum 20. September 2023 in zehn Schritten von −0,50 % auf 4,00 % an, senkte ihn vom 12. Juni 2024 bis zum 11. Juni 2025 in acht Schritten auf 2,00 % und hob ihn 2026 zweimal auf 2,50 % an (wirksam ab 17. Juni und ab 16. September; die zweite Anhebung beschloss sie am 10. September). Im Euroraum lag die Inflation im August 2026 laut EZB bei 3,3 % nach 2,9 % im Juli. Die folgende Tabelle zeigt die Zinssätze zu sieben Zeitpunkten.
| Zeitpunkt | EZB-Einlagesatz am Stichtag | Euribor 3 Monate | Euribor 12 Monate | Neue Wohnbaukredite (OeNB) |
|---|---|---|---|---|
| Dezember 2021 | −0,50 % | −0,572 % | −0,505 % | 1,23 % |
| Dezember 2022 | 1,50 % | 1,972 % | 2,842 % | 3,32 % |
| November 2023 | 4,00 % | 3,953 % | 4,044 % | 4,34 % |
| Dezember 2024 | 3,25 % | 2,924 % | 2,431 % | 3,51 % |
| Dezember 2025 | 2,00 % | 2,060 % | 2,227 % | 3,39 % |
| August 2026 | 2,25 % | 2,461 % | 2,939 % | 3,61 % |
| Oktober 2026 | 2,50 % | 2,589 % | 3,303 % | · |
Euribor: Wert am ersten Arbeitstag des Monats (Portal euribor-rates.eu), kein Monatsdurchschnitt. Einlagesatz: der an diesem Tag gültige Satz. OeNB: Durchschnitt der in dem Monat neu vereinbarten Wohnbaukredite; · bedeutet, dass für den Monat kein Wert vorliegt (die OeNB hat bis August 2026 veröffentlicht).
Zur Lesart. Die drei Zinssätze messen Verschiedenes. Der Einlagesatz ist ein Beschluss der EZB und gilt, bis sie ihn ändert. Der Euribor ist ein Marktzins, der sich täglich ändert. Der OeNB-Wert ist ein Durchschnitt über alle in einem Monat neu vereinbarten Wohnbaukredite, gewichtet mit dem Kreditbetrag und über alle Zinsbindungen von variabel bis über zehn Jahre. Einen amtlichen Monatsdurchschnitt des Euribor konnten wir nicht abrufen; die Werte stammen von einem Portal und zeigen den ersten Arbeitstag jedes Monats. Der Wert in der Karte „Die Lage in zehn Zahlen“ (3,177 % am 6.10.2026) liegt unter dem Oktoberwert in Diagramm und Tabelle (3,303 % am 1.10.2026): Zwischen den beiden Tagen fiel der 12-Monats-Euribor um 0,126 Prozentpunkte (eigene Rechnung).
Die Rauten sind einzelne Monate, die wir in Veröffentlichungen der OeNB und in ihrer Datenbank gefunden haben (Februar, November und Dezember 2021, Jänner, Juni und Dezember 2022, Jänner und November 2023, Jänner und Dezember 2024, Dezember 2025 sowie März bis August 2026). Dazwischen fehlen Monate, deshalb sind sie nicht verbunden. Zwei Werte nennt die OeNB in verschiedenen Ausgaben verschieden (Jänner 2022: 1,15 % gegen 1,18 %; Jänner 2023: 3,49 % gegen 3,33 %); im Diagramm stehen die Werte der jeweils späteren Ausgabe. Der Höchststand von 4,34 % im November 2023 war laut OeNB ein „vorläufiger Höhepunkt“ (Stand der Veröffentlichung: Frühjahr 2024); danach fiel der Wert bis Jänner 2024 auf 4,14 %.
Zum Vergleich: Im Euroraum lagen die Zinssätze für Wohnbaukredite im Juni und Juli 2026 laut EZB bei 3,5 %, in Österreich laut OeNB bei 3,54 %. Der 12-Monats-Euribor stieg im Frühjahr 2026 schon vor der ersten Anhebung durch die EZB (2,229 % am 2.3.2026, 2,845 % am 1.4.2026); warum, haben wir nicht geprüft.
Belege. EZB, Leitzinsen; EZB, Pressemitteilung vom 10. September 2026; EZB, Erklärung zur Geldpolitik vom 10. September 2026; Euribor-Portal euribor-rates.eu; OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; OeNB, Handout vom 20. März 2026; OeNB, Statistiken H1/24; OeNB, Statistiken H1/23; OeNB, Statistiken H1/23, ganze Ausgabe; OeNB, Statistiken Q3/22; OeNB, Statistiken Q1/22; OeNB, Statistiken Q2/21. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Statistik, Angebote und Beispiele für Wohnkredit und Sparen, getrennt gekennzeichnet
Hier stehen zwei Arten von Zahlen nebeneinander, die man nicht mischen sollte. Die OeNB-Statistik zeigt, was im August 2026 im Durchschnitt tatsächlich vereinbart wurde (3,61 % für neue Wohnbaukredite). Die übrigen Zeilen sind Angebote und Beispiele: Bestwerte von Vergleichsportalen, „ab“-Zinssätze und Rechenbeispiele einzelner Banken. Sie zeigen, was beworben wird, und nicht, was Sie bekommen: Der Zinssatz hängt von Bonität, Eigenmitteln, Kreditsumme, Laufzeit, Zinsbindung und weiteren Bedingungen ab. Mit „Übernehmen“ setzen Sie einen Satz als Zinssatz in die Reiter Kredit, Kaufen und Kaufen oder Mieten.
| Anbieter | Was der Zinssatz ist | Zinssatz | Stand | Lage auf der Skala 2,5 % bis 5,5 % | Im Rechner verwenden |
|---|---|---|---|---|---|
| OeNB | Statistik: neue Wohnbaukredite, Durchschnitt über alle Zinsbindungen | 3,61 % | Aug. 2026 | ||
| OeNB | Statistik: alle laufenden Wohnbaukredite (Bestand), Durchschnitt | 2,87 % | Aug. 2026 | ||
| durchblicker.at | Bestwert eines Portals, variabel, bei entsprechender Bonität; die Bank wird nicht genannt | 3,24 % | Okt. 2026 | ||
| durchblicker.at | Bestwert eines Portals, fix für 25 Jahre | 3,38 % | Okt. 2026 | ||
| Hypo Tirol | Angebot WohnRaum-Kredit: 10 Jahre fix, nur mit kostenpflichtigem Gehaltskonto, solange der Vorrat reicht; danach variabel (3-Monats-Euribor plus Aufschlag, Höhe nicht genannt) | 3,50 % | ohne Datum | ||
| Bank Austria | Werbeangabe WohnKredit: Fixzinssatzangebot ab diesem Satz, je nach Bonität höher oder niedriger; Dauer der Bindung nicht genannt | 3,55 % | 10.9.2026 | ||
| Bank Austria | Rechenbeispiel, variabel (200.000 €, 25 Jahre) | 3,625 % | 10.9.2026 | ||
| BAWAG | Rechenbeispiel im Produktinformationsblatt, variabel (260.000 €, 360 Monate, effektiver Jahreszins 4,1 %) | 3,95 % | 22.9.2025, über ein Jahr alt | ||
| bank99 | Rechenbeispiel wohnkredit99, variabel (200.000 €, 20 Jahre, effektiver Jahreszins 5,3559 %) | 4,91 % | 1.5.2026 |
| Erhebung der Arbeiterkammer Wien | Variable Sollzinsen, Spanne der Banken | Fix für 20 Jahre, Spanne der Banken |
|---|---|---|
| Juli 2019, 6 Banken in Wien | 0,875 % bis 1,414 % | · |
| Mai bis Juni 2023, 9 Banken in Wien | 4,125 % bis 5,005 % | 3,65 % bis 4,255 % |
| November bis Dezember 2024, 9 Banken und 4 Bausparkassen in Wien | 3,763 % bis 4,50 % (Median 4,36 %) | 3,15 % bis 3,875 % (Median 3,45 %) |
Die AK fragte die Banken per E-Mail nach Konditionen für ein Beispiel von 200.000 € über 25 Jahre. Die Spannen nennt sie für Kunden mit ausreichender Bonität (2019 und 2024); für 2023 steht die Bonität nicht in dem Text, den wir gelesen haben. · bedeutet: nicht angegeben oder nicht gelesen.
| Anbieter | Was der Zinssatz ist | Zinssatz | Stand |
|---|---|---|---|
| OeNB | Statistik: neue Einlagen privater Haushalte mit vereinbarter Laufzeit bis 1 Jahr, Durchschnitt; davon Spareinlagen 2,10 % | 2,15 % | Aug. 2026 |
| OeNB | Statistik: täglich fällige Einlagen (Bestand), Durchschnitt; davon Spareinlagen 0,70 % | 0,45 % | Aug. 2026 |
| sparzinsen.at | Bestwert eines Portals: Festgeld 12 Monate, steuereinfaches Angebot (Raiffeisenbank Mödling und VakifBank); Durchschnitt aller 65 Angebote des Portals 2,34 % | 3,00 % | 7.10.2026 |
| bank99 | Angebot fixsparen99: Festgeld 12 Monate, ab 5.000 €, Referenzkonto bei bank99 | 2,75 % | ohne Datum |
| Hypo Tirol | Angebot Online Festgeld: 12 Monate | 2,00 % | ohne Datum |
| bank99 | Angebot flexsparen99, täglich verfügbar, nur für Neukunden: 3 Monate lang 2,75 %, danach 0,50 % (Basiszins 0,01 % plus freiwilliger Bonus 0,49 % bis 31.10.2026) | 2,75 %, danach 0,50 % | ohne Datum |
| DADAT Bank | Angebot Tagesgeld, nur für Neukunden: 3 Monate lang 3,10 %, danach 1,60 % laut sparzinsen.at (6.10.2026) und 2,00 % laut capitalo.at (1.10.2026) | 3,10 %, danach 1,60 % oder 2,00 % | 1.10. und 6.10.2026 |
Alle Sparzinsen sind Bruttozinsen vor Kapitalertragsteuer (siehe Reiter „Sparen“). Aktionszinsen gelten nur für Neukunden und hier drei Monate lang.
Zur Lesart. Der Abstand zwischen Statistik und Angebot ist der Kern dieser Karte. Die günstigsten Angaben (3,24 % bis 3,55 %: Bestwerte von Portalen und „ab“-Angebote) liegen unter dem Durchschnitt der Statistik (3,61 %), die Rechenbeispiele (3,625 % bis 4,91 %) darüber. Bestwerte gelten für Kunden mit bester Bonität und hohen Eigenmitteln; Beispiele enthalten Annahmen der Bank zu Kosten und Bonität. Ein persönliches Angebot beruht auf keiner dieser Zeilen. In allen drei Erhebungen der Arbeiterkammer lagen die teuerste und die günstigste Bank 0,5 bis 0,9 Prozentpunkte auseinander (eigene Rechnung aus den Spannen).
Die Auswahl besteht aus den Seiten, die wir öffnen konnten und auf denen eine Zahl stand. Sie ist kein Marktüberblick und keine Empfehlung einer Bank. Auf den geöffneten Seiten von Erste Bank und Sparkassen, Raiffeisen und Hypo Vorarlberg steht keine Zinszahl; dort wird der Zinssatz im Beratungsgespräch, über einen Rechner oder per Aushang genannt. Die Zeile von bank99 ist fünf Monate alt, die von BAWAG über ein Jahr. Bei zwei Banken weichen die Portale beim Zinssatz nach der Aktion voneinander ab (DADAT: 1,60 % gegen 2,00 %); wir geben beide an, weil wir die Bankseite nicht prüfen konnten.
Belege. OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; OeNB, Kreditzinssätze Bestand; durchblicker.at, Kreditzinsen; Bank Austria, WohnKredit; Hypo Tirol, WohnRaum-Kredit; BAWAG, Produktinformationsblatt; bank99, wohnkredit99; Erste Bank und Sparkassen, s Wohnkredit; Raiffeisen, Wohnkredit; Hypo Vorarlberg, Wohnbaufinanzierung; AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, August 2019; AK, Pressemitteilung vom 11. Juli 2023; AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, Jänner 2025; OeNB, Einlagenzinssätze Neugeschäft; sparzinsen.at; bank99, fixsparen99; bank99, flexsparen99; Hypo Tirol, Online Festgeld; capitalo.at. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was neue Kredite je nach Bindung kosteten, und was davon nach der Inflation bleibt
Die Zinsbindung gibt an, wie lange der Zinssatz eines Kredits anfänglich festgeschrieben ist. Die OeNB weist aus, was neue Wohnbaukredite mit unterschiedlicher anfänglicher Bindung im Durchschnitt kosteten; die Zeile „bis 1 Jahr“ enthält laut Fußnote der Tabelle auch Kredite mit variablem Zinssatz. Das Diagramm zeigt vier Zeitpunkte: die Jahreswerte 2023, 2024 und 2025 (die Seite erklärt die Jahresspalten nicht; wir lesen sie als Jahresdurchschnitte) und den August 2026.
2023 war die kurze Bindung am teuersten: Kredite mit Bindung bis 1 Jahr (mit den variablen) kosteten im Durchschnitt 1,02 Pp mehr als Kredite mit Bindung über 10 Jahre, 2024 1,16 Pp, 2025 0,16 Pp. Im August 2026 liegt die Bindung über 10 Jahre um 0,02 Pp über der Bindung bis 1 Jahr (3,67 % gegen 3,65 %; eigene Rechnung). Der Unterschied zwischen kurzer und langer Bindung hat sich also in drei Jahren aufgelöst; warum, sagt die Statistik nicht. Das gilt für den Durchschnitt aller neuen Kredite und sagt nichts über das Angebot, das Sie bekommen. Nach der OeNB hatten 86 % der 2025 neu abgeschlossenen Wohnbaukredite eine Zinsbindung; im Bestand waren Ende 2025 64 % fix verzinst. Im Juli 2024 waren noch 40 % des Bestands variabel verzinst (51,7 Mrd. €), 2018 waren es 73 % (80,7 Mrd. €).
Der Realzins ist der Zinssatz abzüglich der Inflation. Er zeigt, ob die Zinsen mehr oder weniger wachsen als die Preise im Allgemeinen. Hier ist er rückblickend gerechnet: Zinssatz neuer Wohnbaukredite und gemessene Inflation desselben Zeitraums, exakt als (1 + Zins) geteilt durch (1 + Inflation) minus 1.
| Zeitraum | Zinssatz neuer Wohnbaukredite (OeNB) | Inflation (Verbraucherpreise) | Realzins (eigene Rechnung) |
|---|---|---|---|
| Jahr 2023 | 3,88 % | 7,8 % | −3,6 % |
| Jahr 2024 | 3,89 % | 2,9 % | +1,0 % |
| Jahr 2025 | 3,40 % | 3,6 % | −0,2 % |
| August 2026 | 3,61 % | 3,2 % | +0,4 % |
Zur Lesart. Die Realzinsen der vier Zeiträume liegen zwischen −3,6 % und +1,0 %: 2023 lag die Inflation (7,8 %) über dem Zinssatz neuer Wohnbaukredite (3,88 %), 2024 darunter, 2025 knapp darüber, im August 2026 darunter. Ein negativer Realzins bedeutet, dass die Zinsen weniger stiegen als die Preise: Eine Schuld mit festem Zinssatz verliert dann real an Gewicht, ein Guthaben mit festem Zinssatz an Kaufkraft. Das ist rückblickend gerechnet; was Käufer damals für die kommenden Jahre erwarteten, ist unbekannt, und ein Kredit läuft über Jahrzehnte, die Inflation eines einzelnen Jahres sagt wenig über seine Laufzeit.
Die Jahreswerte 2023 bis 2025 der OeNB lesen wir als Durchschnitte (Annahme, auf der Seite nicht erklärt); der Vergleich mit der Inflation des Kalenderjahres ist daher eine Näherung. Der Wert für August 2026 vergleicht den Monatswert des Zinssatzes mit der Inflationsrate des Monats gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Inflation im Euroraum lag im August 2026 laut EZB bei 3,3 %, die in Österreich laut Statistik Austria bei 3,2 %.
Belege. OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; OeNB, Kreditzinssätze Bestand; OeNB, Handout vom 20. März 2026; OeNB, Statistiken H2/24; Statistik Austria, Inflation 2025; Statistik Austria, Inflation 2024; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2023; Statistik Austria, Inflation August 2026; EZB, Nominal- und Realzins; Bundesbank, Glossar „Realzins“; EZB, Erklärung zur Geldpolitik vom 10. September 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Fünf Reihen im Vergleich, nominal und inflationsbereinigt
Fünf Reihen seit 2015, alle auf 2015 = 100 gesetzt (Ansicht „Index“): der Häuserpreisindex der Statistik Austria (aus den Kaufverträgen im Grundbuch, qualitätsbereinigt), die Median-Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen in Österreich und in Wien (ebenfalls aus den Kaufverträgen, aber nicht qualitätsbereinigt), die Mieten (Durchschnitt aller bestehenden Hauptmieten laut Mikrozensus, einschließlich Betriebskosten) und die Verbraucherpreise. „Inflationsbereinigt“ teilt jede Reihe durch die Verbraucherpreise, „Euro je m²“ zeigt die beiden Medianpreise in Euro.
Von 2015 bis 2025 stieg der Median-Quadratmeterpreis in Österreich um 50,3 % und in Wien um 56,4 %, der Häuserpreisindex um 67,1 %; die Verbraucherpreise stiegen um 38,8 %. Inflationsbereinigt bleibt ein Plus von 8,3 % (Österreich), 12,7 % (Wien) und 20,4 % (Häuserpreisindex). Gegenüber dem Höchststand 2022 liegen die Jahreswerte 2025 darunter: Median Österreich −4,6 %, Wien −5,5 %, Häuserpreisindex −0,8 %, inflationsbereinigt −17,0 %, −17,8 % und −13,7 %. Der Häuserpreisindex erreichte im 1. Halbjahr 2026 mit 223,23 einen neuen Höchststand (+3,9 % zum Vorjahr).
Wählen Sie zwei Jahre oder einen der vorgegebenen Zeiträume. Die Tabelle zeigt die Veränderung nominal, nach Abzug der Inflation und pro Jahr (geometrisches Mittel).
Zur Lesart. Median und Index messen nicht dasselbe. Der Median-Quadratmeterpreis hängt davon ab, was in einem Jahr verkauft wurde (mehr oder weniger Neubau, größere oder kleinere Wohnungen, andere Lagen); der Häuserpreisindex rechnet solche Unterschiede heraus. Deshalb zeigen beide für 2022 bis 2025 verschiedene Veränderungen (Median Österreich −4,6 %, Index −0,8 %). Die Jahreswerte 2025 und der Wert für das 1. Halbjahr 2026 sind vorläufig und werden später revidiert.
Die Inflationsbereinigung mit den Verbraucherpreisen (alle Güter, nicht nur Wohnen) ist eine Näherung. Ob die nominale oder die reale Größe die richtige ist, hängt von der Frage ab: Wer eine Wohnung mit festem Kredit zahlt, spürt nominale Raten; wer verkaufen will, die Kaufkraft des Erlöses. Die Mieten sind eine Kette der von Statistik Austria genannten Jahresraten, ausgehend von 7,10 € je m² im Jahr 2015 (eigene Rechnung). Veröffentlicht ist für 2015 je nach Ausgabe 7,1 oder 7,4 €; die Kette passt zu 7,1 und ergibt für 2025 10,15 € (veröffentlicht: 10,2 €).
Zwei Preismaße, zwei Befunde: Der Wohnimmobilienpreisindex der OeNB (Basis 2000 = 100, andere Daten und andere Methode) lag im 2. Quartal 2026 bei 274,0 und damit noch 1,5 % unter seinem Höchstwert von 278,3 im 3. Quartal 2022 (eigene Rechnung; die Werte stammen von einer Portalseite, die die OeNB-Reihe wiedergibt), während die Statistik Austria für ihren Index einen Rekord meldet.
Belege. Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2023; Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung; Statistik Austria, Wohnungsmieten 2. Quartal 2026; Statistik Austria, Inflation 2025; Statistik Austria, Inflation 2024; Infina, Einflussfaktoren Wohnbaufinanzierung; OeNB, Immobilien aktuell Q4/22. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Veränderung gegen das Vorjahresquartal, neuer und bestehender Wohnraum
Der Häuserpreisindex je Quartal, als Veränderung gegenüber demselben Quartal des Vorjahres. Eine Rate von +5 % sagt, dass das Preisniveau 5 % über dem des Vorjahresquartals liegt, nicht dass es im Quartal um 5 % gestiegen ist. Die Linien beginnen 2020; die jüngsten Quartale sind vorläufig.
Die Raten lagen 2021 bis zum 3. Quartal 2022 zwischen +9,8 % und +14,3 %, fielen im 4. Quartal 2022 auf +5,7 %, waren vom 1. Quartal 2023 bis zum 2. Quartal 2024 negativ (Tiefpunkt −5,4 % im 3. Quartal 2023) und sind seit dem 3. Quartal 2024 wieder positiv. Im 2. Quartal 2026 betrug die Rate +4,9 % für neuen und +5,1 % für bestehenden Wohnraum; für das 1. Halbjahr 2026 insgesamt nennt Statistik Austria +3,9 %.
| Quartal | Wohnimmobilien insgesamt | Neuer Wohnraum | Bestehender Wohnraum |
|---|---|---|---|
| 3. Quartal 2024 | +0,5 % | +2,4 % | −0,2 % |
| 4. Quartal 2024 | +1,1 % | +3,0 % | +0,6 % |
| 1. Quartal 2025 | +3,5 % | +3,7 % | +3,5 % |
| 2. Quartal 2025 | +1,6 % | +2,5 % | +1,3 % |
| 3. Quartal 2025 | +1,7 % | +2,0 % | +1,5 % |
| 4. Quartal 2025 | +3,7 % | +3,4 % | +3,8 % |
| 1. Quartal 2026 | · | +2,6 % | +2,9 % |
| 2. Quartal 2026 | · | +4,9 % | +5,1 % |
Die Tabelle zeigt die letzten acht Quartale; das Diagramm („Tabelle“ unter dem Diagramm) alle Quartale seit 2020. · bedeutet: nicht angegeben. Für 2026 nennen die Pressemitteilungen, die wir gelesen haben, nur die Raten für neuen und bestehenden Wohnraum.
Zur Lesart. Eine Rate gegenüber dem Vorjahresquartal ändert sich auch dann stark, wenn sich die Preise im Quartal kaum bewegen, weil das Vorjahresquartal aus der Rechnung fällt. Der Sprung von +13,1 % im 3. Quartal 2022 auf +5,7 % im 4. Quartal 2022 zeigt den Wechsel zum Preisrückgang, hängt aber auch vom hohen Vergleichswert ab. Der Verlauf sagt nichts über die Zukunft.
Belege. Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2024; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2023; Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Inserate eines Portals gegen Kaufverträge
Ein Inserat nennt, was der Verkäufer verlangt; ein Kaufvertrag, was bezahlt wurde. Der Median der Inserate auf ImmoScout24 lag 2025 in Österreich bei 6.041 € je m² und damit das 1,45-Fache über dem Median der Kaufpreise (4.162 €), in Wien bei 6.636 € gegen 5.212 € (das 1,27-Fache; eigene Rechnung).
Im 1. Halbjahr 2026 nennt ImmoScout24 laut zwei Medienberichten 6.248 € für Österreich und 6.729 € für Wien. Die Zahl der Inserate von Eigentumswohnungen lag im 1. Halbjahr 2026 laut derselben Analyse um 10 % über dem Vorjahr; die Nachfrage nach Eigentumswohnungen auf dem Portal stieg 2025 um 17 % (Wien und Steiermark 21 %).
Zur Lesart. Die beiden Zahlen sind nicht dasselbe: Inserate eines Portals gegen alle Käufe privater Käufer laut Grundbuch, beide für 2025 (die Kaufpreise für 2026 liegen noch nicht vor). Der Faktor ist eine Größenordnung und keine Marge, die Käufer herunterverhandeln könnten. Der Anstieg von Angebotspreisen sagt nichts über tatsächlich bezahlte Preise.
ImmoScout24 ist ein Portal mit eigenem Interesse an Inseraten und Reichweite; die Zahlen des 1. Halbjahres 2026 haben wir nur über Medienberichte gesehen (Sekundärquelle), die Nachfrage- und Inseratszahlen nennt nur dieses eine Portal.
Belege. ImmoScout24, Datenanalyse Eigentumswohnungen; news.at, Immobilienpreise im 1. Halbjahr 2026; leadersnet.at, Preise und Angebot 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Wie viel gekauft, finanziert und gebaut wird
Vier Zahlen dazu, wie viel gekauft, finanziert und gebaut wird. Es sind die Messgrößen, die wir für die oft genannte Zurückhaltung am Markt gefunden haben. Eine amtliche Statistik darüber, wie viele Eigentümer ihre Wohnung nicht anbieten oder nicht verkaufen, haben wir nicht gefunden.
| Jahr | Wohnimmobilienkäufe, Veränderung gegen das Vorjahr | Neue Wohnbaukredite (Neugeschäft) | Bewilligte Wohnungen in neuen Gebäuden | Fertiggestellte Wohnungen in neuen Gebäuden |
|---|---|---|---|---|
| 2021 | · | 25,70 Mrd. € | 65.136 | 62.091 |
| 2022 | · | 23,20 Mrd. € | 53.994 | 57.342 |
| 2023 | −28,2 % | 10,44 Mrd. € | 37.517 | 52.330 |
| 2024 | +8,6 % | 11,34 Mrd. € | 34.422 | 41.762 |
| 2025 | +18,3 % | 16,69 Mrd. € | 31.979 | · |
| 1. Halbjahr 2026 | · | 9,50 Mrd. € | · | · |
Die Zahl der Wohnimmobilienkäufe sank 2023 um 28,2 %, stieg 2024 um 8,6 % und 2025 um 18,3 % (Statistik Austria: der stärkste Anstieg der Transaktionen seit mehr als einem Jahrzehnt). Verkettet liegt der Index 2025 bei 92,2, also rund 8 % unter 2022 (eigene Rechnung aus drei vorläufigen Raten). Das Volumen neuer Wohnbaukredite fiel von 23,20 Mrd. € (2022) auf 10,44 Mrd. € (2023, laut OeNB der niedrigste Wert seit 2011), stieg auf 11,34 Mrd. € (2024) und 16,69 Mrd. € (2025); im 1. Halbjahr 2026 waren es 9,50 Mrd. €. Bewilligt wurden 2025 in neuen Gebäuden 31.979 Wohnungen, der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung 2010; das sind 56,0 % weniger als 2017 (eigene Rechnung). Fertiggestellt wurden 2024 41.762 Wohnungen, 20,2 % weniger als im Vorjahr.
Zur Lesart. Die Käufe sind vorläufige Veränderungsraten einschließlich einer Schätzung für Nachmeldungen; wir verketten drei solche Raten zu einem Index (2022 = 100), dessen Ungenauigkeit mit jedem Jahr wächst. Eine Rate von 2022 liegt nicht vor, deshalb zeigt die Tabelle für dieses Jahr keinen Wert. Die Kreditvolumina stammen aus Veröffentlichungen der OeNB und aus Seiten von Portalen, die OeNB-Zahlen wiedergeben (die Datenbank der OeNB ließ sich dafür nicht abfragen); für 2019 und 2020 haben wir keinen Wert gefunden. Das Halbjahr 2026 ist kein Jahr und darf nicht mit den Jahreswerten verglichen werden.
Die Werte für Bewilligungen und Fertigstellungen der letzten Jahre sind vorläufig und enthalten Schätzungen für Nachmeldungen; für 2024 wurden zuerst 32.100 bewilligte Wohnungen gemeldet, später 34.422. Bewilligungen sagen etwas über das spätere Angebot, aber nicht über den Preis; einen Zusammenhang mit den Preisen behaupten wir nicht. Für 2025 haben wir noch keine Zahl der Fertigstellungen gefunden.
Belege. Statistik Austria, Häuserpreisindex 2023; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2024; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; OeNB, Statistiken H1/24; OeNB, Handout vom 20. März 2026; Infina, Volumen neu vergebener Wohnbaukredite; Infina, Ratgeber Immobilienpreise; Infina, Einflussfaktoren Wohnbaufinanzierung; ORF.at, Wohnkredite 2023; Statistik Austria, Baubewilligungen 2025; Statistik Austria, Baufertigstellungen 2024. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Mikrozensus gegen Inserate, dazu die Rechtslage seit 2026
Eine bestehende Hauptmiete kostete im 2. Quartal 2026 im Durchschnitt 10,5 € je m² und Monat einschließlich Betriebskosten (7,9 € Nettomiete plus 2,7 € Betriebskosten; die Quelle rundet, die Summe weicht deshalb leicht ab). Wer neu einen Vertrag abschloss, zahlte im Schnitt mehr (12,4 € je m² bei Verträgen unter 2 Jahren), wer seit 30 Jahren und länger mietet, weniger (6,5 €). Inserate verlangen deutlich mehr als im Bestand bezahlt wird: im 1. Quartal 2026 im Median 16,09 € (Österreich) und 22,41 € (Wien) brutto, das sind nach Angaben der Quelle 8 % und 10 % mehr als ein Jahr zuvor.
Die bezahlten Mieten stiegen im 2. Quartal 2026 um 3,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal und um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal; Statistik Austria schreibt, die Dynamik habe nachgelassen. Im Verbraucherpreisindex stiegen die Mieten im August 2026 um 4,4 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Richtwert für Wien beträgt seit 1.4.2026 6,74 € je m² und Monat (vorher 6,67 €; +1 %); er gilt nur für Verträge im Anwendungsbereich des Richtwertgesetzes und ist keine Marktmiete.
Rechtslage. Seit 1.1.2026 begrenzt das Mieten-Wertsicherungsgesetz die Anpassung von Wohnungsmieten, auch bei bestehenden Verträgen: Eine Wertsicherung darf nur einmal im Jahr zum 1. April wirken, und was über 3 % Inflation liegt, zählt nur zur Hälfte. Bei preisgeschützten Mieten sind zusätzlich höchstens 1 % am 1.4.2026 und höchstens 2 % am 1.4.2027 erlaubt. Die Mindestbefristung von Mietverträgen steigt grundsätzlich von 3 auf 5 Jahre. Das ist eine Zusammenfassung ohne Rechtsberatung; für Ihren Vertrag zählt der Wortlaut des Gesetzes.
Zur Lesart. Bezahlte und verlangte Mieten sind nicht dasselbe. Der Mikrozensus fragt rund 20.000 Haushalte je Quartal nach der Miete, die sie tatsächlich zahlen (Bestand, Hauptmiete, alle Rechtsformen einschließlich Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen); die Inserate zeigen, was für Wohnungen verlangt wird, die gerade neu vermietet werden. Die beiden Größen sagen deshalb Verschiedenes: Die eine, was Mieter im Durchschnitt zahlen, die andere, was ein neuer Mieter heute zahlen müsste. Mit Betriebskosten (mit Umsatzsteuer, ohne Heizung und Warmwasser) und brutto (Inserate: Nettomiete plus Betriebskosten, ohne Heiz- und Stromkosten) sind die Werte vergleichbar, aber nicht gleich abgegrenzt. Eine Wiener Mikrozensus-Miete je m² nennen die Pressemitteilungen, die wir gelesen haben, nicht.
Belege. Statistik Austria, Wohnungsmieten 2. Quartal 2026; Statistik Austria, Wohnungsmieten 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Richtwerte und Kategoriebeträge; Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; ImmoScout24, Mietpreise 1. Quartal 2026; Statistik Austria, Inflation August 2026; forum-media.at, Mieten-Wertsicherungsgesetz § 1; Parlament, Ausschussbericht zum 5. MILG. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Lücken der Recherche
Eine Zusammenstellung braucht auch, was fehlt. Diese Lücken haben wir bei der Recherche (Stand 7. Oktober 2026) festgestellt; sie sind der Grund, warum einzelne Reihen Lücken zeigen oder Werte nur als Näherung gekennzeichnet sind.
Die Einstufung, wie belastbar jede Aussage ist, steht im Reiter „Was hält stand“.
Das Barometer ordnet ein, es empfiehlt nichts. Es nimmt zehn Kennzahlen aus den Reitern davor und zeigt für jede, wo ihr jüngster Wert unter den Werten der letzten zehn (oder fünf) Jahre liegt: im oberen, mittleren oder unteren Bereich. Ob jetzt ein guter Zeitpunkt zum Kaufen oder Verkaufen ist, sagt es nicht, und es kann es nicht sagen: Dazu bräuchte es eine Vorhersage und Ihre persönliche Lage, und beides hat ein Barometer nicht. Es ist ein Lagebild und keine Anlageberatung. Zwei Aussagen zum Wohnungsmarkt, nämlich dass die Quadratmeterpreise stark gestiegen sind und dass sich Käufer und Verkäufer zurückhalten, prüft der Reiter „Was hält stand“ gegen die Zahlen. Für die eigene Rechnung sind die Reiter „Kaufen“ und „Kaufen oder Mieten“ da.
Wo liegt der jüngste Wert unter den Werten der letzten Jahre?
Jede Zeile ist eine Kennzahl. Im Streifen steht jeder Vergleichswert als Punkt, die Raute ist der jüngste Wert, der gestrichelte Strich der Durchschnitt der Vergleichswerte. Getönt sind der obere Bereich (blau) und der untere (gelb). Der Rang zählt von oben: Rang 1 ist der größte Wert im Vergleich. Mit den drei Einstellungen ändern Sie, womit verglichen wird und wie groß die Bereiche sind.
6 von 10 Kennzahlen liegen im oberen Bereich, 3 im mittleren und 1 im unteren (Einstellung: nominal, 10 Jahre, Einteilung: Drittel).
| Kennzahl | Jüngster Wert | Stand | Rang | Bereich | Kleinster Vergleichswert | Größter Vergleichswert | Durchschnitt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Häuserpreisindex (Index, 2010 = 100) | 223,23 | 1. Halbjahr 2026 | 1 von 11 | oberer Bereich | 138,00 (2016) | 217,90 (2022) | 182,67 |
| Quadratmeterpreis Wohnung, Österreich (Median, € je m²) | 4.162 | 2025 | 2 von 10 | oberer Bereich | 2.950 (2016) | 4.364 (2022) | 3.686 |
| Quadratmeterpreis Wohnung, Wien (Median, € je m²) | 5.212 | 2025 | 2 von 10 | oberer Bereich | 3.624 (2016) | 5.516 (2022) | 4.589 |
| Mieten (Mikrozensus) (€ je m² und Monat, mit Betriebskosten) | 10,5 | 2. Quartal 2026 | 1 von 11 | oberer Bereich | 7,33 (2016) | 10,15 (2025) | 8,50 |
| Kaufpreis zu Jahresmiete, Österreich (Jahresmieten) | 34,2 | 2025 | 7 von 10 | mittlerer Bereich | 33,5 (2016) | 42,0 (2022) | 36,1 |
| Preisveränderung zum Vorjahr (Häuserpreisindex) (% gegenüber dem Vorjahr) | 3,9 | 1. Halbjahr 2026 | 8 von 11 | mittlerer Bereich | −2,9 (2023) | 11,6 (2022) | 5,4 |
| Inflation (Verbraucherpreise) (% gegenüber dem Vorjahr) | 3,2 | August 2026 | 4 von 11 | mittlerer Bereich | 0,9 (2016) | 8,6 (2022) | 3,4 |
| EZB-Einlagesatz (% pro Jahr, Vergleich mit Monatswerten) | 2,50 | 1.10.2026 | 25 von 121 | oberer Bereich | −0,50 (Oktober 2019) | 4,00 (Oktober 2023) | 0,85 |
| Euribor 12 Monate (% pro Jahr, Vergleich mit Monatswerten) | 3,303 | 1.10.2026 | 21 von 121 | oberer Bereich | −0,511 (Februar 2021) | 4,198 (Oktober 2023) | 1,096 |
| Baubewilligungen (Wohnungen in neuen Gebäuden) | 31.979 | 2025 | 10 von 10 | unterer Bereich | 31.979 (2025) | 72.756 (2017) | 55.594 |
Die Tabelle ohne Skript zeigt die Standardeinstellung (nominal, 10 Jahre, Drittel). Mit Skript lassen sich Einstellungen ändern, und die Zeilen zeigen die Streifen.
Zur Lesart. So wird gerechnet. Die Vergleichswerte sind die Jahreswerte der letzten 10 (oder 5) Jahre bis 2025, bei den beiden Zinsen die Monatswerte der letzten 10 (oder 5) Jahre vor dem jüngsten Monat. Ist der jüngste Wert der Jahreswert 2025, gehört er selbst zu den Vergleichswerten; ist er ein Wert aus 2026 (Halbjahr, Quartal, Monat), wird er dazugezählt. Der Rang ist die Zahl der Werte, die größer sind als der jüngste Wert, plus 1; gleiche Werte teilen sich den besseren Rang. Sei H die abgerundete Zahl der Werte mal dem gewählten Anteil (mindestens 1). Dann liegt ein Wert im oberen Bereich, wenn weniger als H Werte über ihm liegen, im unteren, wenn weniger als H Werte unter ihm liegen, sonst im mittleren (trifft beides zu, zählt er als mittlerer).
Ein Beispiel aus der Tabelle: Der Median-Quadratmeterpreis einer Eigentumswohnung in Österreich betrug 2025 4.162 €. Von den zehn Jahreswerten 2016 bis 2025 liegt nur der von 2022 (4.364 €) darüber, also Rang 2 von 10. Bei Dritteln ist H = 3 (10 ÷ 3, abgerundet); weniger als 3 Werte darüber heißt: oberer Bereich.
Was „oben“ und „unten“ nicht heißen. „Oben“ sagt nur, dass der Wert in diesem Vergleich zu den größten gehört, nicht dass er zu hoch, eine Wohnung überteuert oder ein Kauf riskant wäre; „unten“ heißt nicht billig oder günstig. Bei den Zinsen bedeutet oben, dass ein Kredit im Vergleich zu den letzten zehn Jahren mehr kostet, bei den Baubewilligungen bedeutet unten, dass im Vergleich weniger gebaut wird. Ob das für Sie gut oder schlecht ist, hängt davon ab, ob Sie kaufen, verkaufen oder mieten.
Das Fenster ist eine Wahl. Zehn Jahre reichen von 2016 bis 2025 und enthalten die Jahre mit Zinsen um null bis 2021 ebenso wie den Anstieg ab Juli 2022; wer fünf Jahre wählt, vergleicht mit 2021 bis 2025. Wir haben keine Untersuchung gelesen, die zeigt, dass der Rang in einem solchen Fenster etwas über künftige Preise oder Zinsen aussagt, und ziehen daraus keinen Schluss.
Zu den Werten. Häuserpreisindex, Preisveränderung und Inflation haben als jüngsten Wert eine Zahl aus 2026 (1. Halbjahr beziehungsweise August), die Vergleichswerte sind Jahresdurchschnitte; ein Halbjahr gegen Jahreswerte zu halten ist ein Näherungsvergleich. Die Mieten 2016 bis 2025 sind eine Kette der Jahresraten ab 7,10 € (eigene Rechnung), der jüngste Wert ist der Quartalswert aus dem 2. Quartal 2026. Beim Euribor und beim Einlagesatz ist der jüngste Stand der 1.10.2026 (Euribor: erster Arbeitstag des Monats, Wert eines Portals). „Inflationsbereinigt“ heißt: geteilt durch die Verbraucherpreise (Kette der Jahresraten, eigene Rechnung); für 2026 gibt es keinen Jahreswert, deshalb ist der jüngste Wert dort das Jahr 2025. Preisveränderung, Inflation, Zinsen, Baubewilligungen und das Verhältnis Kaufpreis zu Jahresmiete ändern sich mit der Einstellung „nominal“ oder „inflationsbereinigt“ nicht. Die Zinsen sind nominale Sätze; den Realzins zeigt der Reiter „Zinsen und Markt“.
Belege. Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2024; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2023; Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2023; Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung; Statistik Austria, Wohnungsmieten 2. Quartal 2026; Statistik Austria, Inflation August 2026; Statistik Austria, Inflation 2025; Statistik Austria, Inflation 2024; EZB, Leitzinsen; Euribor-Portal euribor-rates.eu; Statistik Austria, Baubewilligungen 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Wie viele Jahresmieten kostet ein Quadratmeter?
Die Kennzahl teilt den Median-Kaufpreis je Quadratmeter einer Eigentumswohnung in Österreich durch zwölf Monatsmieten je Quadratmeter. Als Miete dient der Durchschnitt aller bestehenden Hauptmieten laut Mikrozensus, einschließlich Betriebskosten. 2025 ergibt das 34,2 Jahresmieten (4.162 € geteilt durch 12 mal 10,15 €, eigene Rechnung); der Kehrwert beträgt 2,9 %.
| Jahr | Median-Preis je m² | Miete je m² und Monat | Kaufpreis zu Jahresmiete | Kehrwert (Prozent) |
|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2.769 € | 7,10 € | 32,5 | 3,1 % |
| 2016 | 2.950 € | 7,33 € | 33,5 | 3,0 % |
| 2017 | 3.068 € | 7,59 € | 33,7 | 3,0 % |
| 2018 | 3.269 € | 7,80 € | 34,9 | 2,9 % |
| 2019 | 3.480 € | 7,98 € | 36,3 | 2,8 % |
| 2020 | 3.625 € | 8,22 € | 36,7 | 2,7 % |
| 2021 | 3.951 € | 8,24 € | 40,0 | 2,5 % |
| 2022 | 4.364 € | 8,65 € | 42,0 | 2,4 % |
| 2023 | 4.000 € | 9,31 € | 35,8 | 2,8 % |
| 2024 | 3.986 € | 9,76 € | 34,0 | 2,9 % |
| 2025 | 4.162 € | 10,15 € | 34,2 | 2,9 % |
Von 2015 (32,5) stieg die Kennzahl bis 2022 auf 42,0, fiel 2023 auf 35,8 und lag 2025 bei 34,2. Der Durchschnitt 2016 bis 2025 beträgt 36,1; 2025 liegt damit auf Rang 7 von 10 (bei Dritteln im mittleren Bereich). Die gestrichelte Linie im Diagramm ist der Durchschnitt des gewählten Vergleichszeitraums.
Dieselbe Rechnung mit anderen Mieten, immer mit dem Median-Preis von 2025:
| Miete im Nenner | Euro je m² und Monat | Zeitpunkt der Miete | Kaufpreis zu Jahresmiete (eigene Rechnung) |
|---|---|---|---|
| Bezahlte Miete, alle bestehenden Hauptmieten (Kette der Jahresraten) | 10,15 € | 2025 | 34,2 |
| Bezahlte Miete, neue Verträge (Dauer unter 2 Jahren) | 12,40 € | 2025 | 28,0 |
| Bezahlte Miete, alte Verträge (30 Jahre und länger) | 6,50 € | 2025 | 53,4 |
| Angebotsmiete aus Inseraten (Median, brutto) | 16,09 € | 1. Quartal 2026 | 21,6 |
Zur Lesart. Preis und Miete sind nicht gleich abgegrenzt. Der Median-Preis stammt aus den Käufen eines Jahres (Neubau und Bestand gemischt, nicht um die Qualität bereinigt), die Miete aus einer Befragung von Haushalten zu laufenden Mietverhältnissen, darunter Gemeinde-, Genossenschafts- und ältere Verträge. Wer heute neu mietet, zahlt im Schnitt mehr als der Durchschnitt aller Mieter, und die Inserate verlangen noch mehr; deshalb liegt die Kennzahl in der Tabelle zwischen 21,6 und 53,4, je nachdem, welche Miete man nimmt. Die Angebotsmiete gehört zu einem anderen Zeitpunkt (1. Quartal 2026) als der Preis (2025).
Der Kehrwert (2,9 %) ist keine Rendite, die ein Vermieter erzielen würde: Betriebs- und Instandhaltungskosten, Leerstand, Steuern und Finanzierungskosten fehlen, und im Nenner steht die durchschnittliche bezahlte Miete, nicht die erzielbare. Der Reiter „Kaufen oder Mieten“ rechnet Kauf und Miete mit Zinsen, Nebenkosten und Steuern gegeneinander; die Kennzahl hier beantwortet diese Frage nicht.
Für Wien fehlt eine Zeile: Eine Wiener Mikrozensus-Miete je m² nennen die Pressemitteilungen, die wir gelesen haben, nicht. Deshalb ist der Wiener Quadratmeterpreis im Barometer als Preis, aber nicht als Verhältnis zur Miete vertreten.
Belege. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung; Statistik Austria, Wohnungsmieten 2. Quartal 2026; Statistik Austria, Wohnungsmieten 4. Quartal 2025; ImmoScout24, Mietpreise 1. Quartal 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Rückblick auf gemessene Zinssätze, keine Vorhersage
Das Barometer zeigt Zinsen als Rang. Hier steht dasselbe in Euro: wie sich die Monatsrate eines Kredits mit den Zinssätzen verändert hat. Beides sind Rückblicke auf gemessene Zinssätze und keine Vorhersage. Wie viel ein Anstieg Ihre Rate kosten würde, gemessen an Ihrem Einkommen, rechnet der Zinsstresstest im Reiter Kaufen.
Derselbe Kredit (250.000 €, 25 Jahre), gerechnet mit dem durchschnittlichen Zinssatz neuer Wohnbaukredite der OeNB in den Monaten, für die wir einen Wert haben. Die Balken beginnen bei null; die Rate des jüngsten Monats (August 2026) ist schwarz.
Nehmen wir an, der Kredit hängt am 3-Monats-Euribor: Zinssatz gleich Euribor plus Aufschlag, nicht unter null. Der Zinssatz gilt zu Beginn und wird nach 24 Monaten einmal neu festgelegt, mit dem Euribor dieses Monats; die Laufzeit bleibt, die Rate wird neu berechnet. Jeder Punkt im Diagramm ist ein möglicher Beginn des Kredits (Jänner 2015 bis Oktober 2024) und zeigt, wie sich die Monatsrate nach 24 Monaten verändert hätte. Wählen Sie den Beginn mit dem Cursor (Antippen, Ziehen oder Pfeiltasten).
| Beginn | Zinssatz zu Beginn | Zinssatz nach 24 Monaten | Rate zu Beginn | Rate danach | Veränderung |
|---|---|---|---|---|---|
| Jänner 2015 | 2,08 % | 1,68 % | 1.069 € | 1.025 € | −4 % |
| Jänner 2016 | 1,87 % | 1,67 % | 1.044 € | 1.022 € | −2 % |
| Jänner 2018 | 1,67 % | 1,62 % | 1.020 € | 1.015 € | −1 % |
| Jänner 2019 | 1,69 % | 1,45 % | 1.022 € | 996 € | −3 % |
| Jänner 2020 | 1,62 % | 1,43 % | 1.014 € | 993 € | −2 % |
| Jänner 2021 | 1,45 % | 4,16 % | 994 € | 1.314 € | +32 % |
| Oktober 2021 | 1,45 % | 5,95 % | 994 € | 1.553 € | +56 % |
| Dezember 2021 | 1,43 % | 5,96 % | 991 € | 1.554 € | +57 % |
| April 2022 | 1,54 % | 5,88 % | 1.004 € | 1.544 € | +54 % |
| Oktober 2022 | 3,19 % | 5,25 % | 1.210 € | 1.478 € | +22 % |
| Jänner 2023 | 4,16 % | 4,74 % | 1.342 € | 1.418 € | +6 % |
| Oktober 2023 | 5,95 % | 4,02 % | 1.603 € | 1.338 € | −17 % |
| Jänner 2024 | 5,90 % | 4,03 % | 1.596 € | 1.339 € | −16 % |
| Oktober 2024 | 5,25 % | 4,59 % | 1.498 € | 1.408 € | −6 % |
Im Beispiel (250.000 €, 25 Jahre, Aufschlag 2,00 Pp) hätte ein Kredit mit Beginn im Oktober 2021 zu Beginn einen Zinssatz von 1,45 % gehabt (3-Monats-Euribor −0,547 % plus Aufschlag) und eine Monatsrate von 994 €. Nach 24 Monaten, im Oktober 2023, lag der 3-Monats-Euribor bei 3,951 %, der Zinssatz damit bei 5,95 % und die neu berechnete Monatsrate bei 1.553 € (+56 %). Der stärkste Anstieg im Diagramm ist +57 % bei einem Beginn im Dezember 2021; bei 24 der 118 möglichen Beginne stieg die Rate nach 24 Monaten um mehr als 20 %. Die stärkste Senkung ist −17 % bei einem Beginn im Oktober 2023. Alles eigene Rechnung mit den Annahmen oben.
Zur Lesart. Block A: Der Zinssatz ist der Durchschnitt aller in einem Monat neu vereinbarten Wohnbaukredite in Österreich (OeNB), gewichtet mit dem Kreditbetrag und über alle Zinsbindungen von variabel bis über zehn Jahre. Ein einzelner Kredit hatte einen anderen Zinssatz, je nach Bank, Bonität, Bindung und Kosten. Es sind die 17 Monate, für die wir einen Wert haben; dazwischen fehlen Monate (siehe „Zinsen und Markt“). Die Rate ist die einer Annuität mit gleichbleibendem Zinssatz über die ganze Laufzeit, ohne Gebühren (siehe „Kredit“). Die Umrechnung des Jahreszinssatzes in einen Monatssatz folgt Ihrer Wahl im Reiter „Kredit“.
Block B: Annahmen. Der Zinssatz ist der 3-Monats-Euribor am ersten Arbeitstag des Monats (Wert eines Portals) plus der Aufschlag, nicht unter 0 %. Er wird einmal nach 24 Monaten neu festgelegt, mit dem Euribor dieses Monats; die Laufzeit bleibt, die Rate wird neu berechnet. Wie oft ein Vertrag den Zinssatz anpasst und ob er eine Untergrenze hat, haben wir nicht geprüft; viele variable Kredite ändern den Zinssatz öfter als einmal. Gebühren, Steuern und Einkommen sind nicht berücksichtigt.
Zum Aufschlag: Er ist eine Annahme. bank99 nennt für ein variables Beispiel am 1.5.2026 einen Sollzinssatz von 4,91 % und als Bindung den 3-Monats-Euribor; der lag am 4.5.2026 bei 2,200 %. Der Unterschied von 2,71 Pp ist nur ein Anhaltspunkt für die Höhe eines Aufschlags (eigene Rechnung: andere Stichtage, und der Zinssatz im Beispiel kann weitere Bestandteile enthalten). Die Hypo Tirol nennt den Aufschlag auf ihrer Seite nicht.
Wie das Diagramm zu lesen ist: Es vergleicht den Euribor zu Beginn mit dem Euribor 24 Monate später. Dass die Rate bei Beginnen im Jahr 2021 stark stieg, ist eine Folge davon, dass der 3-Monats-Euribor von rund minus 0,5 % auf rund 4 % stieg; das Diagramm sagt nichts darüber, wie sich der Euribor künftig entwickelt, und es ist kein Hinweis darauf, ob ein variabler oder ein fixer Zinssatz günstiger ist. Ein fixer Zinssatz hat andere Kosten (siehe „Zinsen und Markt“, Zinsbindung).
Belege. OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; OeNB, Handout vom 20. März 2026; OeNB, Statistiken H1/24; OeNB, Statistiken H1/23; OeNB, Statistiken H1/23, ganze Ausgabe; OeNB, Statistiken Q3/22; OeNB, Statistiken Q1/22; OeNB, Statistiken Q2/21; Euribor-Portal euribor-rates.eu; bank99, wohnkredit99; Hypo Tirol, WohnRaum-Kredit. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was nicht in den Rang eingeht, und was die OeNB selbst misst
Sieben Größen passen nicht in den Zehnjahresrang des Barometers, weil die Reihe kürzer ist, nur zwei Zeitpunkte vorliegen oder ein Modell sie liefert. Sie stehen hier daneben, ohne Bereich. Wo eine kurze Reihe vorliegt, gilt dieselbe Rangregel; die Zahl der Vergleichswerte steht dabei.
| Größe | Jüngster Wert | Vergleich | Art |
|---|---|---|---|
| Neue Wohnbaukredite (Neugeschäft) | 16,69 Mrd. € (2025) | Rang 3 von 5 (2021 bis 2025); Spanne 10,44 (2023) bis 25,7 (2021), Durchschnitt 17,47 Mrd. € | Messwert, teils über Portale |
| Fertiggestellte Wohnungen in neuen Gebäuden | 41.762 (2024) | Rang 4 von 4 (2021 bis 2024); Spanne 41.762 (2024) bis 62.091 (2021), Durchschnitt 53.381 | Messwert |
| Käufe von Wohnimmobilien | +18,3 % gegenüber 2024 (2025) | keine Reihe über zehn Jahre; 2023: −28,2 %, 2024: +8,6 %; nach Angabe der Statistik Austria der stärkste Anstieg der Transaktionen seit mehr als einem Jahrzehnt | Messwert |
| Wohnimmobilienpreisindex der OeNB (2000 = 100) | 274,0 (2. Quartal 2026) | 1,5 % unter dem Höchstwert 278,3 (3. Quartal 2022, eigene Rechnung); keine Zehnjahresreihe gelesen | Messwert, nur über ein Portal |
| Fundamentalpreisindikator der OeNB (Abweichung der Preise vom Fundamentalpreis) | Österreich 20,0 %, Wien 28,9 % (2023) | 2022: 34,5 % und 39,3 %; für die Zeit nach 2023 haben wir keinen Wert gefunden | Messwert (Modell der OeNB) |
| Preis einer Wohnung von 70 m² in Jahreseinkommen | Österreich 5,7, Wien 7,1 (2025) | 70 m² mal Median-Preis geteilt durch das Haushaltsnettoeinkommen (Median 51.152 € im Jahr, Österreich, EU-SILC 2025); für Wien ist das österreichische Einkommen eingesetzt; keine Reihe | Eigene Rechnung |
| Wohnkostenanteil am verfügbaren Haushaltseinkommen (Median) | 15 % (2025) | 16 % im Jahr 2015; nur zwei Punkte | Messwert |
Die OeNB berechnet einen Fundamentalpreisindikator: Er misst nach ihrer Beschreibung die prozentuale Abweichung der Wohnimmobilienpreise von einem Fundamentalpreis, der sich aus sieben Teilindikatoren ergibt. Ein Wert über null heißt, dass die Preise über diesem Modellwert liegen. Die Balken zeigen die beiden Jahresdurchschnitte, die wir gefunden haben. Für einzelne Quartale nennen Veröffentlichungen höhere Werte: Österreich 37,3 % im 3. Quartal 2022 und Wien 42,7 %.
Zur Einordnung der Preise nennt die OeNB für 2025 laut Medienberichten über ihre Pressemitteilung vom 29.1.2026: Die Wohnimmobilienpreise stiegen nominal um 2,1 % und sanken inflationsbereinigt; seit dem 3. Quartal 2022 sind sie nominal um 3,3 % gefallen und inflationsbereinigt um rund 16 %, während die Einkommen um rund 19 % stiegen. Die Leistbarkeit habe sich leicht verbessert. Die Pressemitteilung selbst konnten wir nicht öffnen.
Zur Lesart. Der Fundamentalpreisindikator ist das Ergebnis eines Modells der OeNB und kein gemessener Preis. Was er zeigt, hängt von den Teilindikatoren und Annahmen des Modells ab; die Kurzfassungen, die wir gelesen haben, nennen sie nur knapp. Die Werte nach 2023 haben wir nicht gefunden, die OeNB-Seite mit den Zeitreihen war für unser Abrufwerkzeug nicht lesbar. Der Rückgang von 2022 auf 2023 hat die OeNB in einer Veröffentlichung von 2023 vor allem mit den stark gefallenen realen Immobilienpreisen erklärt.
Zwei Indizes, zwei Bilder: Der Wohnimmobilienpreisindex der OeNB (Datenbank JUSTIMMO, verallgemeinerte additive Modelle) lag im 2. Quartal 2026 noch 1,5 % unter seinem Höchstwert, der Häuserpreisindex der Statistik Austria (Kaufverträge im Grundbuch) meldet für das 1. Halbjahr 2026 einen Rekord. Daten und Methoden sind verschieden; ein Fehler muss das nicht sein. Die Werte des OeNB-Index ab 2024 haben wir nur über ein Portal gelesen.
Preis zu Einkommen: Die Rechnung nimmt eine Wohnung von 70 m² zum Median-Quadratmeterpreis und teilt durch das mittlere Haushaltsnettoeinkommen Österreichs. Wiener Haushalte haben ein anderes Einkommen, das wir nicht gefunden haben; für Wien ist die Zahl deshalb nur eine Größenordnung. Die Zahl sagt nichts darüber, wie viel Eigenkapital oder welche Rate Ihnen zur Verfügung steht.
Belege. OeNB, Immobiliendaten Österreich, 1Q2024; OeNB, Immobilien aktuell Q4/22; OeNB, Trendwende am Immobilienmarkt; ORF.at, Überbewertung 2022; OeNB, Factsheet zum Wohnimmobilienmarkt, Zeitreihen; OeNB, Wohnimmobilienpreisindex, Methode; Infina, Statistik Immobilienpreise; ORF.at, 29. Jänner 2026: OeNB zu den Wohnimmobilienpreisen 2025; leadersnet.at, 29. Jänner 2026: Analyse der OeNB zu den Wohnimmobilienpreisen; Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2023; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2024; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; OeNB, Statistiken H1/24; OeNB, Handout vom 20. März 2026; Infina, Volumen neu vergebener Wohnbaukredite; ORF.at, Wohnkredite 2023; Statistik Austria, Baufertigstellungen 2024; Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Haushaltseinkommen, EU-SILC 2025; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Grenzen, ehrlich aufgelistet
Ein Barometer ist nur so gut wie das, wofür man es nimmt. Diese Grenzen gehören zur Karte „Das Lagebild in zehn Kennzahlen“; sie gelten genauso für alles, was wir daraus ablesen.
Wofür es taugt: als Überblick, wo die Zahlen heute im Vergleich zu den letzten Jahren stehen, als Anlass für Fragen (warum liegt der Zins oben und die Bautätigkeit unten?) und als Gegenprobe zu Aussagen wie „Die Preise sind stark gestiegen“. Die Antwort darauf steht im Reiter „Was hält stand“.
Belege. Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; OeNB, Statistiken H1/24; OeNB, Handout vom 20. März 2026; Infina, Volumen neu vergebener Wohnbaukredite; Infina, Ratgeber Immobilienpreise; Infina, Einflussfaktoren Wohnbaufinanzierung; ORF.at, Wohnkredite 2023; Statistik Austria, Baubewilligungen 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Dieser Reiter gibt keine Empfehlung zum Kauf, zum Verkauf, zur Kreditaufnahme oder zur Geldanlage und ist keine Anlageberatung.
Was hält stand? Hier stehen 19 Aussagen, wie sie in Gesprächen, Berichten und Anzeigen über Zinsen, Preise, Mieten und den Wohnungsmarkt vorkommen, jeweils mit den Zahlen dazu, den Quellen und einer Einstufung. Die Einstufung ist ein Vorschlag dieses Kapitels und keine Wahrheit; sie gilt für die Aussage so, wie sie in der Zeile steht, und für die genannte Zeit. Messwerte, Angebote und eigene Rechnungen sind getrennt gekennzeichnet. Nichts davon ist eine Prognose, und nichts davon ist eine Empfehlung.
Kurzfassung der Zeilen weiter unten
Zwei Aussagen kommen im Gespräch über den Wohnungsmarkt fast immer vor. Hier steht die Kurzfassung; die Zeilen der Leiter darunter enthalten die Quellen und das, was die Zahlen nicht zeigen.
| Maß | 2015 bis 2025 | 2019 bis 2025 | 2022 bis 2025 |
|---|---|---|---|
| Median Eigentumswohnungen, Österreich | +50,3 % (real +8,3 %) | +19,6 % (real −8,1 %) | −4,6 % (real −17,0 %) |
| Median Eigentumswohnungen, Wien | +56,4 % (real +12,7 %) | +23,6 % (real −5,0 %) | −5,5 % (real −17,8 %) |
| Häuserpreisindex, Österreich | +67,1 % (real +20,4 %) | +32,6 % (real +1,9 %) | −0,8 % (real −13,7 %) |
| Verbraucherpreise | +38,8 % | +30,1 % | +14,9 % |
Nominal; „real“ heißt: geteilt durch die Verbraucherpreise (eigene Rechnung). Jahreswerte, 2025 vorläufig.
Über zehn Jahre sind die Preise nominal um 50,3 % bis 67,1 % gestiegen, je nach Maß (Verbraucherpreise: +38,8 %). Nach Abzug der Verbraucherpreise bleibt ein Plus von 8,3 % bis 20,4 %. Von 2022 bis 2025 haben die Preise nominal nicht zugelegt: Die beiden Mediane liegen 2025 um 4,6 % und 5,5 % unter 2022, der Index um 0,8 %. Im 1. Halbjahr 2026 meldet Statistik Austria für den Index dagegen einen Rekord (223,23, +3,9 % zum Vorjahr). Für zehn Jahre bestätigen die Zahlen die Aussage, nominal deutlicher als real; für 2022 bis 2025 bestätigen sie sie nicht, mit Ausnahme des Index im 1. Halbjahr 2026.
| Messgröße | Wert | Zeile |
|---|---|---|
| Käufe von Wohnimmobilien, Veränderung zum Vorjahr (Statistik Austria) | 2023: −28,2 %, 2024: +8,6 %, 2025: +18,3 % (vorläufig) | „Käufer halten sich zurück“ |
| Neu vergebene Wohnbaukredite (OeNB, über Portale gelesen) | 2022: 23,20 Mrd. €, 2023: 10,44 Mrd. €, 2025: 16,69 Mrd. € | „Käufer halten sich zurück“ |
| Eigentümer, die nicht verkaufen | Keine Statistik gefunden (Websuche, keine Fachdatenbank) | „Verkäufer halten sich zurück“ |
| Inserate von Eigentumswohnungen (ein Portal, zwei Medienberichte) | +10 % im 1. Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahr | „Verkäufer halten sich zurück“ |
Für 2023 ist ein Einbruch belegt: Die Käufe sanken um 28,2 %, die neu vergebenen Kredite von 23,20 Mrd. € auf 10,44 Mrd. €. Seither steigen Käufe und Kredite wieder, ohne die Werte von 2021 und 2022 zu erreichen (Käufe 2025: 92,2 bei 2022 = 100, eigene Rechnung aus drei vorläufigen Raten; Kredite 2025: 16,69 Mrd. €). Ob Käufer abwarteten, die Kredite zu teuer waren oder die Regeln im Weg standen, sagen die Zahlen nicht. Für die Zurückhaltung der Verkäufer haben wir keine Messung gefunden (Websuche, keine Fachdatenbank); mehr Inserate sind dafür kein Gegenbeweis. Einstufung: Teilweise belegt für die Käufer, Populäres Modell für die Verkäufer.
Zur Lesart. Die Einstufungen sind ein Vorschlag dieses Kapitels. Sie sagen, wie gut die Aussage durch gelesene Messwerte gedeckt ist, nicht, ob ein Kauf oder Verkauf jetzt sinnvoll wäre.
Belege. Quellen und Rechenwege stehen in den Zeilen: „Preise in zehn Jahren“, „Preise nach Abzug der Inflation“, „Preise seit 2022“, „Preise steigen wieder“, „Käufer halten sich zurück“, „Verkäufer halten sich zurück“.
Preise, Zinsen, Sparen, Markt, Miete, Regeln und Entscheidung
Jede Zeile enthält eine Aussage, wie sie in Gesprächen, Berichten und Anzeigen vorkommt, die wichtigsten Zahlen dazu und die Einstufung. Ein Klick klappt die Zeile auf: Was vorliegt, was die Zahlen nicht zeigen, wie wir einstufen, und die Quellen. Die Stufe gilt für die Aussage so, wie sie in der Zeile steht, und für die genannte Zeit. Sie ist ein Vorschlag dieses Kapitels und keine Wahrheit.
| Stufe | Bedeutung | Zeilen |
|---|---|---|
| Gut belegt | Mehrere Messwerte aus amtlichen Statistiken, gleiche Richtung, Bezugsgrößen bekannt. Die Aussage ist so eng gefasst, wie die Zahlen reichen. | 4 |
| Teilweise belegt | Ein Teil der Aussage ist durch Messwerte gedeckt und ein anderer nicht, oder verschiedene Maße gehen auseinander. | 7 |
| Vereinfachend | Die Aussage vereinfacht: Sie trifft für einen Fall, einen Zeitraum oder ein Maß zu und wird darüber hinaus verallgemeinert. | 4 |
| Populäres Modell | Eine verbreitete Aussage, für die wir keine Messung oder Untersuchung gefunden haben, die genau sie prüft (Websuche, keine Fachdatenbank). Vorläufig, und kein Urteil darüber, ob etwas daran ist. | 2 |
| Widerlegt | Gelesene Messwerte oder Rechtsnormen sprechen in der genannten Zeit gegen die Aussage. Die Aussage kann für eine andere Zeit zugetroffen haben. | 2 |
Was vorliegt. Statistik Austria misst die Preise von Wohnungen auf zwei Arten, beide aus den Kaufverträgen im Grundbuch: als Median der Quadratmeterpreise (nicht qualitätsbereinigt) und als Häuserpreisindex (qualitätsbereinigt). Der Median für Eigentumswohnungen stieg in Österreich von 2.769 € (2015) auf 4.162 € (2025), in Wien von 3.333 € auf 5.212 €; der Häuserpreisindex von 129,33 auf 216,05 (2010 = 100). Das sind +50,3 %, +56,4 % und +67,1 %; die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 38,8 %. Alle drei Maße zeigen also einen Anstieg, der über der Inflation liegt.
Was die Zahlen nicht zeigen. Alle drei Maße stammen von derselben Stelle und aus denselben Kaufverträgen; einen zweiten, unabhängigen Nachweis für die ganzen zehn Jahre haben wir nicht gelesen (vom Wohnimmobilienpreisindex der OeNB liegen uns nur Werte ab 2022 vor). Die Werte für 2025 sind vorläufig. Ein Median sagt nichts über eine einzelne Wohnung. Ob „deutlich“ passt, hängt davon ab, ob die Inflation abgezogen wird (Zeile „Preise nach Abzug der Inflation“) und welcher Zeitraum gewählt wird (Zeile „Preise seit 2022“).
Einstufung. Gut belegt für die nominale Aussage über zehn Jahre: eine amtliche Messreihe, drei Maße, gleiche Richtung, Bezugsgrößen bekannt.
Belege. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2023; Statistik Austria, Inflation 2025; Statistik Austria, Inflation 2024; Infina, Statistik Immobilienpreise. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Teilt man die Reihen durch die Verbraucherpreise (eigene Rechnung), bleiben von 2015 bis 2025 +8,3 % (Median Österreich), +12,7 % (Median Wien) und +20,4 % (Häuserpreisindex), das sind 0,8 bis 1,9 % pro Jahr. Über sechs Jahre (2019 bis 2025) liegen die beiden Mediane real unter dem Stand von 2019 (−8,1 % und −5,0 %), der Index darüber (+1,9 %). Die OeNB meldete nach Medienberichten für 2025, die Wohnimmobilienpreise seien real gesunken (die Pressemitteilung selbst war nicht abrufbar).
Was die Zahlen nicht zeigen. Bereinigt wird mit den Verbraucherpreisen insgesamt und nicht mit einem Index der Wohnkosten; eine andere Bereinigung gäbe andere Zahlen. Ob nominal oder real die richtige Größe ist, hängt von der Frage ab: Wer eine Wohnung mit festem Kredit zahlt, spürt nominale Raten; wer verkaufen will, die Kaufkraft des Erlöses.
Einstufung. Teilweise belegt: Über zehn Jahre sind alle drei Maße real gestiegen, aber mäßig, und über sechs Jahre fällt das Ergebnis je nach Maß verschieden aus.
Belege. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Inflation 2025; Statistik Austria, Inflation 2024; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; ORF.at, 29. Jänner 2026: OeNB zu den Wohnimmobilienpreisen 2025; leadersnet.at, 29. Jänner 2026: Analyse der OeNB zu den Wohnimmobilienpreisen. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die Jahreswerte 2025 liegen unter denen von 2022: Median Österreich −4,6 % (4.364 € auf 4.162 €), Wien −5,5 % (5.516 € auf 5.212 €), Häuserpreisindex −0,8 % (217,90 auf 216,05). Nach Abzug der Inflation sind es −17,0 %, −17,8 % und −13,7 % (eigene Rechnung). Der Wohnimmobilienpreisindex der OeNB lag im 2. Quartal 2026 um 1,5 % unter seinem Höchstwert (278,3 im 3. Quartal 2022; die Werte haben wir über ein Portal gelesen). Nach Medienberichten nennt die OeNB für die Zeit vom 3. Quartal 2022 bis Ende 2025 nominal −3,3 % und inflationsbereinigt rund −16 %.
Was die Zahlen nicht zeigen. Nominal ist der Rückgang klein und hängt vom Maß ab (Index −0,8 %, Median Österreich −4,6 %); der Median hängt auch davon ab, was in einem Jahr verkauft wurde. Im 1. Halbjahr 2026 meldet Statistik Austria für den Index einen neuen Höchststand (Zeile „Preise steigen wieder“). Jahreswerte sind Mittel über das Jahr: Höchststand und Tiefpunkt innerhalb der Jahre sind darin nicht zu sehen. Die Zahlen der OeNB kennen wir nur über Medien; die Wiedergaben nennen unterschiedliche Anker (Höchstquartal bis Jahresende gegen Jahresdurchschnitte), deshalb weicht unser Wert für den Index real (−13,7 %) vom Wert der OeNB (rund −16 %) ab.
Einstufung. Teilweise belegt: Real ist der Rückgang bei allen Maßen deutlich (13,7 % bis 17,8 %). Nominal ist er klein, beim Index nur knapp unter null und im 1. Halbjahr 2026 überholt.
Belege. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026; Infina, Statistik Immobilienpreise; ORF.at, 29. Jänner 2026: OeNB zu den Wohnimmobilienpreisen 2025; leadersnet.at, 29. Jänner 2026: Analyse der OeNB zu den Wohnimmobilienpreisen. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Statistik Austria meldet für das 1. Halbjahr 2026 einen Häuserpreisindex von 223,23, das sind +3,9 % zum Vorjahr und ein Rekord. Die Raten gegenüber dem Vorjahresquartal waren vom 1. Quartal 2023 bis zum 2. Quartal 2024 negativ (Tiefpunkt −5,4 % im 3. Quartal 2023) und sind seit dem 3. Quartal 2024 positiv; im 2. Quartal 2026 lagen sie bei +4,9 % (neuer Wohnraum) und +5,1 % (bestehender Wohnraum).
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Median für Wohnungen lag 2025 noch 4,6 % unter 2022 (einen Jahreswert für 2026 gibt es noch nicht), und der Wohnimmobilienpreisindex der OeNB lag im 2. Quartal 2026 1,5 % unter seinem Höchstwert: Diese beiden Messungen zeigen also (noch) keinen Rekord. Die Daten und Methoden sind verschieden (Kaufverträge im Grundbuch gegen die Datenbank JUSTIMMO mit einem Regressionsmodell); das ist kein Fehler einer Seite. Die Werte für 2026 sind vorläufig und werden revidiert. Zur Zukunft sagen die Raten nichts.
Einstufung. Teilweise belegt: Eine amtliche Reihe zeigt Anstieg und Rekord, die zweite Preismessung (OeNB, über ein Portal gelesen) liegt noch unter ihrem Höchstwert.
Belege. Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2024; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2023; Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Infina, Statistik Immobilienpreise. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. ImmoScout24 nennt für 2025 einen Median der Angebotspreise von 6.041 € je m² (Österreich) und 6.636 € (Wien) für Eigentumswohnungen. Der Median der bezahlten Preise (Statistik Austria, Kaufverträge) lag bei 4.162 € und 5.212 €. Der Angebotspreis war damit das 1,45-Fache und das 1,27-Fache (eigene Rechnung). Für das 1. Halbjahr 2026 nennt das Portal laut zwei Medienberichten 6.248 € und 6.729 €.
Was die Zahlen nicht zeigen. Die beiden Zahlen messen verschiedene Gruppen: Inserate eines Portals (Wohnungen, die gerade angeboten werden) gegen alle Käufe privater Haushalte laut Grundbuch. Ob und wie stark Neubau und Lage den Abstand erklären, haben wir nicht geprüft. Der Faktor ist deshalb eine Größenordnung und keine Marge, die Käufer herunterverhandeln könnten. Das Portal hat ein eigenes Interesse an Inseraten und Reichweite; die Zahlen für 2026 haben wir nur über Medienberichte gesehen.
Einstufung. Vereinfachend: Inserate zeigen, was verlangt wird. Als Maß für bezahlte Preise taugen sie nicht, der Abstand zu ihnen ist aber groß.
Belege. ImmoScout24, Datenanalyse Eigentumswohnungen; Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; news.at, Immobilienpreise im 1. Halbjahr 2026; leadersnet.at, Preise und Angebot 1. Halbjahr 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die OeNB berechnet einen Fundamentalpreisindikator, der nach ihrer Beschreibung die prozentuale Abweichung der Wohnimmobilienpreise von einem Fundamentalpreis misst (sieben Teilindikatoren). Ein Wert über null heißt: Die Preise liegen über diesem Modellwert. Für Österreich lag er im Jahresdurchschnitt 2022 bei 34,5 % und 2023 bei 20,0 %, für Wien bei 39,3 % und 28,9 %; für einzelne Quartale nennen Veröffentlichungen Werte bis 37,3 % (Österreich, 3. Quartal 2022) und 42,7 % (Wien). Den Rückgang von 2022 auf 2023 führte die OeNB in einer Veröffentlichung von 2023 vor allem auf die real stark gefallenen Immobilienpreise zurück.
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Indikator ist das Ergebnis eines Modells und kein gemessener Preis; was er zeigt, hängt von den Teilindikatoren und Annahmen ab, die die gelesenen Kurzfassungen nur knapp nennen. Werte nach 2023 haben wir nicht gefunden. „Überbewertet“ heißt nicht, dass Preise fallen müssen, und sagt nichts über eine einzelne Wohnung. Wir haben keine Untersuchung gelesen, die den Indikator als Vorhersage prüft.
Einstufung. Teilweise belegt: eine Institution, ein Modell, Werte bis 2023. Die Richtung (über dem Modellwert, mit abnehmendem Abstand) ist belegt, das Ausmaß hängt am Modell.
Belege. OeNB, Immobiliendaten Österreich, 1Q2024; OeNB, Factsheet zum Wohnimmobilienmarkt, Zeitreihen; OeNB, Trendwende am Immobilienmarkt; ORF.at, Überbewertung 2022; OeNB, Immobilien aktuell Q4/22; Infina, Statistik Immobilienpreise. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Nach der Zinsstatistik der OeNB lag der durchschnittliche Zinssatz neuer Wohnbaukredite im Dezember 2021 bei 1,23 %, im November 2023 bei 4,34 % (laut OeNB ein vorläufiger Höhepunkt) und im August 2026 bei 3,61 %, also beim 2,9-Fachen von Dezember 2021. Eine zweite, unabhängige Messung: In den Erhebungen der Arbeiterkammer Wien lagen die variablen Sollzinsen der Banken im Juli 2019 bei 0,875 % bis 1,414 % und im November bis Dezember 2024 bei 3,763 % bis 4,50 %. Der Einlagesatz der EZB stieg von −0,50 % (bis Juli 2022) auf 4,00 % (ab 20.9.2023) und liegt seit dem 16.9.2026 bei 2,50 %.
Was die Zahlen nicht zeigen. Das sind nominale Sätze. Real gerechnet (Zinssatz neuer Wohnbaukredite gegen die Inflation desselben Zeitraums, eigene Rechnung) lagen die Zinsen 2023 bei −3,6 %, 2024 bei +1,0 %, 2025 bei −0,2 % und im August 2026 bei +0,4 %, also zwischen −3,6 % und +1,0 %. Der OeNB-Durchschnitt gilt für alle neuen Kredite eines Monats und sagt nichts über das Angebot, das jemand bekommt; die Spannen der Banken sind breit (Arbeiterkammer 2024: variabel 3,763 % bis 4,50 %).
Einstufung. Gut belegt: amtliche Statistik der OeNB, bestätigt durch die Erhebungen der Arbeiterkammer. Die Aussage gilt nominal.
Belege. OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; OeNB, Statistiken H1/24; OeNB, Statistiken H1/23; OeNB, Statistiken Q1/22; OeNB, Handout vom 20. März 2026; AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, August 2019; AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, Jänner 2025; EZB, Leitzinsen; Statistik Austria, Inflation 2025; Statistik Austria, Inflation 2024; Statistik Austria, Inflation August 2026. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. 2024 und 2025 gingen die Zinsen zurück: Der Durchschnitt neuer Wohnbaukredite fiel nach dem Höchststand von 4,34 % (November 2023) auf 3,51 % im Dezember 2024 und 3,39 % im Dezember 2025, und die EZB senkte den Einlagesatz von 4,00 % auf 2,00 %. 2026 zeigen die Messwerte in die andere Richtung: Die EZB hob den Einlagesatz zweimal an (wirksam ab 17. Juni auf 2,25 % und ab 16. September auf 2,50 %), der 12-Monats-Euribor stieg von 2,204 % am 1.10.2025 auf 3,303 % am 1.10.2026, und der Durchschnitt neuer Wohnbaukredite stieg von 3,45 % im März auf 3,61 % im August 2026.
Was die Zahlen nicht zeigen. Wie sich die Zinsen weiter entwickeln, zeigt keine dieser Reihen; eine Prognose geben wir nicht. Der Euribor stieg schon im Frühjahr 2026 vor der ersten Anhebung der EZB (2,229 % am 2.3., 2,845 % am 1.4.2026); warum, haben wir nicht geprüft. Die Euribor-Werte stammen von einem Portal, nicht aus der Primärquelle.
Einstufung. Widerlegt für 2026 (Vorschlag): Alle drei Reihen steigen im Jahr 2026. Für 2024 und 2025 hätte die Aussage gestimmt.
Belege. OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; OeNB, Handout vom 20. März 2026; EZB, Leitzinsen; EZB, Pressemitteilung vom 10. September 2026; EZB, Erklärung zur Geldpolitik vom 10. September 2026; Euribor-Portal euribor-rates.eu. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. In den Durchschnitten der OeNB waren neue Wohnbaukredite mit Zinsbindung bis 1 Jahr (die variablen eingeschlossen) 2023 um 1,02 Pp, 2024 um 1,16 Pp und 2025 um 0,16 Pp teurer als solche mit Bindung über 10 Jahre; im August 2026 lagen beide praktisch gleichauf (3,65 % und 3,67 %). Bei den Angeboten ist das Bild gemischt: Die Bestwerte von durchblicker.at (Oktober 2026) liegen für variable Sollzinsen bei 3,24 % und für 25 Jahre fix bei 3,38 %; in der Erhebung der Arbeiterkammer Wien (November bis Dezember 2024) lagen die variablen Sollzinsen im Median bei 4,36 %, die für 20 Jahre fixen bei 3,45 %.
Was die Zahlen nicht zeigen. Die Durchschnitte mischen alle Kredite eines Zeitraums und vergleichen nicht gleiche Kredite. Die Jahresspalten der OeNB lesen wir als Jahresdurchschnitte (auf der Seite nicht erklärt). Ein variabler Zinssatz kann steigen, ein fixer bleibt gleich: Dieses Risiko steckt in keiner der Zahlen. Die Rechner zeigen es mit dem Zinsschock (Reiter „Kaufen“) und mit der Zinsänderung (Reiter „Kredit“).
Einstufung. Vereinfachend: Als Regel „variabel ist billiger“ fand sich die Aussage in den gelesenen OeNB-Durchschnitten nicht (2023 bis 2025 war die kurze Bindung teurer, im August 2026 liegen beide gleichauf); bei den Bestwerten von durchblicker.at ist variabel um 0,14 Pp billiger. Es hängt vom Zeitpunkt und vom Angebot ab.
Belege. OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; durchblicker.at, Kreditzinsen; AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, Jänner 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Der beste 12-Monats-Festgeldzins in der Rangliste von sparzinsen.at lag am 7.10.2026 bei 3,00 % brutto (bei Angeboten mit vereinfachter Steuerabwicklung), der Durchschnitt aller 65 Angebote bei 2,34 %. Die OeNB-Statistik nennt für August 2026 im Durchschnitt 2,15 % für neue Einlagen privater Haushalte bis 1 Jahr und 0,45 % für täglich fällige Einlagen. Die Inflation betrug im August 2026 laut Statistik Austria 3,2 %, laut Schnellschätzung im September 3,6 %. Nach 25 % Kapitalertragsteuer bleiben vom besten Angebot 2,25 %.
Was die Zahlen nicht zeigen. Die Aussage gilt für diesen Stichtag und für Einlagen; Aktionszinsen für Neukunden, Anleihen, Aktien und andere Anlagen haben wir nicht geprüft. Die Verbraucherpreise sind ein Durchschnitt über alle Haushalte; die persönliche Inflation kann abweichen. Wie es in einem Jahr aussieht, sagen die Zahlen nicht.
Einstufung. Gut belegt für den Stichtag: Die Portalangebote und die OeNB-Statistik liegen, unabhängig voneinander, unter der amtlich gemessenen Inflation.
Belege. sparzinsen.at; OeNB, Einlagenzinssätze Neugeschäft; Statistik Austria, Inflation August 2026; Statistik Austria, Inflation September 2026, Schnellschätzung; BMF, Besteuerung inländischer Kapitalerträge; EStG 1988, § 27a. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die Zahl der Wohnimmobilienkäufe sank 2023 um 28,2 % (Statistik Austria; die OeNB nennt bei anderer Abgrenzung 27,0 %), stieg 2024 um 8,6 % und 2025 um 18,3 %, nach Angabe von Statistik Austria der stärkste Anstieg der Transaktionen seit mehr als einem Jahrzehnt. Verkettet liegt der Index 2025 bei 92,2 (2022 = 100; eigene Rechnung aus drei vorläufigen Raten). Das Volumen neu vergebener Wohnbaukredite fiel von 23,20 Mrd. € (2022) auf 10,44 Mrd. € (2023), stieg auf 11,34 Mrd. € (2024) und 16,69 Mrd. € (2025) und lag damit 2025 unter 2021 (25,70 Mrd. €) und 2022, aber über 2023. Für das 1. Halbjahr 2026 nennen Portale 9,50 Mrd. €; das ist ein Halbjahr, und das Vorjahreshalbjahr haben wir nicht gefunden.
Was die Zahlen nicht zeigen. Käufe und Kredite messen, was abgeschlossen wurde, nicht, was Käufer wollten. Warum weniger abgeschlossen wurde, sagen die Zahlen nicht: ob Käufer abwarteten, die Kredite zu teuer waren oder die Regeln der KIM-Verordnung (bis 30.6.2025) im Weg standen. Wir behaupten keine Ursache. Die Käufe 2023 bis 2025 sind vorläufige Veränderungsraten einschließlich einer Schätzung für Nachmeldungen; die Kreditvolumina haben wir zum Teil über Portale gelesen, die OeNB-Zahlen wiedergeben.
Einstufung. Teilweise belegt: Für 2023 ist ein starker Einbruch gut belegt; seit 2024 steigen Käufe und Kredite wieder, ohne die Werte von 2021 und 2022 zu erreichen.
Belege. Statistik Austria, Häuserpreisindex 2023; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2024; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; OeNB, Immobiliendaten Österreich, 1Q2024; OeNB, Statistiken H1/24; OeNB, Handout vom 20. März 2026; Infina, Volumen neu vergebener Wohnbaukredite; Infina, Ratgeber Immobilienpreise; ORF.at, Wohnkredite 2023. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Wir haben keine Statistik gefunden, die misst, wie viele Eigentümer ihre Wohnung nicht anbieten oder nicht verkaufen (Websuche, keine Fachdatenbank). Näherungen gibt es nur indirekt: Die Zahl der Inserate von Eigentumswohnungen auf ImmoScout24 lag im 1. Halbjahr 2026 laut zwei Medienberichten um 10 % über dem Vorjahr, und die Nachfrage auf dem Portal stieg 2025 um 17 %. Die Käufe stiegen 2025 um 18,3 % (Statistik Austria).
Was die Zahlen nicht zeigen. Mehr Inserate sind kein Gegenbeweis: Sie zeigen, was angeboten wird, und nicht, was Eigentümer zurückhalten. Ein Portal erfasst nicht den ganzen Markt, die Zahlen stammen nur von diesem einen Portal und nur aus Medienberichten. Auch die Käufe sagen über Verkäufer nur indirekt etwas.
Einstufung. Populäres Modell: Die Aussage steht hier als Populäres Modell, weil wir keine Messung gefunden haben, die sie stützt oder widerlegt. Das ist eine vorläufige Einstufung und kein Urteil darüber, ob etwas daran ist.
Belege. news.at, Immobilienpreise im 1. Halbjahr 2026; leadersnet.at, Preise und Angebot 1. Halbjahr 2026; ImmoScout24, Datenanalyse Eigentumswohnungen; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Nach Statistik Austria wurden 2025 in neuen Gebäuden 31.979 Wohnungen bewilligt (−7,1 % gegenüber 2024), der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung 2010 und 56,0 % weniger als 2017 (eigene Rechnung). Fertiggestellt wurden 2024 41.762 Wohnungen, 20,2 % weniger als im Vorjahr; 2021 waren es 62.091. Zwei getrennte Reihen, Bewilligungen und Fertigstellungen, zeigen dieselbe Richtung.
Was die Zahlen nicht zeigen. Die Werte der letzten Jahre sind vorläufig und werden nachgemeldet (für 2024 wurden zuerst 32.100, später 34.422 bewilligte Wohnungen gemeldet). Für 2025 haben wir keine Zahl der Fertigstellungen gefunden. Ob es „zu wenig“ ist, ist eine Wertung und keine Messung; einen Zusammenhang mit den Preisen behaupten wir nicht.
Einstufung. Gut belegt: amtliche Statistik, zwei Reihen, gleiche Richtung. Die Aussage ist hier auf „weniger als vor einigen Jahren“ begrenzt.
Belege. Statistik Austria, Baubewilligungen 2025; Statistik Austria, Baufertigstellungen 2024. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die Maße zeigen nicht alle in dieselbe Richtung. Der mittlere Anteil der Wohnkosten (einschließlich Energie, Kreditkosten und Instandhaltung) am verfügbaren Haushaltseinkommen lag 2025 bei 15 % nach 16 % im Jahr 2015; bei 8 % der Haushalte lag er über 40 % (1,0 Pp weniger als 2024; Statistik Austria, EU-SILC). Der Kauf ist teurer geworden: Laut Seite des Momentum Instituts (2024) braucht es 54 statt zuvor 41 Jahre Sparen (Annahmen laut Abruf: 9,5 % des verfügbaren Einkommens gespart, 2 % Zinsen, Median-Haushaltseinkommen); der Titel nennt bis zu 3 Jahreseinkommen mehr als vor 23 Jahren. Eine Wohnung von 70 m² zum Median-Preis kostet das 5,7-Fache (Österreich) beziehungsweise das 7,1-Fache (Wien) des mittleren Haushaltsnettoeinkommens (eigene Rechnung, 2025). Nach Medienberichten über die Pressemitteilung der OeNB hat sich die Leistbarkeit 2025 leicht verbessert, weil die Preise real fielen und die Einkommen stiegen.
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Wohnkostenanteil ist ein Median über alle Haushalte und Wohnformen (Mieter, Eigentümer, Genossenschaft) und sagt nichts über Kaufinteressenten; er hat hier nur zwei Zeitpunkte. Die Preis-zu-Einkommen-Zahl hat keine Reihe, und für Wien ist das österreichische Einkommen eingesetzt. Wie viel Eigenkapital jemand hat, zeigt keine der Zahlen. Die Aussagen der OeNB kennen wir nur aus Medien.
Einstufung. Teilweise belegt: Für die Aussage spricht die Rechnung des Momentum Instituts zum Sparen für einen Kauf; gegen sie sprechen der Wohnkostenanteil, der von 2015 bis 2025 nicht gestiegen ist (16 % und 15 %), und der Befund der OeNB (aus zweiter Hand), die Leistbarkeit habe sich 2025 leicht verbessert. Was gemeint ist, bestimmt das Ergebnis: Kaufen, Mieten oder die laufenden Wohnkosten.
Belege. Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung; Statistik Austria, Webseite Wohnkosten; Momentum Institut, Eigentumserwerb, 2024; Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Haushaltseinkommen, EU-SILC 2025; ORF.at, 29. Jänner 2026: OeNB zu den Wohnimmobilienpreisen 2025; leadersnet.at, 29. Jänner 2026: Analyse der OeNB zu den Wohnimmobilienpreisen. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die durchschnittliche bestehende Hauptmiete mit Betriebskosten stieg nach den Jahresraten von Statistik Austria von 7,10 € je m² (2015, eigene Kette) auf 10,15 € (2025; veröffentlicht 10,2 €), das sind +43,0 % gegen +38,8 % bei den Verbraucherpreisen, real +3,0 %. Von 2022 bis 2025 stiegen die Mieten um 17,3 %, die Verbraucherpreise um 14,9 %. Im 2. Quartal 2026 lag die Rate bei +3,3 % gegenüber dem Vorjahresquartal; Statistik Austria schreibt, die Dynamik habe nachgelassen. Der Teilindex Mieten im Verbraucherpreisindex stieg im August 2026 um 4,4 %. Inserate fordern deutlich mehr: Im 1. Quartal 2026 lag der Median bei 16,09 € (Österreich) und 22,41 € (Wien) brutto, nach der Quelle 8 % und 10 % mehr als ein Jahr zuvor.
Was die Zahlen nicht zeigen. Der Durchschnitt aller bestehenden Mieten mischt alte und neue Verträge (seit 30 Jahren und länger: 6,5 €, Verträge unter 2 Jahren: 12,4 €, je m² mit Betriebskosten, 2025). Die beiden Messungen der Mieten weichen voneinander ab: Der Teilindex stieg im August 2026 um 4,4 %, der Durchschnitt im 2. Quartal 2026 um 3,3 %. Seit 1.1.2026 begrenzt das Mieten-Wertsicherungsgesetz die Anpassungen bestehender Verträge. Die Inserate stammen von einem Portal und sind Angebote, keine bezahlten Mieten.
Einstufung. Teilweise belegt: Bestandsmieten stiegen in zehn Jahren etwa so stark wie die Preise insgesamt (real +3,0 %), Angebotsmieten liegen deutlich höher und stiegen zuletzt schneller; „stark“ hängt davon ab, welche Miete gemeint ist.
Belege. Statistik Austria, Wohnungsmieten 2. Quartal 2026; Statistik Austria, Wohnungsmieten 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; Statistik Austria, Inflation August 2026; ImmoScout24, Mietpreise 1. Quartal 2026; forum-media.at, Mieten-Wertsicherungsgesetz § 1; Parlament, Ausschussbericht zum 5. MILG. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Die KIM-Verordnung war von Juli 2022 (nach der FMA) beziehungsweise Anfang August 2022 (nach dem ORF) bis 30. Juni 2025 in Kraft und verlangte mindestens 20 % Eigenmittel, höchstens 40 % des Nettoeinkommens als Rückzahlungsquote und höchstens 35 Jahre Laufzeit. Seit dem Auslaufen gilt das Rundschreiben 02/2025 der FMA vom 26.6.2025: Beleihungsquote höchstens 90 %, Richtwert für die Schuldendienstquote 40 %, Laufzeit höchstens 35 Jahre. Es ist nach eigener Aussage keine Verordnung, und die FMA erwartet, dass die Werte für mindestens 80 % der neuen Kredite eingehalten werden.
Was die Zahlen nicht zeigen. Ob Banken in der Praxis weiter 20 % Eigenmittel verlangen, haben wir in keiner geöffneten Quelle belegt gefunden; sie dürfen strenger sein. Worauf sich die Beleihungsquote bezieht (Kaufpreis, Kaufpreis plus Nebenkosten oder Beleihungswert), steht in den gelesenen Kurzfassungen nicht. Das ist eine Zusammenfassung und keine Rechtsberatung; für den Einzelfall zählt der Wortlaut.
Einstufung. Widerlegt für heute (Vorschlag): Bis 30.6.2025 war die Aussage richtig; seither ist sie keine Vorschrift mehr. Als Aussage über die Praxis der Banken ist sie weder belegt noch widerlegt.
Belege. FMA, Wohnimmobilienkredite; FMA, Rundschreiben 02/2025; FMA, Pressemitteilung vom 26. Juni 2025; FMA, Erläuterung der Berechnungen, 17.11.2025; ORF.at, KIM-Verordnung, Dezember 2024. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Nach oesterreich.gv.at (Bundesministerium für Justiz, Seiten mit Stand 1. August 2026) beträgt die Grunderwerbsteuer in der Regel 3,5 %, die Eintragung des Eigentumsrechts 1,1 % und die des Pfandrechts 1,2 % des Kredits, dazu kommen 85 € Eingabengebühr; die Vertragserrichtung kostet ungefähr 1 bis 3 %, die Maklerprovision höchstens 3 % plus 20 % Umsatzsteuer. Für 70 m² zum Median-Preis 2025 (291.340 €) mit 90 % Kredit ergibt das mit Vertrag 2 %, Makler 3,6 % und Bankgebühren (Beispielwerte) 35.915 € oder 12,3 %. Ohne Makler und mit Vertrag 1 % wären es 7,7 %, mit Makler und Vertrag 3 % 13,3 % (eigene Rechnung).
Was die Zahlen nicht zeigen. Die Sätze der Bank (1 % Bearbeitung, 345 € Schätzung) sind Beispielwerte und keine Bankangaben. Nicht enthalten sind Grundbuchsauszug, Beglaubigung, Treuhandschaft und Versicherungen; das Pfandrecht ist auf den Kredit allein gerechnet und damit eine Untergrenze. Eine zeitweilige Befreiung von den Eintragungsgebühren lief nach einer Kanzleiinformation und einer Bank am 30.6.2026 aus; ob sie verlängert wurde, haben wir nicht geprüft.
Einstufung. Vereinfachend: Als Größenordnung ist ein Zehntel nachvollziehbar; der Anteil schwankt je nach Makler, Vertrag und Kredithöhe um mehrere Prozentpunkte.
Belege. oesterreich.gv.at, Nebenkosten beim Wohnungskauf; oesterreich.gv.at, Einverleibung; oesterreich.gv.at, Eine Wohnung kaufen; Forvis Mazars Legal, Gebührenbefreiung bis 30.6.2026; Raiffeisen Vorarlberg, Gebührenbefreiung endet am 30. Juni. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Eine österreichische Untersuchung, die Kaufen und Mieten für die Selbstnutzung mit offenen Annahmen durchrechnet, haben wir nicht gefunden (Websuche, keine Fachdatenbank). Das Modell in diesem Kapitel zeigt mit seinen Voreinstellungen (70 m², 90 % Kredit zu 3,61 %, Wertzuwachs und Mietsteigerung 3,3 % pro Jahr, Anlage 2,25 % netto) nach 20 Jahren Kaufen um 132.267 € vorn, Gleichstand nach 8 Jahren und 9 Monaten. Das Ergebnis kippt aber bei einem Wertzuwachs unter 1,66 % pro Jahr (ohne Wertzuwachs liegt Mieten nach 20 Jahren um 97.180 € vorn) und bei einem Zeitraum von 5 Jahren (Mieten um 24.407 € vorn). Das sind Ergebnisse aus dem Modell und keine Messungen. Die Langfristrenditen von Wohnimmobilien in Jordà u. a. (16 Länder, 1870 bis 2015, Österreich nicht darunter) liegen real bei rund 7 % pro Jahr einschließlich der Mieterträge.
Was die Zahlen nicht zeigen. Das Modell kennt weder Risiko noch Steuern auf Verkaufsgewinne, Grundsteuer, Förderungen, Leerstand oder Umzugskosten; es vergleicht eine sichere Anlage zu 2,25 % netto mit einer Wohnung, deren Wert schwanken kann. Ob die Wohnung so stark im Wert steigt wie die Inflation, ist offen. Die Langfristrendite aus der Literatur ist ein Mittelwert über 16 Länder und 145 Jahre und vergleicht keine Eigennutzung mit Miete. Die geöffneten Arbeiten zu Nachbarthemen (Vorsorgewohnungen, Wohnkosten, Leistbarkeit, Bruttorenditen) vergleichen Kaufen und Mieten nicht.
Einstufung. Populäres Modell: „Immer“ widerspricht dem eigenen Modell. Was bleibt, ist ein Ergebnis unter Annahmen, das von Wertzuwachs, Zeitraum und Rendite abhängt.
Belege. EZB, Working Paper 2087, Fatica und Prammer 2017; EZB, Statistics Paper 47; Jordà u. a. 2019; Jordà u. a. 2017, FRBSF-Fassung; AK, Geldanlage Vorsorgewohnung, 2018; WU Wien, Wohnkosten in Österreich, 2020; Momentum Institut, Eigentumserwerb, 2024; Agenda Austria, Immobilienkauf und Vermietung, 2018. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Was vorliegt. Wir haben drei Arbeiten aus den USA gelesen (die Arbeitspapiere über ein Abrufwerkzeug, das Seiten wiedergibt, die Fassungen der Zeitschriften nicht), für Österreich keine. Case und Shiller (Arbeitspapier 1988, Zeitschrift 1989) werteten Wiederverkaufspreise von 39.210 Häusern in Atlanta, Chicago, Dallas und San Francisco/Oakland von 1970 bis 1986 aus: Auf eine Änderung der realen Preise einer Stadt folgte im nächsten Jahr tendenziell eine Änderung in dieselbe Richtung, ein Viertel bis halb so groß; für die Preisänderungen einzelner Häuser war die Erklärungskraft gering (R² höchstens 0,04). In der Folgearbeit (Arbeitspapier 1990, vier Städte, Quartalsdaten) hingen die Baukosten im Verhältnis zum Preis, die Änderung des Einkommens je Kopf und die Änderung der erwachsenen Bevölkerung positiv mit späteren Preisänderungen zusammen; die Erklärungskraft für Preisänderungen stieg nur mäßig, auf etwa ein Drittel (R²). Campbell u. a. (2009) zerlegten das Verhältnis von Miete zu Preis in 23 US-Großräumen von 1975 bis 2007 in drei Bestandteile (erwartetes Mietwachstum, Realzinsen und eine Wohnprämie); nach der Zusammenfassung ist die Wohnprämie veränderlich und vorhersagbar und erklärt einen erheblichen Teil der Schwankung des Verhältnisses.
Was die Zahlen nicht zeigen. Die Arbeiten zeigen Zusammenhänge in US-Daten bis 1987 und, bei Campbell u. a., bis 2007. Für Österreich, für die Zeit danach und für den Rang eines Wertes in einem Zehnjahresvergleich, wie ihn das Barometer zeigt, haben wir nichts gefunden (Websuche, keine Fachdatenbank). Die beiden Arbeiten von Case und Shiller nennen die Erklärungskraft für Preisänderungen gering; über die Lage eines einzelnen Haushalts sagen die Arbeiten nichts. Ob ein Zeitpunkt gut ist, hängt von dieser Lage ab (Einkommen, Eigenkapital, Zeithorizont, Wohnort, die einzelne Wohnung) und von einer Zukunft, die niemand kennt. Die Reiter „Kaufen“ und „Kaufen oder Mieten“ rechnen das mit eigenen Zahlen durch; sie geben keine Empfehlung, und dieses Kapitel ist keine Anlageberatung.
Einstufung. Vereinfachend: In den gelesenen US-Arbeiten ließ sich ein kleiner Teil späterer Preisänderungen aus früheren Daten voraussagen. Ein „ablesbarer“ Zeitpunkt folgt daraus nicht, und für Österreich fehlt eine Prüfung.
Belege. Case und Shiller 1989; Case und Shiller 1990; Campbell u. a. 2009. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Die Zahlenreihen in den Zeilen (Preise, Verbraucherpreise, Zinsen, Kredite, Mieten) sind aus denselben Datentabellen gerechnet wie in den Reitern „Zinsen und Markt“ und „Barometer“; Stand der Daten ist der 7.10.2026. Was wir nicht gefunden haben, steht in der Karte „Was wir nicht gefunden haben“ im Reiter „Zinsen und Markt“.
Kennzeichen, Belegstufe und Lesestufe
Jede Karte in diesem Kapitel trägt Kennzeichen oben links. Sie sagen, aus welcher Art von Angabe die Karte besteht, weil Messwerte, Angebote und eigene Rechnungen verschieden belastbar sind und nicht vermischt werden sollen.
| Kennzeichen | Bedeutung |
|---|---|
| Messwert | Eine Zahl, die eine Behörde, eine Zentralbank oder eine Statistikstelle gemessen oder erhoben hat. Datum, Bezugsgröße und Quelle stehen dabei. |
| Angebot | Was eine Bank oder ein Portal anbietet oder verlangt, etwa Zinsangebote und Inserate. Das sind Angebots- oder Werbeangaben und weder bezahlte Preise noch Marktdurchschnitte. |
| Eigene Rechnung | Von uns aus Messwerten gerechnet, zum Beispiel inflationsbereinigt oder verkettet. Der Rechenweg steht dabei, damit sie sich nachrechnen lässt. |
| Modell | Eine Rechnung unter offen genannten Annahmen. Das Ergebnis folgt aus den Annahmen und ist weder eine Messung noch eine Prognose. |
| Rechner | Ein Werkzeug, in dem die Eingaben verändert werden können; das Ergebnis ändert sich mit ihnen. |
| Rechtslage | Was ein Gesetz, eine Verordnung oder ein Rundschreiben vorsieht, mit Fundstelle. Eine Zusammenfassung ersetzt keine Rechtsberatung. |
| Studie | Das Ergebnis einer wissenschaftlichen Arbeit, so weit wir sie gelesen haben. Stichprobe, Zeitraum und Fassung stehen dabei. |
| Übersicht | Eine Zusammenstellung oder Einordnung, kein einzelner Messwert. |
Davon zu trennen sind zwei Skalen. Die Belegstufe gehört zu einer Aussage (Karte „Die Leiter“): Wie gut ist sie durch gelesene Messwerte gedeckt? Die Lesestufe gehört zu einer Quelle (Quellenblock am Ende der Seite): Wie viel davon haben wir gesehen, den ganzen Text, Teile, nur die Pressemitteilung, eine Datenbankabfrage, eine Seite, die die Zahl wiedergibt, oder nur einen Suchtreffer? Die Lesestufe sagt nichts über die Güte der Quelle, nur über das, was wir von ihr gesehen haben. Gelesen wurde über ein Abrufwerkzeug, das Seiten wiedergibt; wichtige Zahlen wurden mehrfach abgeglichen, ein Abgleich mit den gedruckten Fassungen steht aus.
Das Ausgelassene, Reiter für Reiter
Die Rechner sind Modelle. Jeder Reiter nennt in einer Karte, was sein Modell tut und was es auslässt; diese Übersicht stellt das Ausgelassene zusammen. Was fehlt, steckt in keinem Ergebnis, und jedes Ergebnis gilt nur unter den Annahmen der jeweiligen Karte.
| Nicht enthalten | Reiter, in dem es ausdrücklich fehlt |
|---|---|
| Betriebskosten und Grundsteuer | Kaufen, Kaufen oder Mieten |
| Instandhaltung und Rücklagen | Kaufen |
| Steuer auf einen Verkaufsgewinn und andere Steuerwirkungen | Kredit, Kaufen, Kaufen oder Mieten |
| Förderungen und Wohnbeihilfe | Kaufen, Kaufen oder Mieten |
| Bausparverträge, Tilgungsträger und Fremdwährungskredite | Kredit, Kaufen |
| Versicherungen | Kredit, Kaufen |
| Laufende Zinsanpassungen bei variablem Zinssatz | Kredit, Kaufen oder Mieten |
| Schwankungen von Zinssatz, Inflation, Wert und Rendite | Sparen, Kaufen oder Mieten |
| Kontoführungsentgelte, Boni, Aktionszinsen und Mindesteinlagen bei Sparkonten | Sparen |
| Leerstand, Umzugskosten, Änderungen der Familie und die Möglichkeit, die Wohnung zu vermieten | Kaufen oder Mieten |
| Der Wert, den Sicherheit oder Freiheit für den Einzelnen haben | Kaufen oder Mieten |
| Unterschiede in Lage und Ausstattung der einzelnen Wohnung; Preise einzelner Regionen außer Wien | Barometer |
Ein Klick auf den Reiternamen führt zur Karte „Annahmen und Probe“ (beim Barometer zur Karte „Was das Barometer nicht kann“), in der das Ausgelassene mit seinen Worten steht.
Revisionen, Maße und Medienzahlen: was wir verwenden und warum
Wer mehrere Quellen liest, findet Zahlen, die nicht übereinstimmen. Das gehört zur Sache: Statistiken werden nachträglich korrigiert, Maße und Zeiträume sind verschieden, und Medien geben Zahlen nicht immer so wieder, wie sie in der Quelle stehen. Hier stehen die Widersprüche, die wir beim Lesen für dieses Kapitel gefunden haben, mit dem Wert, den wir verwenden, und dem Grund.
| Gegenstand | Frühere Angabe | Spätere Angabe | Hier verwendet |
|---|---|---|---|
| Häuserpreisindex (2010 = 100), Jahreswerte | 2023: 212,31 (Pressemitteilung vom 25.3.2024), 2024: 211,16 (27.3.2025), 2025: 216,40, +2,6 % (26.3.2026) | 2023: 211,68, 2024: 210,88, 2025: 216,05, +2,5 % (23.9.2026) | Die späteren Werte. Dasselbe Jahr hat in den Veröffentlichungen verschiedene Werte; die Abweichung beträgt höchstens 0,63 Indexpunkte. |
| Median der Wohnungspreise 2022, Euro je m² | Österreich 4.340 €, Wien 5.495 € (Pressemitteilung vom 28.5.2025) | Österreich 4.364 €, Wien 5.516 € (28.5.2026) | Die späteren Werte. Die Pressemitteilung nennt eine laufende jährliche Revision der Vorjahre; die Abweichung beträgt hier höchstens 24 € je m². |
| Bewilligte Wohnungen in neuen Gebäuden 2024 | 32.100 (Pressemitteilung vom 20.11.2025) | 34.422 (24.4.2026) | Der spätere Wert. Auch die vorläufige Zahl für 2025 (31.979) kann nachträglich steigen. |
| Durchschnittliche Miete im Mikrozensus, Euro je m² mit Betriebskosten | 2015: 7,1, 2020: 8,0, 2024: 9,8 (Präsentation vom 6.6.2025) | 2015: 7,4, 2020: 8,3, 2024: 9,4, 2025: 10,2 (Präsentation vom 10.6.2026) | Eine eigene Kette aus den veröffentlichten Jahresraten, Start 7,10 € im Jahr 2015, Ergebnis 10,15 € für 2025 (veröffentlicht 10,2 €). Mit 7,4 € als Start käme die Kette auf 10,57 €; mit 9,4 € für 2024 und +4,0 % ergäben sich 9,8 €, nicht 10,2 €. In der früheren Präsentation steht 9,4 € für 2023. Warum die Fassungen abweichen, nennen die gelesenen Teile nicht. |
| Pressemitteilung vom 28.5.2026: Preisentwicklung der Wohnungen 2024 | Nach dem Text sind die Durchschnittspreise für Häuser und Wohnungen 2024 und 2025 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. | Nach der Tabelle fiel der Median der Eigentumswohnungen 2024: Österreich von 4.000 € auf 3.986 €, Wien von 5.000 € auf 4.940 €; nur die Häuser stiegen. | Die Tabelle. Warum der Text für 2024 pauschal „gestiegen“ sagt, ist aus der Pressemitteilung nicht ablesbar. |
| Gegenstand | Eine Angabe | Eine andere Angabe | Hier verwendet |
|---|---|---|---|
| Höchststand der Preise | Statistik Austria: Häuserpreisindex im 1. Halbjahr 2026 auf Rekordniveau (223,23). | OeNB-Wohnimmobilienpreisindex im 2. Quartal 2026: 274,0, das sind 1,5 % unter dem Höchstwert von 278,3 (3. Quartal 2022); über ein Portal gelesen. | Beide werden genannt. Daten und Methoden sind verschieden (Kaufverträge im Grundbuch gegen die Datenbank JUSTIMMO mit einem Regressionsmodell); das ist kein Fehler einer Seite. |
| Preisänderung 2025 | Häuserpreisindex +2,5 % (Statistik Austria); OeNB-Index +2,1 % (nach Medienberichten). | +1,0 % aus den Jahresmitteln 264,3 und 266,9 des Portals Infina, das selbst „1,0 %“ nennt. | Für die Reihen dieses Kapitels der Häuserpreisindex. Warum die Werte abweichen, ist nicht belegt; möglich sind verschiedene Zeitbezüge (Jahresdurchschnitt oder Quartalswert). |
| Preisrückgang seit 2022, nach Abzug der Inflation | Rund −16 % (OeNB, 3. Quartal 2022 bis Ende 2025, nach Medienberichten). | −13,7 % (eigene Rechnung, Häuserpreisindex, Jahresdurchschnitt 2022 bis 2025). | Beide werden genannt. Die Anker sind verschieden (Höchstquartal bis Jahresende gegen Jahresdurchschnitte). |
| Käufe 2023 | −28,2 % (Statistik Austria, Zahl der Käufe). | −27,0 % (OeNB, Zahl der Transaktionen). | Beide werden genannt; die Abgrenzung ist verschieden. Für die Reihe 2023 bis 2025 gilt Statistik Austria, weil sie durchgehend vorliegt. |
| Neu vergebene Wohnbaukredite 2022 | 23,20 Mrd. €, laut Portal Infina +10 % gegenüber 2021. | OeNB: 25,70 Mrd. € (2021) und 23,20 Mrd. € (2022), das sind −9,7 % (eigene Rechnung). | Die OeNB-Werte; die Prozentangabe des Portals passt nicht zu den Beträgen. |
| Inflationsrate 2025 | 3,6 % (Statistik Austria, Pressemitteilung vom 19.1.2026). | 3,8 %, in einem Medienbericht vom 29.1.2026 als Wert von Statistik Austria genannt. | 3,6 %. Warum der Bericht 3,8 % nennt, ist nicht belegt. |
| Beginn der KIM-Verordnung | Juli 2022 (Seite der FMA). | Anfang August 2022 (ORF-Bericht vom 2.12.2024). | Beide werden genannt; der Verordnungstext war nicht abrufbar. |
Zur Lesart. Ein Widerspruch heißt nicht, dass eine Seite falsch liegt. Meist unterscheiden sich Daten, Methode, Stichtag oder Abgrenzung. Wo wir den Grund nicht kennen, steht, dass er nicht belegt ist. Die Seiten sind auf dem Stand vom 7. Oktober 2026 gelesen; später können sich Zahlen ändern.
Belege. Statistik Austria, Häuserpreisindex 2023; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2024; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025; Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2024, Vorjahresstand; Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Baufertigstellungen 2024; Statistik Austria, Baubewilligungen 2025; Statistik Austria, Barometer Wohnen 2025; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; Infina, Statistik Immobilienpreise; Infina, Ratgeber Immobilienpreise; OeNB, Wohnimmobilienpreisindex, Methode; ORF.at, 29. Jänner 2026: OeNB zu den Wohnimmobilienpreisen 2025; leadersnet.at, 29. Jänner 2026: Analyse der OeNB zu den Wohnimmobilienpreisen; OeNB, Immobiliendaten Österreich, 1Q2024; OeNB, Statistiken H1/24; Infina, Volumen neu vergebener Wohnbaukredite; Statistik Austria, Inflation 2025; FMA, Wohnimmobilienkredite; ORF.at, KIM-Verordnung, Dezember 2024. Die vollständigen Angaben stehen unten im Quellenblock.
Dieser Reiter gibt keine Empfehlung zum Kauf, zum Verkauf, zur Kreditaufnahme oder zur Geldanlage und ist keine Anlageberatung.
Die Fachwörter dieses Kapitels in einfacher Sprache, nach Themen geordnet, mit Beispielen aus denselben Daten wie die Rechner. Zu jedem Eintrag stehen die Quellen, auf die sich die Erklärung stützt; was wir selbst erklären oder gerechnet haben, ist als eigene Erklärung gekennzeichnet. Die vollständigen Angaben zu den Quellen stehen unten im Quellenblock. Ein Eintrag erklärt ein Wort und gibt keine Empfehlung.
Die EZB legt drei Leitzinsen fest: den Einlagesatz, den Satz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und den Spitzenrefinanzierungssatz. Seit dem 16.9.2026 betragen sie 2,50 %, 2,65 % und 2,90 %; den Beschluss, alle drei um 0,25 Pp anzuheben, fasste der EZB-Rat am 10.9.2026. Der Einlagesatz ist der Zinssatz, den Banken für Geld bekommen, das sie bei der Zentralbank einlegen; laut EZB steuert er seit März 2024 ihren geldpolitischen Kurs. Wie die Leitzinsen, der Euribor und die Kreditzinsen in Österreich nebeneinander verliefen, zeigt der Zinsverlauf; daraus folgt keine Ursache.
Belege. EZB, Leitzinsen; EZB, Pressemitteilung vom 10. September 2026.
Im Kapitel. Zinsen und Markt: Zinsverlauf seit 2015
Ein Referenzzinssatz für Geld, das sich Banken im Euroraum leihen, mit Werten für mehrere Laufzeiten (das Portal zeigt eine Woche bis zwölf Monate). Bei Krediten mit variablem Zinssatz ist meist der 3- oder 6-Monats-Euribor der Referenzzinssatz: Sollzinssatz = Referenzzinssatz + Aufschlag (Marge). Die Zinsgleitklausel im Vertrag regelt, wann angepasst wird, in der Regel alle drei, sechs oder zwölf Monate. In einer kleinen Erhebung der AK Wien (Mai und Juni 2023) lag der Aufschlag im Median bei 1,25 %. Die Euribor-Werte im Kapitel stammen aus einem Portal, das sie nach eigener Angabe mit 24 Stunden Verzögerung veröffentlicht, wie es der Verwalter EMMI vorschreibt; eine Seite des Verwalters oder der EZB zum Euribor haben wir nicht gelesen.
Belege. Euribor-Portal euribor-rates.eu; AK Wien, Ratgeber Kredite, Stand März 2026; AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, August 2019; AK, Pressemitteilung vom 11. Juli 2023.
Im Kapitel. Zinsen und Markt: Zinsverlauf seit 2015 · Kredit: Drei Angebote nebeneinander
Der Zinssatz, den ein Kreditvertrag nennt: Er wird auf jährlicher Basis auf die in Anspruch genommenen Auszahlungsbeträge angewandt und kann fest oder variabel sein (HIKrG § 2 Abs. 12). Er enthält nur die Zinsen; die Gesamtkosten des Kredits einschließlich der Gebühren drückt der effektive Jahreszins aus. Bei variablen Krediten setzt er sich aus Referenzzinssatz und Aufschlag zusammen. Die EZB nennt den tatsächlich vereinbarten und gezahlten Zinssatz den Nominalzins. Im Durchschnitt der neuen Wohnbaukredite lag der Sollzinssatz im August 2026 laut OeNB bei 3,61 %.
Belege. Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz, HIKrG; AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, August 2019; EZB, Nominal- und Realzins; OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft.
Im Kapitel. Kredit: Kreditrechner · Zinsen und Markt: Was Banken bieten
Die Zinsstatistik der OeNB trennt Kredite, die in einem Monat neu vereinbart wurden (Neugeschäft), von allen Krediten, die zu diesem Zeitpunkt noch laufen (Bestand). Der Durchschnitt des Bestands enthält auch ältere Verträge mit früheren Zinssätzen. Im August 2026 lag der durchschnittliche Sollzinssatz der neuen Wohnbaukredite privater Haushalte in Österreich bei 3,61 %, der des Bestands bei 2,87 %. Die Zinssätze der Statistik sind vereinbarte Jahreszinssätze ohne sonstige Kosten.
Belege. OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; OeNB, Kreditzinssätze Bestand.
Im Kapitel. Zinsen und Markt: Was Banken bieten und was bezahlt wird
Zinsen, die selbst wieder Zinsen tragen, weil sie dem Guthaben gutgeschrieben werden. Der Sparrechner schreibt die Zinsen jeden Monat mit einem Zwölftel des Jahreszinssatzes gut. Beispiel ohne Steuer: 10.000 € zu 3 % im Jahr sind nach 10 Jahren 13.493,54 € wert; würden die Zinsen nicht mitverzinst, wären es 13.000 €. Der Unterschied von 493,54 € ist der Zinseszins.
Eigene Erklärung. Rechenregel; der Sparrechner rechnet nach ihr, zusätzlich mit Sparrate, Steuer und Inflation.
Im Kapitel. Sparen: Sparrechner · Sparen: Annahmen und Probe
Die Steuer auf Kapitalerträge. Auf Zinsen aus Sparbüchern, Girokonten und anderen Bankeinlagen beträgt der besondere Steuersatz 25 %, auf die meisten anderen Kapitalerträge 27,5 %. Die inländische Bank behält die Steuer ein; damit ist die Einkommensteuer auf diese Erträge abgegolten (Endbesteuerung). Auf Antrag kann der niedrigere Tarifsteuersatz angewendet werden. Beispiel: 3,00 % brutto sind nach 25 % KESt 2,25 % netto.
Belege. BMF, Besteuerung inländischer Kapitalerträge; EStG 1988, § 27a.
Im Kapitel. Sparen: Annahmen und Probe · Sparen: Zins gegen Inflation
Der Zinssatz nach Abzug der Inflation; er zeigt, ob Geld an Kaufkraft gewinnt oder verliert. Die EZB schreibt: Realzins = Nominalzins minus Inflation. Die Bundesbank nennt ihn den Nominalzins abzüglich der laufenden Inflationsrate, alternativ der erwarteten. Exakt gerechnet ist es (1 + Zins) ÷ (1 + Inflation) − 1; die einfache Differenz ist eine Näherung, die bei kleinen Werten kaum abweicht. Beispiel der EZB-Seite: 2,5 % Zins und 3 % Preisanstieg ergeben −0,5 % (Näherung) oder −0,485 % (exakt, eigene Rechnung). Im Kapitel ist der Realzins rückblickend gerechnet, mit der Inflation desselben Zeitraums.
Belege. EZB, Nominal- und Realzins; Bundesbank, Glossar „Realzins“. Eigene Erklärung. Die exakte Form ist in den gelesenen Seiten nicht ausformuliert; sie ist hier eigene Rechnung.
Im Kapitel. Zinsen und Markt: Zinsbindung und Realzins · Sparen: Zins gegen Inflation
Die Inflationsrate misst, wie stark die Verbraucherpreise gegenüber einem früheren Zeitraum gestiegen sind, meist gegenüber dem Vorjahr. Die Jahresinflation betrug 2024 2,9 % und 2025 3,6 %. Im August 2026 lag die Rate bei 3,2 %; die Schnellschätzung für September 2026 nennt 3,6 %, vorläufig, endgültige Werte kündigt Statistik Austria für den 16.10.2026 an. Der Verbraucherpreisindex (VPI) berücksichtigt nur in Österreich lebende Haushalte; der EU-weit vergleichbare HVPI, der auch Ausgaben von Touristen erfasst, lag im August 2026 bei 2,9 %.
Belege. Statistik Austria, Inflation 2024; Statistik Austria, Inflation 2025; Statistik Austria, Inflation August 2026; Statistik Austria, Inflation September 2026, Schnellschätzung. Eigene Erklärung. Die Erklärung des Begriffs; die Zahlen stammen aus den genannten Quellen.
Im Kapitel. Zinsen und Markt: Preise, Mieten und Inflation
Der Zinssatz, der die Gesamtkosten des Kredits für den Verbraucher als jährlichen Prozentsatz des Gesamtkreditbetrags ausdrückt (HIKrG § 2 Abs. 11). Neben den Zinsen zählen alle dem Kreditgeber bekannten Kosten mit, etwa Provisionen und Abgaben, Versicherungen oder ein Konto, wenn sie Voraussetzung für den Kredit sind, und die Schätzung der Liegenschaft, wenn sie erforderlich ist; ausgenommen sind Notariatsgebühren und die Gebühren für die Eintragung der Eigentumsübertragung (§ 29 Abs. 2). Ob die Eintragung des Pfandrechts mitzählt, sagt der Gesetzestext nicht ausdrücklich. Gerechnet wird nach einer Formel in Anhang I des Gesetzes; sie setzt den Barwert der Auszahlungen gleich dem Barwert aller Rückzahlungen und Kosten. Die Gleichung selbst ist im Gesetz ein Bild; wir haben ihre Standardform selbst gerechnet.
Beispiel (eigene Rechnung): 200.000 €, 25 Jahre, 3,5 % Sollzinssatz ergeben 3,557 % ohne Gebühren und 3,654 % mit 1 % Bearbeitungsgebühr. Im Durchschnitt der neuen Wohnbaukredite lagen im August 2026 laut OeNB der Effektivzinssatz bei 3,97 % und der Sollzinssatz bei 3,61 %.
Belege. Hypothekar- und Immobilienkreditgesetz, HIKrG; HIKrG, Anhang I; Richtlinie 2014/17/EU; OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft. Eigene Erklärung. Die Beispiele.
Im Kapitel. Kredit: Annahmen und Probe · Kredit: Drei Angebote nebeneinander
Beim Annuitätenkredit bleibt die Rate über die ganze Laufzeit gleich. Sie enthält neben den Zinsen auch Teile des Kapitals; am Anfang ist der Zinsanteil groß, am Ende der Tilgungsanteil. Der Kreditrechner nimmt die Rate am Monatsende an und rechnet den Zins eines Monats als Monatszins mal Restschuld. Beispiel (eigene Rechnung): 200.000 €, 25 Jahre, 3,5 % ergeben eine Rate von 1.001,25 € im Monat.
Belege. AK Wien, Ratgeber Kredite, Stand März 2026. Eigene Erklärung. Die Formel und das Beispiel; die AK-Seite beschreibt die Annuität nur in Worten.
Im Kapitel. Kredit: Kreditrechner · Kredit: Eine Rate, auseinandergenommen
Die Tilgung ist der Teil der Rate, der das geliehene Kapital verringert; die Restschuld ist, was nach einer Rate noch geschuldet wird. Im ersten Monat des Beispiels (200.000 €, 25 Jahre, 3,5 %) sind von der Rate 583,33 € Zinsen (Monatszins mal Kredit) und 417,91 € Tilgung; die Restschuld sinkt auf 199.582,09 € (Beträge einzeln gerundet, die Summe kann um einen Cent abweichen). Sonderzahlungen senken die Restschuld sofort; so rechnet der Kreditrechner. Endet eine Zinsbindung vor dem Ende der Laufzeit, bleibt die Restschuld bestehen und wird zu einem neuen Zinssatz weiter verzinst.
Eigene Erklärung. Begriffe und Beispiel.
Im Kapitel. Kredit: Tilgungsplan · Kredit: Was, wenn der Zinssatz steigt?
Die Zinsbindung nennt, wie lange der Zinssatz eines Kredits anfangs festgeschrieben ist. Bei variablem Zinssatz wird er regelmäßig neu festgesetzt, in der Regel alle drei, sechs oder zwölf Monate, aus Referenzzinssatz plus Aufschlag. Läuft eine Bindung vor dem Ende der Laufzeit aus, gilt danach ein neuer Zinssatz: Im Beispiel der AK Wien (15 Jahre fix bei 25 Jahren Laufzeit) wäre der Kredit für die restlichen zehn Jahre variabel verzinst; einzelne Banken bieten eine neue Bindung an. In der OeNB-Statistik enthält die Zeile „bis 1 Jahr“ auch die variablen Kredite. 2025 hatten 86 % der neu abgeschlossenen Wohnbaukredite eine Zinsbindung, und Ende 2025 waren 64 % des Bestands fix verzinst.
Belege. AK Wien, Hypothekarkredite im Vergleich, August 2020; AK Wien, Ratgeber Kredite, Stand März 2026; OeNB, Kreditzinssätze Neugeschäft; OeNB, Handout vom 20. März 2026.
Im Kapitel. Zinsen und Markt: Zinsbindung und Realzins · Kaufen: Zinsschock
Das Verhältnis des Kredits zum Wert der Immobilie, in Prozent: Je höher sie ist, desto weniger Eigenmittel stehen dem Kredit gegenüber. Die FMA empfiehlt seit dem Rundschreiben vom 26.6.2025 höchstens 90 %; die KIM-Verordnung verlangte bis 30.6.2025 mindestens 20 % Eigenmittel. Welcher Wert gemeint ist (Kaufpreis, Kaufpreis plus Nebenkosten oder ein Beleihungswert der Bank), steht in den Seiten nicht, die wir gelesen haben. Dieses Kapitel bezieht die Quote auf den Kaufpreis: 20 % Eigenmittel entsprechen dann einer Quote von 80 %, 10 % einer von 90 %.
Belege. FMA, Rundschreiben 02/2025; FMA, Wohnimmobilienkredite; ORF.at, KIM-Verordnung, Dezember 2024. Eigene Erklärung. Die Erklärung der Quote selbst; die Grenzwerte stammen aus den genannten Quellen.
Im Kapitel. Kaufen: Eigenmittel gegen Zinsen
Das Geld, das ein Käufer selbst einsetzt. Im Kaufrechner sind es Kaufpreis plus Nebenkosten minus Kredit; die Nebenkosten müssen also aus Eigenmitteln gezahlt werden. Beispiel (Voreinstellung des Kaufrechners, eigene Rechnung): 291.340 € Kaufpreis + 35.915 € Nebenkosten − 262.206 € Kredit (90 %) = 65.049 €. Die KIM-Verordnung verlangte bis 30.6.2025 mindestens 20 % Eigenmittel.
Belege. ORF.at, KIM-Verordnung, Dezember 2024. Eigene Erklärung. Die Begriffsbestimmung im Modell und das Beispiel.
Im Kapitel. Kaufen: Kaufrechner · Kaufen: Eigenmittel gegen Zinsen
Der Anteil des Nettoeinkommens, der für Kreditraten aufgeht. Die FMA nennt als Richtwert höchstens 40 % des Jahresnettoeinkommens als jährliche Kreditbelastung; die KIM-Verordnung hatte bis 30.6.2025 höchstens 40 % Rückzahlungsquote vorgeschrieben. Im Kaufrechner ist es die Rate (plus andere Kreditraten) geteilt durch das Nettoeinkommen des Haushalts; die Grenze lässt sich dort einstellen.
Belege. FMA, Wohnimmobilienkredite; FMA, Rundschreiben 02/2025; ORF.at, KIM-Verordnung, Dezember 2024.
Im Kapitel. Kaufen: Was kann ich mir leisten? · Kaufen: Zinsschock
Die KIM-Verordnung (Kreditinstitute-Immobilienfinanzierungsmaßnahmen-Verordnung) legte für Wohnbaukredite verbindliche Standards fest: mindestens 20 % Eigenmittel, höchstens 40 % Rückzahlungsquote, höchstens 35 Jahre Laufzeit. Nach der FMA-Seite war sie von Juli 2022 bis 30.6.2025 in Kraft (der ORF nennt Anfang August 2022). Ersetzt wurde sie durch das FMA-Rundschreiben 02/2025 vom 26.6.2025, das nach eigener Aussage keine Verordnung ist: Beleihungsquote höchstens 90 %, Richtwert für die Schuldendienstquote 40 %, Laufzeit höchstens 35 Jahre; ein begrenzter Anteil der Neukreditvergabe darf davon abweichen. Beides richtet sich an die Banken, nicht an Kreditnehmer. Ob Banken in der Praxis weiter 20 % Eigenmittel verlangen, ist in keiner gelesenen Quelle belegt.
Belege. FMA, Wohnimmobilienkredite; FMA, Rundschreiben 02/2025; FMA, Pressemitteilung vom 26. Juni 2025; ORF.at, KIM-Verordnung, Dezember 2024.
Im Kapitel. Kaufen: Eigenmittel gegen Zinsen · Was hält stand: Zeile zur KIM-Verordnung
Zusätzlich zum Kaufpreis fallen Steuern, Gebühren und Honorare an. Gesetzlich festgelegt sind die Grunderwerbsteuer (in der Regel 3,5 % vom Kaufpreis), die Eintragung des Eigentumsrechts im Grundbuch (1,1 % vom Wert des Rechts, bei Kaufverträgen in der Regel der Kaufpreis), die Eintragung eines Pfandrechts für den Kredit (1,2 % des Nennbetrags der Forderung einschließlich der Nebengebührensicherstellung) und die Eingabengebühr (85 € für den Antrag). Vertragserrichtung und Maklerprovision sind Spannen oder Höchstsätze. Eine zeitweise Befreiung von den Eintragungsgebühren war laut den gelesenen Seiten bis 30.6.2026 befristet; ob sie verlängert wurde, haben wir nicht geprüft, der Kaufrechner rechnet ohne Befreiung. Im Beispiel des Kaufrechners (291.340 € Kaufpreis, 90 % Kredit, Vertrag 2 %, Makler 3,6 %, Bankgebühren als Beispielwerte) sind es 35.915 €, das sind 12,3 % des Kaufpreises (eigene Rechnung).
Belege. oesterreich.gv.at, Nebenkosten beim Wohnungskauf; oesterreich.gv.at, Einverleibung; oesterreich.gv.at, Eine Wohnung kaufen; Forvis Mazars Legal, Gebührenbefreiung bis 30.6.2026; Raiffeisen Vorarlberg, Gebührenbefreiung endet am 30. Juni. Eigene Erklärung. Das Beispiel.
Im Kapitel. Kaufen: Nebenkosten im Einzelnen
Eine Standardmethode, um Eigentum und Miete zu vergleichen: Die erwarteten jährlichen Kosten des Wohnens im Eigentum werden den jährlichen Kosten einer gleichwertigen Mietwohnung (unterstellte Miete) gegenübergestellt. Zu den Kosten zählen die Finanzierung, also Kreditzinsen und die entgangene Rendite des eingesetzten Eigenkapitals (Opportunitätskosten), Instandhaltung und Abschreibung und die Grundsteuer; abgezogen wird die erwartete Wertsteigerung. Der Reiter „Kaufen oder Mieten“ rechnet so, ohne Grundsteuer. Beispiel der Voreinstellung im ersten Jahr (eigene Rechnung, je Monat, auf ganze Euro gerundet): 789 € Zinsen + 122 € entgangene Rendite + 243 € Instandhaltung − 801 € Wertzuwachs = 352 €; die Summe ist aus ungerundeten Werten gebildet, die gerundeten Posten können um 1 € abweichen. Das Ergebnis hängt an den Annahmen, vor allem am Wertzuwachs (hier 3,3 % im Jahr).
Belege. EZB, Working Paper 2087, Fatica und Prammer 2017; EZB, Statistics Paper 47. Eigene Erklärung. Das Beispiel und die Einordnung, was der Rechner davon abbildet.
Im Kapitel. Kaufen oder Mieten: Annahmen und Probe · Kaufen oder Mieten: Was das Wohnen im Monat kostet
Der jährliche Wertzuwachs der Wohnung, bei dem Kaufen und Mieten am Ende des Zeitraums gleich viel Vermögen ergeben. Der Rechner im Reiter „Kaufen oder Mieten“ findet ihn durch Probieren: Mit den Voreinstellungen liegt er bei 1,66 % im Jahr. Darunter liegt das Mieten vorn, darüber das Kaufen; bei 1,6 % um 4.151 €, bei 1,7 % um 2.692 €. Der Wert ist eine Folge der Annahmen (Kredit, Zinssatz, Miete, Anlage, Dauer) und keine Prognose.
Eigene Erklärung. Begriff und Rechnung; die Zahlen sind das Ergebnis der Voreinstellungen.
Im Kapitel. Kaufen oder Mieten: Was müsste stimmen?
Wie viele Jahresmieten ein Quadratmeter kostet: Median-Kaufpreis je m² geteilt durch zwölf Monatsmieten je m² (auch Vervielfältiger genannt). Für Österreich 2025: 4.162 € ÷ (12 × 10,15 €) = 34,2. Der Kehrwert, 2,9 %, entspräche einer Bruttomietrendite; weil die Miete hier Betriebskosten enthält, die dem Eigentümer nicht zufließen, ist sie überzeichnet. Eine Bruttomietrendite für Österreich haben wir in keiner gelesenen Quelle gefunden (Websuche, keine Fachdatenbank). Die Kennzahl vergleicht Preis und Miete im Bestand und sagt nichts über einzelne Wohnungen.
Belege. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Wohnungsmieten 4. Quartal 2025. Eigene Erklärung. Die Kennzahl und die Rechnung; die Miete ist die Kette der Mikrozensus-Raten mit Betriebskosten.
Im Kapitel. Barometer: Kaufpreis zu Jahresmiete
Zwei Begriffe aus dem Mietrecht. Der Richtwert ist ein gesetzlich festgelegter Grundbetrag je m² und Monat, den Statistik Austria nur verlautbart; er gilt für Mietverträge im Anwendungsbereich des Richtwertgesetzes (13,4 % der Hauptmietwohnungen, in Wien 21,0 %, 4. Quartal 2025) und ist keine Marktmiete. Seit 1.4.2026 beträgt er in Wien 6,74 € je m² (vorher 6,67 €; +1 %). Eine Wertsicherung passt die Miete an die Inflation an; seit 1.1.2026 darf sie nur einmal im Jahr zum 1. April wirken, und was über 3 % Inflation liegt, zählt nur zur Hälfte (Mieten-Wertsicherungsgesetz); bei preisgeschützten Mieten gelten zusätzlich höchstens 1 % am 1.4.2026 und höchstens 2 % am 1.4.2027. Das ist eine Zusammenfassung ohne Rechtsberatung; für einen Vertrag zählt der Wortlaut des Gesetzes.
Belege. Statistik Austria, Richtwerte und Kategoriebeträge; Statistik Austria, Wohnungsmieten 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Wohnungsmieten 2. Quartal 2026; forum-media.at, Mieten-Wertsicherungsgesetz § 1; Parlament, Ausschussbericht zum 5. MILG. Eigene Erklärung. Der Satz zur Wertsicherung als Anpassung an die Inflation.
Im Kapitel. Zinsen und Markt: Mieten, bezahlt und verlangt
Der mittlere Wert einer der Größe nach geordneten Reihe: Die eine Hälfte der Werte liegt darunter, die andere darüber. Ein Median wird von Ausreißern kaum bewegt, ein Durchschnitt schon. Beispiel (erfunden, zum Üben): Bei Preisen von 2.000, 3.000, 3.500, 4.000 und 9.000 € je m² ist der Median 3.500 €, der Durchschnitt 4.300 €. Statistik Austria weist die Kaufpreise je m² für jedes Jahr als Median aus (2025: 4.162 € für Eigentumswohnungen in Österreich); er ist nicht qualitätsbereinigt, und die Vorjahre werden laufend revidiert. Für Preisvergleiche über die Zeit ist laut Statistik Austria ein qualitätsbereinigter Preisindex besser geeignet.
Belege. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025. Eigene Erklärung. Die Erklärung des Begriffs und das erfundene Beispiel.
Im Kapitel. Zinsen und Markt: Preise, Mieten und Inflation · Was hält stand: Preise in zehn Jahren
Der amtliche Preisindex für Wohnimmobilien in Österreich. Statistik Austria berechnet ihn aus den im Grundbuch hinterlegten Kaufverträgen privater Käufer, bereinigt um Unterschiede in der Qualität der verkauften Objekte (qualitätsbereinigt), und veröffentlicht ihn als Kettenindex mit jährlich angepassten Gewichten; die jüngsten Quartale sind vorläufig. Im 1. Halbjahr 2026 stand er bei 223,23 (2010 = 100), +3,9 % zum Vorjahreszeitraum; im 2. Quartal 2026 lag er erstmals über dem bisherigen Höchstwert vom 3. Quartal 2022. Der Index ist nominal und sagt nichts über die Preise, die heute in Inseraten verlangt werden.
Belege. Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Häuserpreisindex 2025.
Im Kapitel. Zinsen und Markt: Preise, Mieten und Inflation · Zinsen und Markt: Preise nach Quartalen
Die OeNB berechnet einen eigenen Wohnimmobilienpreisindex (2000 = 100) auf Grundlage des Euro-Preises je Quadratmeter mit verallgemeinerten additiven Modellen; die Datenbasis ist nach der Seite die Plattform JUSTIMMO (ab dem 3. Quartal 2017), nicht die Kaufverträge im Grundbuch wie beim Häuserpreisindex. Die beiden Indizes sind deshalb nicht identisch. Daneben weist die OeNB einen Fundamentalpreisindikator aus: die prozentuale Abweichung der Wohnimmobilienpreise von einem Fundamentalpreis, der sich aus sieben Teilindikatoren ergibt. Ein Wert über null heißt, die Preise liegen über diesem Modellwert. Letzte gefundene Werte: Österreich 20,0 %, Wien 28,9 % (2023); neuere Werte haben wir nicht gefunden.
Belege. OeNB, Wohnimmobilienpreisindex, Methode; OeNB, Immobiliendaten Österreich, 1Q2024; OeNB, Factsheet zum Wohnimmobilienmarkt, Zeitreihen.
Im Kapitel. Barometer: Weitere Größen und die Nationalbank
Ein Angebotspreis ist, was ein Verkäufer im Inserat verlangt; ein Kaufpreis ist, was laut Kaufvertrag bezahlt wurde. Die beiden Größen messen Verschiedenes und dürfen nicht vermischt werden. Der Median der Inserate auf ImmoScout24 lag 2025 in Österreich bei 6.041 € je m², das 1,45-Fache des Median-Kaufpreises (4.162 €); in Wien bei 6.636 € gegen 5.212 €, das 1,27-Fache (eigene Rechnung). Die Grundgesamtheiten sind verschieden: Inserate eines Portals gegen alle Käufe privater Käufer laut Grundbuch.
Belege. ImmoScout24, Datenanalyse Eigentumswohnungen; Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025.
Im Kapitel. Zinsen und Markt: Was verlangt wird und was bezahlt wird · Was hält stand: Zeile zu Inseraten
Eine laufende Stichprobenerhebung, bei der Statistik Austria pro Quartal rund 20.000 Haushalte befragt. Die Mieten daraus beschreiben, was für bestehende Hauptmietverhältnisse tatsächlich gezahlt wird (alle Rechtsformen, auch Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen), nicht, was Inserate für neu vermietete Wohnungen verlangen. „Miete mit Betriebskosten“ ist die an die Hausverwaltung gezahlte Miete ohne Heizung, Warmwasser und Garage, mit Umsatzsteuer; die Nettomiete ist der reine Mietzins mit Umsatzsteuer, ohne Betriebskosten. Im 2. Quartal 2026 waren es 10,5 € je m² und Monat mit Betriebskosten und 7,9 € Nettomiete.
Belege. Statistik Austria, Wohnungsmieten 2. Quartal 2026; Statistik Austria, Wohnungsmieten 4. Quartal 2025; Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung.
Im Kapitel. Zinsen und Markt: Mieten, bezahlt und verlangt
EU-SILC ist die Erhebung hinter den Kennzahlen zum Haushaltseinkommen auf der Seite von Statistik Austria (hier EU-SILC 2025, veröffentlicht am 29.4.2026). Das Haushaltseinkommen ist das verfügbare Einkommen nach Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen: Erwerbseinkommen, Kapitalerträge, Pensionen und Sozialleistungen aller Haushaltsmitglieder. Der Median beträgt 51.152 € pro Jahr für Privathaushalte. Das Äquivalenzeinkommen teilt es durch Gewichte der EU-Skala (erste Person 1,0, jede weitere 0,5, Kinder unter 14 Jahren 0,3); sein Median beträgt 36.546 € pro Jahr.
Belege. Statistik Austria, Haushaltseinkommen, EU-SILC 2025. Eigene Erklärung. Der Zweck des Äquivalenzeinkommens (Haushalte verschiedener Größe vergleichbar machen) ist eine eigene Erklärung.
Im Kapitel. Kaufen: Was kann ich mir leisten?
Der Anteil der Wohnkosten (einschließlich Energie, Kreditkosten und Instandhaltung) am verfügbaren Haushaltseinkommen. Der Median lag 2025 bei 15 %, bei Wohnungseigentum bei 12 %; bei 8 % der Haushalte lag die Quote über 40 %. Der Median gilt für alle Haushalte und Wohnformen und sagt nichts über Kaufinteressenten. Für 2015 nennt die Belegleiter 16 %; diese Zahl haben wir nur aus einer Pressemeldung gelesen.
Belege. Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; Statistik Austria, Wohnsituation und Wohnkosten 2025, Pressemitteilung.
Im Kapitel. Was hält stand: Zeile zur Leistbarkeit
Eine bewilligte Wohnung ist eine, für die die Behörde den Bau genehmigt hat; eine fertiggestellte ist gebaut. Statistik Austria zählt beides aus dem von den Baubehörden geführten Gebäude- und Wohnungsregister, hier für Wohnungen in neuen Gebäuden. 2025 wurden 31.979 Wohnungen bewilligt, der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung 2010; fertiggestellt wurden 2024 41.762. Die Werte der letzten Jahre sind vorläufig und enthalten Schätzungen für Nachmeldungen: Für 2024 wurden zuerst 32.100 bewilligte Wohnungen gemeldet, später 34.422. Bewilligungen sagen etwas über das spätere Angebot, nicht über den Preis.
Belege. Statistik Austria, Baubewilligungen 2025; Statistik Austria, Baufertigstellungen 2024. Eigene Erklärung. Die Erklärung von „bewilligt“ und „fertiggestellt“.
Im Kapitel. Zinsen und Markt: Käufe, Kredite und Bautätigkeit
Viele Zahlen sind bei der ersten Veröffentlichung vorläufig und werden später überarbeitet. Beim Häuserpreisindex sind die jüngsten Quartale vorläufig; bei den Durchschnittspreisen werden die Vorjahre laufend revidiert; die Baubewilligungen der letzten Jahre enthalten Schätzungen für Nachmeldungen (2024: zuerst 32.100, später 34.422); für die Inflation im September 2026 liegt nur die Schnellschätzung vor. Deshalb können sich Raten und Rangplätze ändern, ohne dass sich am Markt etwas ändert, und Zahlen aus verschiedenen Veröffentlichungen passen manchmal nicht ganz zusammen.
Belege. Statistik Austria, Häuserpreisindex 1. Halbjahr 2026; Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Baubewilligungen 2025; Statistik Austria, Inflation September 2026, Schnellschätzung.
Im Kapitel. Was hält stand: Wo sich Quellen widersprechen
Ein Prozentpunkt (Pp) ist der Abstand zwischen zwei Prozentwerten. Steigt ein Zinssatz von 2,25 % auf 2,50 %, ist das ein Anstieg um 0,25 Pp; relativ zum alten Wert sind es 11,1 %. Ein Basispunkt ist ein Hundertstel Prozentpunkt: 0,25 Pp sind 25 Basispunkte, so nennt die EZB die Anhebung vom September 2026 in ihrer Pressemitteilung. Das Kapitel nennt Abstände zwischen Zinssätzen in Pp.
Belege. EZB, Pressemitteilung vom 10. September 2026. Eigene Erklärung. Die Erklärung der Begriffe und die Rechnung.
Nominale Werte sind Geldbeträge der jeweiligen Zeit; reale (inflationsbereinigte) Werte sind mit den Verbraucherpreisen auf eine gemeinsame Preisbasis umgerechnet. Das Kapitel rechnet real, indem es durch eine Kette der Jahresinflationsraten teilt. Beispiel: Der Median-Kaufpreis für Wohnungen in Österreich stieg von 2015 bis 2025 nominal um +50,3 %, real um +8,3 %; die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 38,8 %.
Belege. Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise 2025; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2025; Statistik Austria, Pressekonferenz Wohnen 2023; Statistik Austria, Inflation 2025; Statistik Austria, Inflation 2024. Eigene Erklärung. Die Erklärung der Begriffe und die Rechnung.
Im Kapitel. Zinsen und Markt: Preise, Mieten und Inflation · Was hält stand: Preise nach Abzug der Inflation
Das Quadrat der Korrelation: Im einfachen linearen Modell der Anteil der Unterschiede einer Größe, den eine andere statistisch erklärt. R² = 0,04 heißt 4 %; es ist kein Nachweis einer Ursache. Im Kapitel kommt R² bei den US-Arbeiten von Case und Shiller vor (höchstens 0,04 für die Preisänderungen einzelner Häuser, etwa ein Drittel in der Folgearbeit). Eine ausführlichere Erklärung steht im Kapitel „Bindung“, Reiter „Begriffe“, unter „Erklärter Anteil“.
Belege. Case und Shiller 1989; Case und Shiller 1990. Eigene Erklärung. Die Erklärung von R².
Im Kapitel. Was hält stand: Zeile zur Preisfortschreibung
Im Barometer steht bei jeder Kennzahl, wo der jüngste Wert unter den Vergleichswerten der letzten zehn (oder fünf) Jahre liegt. Der Rang zählt von oben: Rang 1 ist der größte Wert im Vergleich; er ist die Zahl der Vergleichswerte, die größer sind als der jüngste Wert, plus 1. Der Bereich teilt die Vergleichswerte in Hälften, Drittel oder Viertel: Im oberen Bereich liegt ein Wert, wenn nur wenige Vergleichswerte über ihm liegen. Beispiel: Der Median-Quadratmeterpreis in Österreich (4.162 € im Jahr 2025) liegt auf Rang 2 von 10, weil nur der Wert von 2022 (4.364 €) darüber liegt. Der Rang beschreibt eine Lage im gewählten Fenster; er sagt nichts darüber, wie sich ein Wert weiterentwickelt.
Eigene Erklärung. Die Erklärung der Begriffe; die Zählregel steht im Reiter „Barometer“.
Im Kapitel. Barometer: Das Lagebild in zehn Kennzahlen · Barometer: Was das Barometer nicht kann
Der Reiter „Was hält stand“ stuft Aussagen in fünf Belegstufen ein: gut belegt, teilweise belegt, vereinfachend, populäres Modell, widerlegt. Die Stufen sind ein Vorschlag dieses Kapitels; sie gelten für die Aussage, wie sie in der Zeile steht, und für die genannte Zeit. Daneben tragen die Karten Kennzeichen: Messwert (von einer Stelle gemessen), Angebot (was eine Bank oder ein Inserat verlangt), Eigene Rechnung, Modell, Studie, Rechtslage, Übersicht und Rechner. Die Lesestufen im Quellenblock am Ende der Seite sagen dagegen, wie viel von einer Quelle gelesen wurde.
Eigene Erklärung. Die Einstufungen und Kennzeichen sind unsere Deutung.
Im Kapitel. Was hält stand: Die Leiter · Was hält stand: Wie Angaben gekennzeichnet sind
Dieser Reiter erklärt Begriffe. Er gibt keine Empfehlung zum Kauf, zum Verkauf, zur Kreditaufnahme oder zur Geldanlage und ist keine Anlageberatung.